Verkrampfte Unterarme/Finger bei langen Abfahrten - was tun?

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Hallo

bei meinen letzten langen Abfahrten habe ich festgestellt, dass ich im "ruppige" (verblockten) und steilem Gelände in den Unterarmen und Fingern (vom Bremsen) recht stark verkrampfe.

Das kann bei Endurorennen auf dauer keiner aushalten und ist auch für die Gechwindigkeit/Zeit nicht unbedingt von nutzen da man ständig in der Bremse hängt, aus Angst an der nächsten Stelle nicht mehr stark genug/rechtzeitig abbremsen zu können.

Zusätzlich könnte es irgendwann gefährlich werden, da ich irgenwann nicht mehr richtig bremsen kann weil die Finger einfach zu stark verkrampft sind.

Gibt es Fahrtechnisch Tips um das zu vermeiden/verbessern bzw zu trainieren?

Gruß
Philpp
 
Habe ebenfalls dieses Problem.X-Line durchfahren ist z.B. kaum drin. Habe mich jetzt bewusst darauf konzentriert den Lenker deutlich lockerer/entspannter zu halten und beim Anbremsen ebenfalls locker zu bleiben.Hat ganz gut geholfen. Noch etwas üben, so das es zur Routine wird und dazu noch spezielles Unteramtraining.Mal schauen wie es dann wird.
 
Hört sich an als würdest Du zum einen zuviel bremsen, und zum anderen zu sehr verkrampfen.
Versuch gezielt zu bremsen und Dich etwas zu lockern und entspannen in Passagen in denen es geht. Sprich nicht dauerhaft den Lenker mit aller Kraft halten und mal durchatmen und auflockern.
Und viel fahren hilft immer.
 
An die Bremse hab ich auch schon gedacht, meine Elixier CR hat mich da ein wenig entäuscht, hier im Mittelgebirge reicht sie völlig aber in den Alpen ist das halt eine andere Hausnummer.

Werde mal geziehlt darauf achten etwas lockerer zu bleiben. Vieleicht bringt auch eine Gewichtsverlagerung - mehr auf die Beine etwas.

Gruß und danke für die Tips
 
Überprüfe auch mal die Position deiner Bremshebel. Wenn die zu steil stehen, fördert das eine verkrampfte Handhaltung.
 
Gute Tipps dabei :daumen: Ansonsten vllt. noch spezielles Krafttraining, um die Unterarme auf solche Belastungen vorzubereiten!
 
Bei mir brachten Liegestütze und Klimmzüge einen Zuwachs an Haltekraft; zumal man dafür keine Geräte oder Studio braucht.
Und ein bissel ist es natürlich auch Gewohnheit; die Alpen verlangen einem doch mehr ab als ein Mittelgebirge.
 
Bei mir eben schon, auch bei Abfahrten um die 1000 hm ohne Pausen. Weder bei technisch Passagen noch bei Geballere.
Wieg knapp 90 kg mit Ausrüstung
 
Hm also ich hab jetzt schon mit anderen über die Elixir5 geredet die waren auch immer recht zufrieden, bei mir wars eben nie so. Für den Einsatz auf dem Flowtrail und der Waldautobahn war die Bremse immer genug, aber wenn ich zum Ende einer abfahrtsreichen Tour an eine längere Treppe mit Kehren mit großen Stufen gekommen bin war die nötige Anstrengung zum Bremsen einfach zu groß, war dann stark verspannt in den Unterarmen.
 
Bremsenmäßig mach ich momentan meine Juicys kaputt, mit 1000hm am Stück und 95 Kilo Überlast.
Aber Schladming, Xline oder Leogang ohne Pause zerstört die Bremsen und Beläge, die Scheiben kochen fast. ;)
Die XC Bremse macht das nicht mit auf dem DH Bike.
Ich Steige bald um auf die Saint.
 
Das Ganze wird "Armpump" genannt und kommt in den besten Familien vor. Jared Graves hat wohl nach dem Umstieg vom 4X zum Downhill auch damit zu kämpfen. Je nachdem wie man es sieht, kommt es entweder von der verkrampften Fahrweise oder eben von zu schwacher Unterarmmuskulator. Die Unterarme bzw. Finger kannst du mit sogenannten "Fingerhanteln" trainieren. Einfach mal bei Amazon suchen, die Dinger gibts für 5,- bis 10,-€.

Mfg
 
Gute Tips, danke :-)

Ich denke bei mir ist es ein zsammenspiel von zu geringer Unterarm muskulatur, zu schwacher Bremse und ungewohnheit der langen Abfahrten.

Gruß
 
Bei mir hat es schon viel geholfen die Hebelweite zu verringern. Hatte auch immer schmerzende Hände und Unterarme. Nachdem ich die Griffeweite näher ran geholt habe (so dass bei voll gedrücktem Hebel noch ein knapper cm bleibt) hab ich Ruhe.
 
Bei mir hat es schon viel geholfen die Hebelweite zu verringern. Hatte auch immer schmerzende Hände und Unterarme. Nachdem ich die Griffeweite näher ran geholt habe (so dass bei voll gedrücktem Hebel noch ein knapper cm bleibt) hab ich Ruhe.

:daumen:

Genau!
Die Erkenntnis zu erlangen hat bei mir etwas gedauert, aber das ist ein entscheidender Punkt.

1. Druckpunkt ran an den Lenker
2. Hebel flacher stellen. Die meisten fahren die Hebel zu steil nach unten.
3. Gescheite Bremsen

Hatte früher diverse Avids und seit einiger Zeit Saint mit XTR-Hebeln. Ein himmelweiter Unterschied bei longdistance-Downhills.

Gruß, Uwe
 
Zum Unterarmtraining:
In eine Holzstange (ca 40-50cm lang) in der Mitte ein Loch bohren,Seil durchziehen und einen Knoten machen,so dass das Seil nicht mehr durchs Loch rutschen kann.Ans andere Ende ein Gewicht befestigen und dann mit beiden Händen die Stange greifen und das Seil auf- und abrollen.
 
Hatte/Habe dasselbe Problem - avid R 90kg fahrgertig 200er Scheiben:

-Bremse gut entlüftet (bei CR einfach Druckpunkt "nahe an den Lenker" stellen)
-Hebelweite soweit reduziert wie möglich das sie wenn sie voll gezogen ist gerade nicht ansteht (w.o. Ca. 1 cm)
- Bremshebel etwas nach innen verschoben. Damit bilde ich mit den Unterarmen einen leicht erhabenen Winkel zum Lenker sprich die Arme kommen von aussen.
- versch. Neigung der Bremshebel probieren. Mir hat steiler besser gefallen.
- ich zus. Gummiringe aus alten Schläuchen um Lenker und Hebel so gespannt das ich kein Spiel am Hebel habe und die Bremse gerade nicht bremst/schleift.

Das ist zwar gewöhnungsbedürftig da die bremse sofort zieht, aber entlastet die Arme ungemein.
Dosierbarkeit ist aber voll erhalten.
 
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