Joplin 4R - einige Probleme - Hilfeee

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Hallo liebe Leute,

ich bin schon länger bei mtb-news aktiv, allerdings hauptsächlich im Bikemarkt oder als stiller "Mitleser".

Nun habe ich ein wirkliches Problem und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Es geht um die Vario-Sattelstütze Crankbrothers Joplin 4.

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Ich weiß, dass das hier viel Text ist, ich hoffe trotzdem, dass sich jemand von euch die Mühe macht und sich das durchließt um mir zu helfen.

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Ich weiß, dass es dazu schon viele Beiträge gab, weil so gut wie jeder, der diese Sattelstütze besitzt, schon einmal Probleme damit hatte. Ich mache hier allerdings mein eigenes Thema auf, da es bei mir mehrere Probleme sind, wofür ich so kaum eine Lösung finden kann.

Folgende Leidensgeschichte:

Ich habe die Sattelstütze gebraucht gekauft und Sie funktionierte 1A. Ich bin mehrere Trails mit der Stütze gefahren und sie leistete immer gute Dienste. Eines Abends nach einer längeren Fahrt habe ich bemerkt, dass die Stütze nicht mehr so leichtgängig rein und rausfahren wollte, es fühlte sich ein bisschen ruppig an und ich dachte an Verschmutzungen oder so.

Als ich die Stütze dann noch ein paar mal bewegt hatte schien der Druck abzufallen und sie fuhr bei Betätigung des Hebels nicht mehr aus. Der Sattel blieb also unten, egal was man versuchte.

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Ich habe mir daraufhin das Servicevideo angeschaut und mir einige Workshops angesehen. Das passende Öl hab ich dann bestellt, Werkzeug habe ich bereits alles, die Reparatur konnte also losgehen.

Zunächst einmal wollte ich den Luftdruck checken. Das Manometer der Gabelpumpe sagte mir 0 bar. Also habe ich 7 bar aufgepumpt, den Hebel betätigt und den Druck korrigiert. Nach dem Abnehmen der Pumpe entwich der Druck allerdings sofort wieder. Das Ventil konnte den Druck also nicht halten.

Defekt: Schraderventil

Also habe ich das Ventil getauscht. Hier habe ich ein normales Ventil aus einem mtb-Schlauch mit Autoventil verwendet.

1. Frage: Ist das Autoventil genau das, was ich für die Sattelstütze benötige? Oder brauch man ein bestimmtes Schraderventil? Bzw. gibts da überhaupt unterschiede?

Da ich aber noch nachschauen wollte ob alle O-Ringe in Ordnung sind habe ich das Öl abgelassen und die Stütze zerlegt.
Die Teile machten alle einen guten Eindruck. Die O-Ringe waren in Takt, nicht porös und an der richtigen Stelle.

Nun ging es also wieder an den Einbau.

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Laut Anleitung müssen ja 68ml 7.5W Öl in die Stütze.
Dabei kann man es sich ein wenig leichter machen und schon einmal 40ml einfüllen, bevor man die Kolbenstange einsetzt. Dabei soll durch betätigen des Hebels so viel Öl wie geht in die untere Kammer fließen. Mir kam es allerdings ein wenig komisch vor, denn das Betätigen den Hebels brachte nur kleine aufsteigende Bläschen hervor und es lief kaum etwas von dem Öl in die untere Kammer.

2. Frage: Ist das normal? Also läuft in die untere Kammer wirklich nur wenig Öl? Und ist es normal, dass durch das Betätigen des Hebels nur ganz wenig, ganz langsam nach unten läuft?

Dann habe ich das Mittelstück und die Kolbenstange eingebaut und per hochziehen des Stange und gleichzeitigen Einspritzen des Öls die restlichen 28ml eingefüllt. Die Stütze war am Ende ziemlich voll. Also bei voll ausgefahrener Stütze stand das Öl bis zum Anschlag.

Dann habe ich das Ventil eingeschraubt und mit 7 bar beaufschlagt. Das ging ziemlich schnell (5-6 mal pumpen). Dann habe ich die Stütze umgedreht und durch Pumpen am Hebel versucht, dass das Druck leicht abfällt und ich nachpumpen muss. Das war allerdings nicht der Fall, die 7 bar blieben in der Stütze. Nach dem Abschrauben der Pumpe zischte nichts, das Ventil hielt also dicht. Der Defekt mit dem Schraderventil schien also schon mal behoben.

So... Die Stütze ist zusammengebaut.
Das Problem allerdings: Die Stütze ließ sich auch mit aller Kraft nicht einfahren. Auch ein Betätigen des Hebels bewirkte nichts.
Meine Idee war also, dass zu viel Öl in der Stütze sei. Ich habe in der Anleitung nämlich auch gelesen, dass bevor man die Stütze aufpumpt, die Kolbenstange per Hand komplett einschiebbar sein muss. Das ging bei mir aber nicht. --> also zu viel Öl.

3. Frage: Kann es sein, dass ich beim erstmaligen auseinandernehmen der Stütze nicht alles Öl abgelassen habe und somit viel zu viel Öl in der Stütze ist? Also ich habe beim Ablassen des Öls den Hebel mehrmals betätigt und die Stütze über Kopf gehalten. Ich war also schon der Meinung, dass alles raus ist. Aber mich hat ja auch gewundert, dass das Öl nur ganz langsam nach unten läuft als ich es wieder befüllt habe. So als wäre die Kammer schon voll.

Zurück zum Ablauf:
Ich habe also wieder etwas Öl abgelassen, bis man die Kolbenstange komplett einfahren konnte. Dann wurde die Stütze aufgepumpt und zusammengebaut.

4. Frage: Ich habe die Kolbenstange vor einschrauben des Ventils komplett herausgezogen. Es ist also eine gewisse Luftmenge in der Stütze. Ist das Ok, oder muss man das Ventil einschrauben, wenn das Öl kurz vorm auslaufen steht?

Jetzt war es zwar so, dass man mit Kraft die Stütze einfahren konnte, allerdings war es völlig egal ob man den Hebel betätigt oder nicht. Die Stütze war so, als würde man durchgängig den Hebel betätigen. Die Stange fährt heraus, man kann Sie mit Kraft (Oder draufsetzen) nach unten drücken, sie kommt dann aber sofort wieder zurück. Sollte ich also nun irgendwie genug Öl und Luft in der Stütze haben, also alles richtig zusammengebaut, kann nur der Hebelmechanismus kaputt sein.

5. Frage: Gibt es eine Konstellation (Ölmenge, Luftdruck), die dafür sorgt, dass die Stütze sich verhält als wäre durchgehend der Hebel betätigt? Oder kann es sein, dass der Hebel wirklich defekt ist?

Ich bin mit meinem Latein gerade ziemlich am Ende :-(


Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Marten
 
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Hallo,

also wenn mir schon keiner auch nur irgendetwas dazu sagen kann, dann kann vielleicht jemand sagen, wo ich im Raum München eine Werkstatt finde, die sich gut mit solchen Problemen auskennt.
Möchte das Problem eigentlich selber lösen, aber ohne einen Ideen-Anstoss kann ich es nicht. Also muss ich wohl doch irgendwen bezahlen :-((

Mit freundlichen Grüßen
 

Wolfplayer

eye in the sky
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Ort
OWL<>Oberbayern
also ich hatte lange genug versucht meine nagelneue JP 4 trotz mehrfachen Umtausches funktionfähig zu bekommen. :aufreg:

ich habs dann einfach aufgegeben....CB hat das Patent von Maverick gekauft und kaputgebastelt !!!
traurig aber die Wahrheit. :rolleyes:
bin südlich von MUC und kann sagen Cosmicsport war auch unfähig...man sagte mir am Anfag des Modeljahres JP4
man hätte noch garkeine Ersatzteile...Armutszeugniss !!:eek:

viel Glück...aber spar Dir das Geld und kaufe LEV oder Reverb, wobei meien nagelneue Reverb Stealth (war am Neurad)
auch schon absackt beim draufsetzen :wut:
 
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