DOT vs Mineralöl

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3. Mai 2002
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Hallo Scheibenfreakx,

derzeitig fahre ich eine Julie Scheibenbremse. Die Außentemperatur beträgt –5 bis –10° und die Bremskolben hinten wie vorne öffnen rein optisch gar nicht mehr. Zum dritten mal werde ich den Kolbentechtip nicht mehr durchführen. Es bringt nix, maximal ne Woche.

Mir ist klar warum Magura und Shimano versuchen Mineralöl einzusetzen wenn man die Tests der diversen Magazine liest. DOT ist ätzend, aber warum wird es ausschließlich in der Autobremsanlage eingesetzt? Wahrscheinlich ist DOT temperaturbeständiger als Mineralöl. Andererseits Testet kein Magazine Scheibenbremsen bei Umgebungstemperaturen von unter 0°.

Wie seht ihr das?
Kann man das Überhaupt verallgemeinern?
Warum hat sich eine schlecht Funktionierende automatische Belagnachstellung durchgesetzt?
Ist die Nachstellung von Magura Scheibenbremsen mit der anderer Hersteller vergleichbar (Hope,Formula, Hayes...usw.)
Ist Hope C2 die Rettung aller Tourer, kein schleifen durch manuelle Nachstellung?

Der Magura Fanclub kann diesemal die Backen halten, ich kanns nicht mehr hören. (Ja es ist alles Nachgefräst, korrekt ausgerichtet, entlüftet..... ich sach nur Brake Point)
 
@ weedmann

die probleme bei den dauerschleifenden maguras mit automatischer belagnachstellung liegen sicher nicht an der korrekten ausrichtung der sättel, schlecht gefrästen aufnahmen an rahmen und gabel. und schon garnicht am entlüften denn das wirkt sich in erster linie auf den druckpunkt aus.

das die maguras bei der kälte so gut wie nimmer zurückstellen liegt an den ringen die für die automatische belagnachstellung sorgen. die werden eben hart und geben die beläge nimmer richtig frei was dann zu absoultem dauerschleifen oder blockiertem rad führen kann.

leider funktioniert die belagnachstellung auch bei höheren temperaturen alles andere als gut. bei mir reicht es oft schon wenn ich nur bei nässe, KEIN schlamm! - fahre, um das sch... ding (louise FR) permanent schleifen zu lassen. magura hat hier sicher noch lange nicht das optimum fabriziert. eine manuelle nachstellung wäre mir auch am liebsten und eines ist sicher:

nie wieder magura!
 
ich hab zwar keinerlei erfahrung mit den bei kälte problematischen magura bremsen (gottseidank) aber anscheinend gibt es da irgendein problem mit dem dichtungsmaterial. das muss bei mineralöl ja ein anderes sein als bei bremsflüssigkeit (EPDM).
ich fahre übrigens seit 1996 hydraulische scheibenbremsen, alle mit bremsflüssigkeit, hab nie etwas planfräsen lassen (gabs ja damals auch noch nicht) und keine probleme in der hinsicht.......

was ich nicht versteh: anstatt ein millionenfach bei jeder temperatur (sahara bis sibirien) erprobtes system zu verwenden geht man her und versucht die scheibenbremse neu zu erfinden.

gustavM und shimano haben aber interessanterweise dieses problem scheinbar nicht.
 
Der Magura Fanclub kann diesemal die Backen halten, ich kanns nicht mehr hören.

Entschuldige bitte, das wir versucht haben dir zu helfen - wird nicht wieder vorkommen!! A propos: das "Brake-Point" sagt gar nix - das sind teilweise nur die Einäugigen unter den Blinden...

gustavM und shimano haben aber interessanterweise dieses problem scheinbar nicht.

Die arbeiten aber auch beide nach einem völlig anderen Prinzip (Gustav: Schwimmsattel, Shimano: Festsattel), sind also nicht direkt vergleichbar.
 
Das hat nichts mit DOT oder Mineralöl zu tun. DOT hält lediglich deutlich höhere Temperaturen aus als Mineralöl.

Ich fahr zwar auch die Clara, hab aber im Moment auch das Gefühl, das die Leute von Magura alles zwei mal erfinden müssen. Ganz klar, Magura hat die hydraulik an Fahrrädern etabliert, ruht sich meiner Meinung aber etwas lang auf ihren Loorbeeren aus. Nur zwei Stichworte: 1. sehr fummeliges Entlüften, weil keine gescheite Entlüftungsschraube und 2. Radausbau zum Bremsbelagwechsel...

Bei der letzten Tour bei ca -5°C hat die Clara zur Abwechslung mal ganz normal funkioniert. Kein wandernder Druckpunkt, kein schleifen etc. Ob sie es wohl spürt, daß ich eine Grimeca bestellt hab???

@Merlin: Und, happy mit der Speedhub?
 
Ich war bei -5° (Wind war sicherlich noch kälter) mit meiner Julie hier im nicht-tief-Schnee 2h lang rumgondeln, die hat gebremst wie immer. Und das Schleifen am HR is bei mir sowieso Standart, da is irgendwas krumm oder auch nicht auf jeden Fall geht mir das mittlerweile am Arsch vorbei, da ich mich nicht wegen den Bremsen totärgere. Weil ich hab das mal ne Zeit lang gemacht. Am VR hats immer geschliffen und am HR und blabla. Jetzt isses mir egal. Am VR hats von aleine aufgehört und wenns am HR nicht aufhört isses Pech.

greetz :bier:
 
Ich fahre eine Louise von 2002 spazieren und freue mich an den vielfältigen Melodien die sie mir zu Gehör bringt.

Ich habe es nicht ausgemessen, aber ich habe den Eindruck, daß die Kolben nicht auf beiden Seiten gleich weit zurückfahren. Ausgemessen habe ich aber daß die Beläge unterschiedlich stark verschleißen - damit meine ich die Beläge ein und derselben Zange, rechts und links.

Ich arbeite einmal die Woche mit den Unterlegscheiben um die Zangen neu auszurichten, aber das hält nicht lange vor.

Mein Wunsch wäre eine Scheibenbremse bei der die Beläge in Ruhe noch weiter weg sind von der Scheibe. Die einen TPA wie die HS33 besitzt anstelle der "automatischen" Nachstellung. Sollte machbar sein.

Bis dahin würde ich jedem der eine Magura Scheibe will die HS33 wärmstens empfehlen.


es grüßt

Meilenjäger
 
schonma gemerkt das wir das thema schlecht automatische belagsnachstellung dauernd haben?

is eben doch n bug udn kein feature, von magura gibts fürn cc udn tourn bereich zwo gute bremsen, die louise bis einschl. 2001 und die clara bis 2000, alles andere is murks

ein TPA wie gewünscht is mit nem offenen system leider nicht möglich, weil du das öl entweder in den ausgleichsbehälter pumpen würdest, oder aber die bohrung, die bremssystem mit ausgleichsbehälter verbindet schon in der nulllage blockiern würdest => wird nix

Wegen mineralöl oder DOT....mineralöl hat auch vorteile, zum einen die umweltverträglichkeit, zum andern ziehts kein wasser und muss theoretisch und nach dem wunsch von magura nie gewchselt werden...denen wärs am liebsten man würde das system nie öffnen was auch tatsächlich das beste is, so gut wie im neuzustand bekommt man die (zumindest magura) bremsen nie mehr hin, is ne tatsache und wenn jetz jemand glaubt er is de bremsengott und er bekommt aus der julie 10m/s^2 dann soll er sich ma vorn spiegel stellen und den typen der ihm da gegenüber steht in meinem namen auslachen
 
Dass bei Magura die Beläge nicht auf beiden Seiten gleichmässig zurückgehen ist mir auch schon aufgefallen, auch bei meiner HS 33 damals, die jetzt am Rad meiner Freundin bremst wie Sau und mich neidisch macht...
-Magura hat offensichtlich nicht bedacht, dass das Öl zum anderen Kolben einen ordentlich längeren Weg mit mehr Strömungswiderstand zurücklegen muss als zu dem, der an der Leitung sitzt...
-Ausserdem hat man aus meiner Sicht ungenügend kältegeeignetes Dichtungsmaterial gewählt, was sicherlich direkt mit Mineralöl zusammenhängt, es gibt nämlich nicht viele Elastomere die das dauerhaft abkönnen (OK, DOT ist auch aggressiv, aber unter Mineralöl quellen die meisten Elastomere)
-Schliesslich hat man unzureichende Rückstellkräfte in die Dichtungen "eingebaut". OK, Rückstellkraft muss beim Bremsen per Handkraft (geteilt durch die hydraulische Übersetzung)überwunden werden, weil man ja eine Feder spannt, quasi, aber was nützen mir die geringen Bedienkräfte wenn die Kolben bei Verschmutzung oder Nässe dann steckenbleiben ??

Meine Meinung dazu. Für mich war´s auch die letzte Magura, denke ich. Hoffentlich sind die anderen besser, nachher ist das wie bei den Fluggesellschaften...
 
Original geschrieben von wolfi_1
Also mit der Gustav M gibt es auch bei der Schweinekälte keine Probleme.

Wolfgang

Meine schon, nicht so extrem wie anscheinend Louise und Julie aber ab 5-10° unter Null ist der Druckpunkt am Anfang des Hebelwegs, ab -15° macht das Laufrad nach kräftigen Anschubsen noch max. 3 Umdrehungen was sich beim Fahren natürlich deutlich bemerkbar macht.
Dann hilft nur noch viel Bremsen, blöd nur wenn eigentlich kein Grund dafür besteht... ;)

MfG Manne
 
Hope hat Dot 5.1 drin gibts baei Atu um die ecke für wenig geld..

Hope Systeme funzen seit Jahren, länger schon als Magura "versucht" bike Scheibnbremsen zu bauen..

20 Grad - kein Problem zumindet netr mit der C2 gehabt.. bei den M4 und Mini war ich bisher erst bei -12 gefahren...



IEs is schon ein Unterschied ob Dot oder mineralöl.. dat Mineralöl wird halt ddurch das es dicker iss bei Kälte noch dicker (siehe Rohloff)

iss eigentlich dat Shimano dünner?? das funzt doch recht gut..oder?
 
Original geschrieben von Hugo

Wegen mineralöl oder DOT....mineralöl hat auch vorteile, zum einen die umweltverträglichkeit, zum andern ziehts kein wasser und muss theoretisch und nach dem wunsch von magura nie gewchselt werden...

Dat mit dem Mineralöl (Shell irgendwas) und wasserziehen is ja bekannt..

und mit dem DOt hatt ich noch nie ein problem.. na und dan wexl ich halt mal alle 2 Jahre die Flüssigkeit..

Bis dahin hatteste deien Magura schon 5 ma beim Service und noch 6 ma entlüften müssen:lol: :lol:

Ach halt.. den 4ten Hebel haste ja dann au schon:lol:
 
oder man nimmt einfach hayes, dranschrauben, fertig
kein schleifen, nix bei kälte und bei grosser scheibe auch null fading....
 
mein bremse hat neue hebel bekommen, weil die geleckt haben, hat aber nix mit dem medium zu tun, ansonsten is das system nicht geöffnet worden, und wirds auch nicht solang die leitung nciht reisst oder sonst. "unfälle" passiern

bin keiner von der sorte der alle zwo wochen entlüftet weil er langeweile hat

ich hab nciht den vierten hebel sondern den zwoten
 
Die Frage ist doch ganz einfach zu beantworten:

Warum ist in KEINEM Auto und KEINEM Motorrad Mineralöl in der Bremse sondern Bremsflüssigkeit?

Ja Bremsflüssigkeit, wie der Name schon sagt.

Vorteil Bremsflüssigkeit:

+ billiger
+ nahezu überall zu bekommen
+ weniger empfindlich auf Hitze und Kälte

Vorteil Mineralöl

+ muss (theoreitscherweise) nie gewechselt werden
 
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