Bericht: Scheiss da nix, dann feid da nix!

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  1. Dizzzy

    Dizzzy

    Dabei seit
    04/2007
    faszinierend, welche Meinungen so herrschen, wegen diesem Thread. Wem es nicht passt, der soll halt's besser machen und auch seine Reiseberichte einstellen. Moi schaugn, was dann raus kumd.
    I sog, TREKINGER, weida so.
    von einem aus dem südlichen Ldkr. EBE
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Januar 2018
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  3. haertsfeldbub

    haertsfeldbub Jürgen

    Dabei seit
    08/2007
    Ich wundere mich auch über den Ton in manchen Beiträgen. Auch war mir gar nicht bewusst, dass ein Mountainbiker keiner sein sollte, wenn er auf Teer fährt :spinner:. Wie auch immer... Ich freue mich über Bilder, Eindrücke und Berichten von Gegenden, an denen ich noch nicht war und fahre in Gedanken die Strecken nochmal nach, die ich auch schon gefahren bin :). @ Trekiger: Weiterberichten!
     
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  4. beuze1

    beuze1 "Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos"

    Dabei seit
    03/2005
    Wenn Du ein wenig suchen würdest, könntest Du bestimmt den ein oder anderen von mir finden.
     
  5. So, es geht weiter. Die Pause entstand übrigens einfach dadurch, da ich arbeiten musste und keine Zeit hierfür hatte. Die Teerstraßenproblematik habe ich schon lange abgehakt und überlese ich.
    Scheiss da nix, dann feid da nix = Warum soll ich mich über was aufregen, was ich sowieso nicht ändern kann.
     
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  6. 26.08.17, 9:00 Uhr: Schlinig
    Heute lasse ich es ruhiger angehen und mache nur eine Überführungsetappe nach Sulden.
     
  7. 26.08.17, 13:00 Uhr: Sulden
    Von Schlinig fahre ich hinunter nach Schleis. Nun folge ich den Radweg bis kurz vor Prad, wo ich den letzten Haken des Radwegs abkürze.
    In Prad biege ich auf die Straße zum Stiftserjoch ein. Grausam … viele Autos, Motorräder und auch einige Radler sind unterwegs. Doch in Gomagoi ist der Spuk für mich vorbei, denn ich biege in die Sackgasse nach Sulden ab. Die Straße ist fast leer und ich kann mich auf das Treten und Schwitzen konzentrieren, denn das Thermometer zeigt schon über 25°C an.
    Den kurzen Tunnel vermeide ich auch indem ich ein paar Meter Trampelpfad benutze. Kurz nach 12 Uhr sehe ich das Ortsschild und bemühe mein Handy für die Suche nach einer Unterkunft. Letztendlich lande ich im Hotel Eden in Sichtweite der Sulden Seilbahn.

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    Auf Schotter …

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    … und später auf Asphalt fahre ich bergab …

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    … bis Prad …

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    Jaja, der Weg ist das Ziel

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    In Gomagoi …

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    … biege ich von der Haupstraße ab und gleich wird es ruhig

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    Ich fahre weiter ins Tal hinein …

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    … und bin Gottseidank …

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    … bald in Sulden
     
    • Gewinner Gewinner x 1
  8. 26.08.17, 15:00 Uhr: Sulden
    Von meinem Balkon sehe ich genau auf die Seilbahn, die ich morgen nehmen will … aber ich sehe keine Gondel. Wird doch nicht außer Betrieb sein? Also fahre ich schnell die paar Meter dorthin und sehe, dass sie Mittagspause bis 14 Uhr hat. Davor sitzen auch schon ein paar Wanderer und MTBler und warten auf die nächste Auffahrt. Allerdings dürften sie nicht glücklich geworden sein, da eine halbe Stunde später ein Gewitter durchs Tal gezogen ist … kein Spaß auf 3000hm. Ich hingegen schließe einfach meine Balkontür und sperre Blitz und Donner aus. So ein Nachmittagsnickerchen tut Leib und Seele gut.

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    Gewitter am Nachmittag
     
  9. Fazit
    Kurzer einfacher Quickie nur um von A nach B zu kommen.

    Schlinig - Schleis - Prad am Stilfserjoch - Gomagoi - Sulden
    36km, 1067hm↑, 874hm↓
    Track auf gpsies
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  10. 27.08.17, 9:00 Uhr: Sulden
    Heute "fahre" ich über das Matritschjoch und dann zur Zufallhütte. Rauf werde ich wohl alles schieben, was ich nicht mit der Bahn erschwindeln kann. Und runter dann hoffentlich ein Holy Trail.
     
  11. 27.08.17, 13:00 Uhr: Zufallhütte
    Nach ein paar Metern Radeln bin ich an der Talstation auf 1900hm und steige in die Gondeln. Lustig, die fährt nur bis zu einem Pfeiler, dann muss man in die von oben kommende Gondel umsteigen. Kann man hier aussteigen?
    Ich steige auf 2600hm aus und sehe, dass der Sesselift, den ich weiter benutzen wollte, gar nicht fährt … also zusätzliche 400hm. Was soll's, ich marschiere los und bleibe auf dem steilen Schotterweg entlang des Liftes. Die Temperatur ist bei 15°C, aber mir wird trotzdem warm. Schritt für Schritt schleppe ich mich durch die Steinwüste garniert mit Liften und planierten Pisten.
    Oben lege ich mein Bike ab und genieße den Erfolg … auf 3123 mit dem Bike … mein persönlicher Rekord. Ich verweile einige Minuten an einer einigermaßen windgeschützten Stelle. Als ich aufbreche wollen auch gerade die vier andere MTBler runter und die zeigen mir was man fahren kann. Ist oben steil und verbockt. Sie fahren voraus und ich schiebe hinterher … und komme mir wie ein Weichei vor, aber ich muß nach meinem Fahrkönnen gehen.
    Bald kann ich aber auch fahren und genieße den Tanz auf dem Trail. Es folgt ein zweites ausgesetztes Steilstück wieder gefolgt von einem langen fahrbaren Teil. Und noch ein drittes mal muss ich bergab schieben, bevor ich an der Zufallhütte ankomme.
    Glücklich es geschafft zu haben und viel gefahren zu sein, schlürfe ich die Gemüsesuppe auf der Terrasse. Fast 1000hm Trailtraum … das Leben kann so schön sein.

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    Bestes Wetter …

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    … begleiten mich bei der Fahrt …

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    … nach oben

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    Auf der steilen Schotterpiste …

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    … mühe ich mich …

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    …durch die spektakuläre Landschaft

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    Manchmal kann man fahren …

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    … in der Schotterwüste …

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    … meist ist es aber zu steil

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    Am Madritschjoch gibt es leider kein Schild mit dem Namen drauf

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    Da bin ich rauf …

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    … und da muß ich runter … man kann sogar schon die Zufallhütte sehen … 1000hm tiefer

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    Auch die Gruppe vor mir fährt nicht alles … aber schon etwas mehr als ich

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    Schaut, wie immer, nicht steil aus, war es aber

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    Links, die ersten Meter vom Joch runter … und rechts der Trail hinunter

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    So mag ich‘s …

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    … nicht zu steil …

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    … nicht zu schwer …

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    … einfach genial

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    Eine kurze Schlüsselstelle an Abgrund schieben ich …

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    … dann wird es …

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    … wieder flowig …

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    … ich kann sogar …

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    … die Bremsen aufmachen …

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    Nach dem Vergnügen …

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    … kommt nochmal ein kurzes Stück Arbeit

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    Meine Bike gefällt es hier …

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    … mir auch

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    Ein letztes verhautes Stück …

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    … dann bin ich an der Zufall-Hütte …

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    … mit dem namensgebenden Wasserfall

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    Das Madritschjoch 1000hm höher und dazwischen eine Traumabfahrt … werde ich nie vergessen

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    Stärkung … eine Gemüsesuppe
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2018
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    • Gewinner Gewinner x 2
  12. 27.08.17, 16:30 Uhr: Meran
    Von der Hütte bis zum Parkplatz muss ich noch etwas arbeiten, dann nehme ich größtenteils die Asphaltstraße bergab.
    In Latsch treffe ich auf den Radweg und bleibe bis kurz vor Meran darauf. Ich entscheide mich um Meran ein Hotel zu nehmen, da mich die ersten Regentropfen treffen. Nach etwas Suchen bleibe ich im Hotel Zima.

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    Meist auf Asphalt …

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    … nur ein paar Meter neben der Straße …

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    … fahre ich ins Tal

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    Durch Obstplantagen …

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    … und am Bach entlang …

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    … fahre ich nach Meran, wo mich das Gewitter erwischt, das mich schon länger verfolgt
     
  13. Speedskater

    Speedskater Selberschrauber

    Madritschjoch bin ich letztes Jahr 2 mal gefahren, ist einfach super.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2018
    • Gewinner Gewinner x 1
  14. 27.08.17, 20:00 Uhr: Meran
    Das Hotel ist für mich eine Pension und hat kein Abendessen. Also gehe ich in die nächste Pizzeria, das Gasthaus Tanner. Der Biergarten ist voll … ein gutes Zeichen, was sich auch bestätig.
     
  15. Fazit
    Noch so ein Traumtag. Ein Holy Trail sich durch die hochalpine Landschaft zieht und für mich fast immer fahrbar war.

    Sulden - Seilbahn Sulden - Madritschjoch - Zufall Hütte - Morter - Naturns - Meran
    70km, 800hm↑, 3054hm↓
    Track auf gpsies
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  16. Zweimal? Ist aber wirklich super!
     
  17. Echt traurig, was von der Königsspitze N-Wand übriggeblieben ist. Bei meinem letzten Besuch (ok, ist schon ein paar Jährchen her) gab es noch die Schaumrolle und heute fehlt die komplette Wand...
     
  18. Ja geht wohl mittelstation im Winter ist die Talabfahrt teilweise nur bis dort möglich...
     
  19. Toller Reisebericht! :daumen:
    Hätte auch gerne mal so viel Zeit.
    Ich hätte mir vielleicht auch die ein oder andere Teer-Passage gespart und mir mehr Wald- und Wiesenwege gesucht, aber andererseits muss man sich auch mal die Etappen-Längen auf der Zunge zergehen lassen.
    Bei +/- 170km kommt man wohl an Teer kaum vorbei.
    Alles in allem saustark!
     
  20. Finde die Berichte auch super ... hab grad wieder voll Lust bekommen :daumen:

    Für die erste Tour hätte ich auch ein Reiserad genommen :lol: ansonsten wirklich pirma!
    Und man muss bedenken dass die vielen Trails die er liegengelassen hat auch Gefahren bergen. Gerade wenn man allein unterwegs ist muss man vorsichtiger sein:ka:hilft halt nix. Fahre deshalb lieber immer zu zweit:bier:

    Altersmäßig schenken wir uns nicht viel:D
     
  21. 28.08.17, 10:30 Uhr: Waidmannalm
    Von Hotel fahre auf Nebenstraßen hoch zur Gondel Meran 2000 und damit rauf auf 1900 Meter. Nach etwas hoch treten und schon geht es auf der leichten Schotterstraßen bergab. Und genau hier verreist es mir den Lenker und ich mache den Adler. Da fahre ich ohne Probleme gestern vom Matritschjoch runter und dann schmeißt es mich auf diesem easy pillepalle Weg.
    Auf der linken Fallseite habe ich überall Schrammen und am Knie wächst schnell eine Beule. Beim Aufstehen knackst es etwas in meiner Schulter, aber ich kann sie bewegen. Sicher werde ich aber die nächsten Tage einen lahmen Flügel haben. Zusätzlich hat sich das große Kettenblatt mit all seinen Zacken in der Wade verewigt.
    Ich fahre zur nächsten Hütte und lasse mich erstversorgen. Alles auswaschen und desinfizieren und die Beule am Knie kühlen. Für das Gemüt gibt es noch einen Cappo.

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    Ich verlasse Meran …

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    … auf Nebenstraßen … mit Gefahren für die Reifen

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    Die Gondel bringt mich aus dem Tal nach oben…


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    … noch ein Stück treten dann ist der Berg fast zu ende

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    Doch eine Unachtsamkeit hat schmerzhafte Folgen

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    Quizfrage: Wie viele Zähne hat mein großes Kettenblatt
     
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  22. 28.08.17, 16:00 Uhr: Klausen
    Nach dem Sturz fahre ich zurück zur Seilbahn und mit der wieder ins Tal. Jetzt lasse ich es bergab rollen bis ich auf den Radweg nach Bozen treffe, den ich folge. Treten funktioniert, ich hoffe der Knödel am Knie verteilt sich damit ein bisschen. In Bozen fahre ich bergauf in Richtung Heimat. Wollte sowieso am Donnerstag heimkommen, da freitags das Wetter schlecht wird.
    In Klausen checke ich wieder in Bischofhof ein. Hat letztes Mal gepasst. Dann hole ich noch Salbe und Pflaster aus der Apotheke bevor ich geschwind ins Hotel zurück fahre, denn es fängt zu regnen an.

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    Im Tal rolle ich noch …

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    … 50km über Radwege nach Klausen
     
  23. 28.08.17, 20:00 Uhr: Klausen
    Nach der Wäsche, die überraschenderweise gar nicht so schmerzhaft war wie erwartet, schmiere ich die Salbe auf meine Wunden. Nässeln etwas, aber tun nicht weh. Meine Schulter schmerzt inzwischen gehörig … das kann ja lustig werden.
    Abends gehe ich ins Gassl Bräu und trinke Schmerzmittel.

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    Henkersmahlzeit
     
  24. Fazit
    Aus und vorbei.

    Meran - Seilbahn Meran 2000 - Waldmannalm - Seilbahn Meran 2000 - Bozen - Klausen
    81km, 900hm↑, 700hm↓
    Track auf gpsies
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  25. 29.08.17, 9:00 Uhr: Klausen
    Versuche heute heim zu kommen … ohne selber zu fahren. Die Schulter schmerzt etwas und die Abschürfungen sind einigermaßen zu. Will da keine Staub, Dreck und Schweiß mehr reinbringen.
     
  26. 29.08.17, 12:33 Uhr: Brenner
    Sitze jetzt im Regionalzug nach Kufstein mit Ticket bis nach Rosenheim. ICE war nicht. Konnte kein Fahrrad reservieren. Ein reines Chaos hier oben. Der ICE fuhr plötzlich auf Gleis 8 statt 7. Bis die das in Deutsch gesagt haben, könnte ich nicht mehr übers Bahngleis, sonst hätte ich es einfach probiert. Habe mir dann Tickets für den Regionalzug am Schalter raus geschmissen.
    Wichtig zu wissen: Nur am ÖBB -Automaten am Gleis 7 konnte ich ein Fahrrad mit buchen. Bei den Automaten am Eingang ging das nicht.