Tourenbericht Grappa Cross 2020

Dabei seit
25. September 2008
Punkte Reaktionen
9
Ort
87480 Weitnau
Hallo,
anbei der kurze Bericht unserer diesjährigen Mehrtagestour im Juli. Es war eine 7-tägige Rundtour, inspiriert von ähnlichen Touren aus dem Internet:

1.Tag Noriglio – Gionghi 2.130 HM 52 KM
Die Tour startete in Noriglio m Terragnolatal etwas östlich von Rovereto. Der Anstieg zum Mt.Finonchio war angenehm Der Gipfel ist unspektakulär und durch die Funkmasten etwas verschandelt, trotzdem ganz nett mit schöner Aussicht. Danach folgte ein schöner Trail nach Serrada und anschließend ein stetiges auf- und ab über die Sette Communi nach Gionghi. Übernachtung m Albergo Fior di Roccia, empfehlenswert.

2.Tag Gionghi – Monte Verena- Rifugio Larici 1.710 H`H 55 KM
Von Ghionghi schöne Fahrt über die Hochebene, der finale Anstieg zum Monte Verena ist aufgrund des groben Schotters dann etwas anstrengend. Der Ausblick vom Gipfel war super, die Abfahrt über eine Skipiste kein echtes Highlight. Die Weiterfahrt ging über Schotterstrassen, der 500 Höhenmeteranstieg zum Rifugio Larici war in der prallen Nachmittagssonne dann ziemlich hart. Hat sich aber gelohnt, die Übernachtung im Rifugio ist zu empfehlen. Bei der Ankunft war noch halb Italien anwesend, am Abend waren wir aber ziemlich allein.

3.Tag Rifugio Larici – Mt.Ortigara – Lago di Corlo 1.480 HM 73 KM
Landschaftlich eine spektakuläre Etappe auf sehr einsamen Wegen über die Felswüste des Ortigara mit herrlichen Ausblicken. Der Trail vom Ortigara war allerdings extrem schwer und mit hatte viele Schiebpassagen, war nicht wirklich ein Vergnügen. Durch das Brentatal ging es dann abends nochmals etwas bergauf zum Lago die Corlo, ein herrliches Etappenziel mit empfehlenswerter Unterkunft. (Albergo Parigi direkt am See)

4. Lago di Corlo - Monte Grappa - Breganze 1.830 HM 66 KM
Ein Klassiker unter den Alpencrossetappen mit langer Auffahrt zum Monte Grappa. Abfahrt über den Mulattiera nach Bassano del Grappa, dann in der Ebene bis nach Breganze. Das Hotel lag unschön mitten in der Stadt, war aber trotz des etwas merkwürdigen Namens (Made with Love) sehr gut mit super Abendessen. Das Frühstück war dann allerdings extrem italienisch, quasi nicht vorhanden. Verpflegung am Morgen deshalb in einem Supermarkt.

5. Breganze – Monte Cengio- Posina 1.750 HM 62 KM
Der Monte Cengio ist ein Berg mit herrlicher Aussicht auf die Ebene. Das Denkmal und die Kirche am Gipfel sind einen Besuch wert, deshalb ist der Berg auf jeden Fall eine Auffahrt wert. Die Abfahrt über den Trail, welcher Ralf Glaser in seinem Buch beschreibt, ist jedoch unsinnig, selbst für gute Downhiller nur partiell befahrbar, ansonsten sinnloses und endloses Geschiebe.Hat keinen Spass gemacht.
In Posina wieder Unterkunft und Essen bei Mama im Alll’Alpino, extrem empfehlenswert.

6. Posina – Pasubio – Riva (am Passo Buole, nicht am Gardasee) 2.040 HM 38 KM
Mit dem Pasubio wieder ein Klassiker bei schönstem Wetter und herrlichem Panorama. Die Abfahrt ging über die Bocchetta de Foxi. Warum der Trail als Holy Trail angepriesen wird erschließt sich mir nicht so ganz. Im Prinzip alles fahrbar, aber oben liegen die Kehren in einem extrem steilen Gelände und der Trail ist sehr schmal. Ein Fahrfehler wäre sicher nicht zu empfehlen. Das Panorama ist halt richtig gut. Unten wird er dann tatsächlich ganz nett. War insgesamt ganz ok, es gibt aber deutlich schönere Trails in den Alpen. Unterkunft in Riva vor dem Passo Buole, also nicht das Riva am Gardasee. Das (unscheinbare) Hotel Passo Buole ist eine echte Empfehlung, hier kocht noch die Oma in ordentlichen Mengen und äußerst schmackhaft. Sie hat sich dann eine halbe Stunde am Tisch mit uns unterhalten, wobei wir nicht viel verstanden haben zwecks mangelnder italienisch-Kenntnisse. Gehört aber zu den schönen Erlebnissen auf so einer Tour.

7. Riva –Monte Zugna – Rovereto – Noriglio 1.450 HM 48 Km
Die Auffahrt zum Passo Buole war zum großen Teil eine echte Schinderei mit Schieben und Tragen. Der Monte Zugna ist aber ebenfalls ein empfehlenswerter Gipfel mit tollen Ausblicken und einer schönen Abfahrt nach Rovereto. Von dort ging es wieder hoch zum Ausgangspunkt nach Noroglio. Die Unterkunft Masi Brenta ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Fazit: Super Tour in einmaliger Landschaft mit vielen spektakulären Ausblicken. Allerdings deutlich anstrengender als in der Planung vermutet. Die reine Zahl der Höhenmeter war nicht extrem, allerdings sind die meisten Auffahrten auf losem und z.T. groben Schotter und Kosten deshalb viel Kraft. Die Abfahrten waren zum großen Teil sehr schwer, da gibt es Touren mit deutlich mehr Flow. Bei Interesse kann ich die GPS Daten versenden.

Grüße
 
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