Andix - von Kolumbien nach Feuerland

Argentinier sind auf jeden Fall sehr stolz. Egal wen du fragst, jeder wird behaupten, sein Dorf/ seine Stadt ist am schönsten. Aber sonst sind es sehr nette und offene Leute, mit denen man gut feiern kann.
 

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Re: Andix - von Kolumbien nach Feuerland
WOW. Vier Tage hab' ich nun gebraucht um sechs Monate Andix nachzulesen. WOW WOW WOW! Ok, ich wiederhole mich, aber mir fehlen angesichts der Tour echt die Worte und für den Rest der Tour bleibe ich wohl auch wieder im nur-lese-und-genieße-Modus.

Danke Stefan, dass Du mich an erneut an Deiner Tour teilhaben lässt!

p.s.: Angesichts des unsäglichen Rumge_TROLL_e der ersten paar Monate fand ich's übrigens klasse, dass irgendwann die 1_posting_pro_Tag-Regel griff und der Fred ent_TROLL_t wurde. Gab genau aus dem Grund für dieses Forum nicht sogar mal ein plugin, womit man _alle_ anderen Postings ausblenden konnte, um nur noch Alpenzorro-Posts zu sehen? Aber da das Troll-Problem ja gelöst ist, brauchts das nun nicht mehr ...
 
Och Leute, bitte nicht wieder sinnlose Grundsatzdiskusionen. Das führt doch zu nix...

@stuntzi: Ich wollte gerade mal den Zoro füttern - aber nur per Paypal geht leider garnicht. Der Verein kann mir bis an sein Lebensende gestohlen bleiben. Wenn du mir eine andere Möglichkeit geben möchtest, gerne auch per PN!
 
Es ist aber schon ein Unterschied, wenn man sieht, dass da gerade Leute kommen, die mit dem Rad ein paar hundert km durch die Wüste gekommen und am Verhungern/Verdursten sind.
Shackleton haben die nicht gerade als aufgeschlossen geltenden Männer in der Walfangstation in Stromness/Südgeorgien seinerzeit auch mit offenen Armen gefangen - weil jeder wußte, was die Mannschaft gerade hinter sich haben muss (habe da gerade ein Buch gelesen).

Im Vergleich zu dem was die Leute in Bolivien (und anderwo) tagtäglich leisten und erleben, ist Stuntzis Reiseradeln ein harmloser Kindergeburtstag. Er macht das hier immer schön spannend, aber wenn es wirklich auf dem Salar (oder anderwo) gefährlich gewesen wäre, hätte er sicher anderes zu tun gehabt als ein Bild zu knipsen.
Ich vermute jeder Ladenbesitzer weiß genau dass er seine Waren sowieso los wird, also verkauft er lieber an seine Nachbarn. Da ist keine Fremdenfeindlichkeit drin. Dass sie auch nicht für den doppelten Preis ihre Eier in die Pfanne hauen, spricht für ihren meist indianisch geprägten ehrlichen Charakter. Und ich habe immer die Erfahrung gemacht: Sei nett und höflich, geh ein Stück auf die Leute zu und schon öffnen sich Türen
 
Hui, eine Metadiskussion. Ich finde, das sollte nicht so hoch gehängt werden. Stuntzi und die Spionin fahren 100te von km' s durch salzige und sandige Landschaften, sind sehr hungrig und durstig und müde, kommen endlich in einem Ort an, wo sie sich ein kleines Highlight in Form einer Essens- und Trinkenabwechslung erwarten und - bekommen nichts.

Weil die Leute dort halt einfach aufgrund ihrer Geschichte Gringos nicht mögen oder eine andere Mentalität haben oder, oder, oder. In so ner Situation würden es mit Sicherheit 99,9 % von uns ebenfalls Schei??e finden, dass das so ist :aufreg:. Ohne großartig darüber zu reflektieren, warum. Fertig.

Und darum geht' s auch gar nicht. Auch nicht um Diskriminierung oder sonst irgendwas in der Art.

Würde Stuntzi ständig seine Postings im bequemen Bürostuhl kritisch und im sozialpolitischen Gesamtkontext reflektieren bevor er sie hier reinstellt, wären die Beiträge sicher andere. Nur würde sie dann keiner mehr lesen, weil er dann nicht mehr live berichten könnte.

Und gerade das macht es doch so spannend, dass wir live dabei sein können, wie Stuntzi und seine Spionin mit minimaler Ausrüstung 1000de von Kilometern auf einem entfernten Kontinent radeln und uns daran teilhaben lassen :). Also legt die Messlatte nicht so hoch.

Jm2c.
 
Auf jeden Fall ist es interessant zu sehen, wie den Vorstellungen und Interessen der 1. Welt an diesem Ort einfach nicht entsprochen wird. Die Bedürfnisse von Radtouristen sind den Leuten dort wahrscheinlich ziemlich fremd oder einfach egal. Obwohl ich den Beiden jeden Kaffee und jedes Essen gönne, finde ich das schon sympatisch. Wenn das ein Film wäre, würden wir die "skurrilen Einheimischen" sehr mögen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin mal gespannt, ob Ihr dem schweizer Konvoi nochmals begegnet...
http://masaya.goyco.ch/itineraire_prevu.htm

Zum Thema Gastfreundschaft gibt es unterschiedliche Aussagen:

http://www.adveniat.de/blog/?p=304
..Abseits der ganzen Probleme Boliviens, ist für mich aber vor allem die extreme Gastfreundschaft bemerkenswert, die ich sowohl im Tiefland als auch im Hochland erlebt habe. Menschen die in bitterer Armut leben und dennoch alles tun, um Gäste so gut wie eben möglich zu empfangen.
Warum ist ein Land wie Bolivien eigentlich nicht dafür bekannt?

http://www.badische-zeitung.de/bahlingen/von-der-gastfreundschaft-ueberwaeltigt--86550942.html
..Angst hatte Marina Vogel nie, auch wenn sie die unterschiedliche Gefährlichkeit der Länder am eigenen Leib erfuhr. In Chile schätzte sie die Freundlichkeit, Naturverbundenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen. "Bolivien war da ein krasser Gegensatz", sagte Vogel.

http://www.welt.de/reise/article114648073/Bolivien-ist-das-unfreundlichste-Reiseland.html

Euch weiterhin gute Fahrt und immer Speiss und Trank zur Hand ;-)
 
Hat eigentlich noch keiner gemerkt dass Stuntzi seit Freitag nichts mehr geschrieben hat?

Vllt. ist er nur offline. Hoffe mal dass den beiden nichts gravierendes passiert ist.
Oder der Thread schweift mal wieder etwas zu sehr ab ...
 
Zuletzt bearbeitet:
er hat ja ganz schön über Bolivien abgeledert, zudem war noch Wahl und Morales hat gewonnen, ein ehemaliger Kumpel vom Hugo in Venezuela; beide mögen/mochten bekanntlich keine Imperialisten. Vlt. hat unser "Held" eins auf die Mütze bekommen.
 
Die einfachste Erklärung ist wohl, dass das ärmste Land Südamerikas sein Handynetz im kaum besiedelten Grenzland zu seinem Erzfeind Chile nicht besonders gut ausgebaut hat. Nach der Grenze befindet sich Stuntzi zwar im südamerikanischen Musterland Chile, doch muss er da zuerst eine SIM-Karte auftreiben, was aufgrund der mässig dichten Besiedlung nicht unbedingt einfach ist. Zudem muss Stuntzi samt Begleitung die Geysire von El Tatio bewundern.

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Eine etwas unbequemere Erklärung wäre, dass er Lämpen bei seinem Grenzübertritt bekommen hat, weil da zwischen Chile und Bolivien der Drogenschmuggel blüht.

Dass der bolivianische Geheimdienst deutsche Bikeforen darüber untersucht, ob irgendwelche Radler sich darüber aufregen, dass ihnen keine Hähnchen verkauft werden, glaub ich dagegen eher nicht.
 
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