Hallo,
gibt zwar schon einen Thread zu dem Thema, aber der bezog sich mehr auf das hinkommen. Darum bin ich mal so frei und mach einen neuen auf um ein wenig Revue passieren zu lassen...
Heute am 03.07. fand der Rothaus Bike Marathon als 2. Teil der German-Bike-Masters-Serie statt.
Um 11.00 gings für die Langstrecke (113 km, 3200 hm) los, darunter auch einige Olympiateilnehmer.
Um 11.15 dann für die Mittelstrecke (78 km, 2330 hm), was die meisten Teilnehmer gebucht hatten (mich eingeschlossen).
Um 11.30 konnte man mit den 35 km/1270hm auf der Kurzdistanz ein wenig Marathonluft schnuppern.
Die Langstreckler sind dabei zuerst auf die Kurzstrecke gestartet und nach einer Zieldurchfahrt auf die Mittelstrecke.
Das Problem fing allerdings schon viel früher an, mit der Frage "Was ziehe ich an?". Es war zwar kein Regen gemeldet aber trotzdem dicke Wolken am Himmel und ein frischer Wind. Bis auf 1-2 kurze Nieselregen blieb es dann aber trocken.
Also wie gesagt um 11.15 ging es los, direkt am Start in Bad Wildbad steil den Berg hoch. Ein erster Vorgeschmack auf die 2330 hm, die es zu bewältigen galt.
Als es aus dem Ort in den Wald ging wurde die Strecke allerdings bald relativ eintönig, zum Großteil Waldautobahnen.
Nur ein kleiner Abschnitt durch den Bikepark sorgte etwas für Abwechslung.
Noch drei kurze Stücke auf schlechten Wegen (Singletrails wie ich sie als Pfälzer kenne waren das aber auch nicht!) und das wars! Also hauptsächlich technisch anspruchsloses Kilometerschrubben, was dem einen oder anderen Hardtail-Fahrer evtl. entgegen kam.
Allerdings hat auch ein Schotterweg bei 67 km/h seinen Reiz
Bei 49 km kam der unvermeidliche Punkt, an dem mich die Spitze der Profis auf der Langdistanz eingeholt hat. Da weiß man warum die das als Beruf machen und ich nur als Hobby. Bei deren Tempo wäre ich vermutlich nach 2km reif für das Sauerstoffzelt gewesen.
An der letzten Verpflegungsstation (~60km) wurden dann erstmals Stimmen laut, dass da entweder mit der Höhenmeterangabe etwas nicht stimmt - es waren bis jetzt "nur" 1200 hm bewältigt - oder dass noch der ganz große Hammer kommt.
Ersteres war der Fall. Nach einer langen Schotterwaldautobahnabfahrt (s.o.) kam noch ein kurzer Gegenanstieg, dann ging es schon wieder zurück in den Ort. Noch der Berg, den es am Anfang zu erklimmen galt, ins Ziel runter gerast, dann hatte ich nach 3:04:07 Stunden und 1307 hm auf 67,5 km (nach meinem Tacho) das Ziel erreicht. Angesichts der angekündigten 78km/2330hm, bleibt da leider ein fahler Nachgeschmack.
Der Hauptkritikpunkt ist also die Strecke:
Die Messungen waren schlicht falsch und die Streckenführung hätte nach meinem Geschmack durchaus etwas abwechslungsreicher sein dürfen.
Ebenfalls verbesserungswürdig sind die Verpflegungspunkte:
Zuerst mal war ihre Position nicht bekannt. (Bei der ungenauen Streckenmessung hätte es wahrscheinlich eh vorne und hinten net gestimmt!)
Und dann war die Auswahl eher dürftig. So gab es z. B. kein stilles Wasser! Ich war froh, dass meine Trinkfalsche nicht explodiert ist
Desweiteren war die Toilettensituation vor dem Start mehr als kritisch!
Durchaus positiv hervorzuheben ist die Streckenabsicherung und -markierung.
Fast alle Abzweigungen waren mit Absperrband gesperrt, zusätzlich gab es (kleine) Pfeile auf dem Boden und an besonders scharfen Kurven standen nochmal Posten und gaben die Richtung an.
Die Stimmung im Ort hat mir gut gefallen, die Pasta war gut und die Portionen groß!
Der Bikerucksack ist m. E. auch nicht so schlecht, wie er vorher hier im Forum gemacht wurde.
Parkmöglichkeiten waren ausreichend, günstig (3 EUR) und nah vorhanden.
Und Olympiateilnehmer im Starterfeld verleihen so einem Event nochmal einen ganz besonderen Reiz!
Wenn das nächste Jahr die Streckenführung etwas klarer ist, bin ich wieder dabei!
Ergebnisse gibt es an dieser Stelle noch keine, da ich mich vor der Siegerehrung schon wieder auf den Heimweg gemacht habe. Die werde ich einfügen, sobald sie im Netz stehen.
Der 3. Teil der GBM-Serie findet übrigens am 22.08. in Neustadt an der Weinstraße statt. Ich kenne die Streckenführung von letzten Jahr, die hatte es in sich! Für Ortskundige: Die Abfahrt an der Wolfsburg ist eine der technisch schwersten, die ich rund ums Weinbiet kenne.
Ich hoffe mal, dass die Strecke dieses Jahr nicht zu sehr entschärft wurde.
So jetzt seit ihr dran, über meine Ausschweifungen herzufallen und/oder eure eigenen Erfahrungen zu berichten.
acidbrain (506)
P.S.: Der 4. Teil der Serie ist am 3.10. in Trochtelfingen, meines Wissens kann man sich für die letzten beiden Rennen noch nachmelden.
gibt zwar schon einen Thread zu dem Thema, aber der bezog sich mehr auf das hinkommen. Darum bin ich mal so frei und mach einen neuen auf um ein wenig Revue passieren zu lassen...
Heute am 03.07. fand der Rothaus Bike Marathon als 2. Teil der German-Bike-Masters-Serie statt.
Um 11.00 gings für die Langstrecke (113 km, 3200 hm) los, darunter auch einige Olympiateilnehmer.
Um 11.15 dann für die Mittelstrecke (78 km, 2330 hm), was die meisten Teilnehmer gebucht hatten (mich eingeschlossen).
Um 11.30 konnte man mit den 35 km/1270hm auf der Kurzdistanz ein wenig Marathonluft schnuppern.
Die Langstreckler sind dabei zuerst auf die Kurzstrecke gestartet und nach einer Zieldurchfahrt auf die Mittelstrecke.
Das Problem fing allerdings schon viel früher an, mit der Frage "Was ziehe ich an?". Es war zwar kein Regen gemeldet aber trotzdem dicke Wolken am Himmel und ein frischer Wind. Bis auf 1-2 kurze Nieselregen blieb es dann aber trocken.
Also wie gesagt um 11.15 ging es los, direkt am Start in Bad Wildbad steil den Berg hoch. Ein erster Vorgeschmack auf die 2330 hm, die es zu bewältigen galt.
Als es aus dem Ort in den Wald ging wurde die Strecke allerdings bald relativ eintönig, zum Großteil Waldautobahnen.
Nur ein kleiner Abschnitt durch den Bikepark sorgte etwas für Abwechslung.
Noch drei kurze Stücke auf schlechten Wegen (Singletrails wie ich sie als Pfälzer kenne waren das aber auch nicht!) und das wars! Also hauptsächlich technisch anspruchsloses Kilometerschrubben, was dem einen oder anderen Hardtail-Fahrer evtl. entgegen kam.
Allerdings hat auch ein Schotterweg bei 67 km/h seinen Reiz

Bei 49 km kam der unvermeidliche Punkt, an dem mich die Spitze der Profis auf der Langdistanz eingeholt hat. Da weiß man warum die das als Beruf machen und ich nur als Hobby. Bei deren Tempo wäre ich vermutlich nach 2km reif für das Sauerstoffzelt gewesen.
An der letzten Verpflegungsstation (~60km) wurden dann erstmals Stimmen laut, dass da entweder mit der Höhenmeterangabe etwas nicht stimmt - es waren bis jetzt "nur" 1200 hm bewältigt - oder dass noch der ganz große Hammer kommt.
Ersteres war der Fall. Nach einer langen Schotterwaldautobahnabfahrt (s.o.) kam noch ein kurzer Gegenanstieg, dann ging es schon wieder zurück in den Ort. Noch der Berg, den es am Anfang zu erklimmen galt, ins Ziel runter gerast, dann hatte ich nach 3:04:07 Stunden und 1307 hm auf 67,5 km (nach meinem Tacho) das Ziel erreicht. Angesichts der angekündigten 78km/2330hm, bleibt da leider ein fahler Nachgeschmack.
Der Hauptkritikpunkt ist also die Strecke:
Die Messungen waren schlicht falsch und die Streckenführung hätte nach meinem Geschmack durchaus etwas abwechslungsreicher sein dürfen.
Ebenfalls verbesserungswürdig sind die Verpflegungspunkte:
Zuerst mal war ihre Position nicht bekannt. (Bei der ungenauen Streckenmessung hätte es wahrscheinlich eh vorne und hinten net gestimmt!)
Und dann war die Auswahl eher dürftig. So gab es z. B. kein stilles Wasser! Ich war froh, dass meine Trinkfalsche nicht explodiert ist

Desweiteren war die Toilettensituation vor dem Start mehr als kritisch!
Durchaus positiv hervorzuheben ist die Streckenabsicherung und -markierung.
Fast alle Abzweigungen waren mit Absperrband gesperrt, zusätzlich gab es (kleine) Pfeile auf dem Boden und an besonders scharfen Kurven standen nochmal Posten und gaben die Richtung an.
Die Stimmung im Ort hat mir gut gefallen, die Pasta war gut und die Portionen groß!
Der Bikerucksack ist m. E. auch nicht so schlecht, wie er vorher hier im Forum gemacht wurde.
Parkmöglichkeiten waren ausreichend, günstig (3 EUR) und nah vorhanden.
Und Olympiateilnehmer im Starterfeld verleihen so einem Event nochmal einen ganz besonderen Reiz!
Wenn das nächste Jahr die Streckenführung etwas klarer ist, bin ich wieder dabei!
Ergebnisse gibt es an dieser Stelle noch keine, da ich mich vor der Siegerehrung schon wieder auf den Heimweg gemacht habe. Die werde ich einfügen, sobald sie im Netz stehen.
Der 3. Teil der GBM-Serie findet übrigens am 22.08. in Neustadt an der Weinstraße statt. Ich kenne die Streckenführung von letzten Jahr, die hatte es in sich! Für Ortskundige: Die Abfahrt an der Wolfsburg ist eine der technisch schwersten, die ich rund ums Weinbiet kenne.
Ich hoffe mal, dass die Strecke dieses Jahr nicht zu sehr entschärft wurde.
So jetzt seit ihr dran, über meine Ausschweifungen herzufallen und/oder eure eigenen Erfahrungen zu berichten.
acidbrain (506)
P.S.: Der 4. Teil der Serie ist am 3.10. in Trochtelfingen, meines Wissens kann man sich für die letzten beiden Rennen noch nachmelden.