Andix - von Kolumbien nach Feuerland

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Re: Andix - von Kolumbien nach Feuerland
Denke ich auch, zumal es ja, den Windmeldungen die du erwähnst zu Folge, auch gut passieren kann dass du die 2000km da hin eierst und feststellst "hier geht wirklich nix". Dann hast von dem Schlenker nix gehabt und musst den Rest alleine zu Ende fahren.
 
Nun, wenn Du Dich längst entschieden hast, brauchst Du uns ja nicht fragen ;) - gibt's den keinen Shuttle?
 
yep,
würde ich auch sagen, denn:
wenn du den ausläßt, dann beißt du dir später (womöglich) mal in den Ar...:o
Aber so wie es im Leben oft ist: "you cant always get, what you want..." :D
 
so lieber stuntzi bin jetzt auch wieder als Mitleser dabei und inzwischen auf Seite 85 (Ekuador) mit Nachlesen, off Season und einige lädierte freie Rippen lassen grad nicht das volle Training zu und mir viel Zeit zum hier lesen :-)

weiterhin gute Reise :-)

der JOE
 
Immer das Gleiche mit den Typen: kaum sehen sie einen Berg ist ihnen alles andere egal ;)
Los, fahr deiner Spionin hinterher. Der Wind wird ein Zeichen sein. Deine 6k Marke hast du doch eh schon abgefrühstückt. Schriebst du das nicht selbst noch so ähnlich vor ein paar Posts?
 
Neiin, liebe @scylla , nur weil der Mann auf den Berg will, ist ihm doch nicht gleich alles andere egal.

Schau, auf den Cerro de San Francisco kann der Stuntzi nicht alle Tage steigen..., hüstl, die zweite Satzhälfte darfst Du Dir denken. :D
 
In diesem Fall würde ich der Spionin folgen, wie es ausschaut, lässt dich der Berg sowiso abblitzen. Weglaufen kann er auch nicht, die Spionin schon. Willst du wirklich den restlichen Teil, der ist ja doch noch ziemlich lang, alleine runtergurken?
 
Äh ... Stuntzi ist eh schon halb oben auf dem San Francisco. Von daher erübrigen sich weitere Spekulationen. :D
Ich persönlich finde diese Fixierung auf irgendwelche Höhenmeterangaben irgendwie nicht so prickelnd, auch wenn ich sie nachvollziehen kann. Und diese gleichmäßigen Wüstenhügel auch nicht. Würde es jedenfalls toll finden, wenn Stuntzi weiter unten im Seengebiet noch Zeit und Muße hätte uns mit ein paar "Zweitausendern" zu beglücken. :bier:
 
01.11. 20:00 Thermas Las Grutas, 4050m


Probieren geht über studieren. Trotz der Windwarnung des Bergführers in Fiambala will ich mir die Sache doch lieber selber mal betrachten. Bin sowieso schon etwa hundert Kilometer aus der Richtung geschlagen, da machen weitere hundertfünfzig das Kraut auch nicht mehr fett. Also strample ich von Fiambala aus auf der Ruta 60 hinauf in die Puna zu den hohen Bergen. Das erste und einzige Fahrzeug am heutigen Tag begegnet mir nach zwei Stunden und wird sofort requiriert.


Das erspart mir weitere eineinhalb Tage, zweitausend Höhenmeter und hundert Kilometer Uphill. Gracias!


An der einsamen argentinischen Grenzstation "Las Grutas" auf gut 4000m dreht mein Shuttle um und ich lass mich aus dem Land stempeln. Die eigentliche Grenze ist erst achthundert Meter weiter oben am Passo San Francisco, aber dort gibt's nix ausser einer kleinen Schutzhütte und dem Trailhead zum Vulkan. Das Stückerl würde ich am Nachmittag gern noch selber radeln.


Das tu ich dann auch, genau zwei Stunden lang. In dieser Zeit schaff ich nicht mal die Hälfte des Anstiegs, bis ich entnervt aufgebe. Perfekter Teer, moderate Steigung, nicht mal besonders hoch, aber gegen den gnadenlosen Punasturm komm ich einfach nicht an. Frontal von vorn, in Kurven auch mal von der Seite, aber immer so stark, dass ich wenn überhaupt nur im Schneckentempo vorankriechen kann. Nachdem es mich auf knapp 4400m zum zweiten Mal vom Bike schmeisst, muss ich langsam aber sicher die Sinnlosigkeit dieses kleinen Ausflugs einsehen. Wenn ich schon hier unten auf der Straße mit der Schnauze im Dreck liege, wie siehts dann erst 1500 Meter höher auf dem Weg zum Gipfel aus?! Autos kommen auch keine mehr vorbei um mich zu retten, also dreh ich unverrichteter Dinge wieder um und Rolle zurück zur Grenzstation, diesmal mit dem Sturm im Rücken.


Na was solls... so richtig toll spannend sieht der Berg sowieso nicht aus.


Weiter unten gibt's ne heisse Quelle, dort setz ich mich an einen halbwegs windgeschütztes Fleckerl und gebe dem Wetter noch ne Chance. Der Sturm lässt allerdings auch abends nicht nach, eher wird er noch stärker.


Na gut... penn ich eben hier direkt neben der Badewanne und zu Füßen dreier Sechstausender (Incahuasi 6638m, El Muerto 6486m, San Francisco 6016m). Morgen ist auch noch ein Tag... wahrscheinlich ein stürmischer.
 
02.11. 08:20 Unterhalb Passo San Francisco, 4580m


Am nächsten Morgen sieht die windige Geschichte zunächst mal etwas freundlicher aus. Also radl ich halt nochmal rauf auf den Pass und probier's mein Glück nochmal. Gegen acht, nach knapp sechshundert Höhenmetern, ist allerdings bereits wieder Schluss mit lustig. Der Gegensturm ist wieder da und verhindert zuverlässig weiteres radfahren nach Westen, von einer Gipfebesteigung gar nicht zu reden. Was solls, lass ichs eben bleiben und dreh wieder um. Zwei Versuche müssen genügen, so exorbitant wichtig ist mir der Nevado San Francisco dann auch wieder nicht. Ich hatte ja schon meinen Acotango, der macht wegen der Piste bis auf 5700m sowieso mehr Sinn für Bergradler.


Roll ich eben wieder runter und genieße bei Rückenwind lieber das Vulkanpanorama. Zurück nach Fiambala sinds ja nur schlappe 220 Kilometer...
 
Schön dass du dich im Auftrag der Landschaftsfotografie so gequält hast - hat sich gelohnt !
Soll ja auch kein Urlaub werden, jetzt kannst du die kommenden Trails ohne schlechtes Gewissen genießen ;D
 
Als VoD (Virgin of the Day) wünsche ich dir weniger Wind die kommenden Tage :)
Hast du mit dem dicken Note eigentlich immer noch eine externe Tastatur dabei?

Auch weiß ich das es schon mal gefragt wurde, habe aber keine Antwort gesehen: mit welcher App lässt du dir CPU/Battery/Network Stats anzeigen?

Weiter so! Macht einfach riesig Spaß dein Abenteuer zu verfolgen :)
 
Na, das ist wirklich sinnlos, mit so einem extremen Wind. Aber super, dass Du zwei Versuche unternommen hast und wert waren sie es, finde ich.
Wer weiß, welche anderen Berg-Gelegenheiten sich noch auftun, z.B. @waldbauernbub machte mich da schon neugierig...

Freue mich schon auf Bilder von den patagonischen Nadeln a la Cerro Torre... nein, nein, da musst Du nicht hoch. Aber bis dahin ist ja noch ein Stückerl, gell.
 
frag mich eh, warum du nicht chile nimmst. westlich des andenhauptkamms gibts doch bestimmt vielleicht auch ein paar nette abstecher mit ausblicken übers meer, oder ?
 
@dogdaysunrise, Mückenprobleme hab ich keine... bin dazu wohl einfach viel zu weit oben in den letzten Monaten. Selbst auf den Ausflügen in den Dschungel war wenig los, insektentechnisch. Hab noch nicht mal irgendein Spray benutzt. Nachts machen wir halt das Zelt zu, wenn es irgendwo summt.

@JavaJens, Tastatur ist kaputt... schon die zweite auf dem trip. Egal... mit dem swype soft keyboard bin ich auch recht schnell. Die CPU app heißt CoolTool.
 
frag mich eh, warum du nicht chile nimmst. westlich des andenhauptkamms gibts doch bestimmt vielleicht auch ein paar nette abstecher mit ausblicken übers meer, oder ?
Ich bin für jeden Tip bzgl Routenplanung dankbar, aber ein bisserl mehr muss da schon kommen als "...gibt's doch bestimmt...". Soweit ich weiss, ist am Meer auf meiner Höhe im Moment nur Wüste. Leider hüllen sich die Chiletrailkenner (@Maxi etc) in beharrliches Schweigen.
 
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