Bremskraftverlust und Quietschen, XT 785

Wenn ich Mineralöl auf meiner Scheibe und Bremsbelägen habe pack ich einfach alles in den Ofen bei 250-300 Grad.
Das Öl verkocht dann.

„Abgesehen von den giften Gasen … und dass es in der Wohnung danach
dementsprechend riecht.“ Das hätte man vielleicht auch noch erwähnen sollen.

Daher sollte man diese Methode überhaupt nicht empfehlen. Nicht mal die Anderen
,ähnlichen Methoden in Räumlichkeiten.
 
Ich hatte mal die von Dr Stone empfohlene Behandlung versucht, es hat auch gut geraucht, nach Einbau wars aber wie vorher, Quietschen und keine Bremskraft. Der Belag war aber sicher komplett mit dem dünnflüssigen Bremssenöl "imprägniert", bei leichterer Verölung funktionieren die ganzen Wärmebehandlungen vermutlich noch brauchbar. Ich habs dann einfach aufgegeben und für 8 EUR neue Beläge gekauft, und es war Ruhe...
 
Es funktioniert auch wenn man den Belag in Öl badet.

Zuerst einmal muss die Temperatur stimmen. Danach sollte die
Behandlung nicht zu kurz sein. Zusätzlich muss die Bremsscheibe
und der Bremssattel sehr gründlich gereinigt werden. Wenn eine
Verglasung auf den Belägen ist, muss diese auch entfernt werden.

Und so weiter … abschleifen … mehrmaliges abwischen mit rückstandsfreiem Lösungsmittel …


PS: Ich habe einige extrem verölte Bremsbeläge hier gehabt. Die
Lagen alle in der Zwischenzeit im Regal. Sogar von unterschiedlichen
Herstellern. Und alle sorgen sie wieder für eine maximale Bremsleistung.

Der Artikel basiert also auf mehrmaligen ausführlichen praktischen Tests.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ganze scheint sich jetzt geklärt zu haben. An den Kolben war zwar heute kein Öl, aber aus der vorderen Bremsleitung an der Befestigung zum Bremssattel ist im Bereich der Befestigungsmuffe Öl ausgetreten. Dieses Leck hat dann vermutlich vorher die Scheibe und dann die Beläge versaut. Hinten tritt nix aus, dass es da jetzt auch nicht bremst liegt vermutlich am Durchtauschen der Beläge v/h so dass beide Sätze verölt sind.

Ich muss also 2 Sätze Beläge und eine neue Leitung kaufen. Und alles gut sauber machen. Vielen Dank noch mal an alle für die Ratschläge.

Hat sich bei dir das Problem damit behoben? Ich scheine das gleiche Problem mit der Vorderrad Bremse am neuen Canyon zu haben. Nachdem ich beim ersten Satz Belege noch dachte, ich selber hätte versehentlich geschafft Öl auf die Belege oder Scheibe bekommen, habe ich die Scheibe und Kolben gesäubert, neue Beläge eingebaut und eine Tour gemacht -> Problem weg. Nachdem ich heute losfahren wollte, das gleiche wieder. Da ist es mir zu bunt geworden, dass der zweite Satz Beläge bereits nach einer Ausfahrt ebenfalls versaut zu sein scheint, obwohl ich bei Ende der Fahrt gut bremsen konnte. Bei Demontage der Belege war die Dichtung der Bremsleitung sowie die Sicherungsschraube der Belege recht "schmierig". Kann man die Dichtung / die Bremsleitung noch retten und sollte ich mir besser eine neue kaufen?
Wisst Ihr, ob Canyon sowas als Garantiefall annimmt? Immerhin habe ich dann Kosten für Belege und Bremsleitung.

Gruß
 

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