Schwalbe Fat Albert oder Nobby Nic ?

Das Posten von uralten Reifenthreads oder besserwisserische Hinweise auf SuFu-benutzung sind in dieser Thematik ziemlich sinnlos!

Die meisten Reifen werden von den Herstellern regelmäßig überarbeitet, es gibt neue Profile und Gummimischungen, obwohl die Reifenbezeichnungen meist gleich bleiben.
Es gibt neue Modelle, manche alten fallen aus der Produktion.

Somit kann ein Reifen, der im Vorjahr wegen zahlreicher Nachteile kritisiert wurde, in der aktuellen Neuauflage ganz anders dastehen.

Natürlich gibt es nicht die allgemeingültige Reifenübersichtstabelle mit Bibelcharakter, somit darf man sich bezüglich der Reifenfrage immer wieder aufs neue mit dämlichen Testberichten der Bikebravos, vollmundigen Werbeaussagen der Hersteller, und dem, was hier so zum Besten gegeben wird, herumplagen.

Am meisten Wert sind konkrete Praxistests, am besten selbst gemacht, denn auch der Kollege Mitfahrer kann bei der selben Tour den Reifen ganz anders beurteilen.

Wer natürlich glaubt, immer nur andere als Gratis-Versuchskaninchen missbrauchen zu können, hat sich gehörig geschnitten. Ab und zu ein Fehlkauf gehört nun mal dazu, und an mehrmaligem Wechseln des Reifens je nach Wetterlage/Jahreszeit oder Einsatzzweck geht sowieso kein Weg vorbei.

GENAU:daumen:
 
...nachdem ich nun einige Jahre lang meine Maxxis Ignitor 2.35 UST "aufgebraucht" habe bin ich nun auch auf ein paar neue Fat Albert 2.4 Evo UST umgestiegen...hab diese am Wochenende mal ausgiebig getestet und mich sogleich geärgert, dass ich mich nicht früher zum Kauf entschlossen habe.
Obwohl der Reifen viel fetter ist ...(ich habe nicht gemessen aber in mein RM Switch SL passt er gerade mal so rein...manchmal schleift die Kette etwas)...rollt er doch spürbar leichter.
Erstaunlicherweise rollt er auf Aphalt oder glattem Waldboden vergleichsweise zum alten Reifen besonders gut.
Beim uphill überzeugt mich der Grip insbesondere auf extrem steilen Abschnitten, bei denen meine alten Reifen regelmäßig an Stellen mit schlechtem Untergrund oder Steil+Stufe durchgedreht sind rollt der FA weiter wie ein Panzer....und an diesem Wochenende war der Boden auch noch relativ nass!
Für die Abfahrt bietet er ausreichend Halt in den Kurven und guten Komfort bei schneller Fahrt oder Sprüngen.
Ich bin die Reifen mit ca 2.2 - 2.3 bar gefahren und habe derzeit ein Gewicht von 87 kG.
Auch ohne Schlauch hat der Reifen seit dem Wochenende noch nicht spürbar an Luft verloren....ebenfalls ein Merkmal, das meine alten Reifen (auch im neuen Zustand) nicht verzeichnen konnten.

Mich würde mal interessieren, wie inzwischen der "gefühlte" Unterschied zwischen den Big Betty und den neuen Fat Albert ist, falls einer der Leser dieses Threads die BB schonmal gefahren hat...die standen für mich auch lange Zeit zur Entscheidung.

Gruß...vom captain
 
Also gefahren bin ich die Big Betty noch nicht, das vorneweg.

Die Reifen sind in der FR-Variante halt erstmal ca. 120g schwerer als die FA und auch das Profil wirkt um einiges brachialer. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass die BB um einiges schlechter rollt. Außerdem empfiehlt Schwalbe selbst die BB eher für trockene und steinige Böden. Für mich ist die BB damit eher ein Sommerreifen oder ein Reifen für überwiegend steinige Terrains wie die Alpen.

Im Herbst und Winter würde ich wenn überhaupt dann eher über eine Muddy Mary vorne nachdenken, ggf. sogar noch mit der weichen Goey Gluey Mischung. Vorne dürfte deren deutlich schlechterer Rollwiderstand nicht so stark ins Gewicht fallen, aber die Traktion im Schlamm oder auf nassen Steinen und Wurzeln dürfte doch signifikant zunehmen.
 
Um solche Reifen auch im Winter zu fahren, muss man aber auch in der passenden Gegend wohnen. Süditalien oder Kalifornien - habe ich recht?

http://de.wikipedia.org/wiki/Binger_Wald :daumen:

Wenn der Winter so wird wie der letzte wird es mit minimalst anderer Streckenwahl und etwas Obacht gehen. Hauptsache Berg hoch machts Spaß und rollt zügig! wobei man selbst Berg ab merkt das der RR spürbar schneller ist (ich fahre ohne Tacho)... allerdings habe ich fast noch den Verdacht das der Umfang des RR kleiner ist und von daher die Übersetzung evtl minimal kürzer. Müsste man mal nachmessen.

Aber auch nur bei den beiden preiswerteren Modellen - beim 5.0er ist Nobby Nic drauf.

Und hinten racing ralph, eben keine Anker-Alberts mehr wie letztes Jahr auf dem 3,4 und 5. ;)

Das ist aber bei allen Herstellern so: auf die Hardtails kommen immer möglichst gripfreie Reifen - es wäre ja auch gar nicht auszudenken, wenn die Leute merken würden, dass man mit Reifen wie dem Fat Albert aufm Hardtail auch in heftigerem Gelände wildern kann und sich dadurch in vielen Fällen ein teureres Fully sparen kann. Ich selbst bin ja noch sparsamer und mache das sogar ohne Federgabel ;-)

Mag ja sein das du deutlich anderes Gelände fährst als ich. Kann ich nicht beurteilen. Wenn du zu dem Ergebnis kommst das Fat Albert die Lösung ist dann ist das so. Ende peng. :daumen:

Gruß
 
Mag ja sein das du deutlich anderes Gelände fährst als ich.

Ich glaube es hängt mit der Wasserdurchlässigkeit des Bodens zusammen. Hier in Bielefeld gibt es am Südhang des Teutoburger Walds viele Strecken, bei denen der Boden das Wasser relativ schnell ablaufen läßt. Am Nordhang und im Raum Hilter ist dies deutlich anders: es scheint unter Schotterwegen und Wurzeltrails wasserdichte Schichten aus Lehm oder Ton zu geben - jedenfalls hält sich da die Nässe viel länger. Spätestens da hättest du mit RR oder RK sehr schlechte Karten.
 
Naja. Mit dem Albert habe ich mehr Geschwindigkeitsreserven, ohne Frage. aber wenn ich bergab abfliege dann war ich mit dem Albert auch dann schneller unterwegs als mit dem RR. Deswegen nehme ich lieber den sichereren Racing Ralph. :D:D:D ;)

Ich bin dann mal wieder eine Runde fahren.
 
Naja. Mit dem Albert habe ich mehr Geschwindigkeitsreserven, ohne Frage. aber wenn ich bergab abfliege dann war ich mit dem Albert auch dann schneller unterwegs als mit dem RR. Deswegen nehme ich lieber den sichereren Racing Ralph. :D:D:D ;)

Aus demselben Grund fahre ich auch mit Starrgabel. Ist einfach sicherer.
 
Hallo,
Bin aus den anderen Themen leider nicht ganz schlau geworden.
Sorry !
Also ich brauche eine Kaufberatung zu den Reifen:
...
Brauche die Reifen für Marathon.

Sie müssen einen geringen Rollwiederstand haben,
Hohen Grip in steilen schottigen Kurven,
Grip in Seitenneigung
Grip auf lockerem Waldboden .

Also sie müssen praktisch überall perfekt zum Boden harmonieren ( außer Teer )
Brauche deswegen dringend Hilfe !

Danke schonmal im vorraus

Also ich weiß ja nicht, was ihr auf euren Marathons macht.
Ich fahre seit einigen Jahren Rennen und habe (von Matschschlachten mal abgesehen) bei Marathons noch nie einen Reifen mit mehr Grip gebraucht als den Nobby. Schon wenn ich mal mit dem Nobby am Start stehe, schäme ich mich ein bisschen, weil der eigentlich für einen Rennreifen zuviel Profil hat.
In der Regel bin ich mit Race King (leichte Strecken) oder Rocket Ron (mittelschwere Strecken) unterwegs und die reichen locker vom Grip.

Wer einen Albert für einen Marathon braucht, macht definitv was falsch und sollte vielleicht lieber mal ein bisschen Fahrtechnik trainineren. Das ist ein schöner Touren- oder Alpencrossreifen, wenn es ein bisschen gröber zu Sache geht, aber doch kein Rennreifen.
 
Wer einen Albert für einen Marathon braucht, macht definitv was falsch und sollte vielleicht lieber mal ein bisschen Fahrtechnik trainineren. Das ist ein schöner Touren- oder Alpencrossreifen, wenn es ein bisschen gröber zu Sache geht, aber doch kein Rennreifen.

Du, ich sehe das in meinem Fall nicht so, das ich was falsch mache, denn er gibt mir definitiv eben mehr Sicherheit (vor allem auf Schotterpisten). Und ich denke, da wirst Du mir zustimmen, wenn der Kopf grünes Licht gibt, klappts auch mit anderen Dingen immer etwas besser.

Zum RoRo habe ich immer noch ein sehr gespaltenes Verhältnis (Abnutzung, Pannenhäufigkeit)

Mag sein, das sich das im Laufe der Jahre mit steigender Fahr- und Technikpraxis ändert, aber solange ich dann mit nem Albert vielleicht noch schneller bin, als nen großer Teil der weiblichen Konkurenz ;-), weil ohne Panne und ohne "Abflug"....solls mir recht sein.
 

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Du meinst der Albert fährt sich gutmütiger (breiterer Grenzbereich) als der RR?
Ob der Fat Albert einen breiteren Grenzbereich hat, lasse ich mal offen. Mein Problem mit dem RaRa war immer nur, dass er jenseits von Straße und nicht zu schotteriger WAB sehr schnell in ebendiesem Grenzbereich war.

Der FA hingegen rollt zwar schlechter, braucht aber viel länger um an seine Grenzen zu kommen. Mit dem FA komm ich auf weichem Waldboden noch Steigungen hoch, wo ich mit dem RaRa längst abgestiegen wäre, weil er mir hinten durchgedreht wäre. Mit dem FA hab ich Sicherheit auf nassen Wurzeln, die ich mich mit dem RaRa kaum zu fahren trauen würde. Und mit dem FA kann ich auch auf Schotterpisten problemlos unterwegs sein und habe nicht immer so ein Schlinger-Gefühl wie mit dem RaRa.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wenn Du nur auf kilometerfressen aus bist, ist der RaRa toll. Aber sobald es auch mal ernsthafter ins Gelände geht, will man was besseres haben. Und da ist der FA in meinen Augen der perfekte Allrounder, da er immer noch akzeptabel rollt, nicht allzu schwer und trotzdem sehr pannensicher ist und sich gripmäßig nicht zu verstecken braucht. In meinen Augen ist der FA der perfekte All-Mountain und Enduro-Reifen.
 
Lange Rede, kurzer Sinn:
Wenn Du nur auf kilometerfressen aus bist, ist der RaRa toll. Aber sobald es auch mal ernsthafter ins Gelände geht, will man was besseres haben. Und da ist der FA in meinen Augen der perfekte Allrounder, da er immer noch akzeptabel rollt, nicht allzu schwer und trotzdem sehr pannensicher ist und sich gripmäßig nicht zu verstecken braucht. In meinen Augen ist der FA der perfekte All-Mountain und Enduro-Reifen.

Sinn?? :confused:
Verzeihung, aber es ging dem TE um einen Marathonreifen (s.o.). Und da bleibe ich dabei: auf einem Marathon hast du mit dem Albert nichts verloren, wenn du nicht nur auf Ankommen fährst, sondern auf eine Platzierung aus bist.

Wenn man sich wie apoptygma auf Schotter noch unsicher fühlt, ist das was anderes; dagegen ist nichts zu sagen. Aber wenn ich einen FA für einen Mara aufziehen würde, kann ich auch gleich mit Rucksack fahren und eine Lampe ans Bike schrauben - könnte ja sein, dass es länger dauert :rolleyes:
 
Sinn?? :confused:
Verzeihung, aber es ging dem TE um einen Marathonreifen (s.o.).
Ich mag da was verpasst haben, aber kaltumformer ist nicht der TE.

Und ganz nebenbei: Marathon ist nicht gleich Marathon. Bei WAB-lastigen Marathons mag ein Rennreifen ja ganz toll sein, aber bei traillastigen Marathons wie z.B. den Taunustrails in Eppstein, werden die meisten Fahrer die Rennpellen verfluchen.
 
Er ist nicht unbeherrschbar! Mit viel Erfahrung kann man damit wohl zurechtkommen. Aber in der Tat hast Du recht: Wenn es nicht auf die Sekunde ankommt, ist man mit anderen Reifen vorne besser beraten. Schon der Albert/Fat Albert ist hier deutlich gutmütiger. Ich persönlich fahre für leichtere Einsätze vorne den IRC Trailbear, der dem Albert sehr ähnlich und noch besser beherrschbar ist.
Bei HiBike gibts im übrigen gerade den Trailbear 2,5 in zweifacher Ausführung plus zwei Kenda-Schläuche für sehr günstige 14,99€. Ich denke billiger kommt man an das Teil nicht mehr ran...
 
Zuletzt kamm mir der neue Nobby Nic zu gesendet.

Also super Reifen
weniger rollwiderstand als ich dachte und ein mmmhhhh profil.
im winter wird es dann mal wieder im wald krachen gelassen und hoffen, dass das bike auch noch mit kommt.
 
jetzt habt ihr mich aber auch wieder auf ein problem gestellt :p

naja so schnell muss es ja dann auch wieder nicht sein

Du kannst dir ja immer noch fürs Vorderrad einen Fat Albert bestellen und die Nobby Nics am Hinterrad abfahren - dauert bei denen ja auch nicht lang ;-)

Im Ernst: Fat Albert/Nobby Nic ist eine bewährte Kombination.
 
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