Enduro-Rahmen 27.5: günstig, leicht, haltbar, kein 0815

Möglichst günstig+leicht+haltbar+kein0815, d.h. in Kombination.

Keine Ahnung was das Heckler wiegt, aber 1650 EUR sind für einen Rahmen nicht wenig.
Das Commencal Meta AM Plus, 1384 EUR, 3.5kg, keine Ahnung ob das in Kombination so wirklich gut ist?
Haltbar sind wahrscheinlich beide Rahmen, beim Heckler würde mich aber der Single Pivot stören.
 
deine anforderungen sind der klassiker unter den nicht erfüllbaren.

wenn ich ich keith bontrager zitieren darf: "strong, light, cheap - pick two".

mit deinem "kein 0815" fügst noch ne vierte "dimension" hinzu und es wird utopisch! ;)
 
na wenn es einfach wäre hätte ich keinen Fred erstellt :)
..aber mit dem Wort "möglichst" räume ich wieder Möglichkeiten ein :)
 
Mal ein wenig abwegiger Vorschlag und falls er nicht gewünscht ist einfach ignorieren.

Vitus Sommet. Wird direkt über CRC vertrieben und auch leider nur als Komplettbike:

http://www.chainreactioncycles.com/...et-suspension-mountainbike-2015/rp-prod120723 (2007€)
http://www.chainreactioncycles.com/...vr-suspension-mountainbike-2015/rp-prod120724 (2231€)

Wenn ich das mal überschlage könnte man mit Verkaufen der Teile - und der Mühe die es braucht - einen scheinbar nicht mal so schlechten Rahmen bekommen:
http://enduro-mtb.com/testbericht-das-vitus-sommet-pro-mit-155mm-im-test/
 
Das Commencal Meta AM 650B wiegt in der aktuellen Version ca. 3.1kg. Schaut toll aus, nur ist die Dämpferaufhängung evtl. etwas zu progressiv.
Dann eben noch Propain, ist das schon 0815 ?
 
Das Commencal Meta AM 650B wiegt in der aktuellen Version ca. 3.1kg. Schaut toll aus, nur ist die Dämpferaufhängung evtl. etwas zu progressiv.
Dann eben noch Propain, ist das schon 0815 ?
Bei Propain würd ich schon sagen dass es 0815 ist, jedenfalls läuft mehr als jede 2. Kaufberatung hier darauf hinaus....
Das die Aufhängung beim Meta zu progressiv ist kann ich nicht bestätigen, woran machst du das fest?
P.S. Das Commencal gibts ab 2000€ schon als Komplettbike, da find ich das Rahmenset rel. teuer gegen.
 
Commencal%2BMeta%2BV4%2B2015_LevRatio.gif


Wenn ich das richtig interpretiere hat der Rahmen am Anfang ne Rising Rate wo es immer härter wird je weiter es in den Federweg geht aber dann mitten drin kehrt es wieder um und am Ende geht es wieder leichter wo eigentlich ein Durchschlagschutz da sein soll. Der V3 sieht da imho besser aus, der ist aber auch leider fast 0,5kg schwerer.
Vielleicht harmoniert der V4 ja gut mit einem Luftdämpfer der eine kleine Kammer hat? Die werden oben raus auch sehr progressiv.
 
Wenn wir bis max 1700 ausgehen, dann hatte ich mal noch folgende Gefunden, wobei mir das jeweilige Gewicht gerade nicht vorliegt:
Banshee Rune/Spitfire (beide nicht leicht, bei 1700 rum, optisch für mich schon immer absolute Knaller)
Conway WME Alu (Gewicht k.A., Preis bei 1200, evtl. 0815 wobei?)
Cheeta Mountainspirit (Gewicht k.A., Preis bei 1249)
NS Bikes Soda EVO (Gewicht k.A., Preis bei 1299)
 
Hab mir mal ne Excel aufgebaut mit rund 40 aktuellen Enduro-Rahmen/Bikes (meist 2015er Modelle) um die Geodaten zu vergleichen.
Ich weiß es ist nur Theorie, und ersetzt keine Probefahrt und Fahrtechnik steht über allem und so..

Dabei ist mir u.a. das Orbea Rallon aufgefallen, das hat schon ne sehr eigene Geo die man nicht überall findet:
Das Rallon in L: Reach(472), Stack(626), Kettenstrebe(420), Tretlagerhöhe(338), LW(65,5-66), SW(74,5-75)
D.h. langer Rahmen, kurze Kettenstrebe, niedriges Tretlager, flacher LW und steiler Sitzwinkel. Eigentlich geil oder?

Das Kona Process 153 ist da ähnlich:
Kona Process in L: Reach(460), Stack(605), Kettenstrebe(425), Tretlagerhöhe(???), LW(66,5), SW(74)
Im Vergleich zum Rallon etwas kürzer, LW etwas steiler und SW etwas flacher, lässt sich sicher mit dem Setup hier und da ausgleichen.

Bikes wie ein GT Sanction haben im Vergleich eher lange Kettenstreben bei langem Reach. Wahrscheinlich besser wenn es mehr ums draufhalten geht, mehr Laufruhe, quasi Race.

Wenig Unterschiede konnte ich bei Bikes finden wie z.B. ein Stevens Sledge, YT Capra, Transition Patrol, Giant Reign finden.
Auch das Vitus Sommet reiht sich da ein.
Vitus Sommet in L: Reach(451), Stack(604), Kettenstrebe(435), LW(65,5), SW(74,5)
Fast schon so ne Standard-Geo wie man sie an vielen Bikes findet.

Mit was kürzeren Reach geht dann die Abteilung Bionicon Evo, Rotwild E1, ..
Bionicon Evo in L: Reach(431), Stack(609), Kettenstrebe(435), LW(65,5), SW(74,5)
Rotwild E1 in L: Reach(436), Stack(599), Kettenstrebe(428), LW(66,5), SW(74)

Ich will mich jetzt nicht zu sehr in den Geo-Daten verirren (ach is eh schon passiert), daher die Frage, ob man überhaupt nach Geodaten gehen kann, ob die überhaupt einen Anhaltspunkt geben wie sich das Bike denn fahren könnte und auf was ich noch alles explizit achten sollte wenn ich solche Vergleiche anstelle.

Danke!
 
Klar geben dir die Daten Anhaltspunkte, aber eig nur, wenn du in etwa weist wie sich die Zahlen für dich in der Praxis auswirken/anfühlen. Dafür muss man halt mal ein paar Räder gefahren sein. DAs "Problem" ist halt, dass diese ganzen 2015er Enduros alle kein Schrott sind, sondern gut funktionieren, auch wenn sich die Geos etwas unterscheiden.
Es gibt nicht "die beste Geo", sondern nur die für dich passendste. Abweichungen im kleinen Millimeterbereich sind zudem eher unbedeutend und nichts womit man sich nicht arrangieren kann. Man kann sich auf viele aktuelle Geos bedenkenlos "einlassen", wenn man nicht besonders bestimmte Anforderungen hat.

Du musst halt einfach (durch erfahren) wissen was du brauchst.
Stehst du unbedingt auf super kurze Kettenstreben (etwas wendiger,verspielter) oder magst du auch etwas längere (nicht unbedingt weniger verspielt, aber hilft z.B. auch Bergauf)?
Findest du mega tiefe Tretlager für perfektes "im Bike Gefühl" und Kurven geil oder ist es dir wichtig auch in rauhem Gelände jederzeit bedenkenlos Treten zu können?
Der Lenkwinkel ist auch so ne Sache, wird es steil und schnell bist du um jedes Grad weniger froh. Auf flachen,langsamen Strecken dagegen fühlt sich das ganze dann schnell träge, kippelig an. Unter 66 Grad halte ich für ein Enduro, was auch viel auf gemäßigten Strecken gefahren wird zu flach. Geht es die wirklich nur um richtig Bergab, kanns natürlich auch flacher sein.
Sitzwinkel ist immer etw schwarze Magie beim Messen, weil er bei unterschiedlichen Rahmen unterschiedlich stark vom Sattelauszug abhängt. Er ist aber eig bei allen aktuellen Enduros "ausreichend steil".

Der Reach ist dann wieder auch teilweise Geschmackssache. Ich mags ruhig lang, andere wollen kurz. Wirklich kurz/zu kurz ist von den aufgelisteten da aber eher keins. Je aktiver du fährst, desto mehr Länge kannst du vertragen.
 
Dabei ist mir u.a. das Orbea Rallon aufgefallen, das hat schon ne sehr eigene Geo die man nicht überall findet:
Das Rallon in L: Reach(472), Stack(626), Kettenstrebe(420), Tretlagerhöhe(338), LW(65,5-66), SW(74,5-75)
D.h. langer Rahmen, kurze Kettenstrebe, niedriges Tretlager, flacher LW und steiler Sitzwinkel. Eigentlich geil oder?

Oberrohr 606 bei M ist dann halt schon recht lang bei Radstand 1,17
Das alte Mega hat da 594 bei 1,18
 
Klar ist vieles davon Geschmackssache und kommt auf sich selbst darauf an und wie man sich mit dem Bike bewegen will. Ich selbst, und wahrscheinlich trifft es auf viele zu, suchen halt die eierlegende Wollmilchsau, das Universal-Spaßgerät, ein Bike das zu gleich laufruhig aber auch wendig ist, das zum Racen aber auch zum Stolperbiken taugt.

Ich hatte mir dennoch mal als Anhaltspunkt folgendes zusammengeschrieben:
Reach: Je kürzer desto direkter das Handling (gestreckte Position)
Reach: Je Länger desto spurtreuer (aufrechte Position)
Lenkwinkel: Je flacher desto laufruhiger/träger/fehlerverzeihender
Lenkwinkel: Je steiler desto agiler
Kettenstrebe: Je kürzer desto wendiger/agiler
Kettenstrebe: Je länger desto mehr Laufruhe(Traktion/Klettert bessert
Steuerrohr: Je kürzer desto mehr Druck aufs Vorderrad
Steuerrohr: Je länger desto mehr Sicherheit im Steilen
Tretlager: Je tiefer desto agiler, zu tief = Boden/Steinkontakt
Sitzwinkel: Je steiler desto besser für steile Anstiege
Sitzwinkel: Je flacher desto mehr hecklastige Tretposition
Radstand: Je länger desto mehr Laufruhe
Radstand: Je kürzer desto wendiger
Stack: Schwerpunkt des stehendes Fahrers, Höhe der Front des Bikes

Aber das was Du schreibst ist genau das was ich mir auch schon gedacht habe, dass sich die meisten Bikes doch ziemlich ähnlich sind.
Ein paar wenige Bikes fallen halt etwas aus dem Rahmen, so wie z.B. das GT Sanction (rassiges Enduro-Race) oder auch das Orbea Rallon (hinten verdammt kurz, sehr langer Reach) oder halt dann auch das Mondraker Dune (extrem lang durch Forward Geometrie, hinten mit 430 recht kurz).

Oberrohr 606 bei M ist dann halt schon recht lang bei Radstand 1,17
Das alte Mega hat da 594 bei 1,18

Vermutlich meinst du das alte Rallon aus 2014? - das Rallon 2016 in M hat ein Oberrohr von 611 bei nem Radstand von 1148.
 
Die HP ist so bescheuert das ich da keine vollständigen Geowerte sehe. 1,15 ist dann aber auch nicht besonders lang und das OR sogar noch länger. Bei einem Enduro sind eigentlich die OR im Durchschnitt deutlich kürzer möchte ich meinen.
 
Die HP ist so bescheuert das ich da keine vollständigen Geowerte sehe. 1,15 ist dann aber auch nicht besonders lang und das OR sogar noch länger. Bei einem Enduro sind eigentlich die OR im Durchschnitt deutlich kürzer möchte ich meinen.
Oberrohr Länge ist mMn gar nicht so aussagekräftig, bzw eher im sitzen relevant. Finde den Reach da relevanter.
Enduros haben im Gegenteil mittlerweile mit die längsten Oberrohre aller Bikeklassen. Die Vorstellung, dass ein Bike kurz sein muss um gut in technischem Gelände zu fahren ist find ich überholt. Es darf nur nicht zu hoch sein.
 
Zurück