Gravel Bike und Plattformpedale?

Falls Dir da neue Flatpedals kaufen willst, nimm welche die möglichst flach sind. Spart das eine oder andere Watt wegen aero und so.

Ich hab diese Schuhe hier, welche vielleicht auch für Triathleten interessant sein könnten. Würde halt Umstellung auf Barfußlaufstil erfordern. Halten jedenfalls sehr gut auf Flatpedals sowie Bärentatzen.
Danke für dein Tip, bei den Schuhen bin ich jetzt bei ON und da will ich vorerst auch nicht den Laufstil ändern.
 
Hat gestern jemand aus Taiwan gepostet

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Er wollte Flatpedals fahren. Das war nicht mein Tipp. Die Schuhe sind keine Schwimmschuhe, sondern für Swimrun, einer Sportart, die Triathlon jetzt nicht so unähnlich ist in dem sie Schwimmen und Laufen kombiniert. Die eignen sich hervorragend zum Laufen und halten wunderbar auf Flatpedals. Habe ich ausgiebig getestet.

Das mit den flachen Pedalen stammt tatsächlich aus der Aero-Szene. Von allein wäre ich da vermutlich auch nicht drauf gekommen.
 
Ich würde gerne ein System an beiden Bikes fahren. Klicks fand ich schon gut auf unbefestigten Wegen, nur in der Kieskuhle und wenn ich bei den Baumstämme hängen geblieben bin fand ich das blöd.

Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem immer noch nicht .
Warum willst unbedingt deine Tria Schuhe durch den Kakao ziehen zumal das Pedalsystem , mit Verlaub , Kacke ist im Wald - die Tatsache das es (irgendwie) gehen würde ändert auch nichts daran .
Es sind auch noch zwei völlig unterschiedliche Räder . Bau dir doch ans Allroad entweder ein Flatpedal und fahr womit du auch möchtest oder ein günstiges offroad Pedal mit einem zweiten Paar Schuhe . Im Regal daneben wäre noch Platz ...
So ab 100€ , je nach Anspruch ist man dabei , Pedal+Schuh .
 
Wenn du mit SPD Hybridpedal so eins mit einer Klick und einer Bärentatzen-Seite meinst...
das würde ich persönlich nicht machen. So ein Hybridpedal hatte ich vor Ewigkeiten mal getestet, mittlerweile ist es am Stadtrad gelandet, da ist es ganz gut aufgehoben. Aber auf irgendeinem "sportlicheren" Rad würde ich das nicht haben wollen. Man fischt doch zu oft nach der richtigen Seite und die Bärentatzen-Seite hat zwar ausreichend für den Stadtverkehr aber nicht so richtig guten Grip und im Vergleich zu einem echten Flatpedal eine bescheidene Auflagefläche. Ich würde mich ja lieber entweder für ein System, also Klick oder Flat entscheiden, das dann aber voll durchziehen. Oder einfach mal schnell Pedale wechseln, das ist ja auch in weniger als 5 Minuten erledigt.
 
Um mal Style-Polizist zu spielen. Ich finde die typischen Flats bzw. Bärentatzen zu klobig fürs Gravel. Da wünschte ich mir ein dezentes mit Madenschrauben für guten Grip. Das Crankbrothers Double Shot 3 würde gut passen, aber halt ohne Klick ;)
https://www.crankbrothers.com/collections/double-shot/products/doubleshot-3?variant=53958723399

Schau mal das Sortiment von XPedo durch, die haben allerhand lustige Flat- und Bärentatzenpedale, auch in ziemlich klein.
Von der Optik abgesehen muss man allerdings beachten, dass eine kleine Standfläche nicht unbedingt Halt und Kraftübertragung verbessert, und man braucht dann Schuhe mit recht steifen Sohlen. Rein funktional finde ich die riesigen Oneup Aluminiumpedale, die @der alte ron weiter vorne verlinkt hat, bisher unübertroffen.
 
Danke , ich hatte das mal kurz registriert aber dann wieder vergessen .
Was ich nicht verstehe ist - warum bringt niemand einen gescheiten Flat Schuh mit vernünftig straffer Sohle UND Boa , oder wenigstens Klett .
Natürlich kann man am Flat pedal nicht so den Fuß gegen eine Schnürung zerren , trotzdem würde das zu einem bequemen aber strafferen Sitz sorgen .
So wird derzeit guter Sitz eher über fette Polsterungen realisiert .
Man hätte für alle Schuhe einfach das Schnürsystem des 5.0 nehmen können .
Oder ist so vielen der Scater Look so wichtig ?
 
Bei mir scheint es genau anders herum zu sein als bei den meisten hier.
Ich hab vor ca. 25 Jahren mit Clicks angefangen als ich als Jugendlicher XC-Hobbyrennen gefahren bin. Da gab es noch keine Flats wie heute, nur Bärentatzen.
Seit dem gehört das Drehen des Fußes für mich zum Absteigen dazu, automatisch.
Als ich vor ungefähr zehn Jahren dann anfing technischer und Abfahrtslastiger unterwegs zu sein habe erstmal auf Flat umgestellt, eben um sicherer vom Pedal zu kommen und weil es hieß mit Click versaut man sich die Fahrtechnik.
Ich habe es lange probiert aber bin mittlerweile bei allen Rädern wieder bei Crankbrothers angekommen. Mallet auf dem Enduro, Candy auf Gravel und Trailbike. Trotz gleichem Pedalsystem mit verschiedenen Schuhen.
Ich brauche beim Treten die eine, richtige, Fußstellung. Mit den Flats habe ich dauernd die Fußstellung geändert weil es sich nie richtig angefühlt hat. Und das ist für mich wichtiger als in engen Passagen die Millisekunde schneller vom Pedal zu kommen. Allerdings ist die Bewegung bei mir voll automatisch, ich drehe den Fuß auch wenn ich von Flats absteige...

Übrigens sind die Cleats beim Gravelschuh bei mir etwas weiter vorne montiert als an den Enduro-/ Trailschuhen.
Cleat weiter hinten bringt mehr Stabilität im Gelände, weiter vorne tritt sich etwas besser/runder. Zumindest rein subjektiv.

Von daher muss man es wohl ausprobieren was einem besser passt. Für mein Gravel ist Click entsprechend ein Nobrainer.

Einschlafende Füße kenne ich aus zwei Gründen: zu weiche Sohle, aber vor allem mieses Fußbett. In meinen 5-10 Raven sind mir die Füße oft schon nach einer halben Stunde eingeschlafen. Seit ich Ergon Sohlen rein gelegt habe passiert das nicht mehr.
Gleiches bei den Giros die ich für das Gravel habe. Da lag nur eine flache Schaumstoffmatte drin. Ergebnis: ermüdende, einschlafende Füße. Hab dann die Girosohlen mit den austauschbaren Keilen dazu gekauft und keine Probleme mehr. Der Halt im Schuh wurde damit auch besser.
 
Adam Hansen wurde mal gefragt, warum er bei seinen selbstgewickelten Schuhen die Cleats soweit hinten hätte.
Seine Antwort: wenn Du eine Kakerlake zertrittst, mit welchem Bereich des Fusses trittst Du zu?
Also im Endeffekt etwas weiter hinten als am Zehengrundgelenk. Ist aber wohl noch subjektiver als das Temperaturempfinden. Allerdings bedeutet eine Position weiter hinten auch weniger Ermüdung in der Wadenmuslulatur (und damit auch weniger Knieprobleme).
 
Das habe ich mir vor etwa einem 1/4 Jahr so eingestellt .
Anfangs hatte ich das Gefühl das die Kraftübertragung etwas flöten geht wenn man aus dem Sattel geht , mittlerweile nehme ich das aber gar nicht mehr wahr , die Muskulatur hat sich vermutlich adaptiert .
Es tritt sich aber irgendwie angenehmer , flüssiger . Bilde ich mir wenigstens ein .
Ist auf jeden Fall angenehm .
Richtig lange Touren bin ich seitdem nicht gefahren , ich komme derzeit einfach nicht dazu .
 
Optisch sehen meine Scott Trail Boa von 2011 noch gut aus aber in letzter Zeit hatte ich bei kräftigen Ausfahrten gerne mal Schmerzen am Knöchel. Hab ich mit den Rennradschuhen nicht. Nach so vielen Kilometern ist der wohl mal durchgelatscht. Heute dann mal beim Radladen 30 Minuten angestellt und neue NW Rebel gekauft. Morgen dann erste Ausfahrt um auch die Cleats final einzustellen, wenn nötig. Die Sohle des NW Rebel ist um einiges steifer als die des Scott Trail, was sich in der Kraftübertragung zeigen sollte. mal sehen. Der Scott darf bei Ausfahrten mit der Ehefrau, die gemütlicher und lauflastiger sind, seine letzten Jahre fristen.
Beim Rennradschuh und auch beim Gravelschuh (XC-Schuh im Grunde) hab ich die Cleats auch etwas weiter vorne als ich sie beim Moutaunbiken hatte. Fühlt sich da einfach besser an, bzw. das Cleats mehr Richtung Fußmitte war beim MTB Buckel nunner besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
vorne hat man mehr punch

in der mitte ist es besser für längere runden

am besten abwechseln, damit die muskulatur und nerven flexibel bleiben

früher hab ich mal sowas wie da unten im bild gebaut, aber inzwischen bin ich dafür zu faul. aktuell habe ich den cleat recht weit vorne, passt

leichte unterstützung des hohlfußes mit einlage habe ich auch selber aus den giro sachen gebaut

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Bist du schonmal mit einem Rennradsystem gefahren?
Für mich gäbe es gleich mehrere Gründe das SPD-SL System, das ich am Rennrad fahre, nicht am Geländerad zu benutzen:
  • das System hat deutlich weniger Spiel zwischen Pedal und Schuh. Am Rennrad habe ich kein Problem damit und finde es sogar angenehm, allerdings sitzt man auf dem Renner auch über längere Zeit recht statisch und kurbelt vor sich hin. Auf einem Geländerad muss ich mich mehr auf dem Rad bewegen können, da ist mir ein Mtb-Klicksytem das mehr Verdrehspiel am Fuß erlaubt lieber. Das ist allerdings Ansichtssachen, vielleicht magst du ja die sehr fixierte Bindung auch im Gelände.
  • das Aus- und Einsteigen in die Bindung ist im Vergleich zu einem Mtb-System recht harsch, auch wenn man die leicht auslösenden Schuhplatten hat. Also reflexartiges Verlassen der Bindung ist da nicht so einfach wie bei einem Mtb-System, es braucht schon mehr Nachdruck aus dem Fußgelenk.
  • der Klickmechanismus ist ziemlich schmutzempfindlich, zumindest das SPD-SL. Einmal kurz hinterm Busch das Außenklo gesucht, und man darf schon die halbe Trinkflasche über die Schuhplatten auskippen zum Reinigen.
  • die Schuhplatten sind aus Kunststoff und verschleißen ziemlich schnell wenn man damit auf rauhem Untergrund läuft. Vor allem läuft man auch direkt auf den Schuhplatten da die zugehörigen Schuhe keine Stollen oder sonstige Laufsohle haben (das Laufen selbst ist damit auch nicht sonderlich angenehm). Auch wenn man es nicht wirklich vor hat, aber im Wald kommt es dann doch mal vor, dass man vom Rad runter muss. Umgefallener Baum, Weg zugwachsen, etc... Es gibt Leute, die tragen nicht mal das Rad aus dem Keller mit den Rennradschuhen an, sondern ziehen die erst dort an, wo sie aufs Rad steigen.

Wenn dir eine große Auflagefläche und/oder möglichst wenig Verdrehspiel wichtig ist, könntest du alternativ zu einem Rennradsystem auch Mountainbike-Pedale mit Käfig um den Klickmechanismus benutzen. Von Crank Brothers gibt es Zero-Play Cleats (evtl gibt es von anderen Herstellern vergleichbares, aber da kenne ich mich nicht aus)



Falls du Bock hast nochmal Klicks zu probieren, versuch mal das Crank Brothers System. Ich bin vor einiger Zeit auf CB Pedale umgestiegen, weil ich mit dem SPD-System auch so ein paar unangenehme Erlebnisse hatte. Entweder unabsichtlich rausgeflogen (aua) wenn es zu leicht eingestellt war, oder nur schwer und verzögert rein, wenn ich die Bindung so hart gestellt habe, dass das Rausfliegen nicht passiert. Bei CB zieht sich die Bindung zu wenn man den Fuß hochzieht, somit ist unabsichtlich rausfallen fast unmöglich (außer die Pedale oder Cleats sind stark verschlissen), zudem ist der Einstieg imo viel leichter als mit SPD.
Um wirklich technisch im Gelände zu fahren ist es mir aber aus deinen nachfolgend genannten Gründen nach wie vor auch eher unsympatisch.

Ja ich bin ja zu allererst Rennradfahrer und bin grade erst so ein wenig aufs XC Biken gekommen. Von daher bin ich aufjedenfall an diese Art des Pedalmechnismus gewöhnt.

Ich hab noch ein paar alte aber funktionstüchtige RR Schuhe und Pedalen. So lange ich nur auf groben Gravel Wegen mir vereinzelt paar Steinen unterwegs bin werde ich das mal ausprobieren. Hab hier eine paar tolle Strecken mit heftigen Anstiegen (300hm 12%). Absteigen wird da kein Thema sein. Denke da sollte es klappen. Wenn eine Tour mal etwas Traillastiger sein soll schraube ich wieder die Flatpedalen rann.
 
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