Motion Ride E18+ Federgabel im Test: Schenkel statt Zahnstocher!

Motion Ride E18+ Federgabel im Test: Schenkel statt Zahnstocher!

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Mit einem von Grund auf anderen Konzept stürzt sich Motion Engineering mit seinen Anti-Dive-Federgabeln in den umkämpften Federgabel-Markt. Wir haben die auffällige Motion Ride E18+ getestet und herausgefunden, ob das System es mit den etablierten Größen auf dem Markt aufnehmen kann.

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Motion Ride E18+ Federgabel im Test: Schenkel statt Zahnstocher!
 
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Man stelle sich vor, die Big Player im Fahrradgabelmarkt hätten die letzten 30 Jahre Entwichlung in Parallelogrammgabeln anstatt in billiger zu produzierende Teleskopgabeln gesteckt. Man braucht wenig Phantasie um sich dann das Ergebnis eines Vergleichstests auszudenken.
 

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Ich habe mir die Gabel vor einiger Zeit gekauft, da gab es die für 700€.

Alles ganz schick, aber einer der Vorteile ist auch ein Nachteil. Das fehlende Bremssnicken.
Bei der Teleskopgabel bekomme ich durch die Gewichtsverlagerung automatisch Gewichts aufs Vorderrad, was die Bremstraktion verbessert.
Hier muss man aktiv Gewicht verlagern.

Aber die Gabel hat was, nur an der Dämpfung muss gearbeitet werden. Ich konnte bei schnellen Holpertrails nie eine vernünftige Abstimmung finden
Vielen Dank für Deine sachlichen und hilfreichen Beiträge, eine Frage habe ich doch: Wo geht denn das Gewicht hin wenn nicht aufs Vorderrad? Mir ist klar, daß das Bremsnicken fehlt, bei der Teleskopgabel wird beim Eintauchen der Lenkwinkel steiler, der Radstand kürzer, dies nutzen MX Fahrer ja sogar bewußt aber es müßte sich doch trotzdem das Gewicht auf das VR verlagern? Du bist nur - ähnlich wie bei einer BMW mit Telelever - "entkoppelter" vom Untergrund.
Oder wo ist mein Gedankenfehler?
 
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Guest
Vielen Dank für Deine sachlichen und hilfreichen Beiträge, eine Frage habe ich doch: Wo geht denn das Gewicht hin wenn nicht aufs Vorderrad? Mir ist klar, daß das Bremsnicken fehlt, bei der Teleskopgabel wird beim Eintauchen der Lenkwinkel steiler, der Radstand kürzer, dies nutzen MX Fahrer ja sogar bewußt aber es müßte sich doch trotzdem das Gewicht auf das VR verlagern? Du bist nur - ähnlich wie bei einer BMW mit Telelever - "entkoppelter" vom Untergrund.
Oder wo ist mein Gedankenfehler?
Gute Frage, ich denke es ist so, daß beim Bremsnicken die Front tiefer kommt und somit automatisch auch eine Gewichtsverlagerung stattfindet. Ist aber nur so als Laie zusammengereimt.
Ich kann nur die Erfahrung von meinem hundertfach gefahrenen Hometrail weitergeben.
Schneller Waldboden und hartes anbremsen vor einer 90grad Kurve. Gleicher Reifen/LRS bzw. Rad.
Mit der Motion rutscht der Reifen eher, es sei den ich bringe im Moto Style Gewicht nach vorne, mit etwas längerem Hinterbau (460 anstatt 452) gehts auch besser.
Ok, wenn man mit gezogener Bremse in die Kurve springt und die Gabel bis zum Anschlag komprimiert, da hat die Motion wiederum Traktionsvorteile
 
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Es wird immer behauptet, Parallelogrammgabeln sind überlegen und setzen sich nur nicht wegen der Optik durch. Bisher war keine Parallelogrammgabel wirklich überzeugend. Fazit war immer, dass sie sich in bestimmten Situationen unberechenbar, oder seltsam verhalten, oder unkomfortabel.
Etwas, was so kacke ausschaut, dazu noch ein Haufen zusätzlicher Lager hat und schwer ist, müsste einfach immer überlegen agieren. Das hat aber keine bislang getan.
Persönliche Meinung weshalb das so ist:
Weil ein Bremsnickausgleich am MTB einfach nicht komplett sinnvoll ist.
 
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Schade, ein Vergleich mit der Trust wäre interessant gewesen. Vielleicht könnt ihr im Forum noch etwas dazu schreiben: Inwiefern unterscheidet sich die Technik, Umsetzung und Performance?
 
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Puh, ich bin ja neuen Konzepten durchaus aufgeschlossen und lese mir den Beitrag gerne durch. Aber ich würde mir so nen hässlichen, schweren Klotz niemals an mein Rad schrauben. Nur, wenn sie abnormal besser geht als eine konventionelle Teleskop Gabel. Aber selbst dann…man will sein Rad doch nach wie vor noch gerne anschauen und sich nicht denken, was das da für ein Krebsgeschwür ist.
 

Yeti666

Shit happens/NoMoFaNo Cry
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Gabel sieht sehr Bescheiden aus, hat viele Lagerpunkte und das Gewicht ist nicht konkurenzfähig. Federhärte jedesmal beim Radausbau verändern ist ja ein absoluter Unsinn und nicht Praxis tauglich.
Das Bremsnicken fehlt und somit gibts kein Argument für das Marketing-Geschwafel.
 
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Ich habe mir die Gabel vor einiger Zeit gekauft, da gab es die für 700€.

Alles ganz schick, aber einer der Vorteile ist auch ein Nachteil. Das fehlende Bremssnicken.
Bei der Teleskopgabel bekomme ich durch die Gewichtsverlagerung automatisch Gewichts aufs Vorderrad, was die Bremstraktion verbessert.
Hier muss man aktiv Gewicht verlagern.

Aber die Gabel hat was, nur an der Dämpfung muss gearbeitet werden. Ich konnte bei schnellen Holpertrails nie eine vernünftige Abstimmung finden
Ich hab sie auch. Gewicht mit allem ca. 83 kg
Schneller holpertrail mit keinen bösen Schlägen:
Vorspannung bis 2 mm unter maximal, Dämpfung in der Trail Einstellung auf eins der mittleren settings.
Holpertrail mit bösen Schlägen zwei clicks weiter auf.
 
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Verstehe ich das richtig:
Die Gabel sackt beim Bremsen nicht ein. Dadurch habe ich weniger Lastumlagerung und weniger Traktion auf dem Vorderrad.
Das heisst doch: Es bleibt mehr Druck und damit Traktion auf dem Hinterrad!
Klingt für mich wie ein Riesen-Vorteil!
Auch das Risiko über den Lenker zu gehen müsste dann sinken!
Gibt es dazu Erfahrungen?
 
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Ich fahre zwar die Trust und nicht diese Gabel hier, aber die Tatsache, dass die Teile beim Bremsen nicht eintauchen ist einfach ein unglaublich großer Vorteil. Mein Gewicht bleibt genau zwischen den Rädern, wo es hingehört. Ich muss eben ganz oft nicht aktiv nach hinten gehen, weil die Gabel versackt. Da die Gabel beim Bremsen nicht eintaucht, bleiben viel mehr Reserven für echte Stöße übrig - und das merkt man mehr als deutlich.
Das Kurvenverhalten ist für mich das Killerkriterium, die Trust fährt wie auf Schienen. Wenn die Motiongabel das auch kann, dann ist die total interessant.
Man muss sich definitiv umgewöhnen, aber das lohnt sich.
 
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Ich fahre zwar die Trust und nicht diese Gabel hier, aber die Tatsache, dass die Teile beim Bremsen nicht eintauchen ist einfach ein unglaublich großer Vorteil. Mein Gewicht bleibt genau zwischen den Rädern, wo es hingehört. Ich muss eben ganz oft nicht aktiv nach hinten gehen, weil die Gabel versackt. Da die Gabel beim Bremsen nicht eintaucht, bleiben viel mehr Reserven für echte Stöße übrig - und das merkt man mehr als deutlich.
Das Kurvenverhalten ist für mich das Killerkriterium, die Trust fährt wie auf Schienen. Wenn die Motiongabel das auch kann, dann ist die total interessant.
Man muss sich definitiv umgewöhnen, aber das lohnt sich.
Ich fahre auch eine Trust. Aktuell die Shout. Ich bin von der Funktionsweise überzeugt und kann das Kurvenverhalten nur bestätigen. Für mich ist es definitiv auch das KO-Kriterium. Ich bin so begeistert, dass ich mir auch gleich noch die Message für mein nächstes Projekt gesichert habe.

Gleichwohl denke ich, dass noch Luft nach oben ist. Die Trust Shout fühlt sich für eine verspielte Fahrweise einfach nicht so poppig an, wie eine Teleskop-Gabel.
 

xMARTINx

Echter (Ex) Nordhäuser!
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Man stelle sich vor, die Big Player im Fahrradgabelmarkt hätten die letzten 30 Jahre Entwichlung in Parallelogrammgabeln anstatt in billiger zu produzierende Teleskopgabeln gesteckt. Man braucht wenig Phantasie um sich dann das Ergebnis eines Vergleichstests auszudenken.
Mit aufkommen der konventionellen Gabeln, kamen auch Parallelogramm Gabeln auf, das ist nichts neues. Und selbst in den letzten Jahren wo mehr davon auf dem Markt kommen, kann keine so wirklich begründen, warum man sich so nen Ungetüm ans Rad bauen sollte.
Selbst wenn Trust und Co noch 10 Jahre an den Dingern weiter entwickeln, würde ich mich wundern wenn da am Ende wirkich eine überlegene Gabel in Summe der Eigenschaften herauskommt. Die grossen Hersteller sind ja auch nicht doof.
 
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Das Gewicht hält sich in Grenzen. Andere schrauben sich eine Dual-Crown ans Enduro...

Die Trust Shout ist im Übrigen lediglich ca. 100g schwerer als eine vergleichbare Lryrik mit 180mm.
 

xMARTINx

Echter (Ex) Nordhäuser!
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Das Gewicht hält sich in Grenzen. Andere schrauben sich eine Dual-Crown ans Enduro...

Die Trust Shout ist im Übrigen lediglich ca. 100g schwerer als eine vergleichbare Lryrik mit 180mm.
Auch Dual Crown gibt's inzwischen leichter ;-)
Meine 29er Zeb mit 160-190mm wiegt deutlich unter 2,4 kg, und eine 160mm Gabel mit über 2,4 muss man dann schon wollen. Formula selva wiegt schon 300g weniger
 
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Naja, "in Summe nicht besser" ist etwas schwierig formuliert. Allein die Definition was wirklich besser ist, lässt das ganze ein bisschen hinken. Die beiden Systeme haben einfach klare Vor- und Nachteile, man muss Kompromisse in die eine oder die andere Richtung eingehen.

Wartungsärmer ist die Gabel auch – ein Schmierölservice und ein Service der Feder ist nicht notwendig. Für gewöhnlich halten Lager auch mehr als die ca. 50 Stunden bis ein Schmierölservice bei der Teleskopgabel gemacht werden soll.

Ich denke, dass ein Hersteller,der auf diesen Markt will und das mit einem komplett neuen System, mit einem echten Vorteil kommen muss. und den sehe ich weder beim Gewicht oder Preis oder bei der Funktion. Ich glaube gern, dass die Gabel funktioniert! Ehrlich! Aber mehr als ein Nischendasein traue ich ihr nicht zu.
Klar, man muss keinen Schmieröl wechseln. Aber ich denke, dass die Gelenke anfällig für Schmutz sind und hier mehr Liebe brauchen als normale Gabeln.
Und die Sache mit dem Ausbau des Vorderrads und dass ich dafür an die Vorspannung ran muss find ich auch nicht gut gelöst. Es gab Zeiten da habe ich mein Vorderrad einmal pro Woche ausgebaut um mein Bike ins Auto zu laden. Das allein ist dann schon ein Ausschlusskriterium.
Ich wünsche Motion auf jeden Fall Erfolg! Aber so richtig glaube ich nicht daran.
 
D

Deleted 590027

Guest
Das der Dämpfer verbessert werden sollte haben die ja schon erkannt. Leider lässt der Nachfolger auf sich warten…..
Vielleicht wäre eine normale Trunion Schnittstelle eine coole Sache, könnte man doch einen modernen Stahlfederdämpfer ohne Feder verbauen.
 

EarlyUp

Misanthrop
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Laufradausbau Für den Ausbau des Vorderrads soll man die komplette Vorspannung aus der Feder nehmen, damit sich die beiden Gabel-Arme nicht verziehen. Das ist etwas unpraktisch, man sollte dann genau die Umdrehungen zählen, die man für den richtigen SAG hatte.

Aus diesem Grund würde ich die Gabel nicht kaufen. Klingt aufwändig und nervig wenn man auf dem Trail mal eben das Vorderrad ausbauen muss.
 
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"Motion setzt an allen zehn Drehpunkten Enduro Bearings ein."

Muss man als MTB News Leser wissen was ein Enduro Beraring ist?

Was ist ein Enduro Bearing?
 
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Soviele Drehpunkte und Verbindungsteile und dazu noch 2.4kg. neeee, kein Bock. Optik kommt auch noch echt hässlich daher
 
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