Tip !!! Drehmoment beachten !!!

Ümmel

Ballistol Fetischist
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29. Juni 2003
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Das Land der 1000 Berge
Moinsen.
Hier ein kleiner Tip an alle die viel schrauben:
Benutzt einen Drehmomentschlüssel !!!
Habe gestern meinen Vorbau (Roox Danny's Stem MXC / 90 €) in die ewigen Jagdgründe geschickt.
Klemmschrauben zu fest angezogen und ein Gewinde im Vorbau komplett rausgerissen :mad:
Ich bin beim besten Willen kein Grobmotoriker (gelernter Werkzeugmechaniker) und habe immer geglaubt das ich das Drehmoment etwas im Gefühl habe. Gestern wurde ich eines besseren belehrt.
Also Leute lieber etwas weniger fest und dafür Schraubensicherung benutzen, oder halt einen guten Drehmomentschlüssel nehmen.
Weiterhin gutes schrauben !!!
MfG Ümmel
 
Das ist mir auch einmal an einem Syntace Vorbau passiert. Zum Glück hatte dieser Vorbau eingepresste Gewinde, welche vom Hersteller gratis ersetzt wurden.
 
Jau, kenne ich. Ich war auch der Meinung ich brauche keine Drehmomentschlüssel...hat man ja schließlich im Gefühl.... :mad:

Bei mir war auch ein anderer Vorbau am Bike fällig. Denn nach fest kommt ab

Man wundert sich wie wenig / viel Kraft manche Schraube bekommen darf.
Ich schraube auch (fast) alles nur noch mit dem Drehmomentschlüssel fest
 
sharky schrieb:
und dann? wenn das anzugsmoment zu gering ist dann kann sich ein vorbau ggf. trotzdem auf dem schaftrohr bewegen! das bringt nichts wenn ein kraftschluss vorliegt bei dem ein best. anzugsmoment eben sein muß!

Das ist schon klar das man das Mindestdrehmoment einhalten sollte. Die Schraubensicherung ist für mich nur zusätzlich um das Gewissen zu beruhigen. Wenn sich bei dem richtigen Drehmoment eine Schraube nicht lösen kann (was ich bei 5-7 NM persönlich einfach nicht glauben kann was aber halt so ist) dann kann ich davon ausgehen das sie sich mit mittelfester Schraubensicherung auf keinen Fall löst. Beim Vorbau, Lenker usw. brauche ich einfach diese Gewissensberuhigung auch wenn es nicht nötig ist.
Wer viel schraubt und noch nie mit einem Drehmomentschlüssel gearbeitet hat sollte dies mal tun nur damit er mal merkt was 5 NM sind. Ich halte es auch für übertrieben ständig genau auf das vorgeschriebene Drehmoment zu achten nur wie gesagt nach fest kommt lose. Nur wann ist fest :confused:
MfG Ümmel
 
Zur Schraubensicherung gibt es ja verschiedenen Ansichten. Meiner Meinung strapaziert die die Alugewinde erst so richtig. Lieber die Schrauben ganz sauber machen, und mit etwas Fett einschrauben. So ist die Reibung im Gewinde nicht so hoch und das Alugewinde hat bessere Chancen auch mehrmaliges lösen und festziehen zu überleben. Die Selbsthemmung ist durch die Gewindesteigung in Verbindung mit dem Anzugsmoment gewährleistet, schließlich hat das Rad ja keinen schüttelnden Motor wie eine SR 500 bei der man die Schrauben trotz Sicherung verliert (es sei denn man schweißt sie fest, aber das ist ja auch nicht so das Wahre...). Regelmäßige Kontrolle der wichtigen Schrauben sind selbstverständlich, hab aber bei mir noch nie eine bedenklich gelockerte Schraube entdeckt.

Ich verlasse mich dabei auch auf mein Feingefühl, welches durch langjähriges Schrauben und ebenfalls einer Werkzeugmechanikerausbildung mittlerweile gut genug ist. Ein paar Gewinde haben zwar schon dran gleuben müssen, bei den meisten davon war aber Schraubensicherung im Spiel, die das Gewinde schwergängig gemacht haben -> hohe Reibung -> hoher Verschleiß.
Das nächste Gewinde, das sich bei mir verabschieden wird, ist ein Gewinde von der Rohloff Drehmomentstütze die ich zur Scheibenmontage demontieren musste, rate mal was dran war... Schraubensicherung, und zwar von der festen... :mad: Sch*** Zeug!

Gruß
 
Vorsicht mit Angaben der Hersteller!!!
Viele Hersteller geben viel zu hohe Drehmomente an.
Dabei gehen Gewinde hops und brechen Teile auseinander.
Lieber etwas weniger benutzen als angegeben.
Oft geht bei der Umsetzung von Ft/Lb auf Nm etwas schief und die Drehmomente stimmen nicht.
Bei deutschen Herstellern stimmen die Drehmomente in der Regel und sind nicht so maßlos übertrieben wie die z.B. Ital. oder US Firmen.
 
Ich hab früher nie einen Drehmomentschlüssel benutzt, erst seit ich den Shop hab, verwende ich bei den ganzen Leichtbauteilen einen.

Ich weiß nun, daß ich meine Schrauben immer viel zu wenig angezogen hab. Trotzdem sind mir kaum Schrauben locker geworden.
Dafür hab ich auch noch nie ein Gewinde überzogen;);)
10 Nm für eine M6 Schraube ins Alugewinde ist für mein Gefüll zuviel.
Ich hab meine eigenen Bikes mal nachkontrolliert, ich hab diese Schrauben meist mit 5 - 7 Nm angezogen. Reicht vollkommen.
 
El-Ollinero schrieb:
Vorsicht mit Angaben der Hersteller!!!
Viele Hersteller geben viel zu hohe Drehmomente an.
Dabei gehen Gewinde hops und brechen Teile auseinander.
Lieber etwas weniger benutzen als angegeben.
Oft geht bei der Umsetzung von Ft/Lb auf Nm etwas schief und die Drehmomente stimmen nicht.
Bei deutschen Herstellern stimmen die Drehmomente in der Regel und sind nicht so maßlos übertrieben wie die z.B. Ital. oder US Firmen.

Kann ich nur unterschreiben. Ich habe gemerkt, daß ich vor Besitz eines Drehmomentschlüssels die Schrauben weniger fest angezogen hatte (halt "nach Gefühl"), als die Hersteller empfehlen. Bin damit bisher auch gut zurecht gekommen, hat man z.B. bei Stürzen gemerkt - war immer noch alles am Platz :D . Als ich dann meinen Gripshift SRT-800 X-Ray Hebel dann mal mit den "korrekten" 2 Nm angezogen hatte: Krrrk, schon der erste Sprung im Plastikgehäuse. Auch die Angabe von bis zu 6-8 Nm (Shimano) für die Befestigung von Brems- oder Schalthebeln am Lenker halte ich für viel zu hoch, 4 Nm sind da imho völlig ausreichend teilweise eher sogar etwas weniger.

Ich orientiere mich meistens an dem niedrigsten vom Hersteller angegebenen Wert, und taste mich auch da erst Schrittweise ran. In bestimmten Fällen verlasse ich mich dann aber doch auf mein Gefühl, wenn ich den Eindruck habe, daß ich mir ein Anbauteil dauerhaft deformiere, auch wenn der Hersteller meint, das müsse mit 12 Nm angezogen werden...

Bei stark sicherheitsrelevanten Verschraubungen wie bei Scheibenbremsen, Federgabelbrücken etc. beachte ich aber dann doch lieber die Hertellerangaben ;)

Also, nicht gnadenlos drauf vertrauen, daß man mit einem Drehmomentschlüssel nichts mehr falsch machen kann, ein bischen gesunder Menschenverstand sollte schon dabei sein beim Einsatz.

Weiß zufällig jemand die Anzugsmomente für den Syncros Cattlehead Vorbau und für die Syncros Hardcore Sattelstütze (beide Baujahr 1995)?
 
bei einem test in der "tour" von rennradlenkern und vorbauten kam heraus, daß die hersteller oft ein falsches drehmoment angeben.

insofern bringt die verwendung eines drehmomentschlüssels auch nix.
schraub jetzt seit ca. 13 jahren am bike rum, hab bisjetzt noch nie einen drehmomentschlüssel benötigt und auch noch keine gravierenden probleme mit ruinierten gewinden gehabt.

mit loctite hab ich allerdings eher gute erfahrung gemacht.
 
El-Ollinero schrieb:
Vorsicht mit Angaben der Hersteller!!!
Viele Hersteller geben viel zu hohe Drehmomente an.
Dabei gehen Gewinde hops und brechen Teile auseinander.
Lieber etwas weniger benutzen als angegeben.
Oft geht bei der Umsetzung von Ft/Lb auf Nm etwas schief und die Drehmomente stimmen nicht.
Bei deutschen Herstellern stimmen die Drehmomente in der Regel und sind nicht so maßlos übertrieben wie die z.B. Ital. oder US Firmen.

Kann ich nur beipflichten! Habe mit Drehmomentschlüssel ein Postmountgewinde meiner Black Elite geschändet, als ich den Sattel meiner Hayes festschrauben wollte (scheiß Magnesium :mad: ). Hayes gibt da auch ein Drehmoment von 12,43 Nm an, bissi arg viel... Zum Glück wurde die Gabel auf Garantie getauscht, jetzt hält mein Bremssattel auch mit 8,5 Nm. Also immer sachte!
 
So, habe vor 1 1/2 Stunden auch meinen ersten Totalschaden ohne Drehmomentschlüssel produziert. Wollte an die Stahlfedern meiner Judy SL von 2001 ran. Als ich die Kappen mit den Vorspannknöpfen wieder eingeschraubt habe hats knack gemacht und putt war eine von ihnen. Warum setzen die Idioten von RS auch Plastikteile ein?

P. S.: Weiss hier zufällig jemand wo man günstig an Ersatzteile für ältere RS-Gabeln rankommt?
 
Ich zieh manchmal einige Teile mit nem Drehmomentschlüssel an da ich vom Motorrad 2 Stück rumliegen habe. Ist manchmal sehr interressant. Aber beim Wechsel einer Kassette kam ich dann ins grübeln. Ich hab irgend ein eher billiges Teil gegen ne XT Kassette gewechselt. Auf der Mutter (ich weiß leider nichtmehr was/wo) standen einmal 40NM und einmal 100NM, das ist ja dann doch schon ein gewaltiger Unterschied für ein und das selbe Teil.
 
andi55 schrieb:

BALISTOL
is soooooo geil!!! *inhalier*
Hat mir geholfen von Patex,WD40 und Brunox wegzukommen :)
Greetinx Andi

Weiß zwar jetzt nicht was das mit Drehmoment zu tun hat aber Leute die auf Balistol abfahren sind bei mir immer gern gesehen ;) Wenn Du nach 2 Stunden Höhenmetern abspulen einen guten kräftigen Zug davon nimmst macht die Abfahrt doppelt so viel Spaß :dope: :D
MfG Ümmel
 
Das Problem mit den Drehmomenten kenn ich,
mir ist zwar noch nix kaput gegangen aber da der Mechaniker in meinem örtlichen Bikeshop Downhiller ist hab ich manchmal Probleme gewisse Teile wieder los zu bekommen.

Beim letzten mal sah das etwa so aus:
-Ich wollte mein Shimano Octalink Innenlager rausschrauben
-Nach etlichen verzweifelten Versuchen bin ich ins grübeln gekommen ob ich in die richtige Richtung drehe :confused:
-Hab an meinem zweitrad rumprobiert und gesehn das es die richtige Richtung war
-neue Versuche
=>langsam dacht ich die Verzahnung geht kaput (warun ist die auch nicht tiefer :mad: , das würde das ganze wesentlich erleichtern)
-nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen hatte ist mir die Idee gekommen den Hebel zu verlängern, mit einem alten 56cm Langen MTB Lenker :daumen:
-erster Versuch und das BB war raus
=>erstaunlich was man alles als Werkzeug benutzen kann

Weis jemand wo man im Netz eine Liste mit "realen" Drehmomenten findet, das wäre wahrscheinlich echt nützlich.
 
Leute ihr macht mir Angst!
Hab am Wochenende meine neue XT Kurbel angeschraubt und die sofest ich nur konnte angezogen, dann nach der ersten Ausfahrt nochmal richtig nachgezogen, wie fest sollte man sowas anziehen? Evtl wieder etwas lockern?

Hoffe das ne Kurbel und das Innenlagergewinde mehr aushält als der obige Vorbau!
 
Ich ziehe zwar eigendlich auch alles mit einem Drehmomentschlüssel an, aber das ein oder andere Teil ist dabei auch schon verreckt. Auch ich habe schon festgestellt, dass Gewindekleber bei Alu-Gewinden nicht der Hit ist. Einige Angaben der Hersteller i.B. auf das Drehmoment sind wirklich idiotisch.
Meine Vorgeschichte zu meinen Fragen bezieht sich auf eine Race Face XY Sattelstütze, die ich früher mal hatte. Die Schrauben für die Sattelneigung und -klemmung waren M6er/Festigkeitsklasse 8.8 /Mutter: Alu, nach meiner Tab. also anzuziehen mit 10Nm (Reibungskoeffizient 0,14, Werte ähnlich der o.a. Seite: http://www.fa-technik.adfc.de/Werkstatt/Drehmoment/
)
Die Anleitung von Race Face gab aber ein Drehmoment von 13,5-16Nm an (bzw. 10-12ft./lbs, also kein Übersetzungsfehler)!!!
Ich habe die Klemmbacken aber nur mit 10Nm angezogen, trotzdem bildeten sich nach einigen Verstellungen Haarrisse. Nach der Reklamation und Hinweis auf das "überhöhte" Anzugsmoment erhielt von einem bike-action-Techniker eine für Laien recht komplexe Berechnung, dass eine M6er/8.8 Schraube durchaus bis 16Nm angezogen werden kann (Reibungskoeffizient wurde allerdings geändert). Ich bekam trotzdem neue Klemmbacken, bei den neuen Stützen waren sie später auch doppelt so dick ;) .
Nun meine Fragen:
1.
Stimmt die Berechnung des Technikers? Also sind die Werte der o.a. Tab. nicht die Maximalwerte, bei denen die Streckgrenze, also die plastische Verformung erreicht wird, also eine M6/8.8 auch >10Nm?
2.
Man hört oft, dass Schraubverbindungen mit Alu-Muttern nicht so stark angezogen werden dürfen. In einem Artikel in der Bike mit Mr. Tune (Uli F.) stand allerdings, dass Alu-Muttern ab M5 überall erlaubt seien und meist haltbarer seinen als Stahl/Stahl-Kombinationen, da sich die Stahlschraube im Alu noch dehnen kann und durch die Pressung des Alu`s die Vorspannung erhöht wird. Stimmt oder Quatsch?
Hoffe auf reichlich Antworten!
 
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