Jacke : Softshell oder Primaloft bei Minusgraden?

pixxelbiker

Radlradler
Dabei seit
20. Juni 2010
Punkte Reaktionen
65
Ort
zu Hause im Land der Bratwurst
Hallo zusammen,
aktuell bin ich auf der Suche nach einer Bikejacke für den Winter(Budget max. 150Euro), Temperaturbereich -5°C bis -12°C
Softshell hatte ich früher schonmal von P.I., war auch ganz ok, wurde aber am Rücken auch schnell schwitzig.
Beim recherchieren bin ich dann auf die aktuelle Vaude Kollektion gestoßen, neben den altbekannten Kuro und Posta-Jacken gibts da inzwischen auch Jacken mit diversen Materialmixen aus Softshell und Primaloft.
http://www.vaude.com/de-DE/Produkte...&filter[sports][0]=Radsport#list-itemsperpage
Was die Isolation angeht war die Softshelljacke damals schon prima, der Rucksack ist inzwischen auch ein anderer(Vaude Gravit bzw. Evoc Tour) was das schwitzen am Rücken schonmal einschränken könnte.
Kann jemand aus Erfahrung sagen wie sich die Primaloft-Jacken auf dem Bike bei Minusgraden schlagen?
Gibt es da Probleme mit "Kältebrücken" durch den Rucksack?
Ich bedanke mich im vorraus für sachdienliche Hinweise:bier:
 
Dabei seit
18. November 2009
Punkte Reaktionen
135
Ort
Nörten Hardenberg
Dabei seit
18. November 2009
Punkte Reaktionen
135
Ort
Nörten Hardenberg
sonst vom tragen her ,is sie schön leicht
Hier mal nen Foto ,damit du siehst ,was ich meine

12298151_902229623193837_1471945288_o.jpg
 
Dabei seit
12. Juni 2006
Punkte Reaktionen
1.233
Bei Primaloft Jacken gibt es gerne Kältebrücken an den Steppnähten. Bei hoher körperlicher Aktivität kann das aber auch angenehm sein. Ich könnte mir vorstellen, dass Primaloft besser isoliert als das typische Softshell Material, aber winddurchlässiger ist. Das ist aber nur eine Vermutung. Fakt ist jedoch, dass eine Softshell häufig robuster ist (Rucksack, Abgang) als eine PrimaLoft Jacke (häufig RipStop Material), die ja meistens mit geringem Packmaß wirbt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Seegrufti

Alter Quälgeist
Dabei seit
8. Juni 2014
Punkte Reaktionen
151
Ort
Bodensee
http://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Bekleidung/Men-s-Minaki-Jacket-hydro-blue.html

Meine aktuelle Winterjacke. Angenehmes Klima für Vielschwitzer. Winddicht genug. Softshell ist natürlich robuster. Aber mehrere Tage alpin mit schwerem Rucksack und Biketragen schadlos überstanden. Keine spürbare Kältebrücke. Unrasierter Träger wird in Grenzen toleriert. Mit dickem Langarmtrikot und 1 oder 2 Unterhemden bis -5 ok. Gutes Teil.
 
Dabei seit
1. März 2005
Punkte Reaktionen
270
Ort
BGL
Bin heute Morgen bei -6 Grad zum Berglaufen gegangen. Dazu habe ich den Montane Fireball Pullover getragen. das Ding hält sehr gut warm und die Atmungsaktivität geht auch in Ordnung. Aber die Primaloftfüllung braucht sehr dicht gewebtes Obermaterial, damit die Faser nicht Austritt. In Kombination mit der extrem niedrigen Wasseraufnahme von Primaloft sorgt das dafür, das sämtliche Primaloftkleidungsstücke kaum Feuchtigkeit nach außen transportieren können. Nach einer intensiven Trainingseinheit sind die Sachen von innen Klatschnass. dafür beeinträchtigt Feuchtigkeit die Isolation kaum. Ich persönlich finde nen dicken Fleece + Windbreaker beim WinterSport oft angenehmer. Dafür ist Fleece bei gleicher Isolationsfähigkeit schwerer, hat ein größeres Packmaß und schränkt die Bewegungsfähigkeit stärker ein.

Eine Topkomination sind z.B. der Bergans Microlight Anorak und das Mountain Equipment Tombstone Jacket.
 

pixxelbiker

Radlradler
Dabei seit
20. Juni 2010
Punkte Reaktionen
65
Ort
zu Hause im Land der Bratwurst
Besten Dank für die Antworten:) Im Radladen konnte ich gestern mal die erwähnte "Vaude Minaki" und "Vaude Qimsa" probieren... Beide empfand ich als sehr angenehm zu tragen.
Beeindruckend empfand ich das geringe Gewicht der Minaki, wobei die sich an der Oberfläche ziemlich dünnhäutig anfühlt...
Die Qimsa macht hingegen einen deutlich robusteren Eindruck,oder ist das Material der Minaki robuter als vermutet? ...Bislang war es häufig so das ich im Winter bei 0 bis -5 Grad gestartet bin, auf den Bergen wars dann meist nochmal 5 bis 8 Grad kälter, Wind kommt ebenfalls dazu....
@Seegrufti :konntest Du die Jacke schon unterhalb von -5Grad und Wind fahren?
Als Windjacke zusätzlich bliebe mir dann die Vaude Moab, im Sommer und Herbst hat sie gute Dienste geleistet.
 
Dabei seit
3. August 2008
Punkte Reaktionen
3.002
Ich persönlich habe primaloft nur als Pausenjacke oder Schutz bei extremer Kälte bei Skitouren dabei. Ein Windstopper reicht nach meiner Erfahrung bei körperlicher Betätigung auch bei Minusgraden vollkommen, ofto sogar noch weniger...
 

Seegrufti

Alter Quälgeist
Dabei seit
8. Juni 2014
Punkte Reaktionen
151
Ort
Bodensee
@pixxelbiker

Bisheriger Kälterekord war -5 kombiniert mit stürmischem Wind (Windchill -15) auf dem verschneiten Sertigpass (2739m) im schönen Graubünden.:)
Insgesamt brutal, aber mit ärmellosem Unterhemd und normalem Langarmtrikot drunter überlebt. Bei so starkem Wind zieht es durch. Dafür bleibt die Jacke relativ trocken. Die Jacke hat auch einen Sturz überlebt ohne Schaden. Scheinbar hält die dünne Hülle mehr aus als gedacht. Würde das Teil jederzeit wieder kaufen.
Normale Bedingungen (Schiener Berg bei 0°) lassen einen bergauf schwitzen.

LG
 
Dabei seit
31. Oktober 2014
Punkte Reaktionen
81
primaloft und co sind für geringe bis mässige Aktivitäten gut geeignet als midlayerersatz statt Fleece, für starke Aktivitäten wie radfahren dagegen ungeeignet.

wie joki sagt man durchnässt dann damit völlig, hab ne 60er primaloft und ne 100er primaloft und nem es deswegen dann nur zum gemütlichen wandern.
auf dem rad bin ich damit innerhalb von ner stunde so nass das wasser innen runterläuft.

beim biken braucht man stark feuchtigkeitsleitende Bekleidung sonst durchnässt man unweigerlich.


gibt aber erste ansätze das durchnässen in den griff zu bekommen mit verbesserten luftigeren füllungen.
polartec Alpha und primaloft thermoball sollen da nen tick besser sein laut marketing.

hab davon allerdings noch nichts in Verwendung und kann nicht sagen ob das zeug auch Feuchtigkeit staut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Seegrufti

Alter Quälgeist
Dabei seit
8. Juni 2014
Punkte Reaktionen
151
Ort
Bodensee
Midlayer? Ich nutze die Jacke als äussere Lage. So ist das ja wohl auch gedacht. Und das ist seit 20 Jahren schon meine typische Kältebekleidung beim radeln. Früher mit einer Wolfskin Innenjacke als Aussenlage. Wer da noch eine Membran oder ähnliches aussen draufpackt provoziert den Nässestau.

Unabhängig davon säuft bei mir jede falsch gestapelte Klamottenschicht ab. Bevorzugt mit Softshell aussen drauf.

https://www.bike-components.de/blog/2014/12/im-test-vaude-minaki/

Der empfohlene Temperaturbereichin diesem Test ist mir etwas zu warm, aber sonst kann ich dem Tester zustimmen.

edit: Gemäss physikalischer Gesetze (temperaturabhängiger Dampfdruck von Wasser) muss jede Bekleidung durchfeuchten, wenn innen gut geschwitzt wird und aussen keine Wärme entweicht. Ohne Energieabgabe auch kein Schweissverlust nach aussen.

Wichtig ist eine den Anforderungen entsprechende Isolierung (Bekleidung).
 
Zuletzt bearbeitet:

pixxelbiker

Radlradler
Dabei seit
20. Juni 2010
Punkte Reaktionen
65
Ort
zu Hause im Land der Bratwurst
Der Test liest sich schon recht interessant. Während der Abfahrt könnte man ja problemlos noch eine Windweste oder 2,5L Jacke drüber ziehen. An der Qimsa- Softshelljacke hingegen fand ich die Struktur an der Innenseite interessant. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Softshells war diese in einer Art Raster- bzw Wabenform, was wohl das schwitzen minimiren und die Luftzirkulation verbessern soll.
Interessant wäre mal ob da jemand im Vergleich wirklich einen Unterschied bemerken konnte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
31. Oktober 2014
Punkte Reaktionen
81
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Softshells war diese in einer Art Raster- bzw Wabenform, was wohl das schwitzen minimiren und die Luftzirkulation verbessern soll.
Interessant wäre mal ob da jemand im Vergleich wirklich einen Unterschied bemerken konnte...

waffelfleecefutter gibt's schon seit 15 jahren, der einzige zweck davon ist die reine gewichtsreduktion."soweit ich mich errinere patagonia hatte es als erstes im Sortiment"

auf jeden fall soll die waffelstruktur die "gleiche" wärmeleistung bringen wie die gleiche haarlänge an vollflächigem fleece.
der Vorteil ist man kann ne jacke vom gewicht her um knapp 10%-15% reduzieren.

mit schwitzen oder irgend ner luftzirkulation hat das nix zu tun.


schwitzen tuste einzig durch die reine Aktivität"sport,anstrengung,..." und das auch immer.

da grammzählerei von Bekleidung beim biken keine rolle spielt kannste Waffel vs nicht Waffel ignorieren.
 

pixxelbiker

Radlradler
Dabei seit
20. Juni 2010
Punkte Reaktionen
65
Ort
zu Hause im Land der Bratwurst
Da wird die Vaude Miniaki von mal zu mal interessanter...
Bis -5°C und Wind hat dieses Jahr recht gut funktioniert:
Langarmshirt "supernatural" 150er Merino, darüber ein dünnes Polarfleece von TNF, darüber dann die Vaude Moab Jacke, wenns bergab wirklich zu sehr zieht kommt noch eine dünne PI Windweste drüber, die ist schon uralt, funktioniert aber tadellos:daumen:
 
Dabei seit
12. November 2015
Punkte Reaktionen
2
also ich glaub auch dass du mit der softshell besser fährst. ich fahr auch bei minus graden mit softshell..hab hald drunter noch ein thermoleibchen an.. Softshell find ich einfach robuster, speziell beim Biken ein Faktor. Dass sie bissl schwerer is is ja eig. egal. und Wind haltet die auch super ab. Also ich würd ne softshell nehmen..
 
Dabei seit
31. Oktober 2014
Punkte Reaktionen
81
Softshell find ich einfach robuster, speziell beim Biken ein Faktor.

wenn ich blöd stürze ist alles zerrissen, da ist es völlig latte ob etwas 20% robuster als was anders ist.
die paar Prozent unterschiede sind da nämlich keine.

richtig robust ist sowiso nur massives gewebe und aus sowas wiegt ne jacke schon mal 1-1,5KG.
wer zieht sich dann sowas an......wenn softshells die aus pilepale gewebe sind ~500gramm im schnitt wiegen.

softshell haben für mich nix mit robust zu tun.


Dass sie bissl schwerer is is ja eig. egal. und Wind haltet die auch super ab. Also ich würd ne softshell nehmen..

das bisl schwer ist relativ den der echte nutzen zählt.
softshell ist na ne pseudowindjacke mit bishen Fleece drauf geklebt.

variante 1:
90% aller softshells sind nicht winddicht was das Resultat hat das wind durchs aussengewebe zum Fleece drückt und die wärme da dann rausgedrückt.
das mehr gewicht da dann sinfrei den wozu ne Wärmeisolierung drauf kleben die Zusatzgewicht bringt und keinen nutzen.

das ganze wird dann unter dem Prädikat:"es muss so sein weil das erst ne magische atmungsativität zaubert."
tatsächlich ist es nur die Unfähigkeit des Hersteller ein vernünftiges und funktionelles gewebe herszustellen und pfusch zu vermarkten.

variante 2:
da nur ne Hand voll Hersteller vernünftiges zeug bauen können bedient sich viele pseudosporthersteller nen einfachen tricks um nun doch die eientliche Funktionalität"wind+kälte draussen zu halten und zu wärmen" vorzutäuschen.

sie kleben zwischen aussengewebe und futter ganz einfach ne Plastikfolien."kennt man ja aus regenbekleidung und was diese Plastikfolien für nen Effekt haben,wasserstau ende nie:rolleyes:"

Also ich würd ne softshell nehmen..

dann nenn mal bitte modelle die 100% ihre eigentliche funktion erfüllen?
"99-100% wind ab zu halten +ordentlich zu wärmen durch den geklebten Futterstoff ohne Plastikfolie dazwischen!

mir ist zumindest noch keine untergekommen, hab da schon einige an gesehn und keine hat nur ansatzweise getaugt.
entweder wars variante 1 oder 2 jedes mal.

ist einer der gründe warum ich von softshells weg bin, da alles nur mangelhaft ist, auch wenn manches hübsch aussehen tut.
 
Oben