Warum sind Discbremsen so anfällig?

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Hallo Profis.
Ich lese immer wieder, daß man neue Scheibenbremsbeläge erst einbremsen muß, daß sie manchmal verglasen, daß Fading auftritt bis zum völligen Bremskraftverlust, quietschen, klirren usw.usw.
Ich frage mich, warum Scheibenbremsen eigentlich so anfällig zu sein scheinen, wo das doch beileibe keine neue Technik ist und ausgereift sein sollte. Immerhin gibts das Prinzip der Scheibenbremse doch schon seit Jahrzehnten. Ich fahre nun seit 30 Jahren Auto und Motorrad mit Scheibenbremsen und habe noch nie neue Beläge einbremsen müssen oder bei glühenden Motorradbremsen einen völligen Bremskraftverlust erlebt oder Beläge wechseln müssen, weil sie verglast sind...


Meine Frage: Wo liegen die technischen Besonderheiten von Fahrrad-Scheibenbremsen, die all diese Probleme verursachen, die es bei Auto/Motorrad so nicht gibt?

Danke.
 
Mal abgesehen davon, dass man neue Beläge/Scheiben auch bei Autos einbremsen muss oder besser gesagt sollte, spielt das Gewicht hier im Gegensatz zu den Bikebremsen eine untergeordnete Rolle. Was sagt uns das?

DOT sollte im Auto auch alle 2 Jahre gewechselt werden, Quietschen gibt es hier ebenso, Kolbenhänger auch.

Oder fahr mal 2-3 Runden Nordschleife mit einer 0815 Serienbremsanlage, dann hast du auch Fading ohne Ende und quasi einen fast Totalausfall der Bremse.
 
Zuletzt bearbeitet:
meistens treten diese problem mit dot-bremsanlagen auf

meistens sind deine postings einfach für´n müll. diesmal auch


@wotra
chicane hat das wesentliche schon gesagt. schau dir mal die zierlichen bremsen an, da ist klar, dass eben wenig "fleisch" viel hitze übertragen muss, dass winzige beläge einiges abkönnen müssen und dass die scheiben in relation von durchmesser und dicke deutlich schlechter dran sind als die bei autos.
 
weil scheibenbremsen immer leichter werden immer mehr getuned werden. kann mich zumindestens nicht daran erinnern das es vor 2,3 oder 4 jahren solche probleme mit scheibenbremsen gab wie dieses und letztes jahr.
 
kann mich zumindestens nicht daran erinnern das es vor 2,3 oder 4 jahren solche probleme mit scheibenbremsen gab wie dieses und letztes jahr.

welche großen, gravierenden probleme aus diesem und dem letzten jahr hast du da so im kopf?

ich führe mal so von vor 4 jahren und vorher die alte louise FR oder die hayes HFX 9 an bei denen man ein herrliches druckpunktwandern bei permanentschleifen und kontinuierlich nachlassender bremsleistung inclusive scheibenklirren mitgeliefert bekam. dein "früher war alles besser" kann ich so nicht nachvollziehen denn wenn du die alten threads hier mal durchkruschtelst wirst du von früher das selbe meckern wie hier lesen. es gab IMHO nur eine wirkliche sorglosbremse und das war die 552er shimano, nur hatte die es nicht so mit bremspower :p
 
meistens sind deine postings einfach für´n müll. diesmal auch

das problem ist, du verstehst einfach nicht den sinn meiner beiträge.
ich komme absichtlich nur mit den geringsten nonsense-fetzen, um eine diskussion und debatte auszulösen, um das thema richtig zu beleben.
das denken überlasse ich dann anderen :D
 
Meine Frage: Wo liegen die technischen Besonderheiten von Fahrrad-Scheibenbremsen, die all diese Probleme verursachen, die es bei Auto/Motorrad so nicht gibt?
Danke.

Der Fehler liegt schon in deiner Frage an sich!

Wenn Du mal in die entsprechenden Auto und Motorrad Foren schaust, dann würdest Du sehen dass es da noch viel mehr Probleme gibt.
Und solche "Probleme" wie schleifende Bremsen, Kolbenhänger, leichtes Fading, Quietschen, nicht volle Bremskraft usw. werden meistens nicht wahrgenommen

Hier im Forum melden sich ja auch nur die Fahrer die Probleme mit Ihrer Bremsanlage haben. Würden sich alle melden die keine Probleme haben, könnte mann diesen Forumsbereich wegen unübersichtlichkeit schließen:lol:.
Zähl doch mal alle hier im Forum gemeldeten Problemfälle durch, dann würdest Du erstaunt sein dass Du noch nicht mal ein Promille aller verkauften Bremsen erreichst. Denn wie gesagt, die mehrern Hunderttausend oder sogar Millionen zufriedenen Fahrer melden sich ja nicht.

Schade ist das durch so einen "Allgemeinpost" viele Neueinsteiger und Unbedarfte unnötig verunsichert werden.
 
Erzähl mal :lol:. Ich würde auch gerne mal eine Bremse weiterempfehlen bei der kein Fading, Bremsenquietschen, Kolbenklemmer, Undichtigkeit, Luft im System usw. auftauchen können :D:daumen:.

Naja, Fading kenn ich vom Auto. Und düfte bei vielen MTB von zu kleinen Bremsscheiben kommen. Warum keine 200er verbauen? Macht 50 gr +.

Bremsenquietschen, Kolbenklemmer, Undichtigkeit, Luft im System kenn ich zumindest aus den Erzählungen eines befreundeten Motoradmechanikers.

Alles keine spezifischen MTB-Probleme und oft handlings- bzw. schmutzbedingt.

Ciao!
KH
 
Ich glaube, dass man - so hart das klingt - die Qualität und Herstellung bzw. Güte von Motorradkomponenten nicht mit Fahrradkomponenten vergleichen kann. Ich fahre selbst beides und muss sagen, dass ich mit dem Motorrad noch nie Probleme mit meinem Bremssystem hatte. Mit dem Rad hab ich auf 1000km endloses Gequietsche gehabt, mit dem Motorrad nicht. Die Feinjustierung am Rad ist deutlich anstrengender und erfordert mehr Übung. Die Toleranzen sind leider häufig schlechter gefertigt. Sicher liegt das auch an TÜV, irgendwelchen Zertifizierungen etc. Bin mir nicht sicher, ob Fahrradkomponenten bevor sie auf den Markt kommen, überhaupt irgend eine qualitative Prüfung durchlaufen (ernsthaft)
 
Gut - es stimmt natürlich schon, daß man in Foren naturbedingt meist nur die Problemfälle kennenlernt und nicht die überwiegende Mehrheit, die keine Probleme haben. Gutes Argument!

Wenn es aber stimmt, daß die meisten Scheibenprobleme von der Dünnheit der Scheiben kommt, dann frag ich mich, Leichtbau hin oder her, warum man
die Scheiben nicht einfach ein wenig dicker baut. Immerhin geht doch Zuverlässigkeit wohl den meisten vor Gewicht. Oder warum nicht optional zumindest dickere, zuverlässigere Scheiben angeboten werden.
 
hab bis jetzt noch keine bremse erlebt die perfekt war....und wenns nur klirren ist ! der vergleich mit den motorrädern ist aber gut da is natürlich alles viel massiver wenn da was leicht schleift hört mans nicht gleich bei der fahrradbremse klingelts halt sofort. aber was ist an Scheibenbremsen so negativ??? auf jeden fall 1000 mal besser als felgenbremsen dann richtet man halt mal neu aus was solls.....man hat auf jeden fall eine höhere bremsekraft und wenn man die bremse ordentlich wartet und pflegt darf eigentlich nix passieren
 
Wenn man bedenkt, dass bei Scheibenbremsen deutlich mehr Technik waltet, ist verständlich, dass V Brakes mit Bowdenzug einfach wartungsfreier sind. Deshalb fahr ich auch welche :D Aber ich kenne auch viele, die absolut problemlos ihre Scheibenbremse fahren und nur jedes Jahr einmal warten (lassen). Man muss halt einiges beachten. Wer sein Rad auf der Tour beim Platten einfach mal rumdreht, oder die Bremse zieht (auch versehentlich) wenn er das Laufrad draußen hat, dann ist die Tour gelaufen. Sowas hab ich auch schon erlebt. Ärgerlich.
 
Gut - es stimmt natürlich schon, daß man in Foren naturbedingt meist nur die Problemfälle kennenlernt und nicht die überwiegende Mehrheit, die keine Probleme haben. Gutes Argument!

Wenn es aber stimmt, daß die meisten Scheibenprobleme von der Dünnheit der Scheiben kommt, dann frag ich mich, Leichtbau hin oder her, warum man
die Scheiben nicht einfach ein wenig dicker baut. Immerhin geht doch Zuverlässigkeit wohl den meisten vor Gewicht. Oder warum nicht optional zumindest dickere, zuverlässigere Scheiben angeboten werden.

Guter Beitrag.
Leichtbauwahn.
 
Ich glaube, dass man - so hart das klingt - die Qualität und Herstellung bzw. Güte von Motorradkomponenten nicht mit Fahrradkomponenten vergleichen kann. Ich fahre selbst beides und muss sagen, dass ich mit dem Motorrad noch nie Probleme mit meinem Bremssystem hatte. Mit dem Rad hab ich auf 1000km endloses Gequietsche gehabt, mit dem Motorrad nicht. Die Feinjustierung am Rad ist deutlich anstrengender und erfordert mehr Übung. Die Toleranzen sind leider häufig schlechter gefertigt. Sicher liegt das auch an TÜV, irgendwelchen Zertifizierungen etc. Bin mir nicht sicher, ob Fahrradkomponenten bevor sie auf den Markt kommen, überhaupt irgend eine qualitative Prüfung durchlaufen (ernsthaft)

Dann frag aber bitte mal die Veranstalter der Tourist Trophy auf der Isle of Man wieviele tödliche Unfälle auf versagende Bremsen zurück zu führen sind. da bricht sich jedes Jahr mindestens einer das Genick, weil die Bremse hinüber war.

Diese ganzen Vergleiche Motorrad-MTB taugen nichts.
 
Ein Hersteller der es wagen würde "zu schwere" Bremsscheiben zu verkaufen würde von den "Bike-Bravos" zerrissen werden.
Weiterhin geht der Trend dahin immer größere Scheiben zu verbauen, die dann auch anfälliger sind.
Wenn ich sehe wie viele Leute mit schlecht eingestellten V-Brakes rumfahren.
Da meckert keiner rum. Bremsen tun die auch nicht vernünftig. Das wird so hingenommen.
Wenn dann "so einer" mal eine Scheibenbremse fährt gibt es auch wieder Gemecker. ;)
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=397461

Ich bin einige Jahre V-Brakes an verschiedenen Bikes gefahren und fahre immer noch welche an meinem ATB.
Probleme können beide machen. Mit einem Minimum an Pflege fährt man mit beiden gut.

Bei meinem Auto war hinten ein Radbremszylinder undicht.
Dann müssen beide ausgewechselt werden mit neuen Belägen.
Das ganze hat so viel gekostet wie eine super Bremse fürs Bike.
Für den Preis der Beläge bekommst du schon eine komplette preiswerte Bremse fürs Bike.
Wobei das für einige Bremsbeläge fürs Bike auch gilt.:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
...schau dir mal die zierlichen bremsen an, da ist klar, dass eben wenig "fleisch" viel hitze übertragen muss, dass winzige beläge einiges abkönnen müssen und dass die scheiben in relation von durchmesser und dicke deutlich schlechter dran sind als die bei autos.

Bist du sicher? Die Energiemenge die umgesetzt werden muss beträgt

E=1/2*m*v^2

Annahme: Im Durchschnitt ist ein PKW 4 mal so schnell wie ein Bike, wiegt 15mal so viel (Bike+Fahrer=100kg, Auto+Insassen=1500kg).

Das bedeutet, die umzusetzende Energie ist beim Auto um Faktor 240 größer. Das Auto hat allerdings den "Luxus" über 4 Bremsscheiben zu verfügen. Das heisst, eine Autobremse muss 120 mal mehr Energie aufnehmen als eine Fahrradbremse.

Demnach müßte eine Scheibe am Auto 120mal so schwer sein, wie ein Fahrradscheibe.

Eine Bremsscheibe am Fahrrad wiegt im Mittel etwa 150g, demnach müßte die Autobremsscheibe 18kg wiegen. Tatsächlich wiegen sie so um die 10kg , das heisst, PKW Bremsscheiben müssen auf keinen Fall weniger leisten als eine Fahrradbremsscheibe.
(Ist natürlich nur ein oberflächliche Betrachtung aber die Richtung stimmt)

Das mit dem zwanghaften Leichtbauwahn bei Sporträdern ist auch kein Argument. Wer sich für Motorräder interessiert und ein wenig in der Materie beheimatet ist, weiss, dass insbesondere bei der Supersportfraktion um jedes Gramm gekämpft wird. Ob sinnvoll oder nicht sei mal dahingestellt. Und deren Stopper funktionieren Sahne!!! Müssen sie auch!

Ich denke einfach, das bei Autos und Motorrädern wesentlich mehr Entwicklungsaufwand betrieben wird und auch mehr Geld zur Verfügung steht, um ausgereiftere System zu verbauen.
 
das problem ist, du verstehst einfach nicht den sinn meiner beiträge.

liegt wahrscheinlich dran, dass sie keinen haben!


@xkris
du vergisst bei deiner netten berechnung nebensächlichkeiten wie innenbelüftung bei autoscheiben und deutlich größeren bremsbelägen / sätteln, was der energieabfuhr doch sehr zuträglich ist. außerdem kann sich ne 20mm starke scheibe (=10x so dick wie am bike) bei max. 1,8x größerem durchmesser eben deutlich schlechter in schwingung versetzen und klirren etc. in relation durchmesser / dicke hast hier an der PKW scheibe eben mehr dran so dass schleif- und klirrprobleme da schon mal so gut wie ausgeschlossen sind, so die scheibe anständig fabriziert ist
 
Man muss halt einiges beachten. Wer sein Rad auf der Tour beim Platten einfach mal rumdreht, oder die Bremse zieht (auch versehentlich) wenn er das Laufrad draußen hat, dann ist die Tour gelaufen. Sowas hab ich auch schon erlebt. Ärgerlich.

Mit was für Bremsen? Den ersten Hayes oder sonstigem Urgestein?
Mit einmal Bremshebel ziehen bekommt man bei keiner mir bekannten Bremse die Kolben komplett rausgedrückt. Bei den meisten stossen sogar die Beläge gegeneinander, bevor die Kolben raus sind. Und wer ein Laufrad ausbauen kann um einen Schlach zu wechseln, der kann auch Bremsbeläge zurückdrücken.
 
Weiterhin der Fakt, das bei "normalen" Tourenmotorrädern die Bremse für die normale Benutzung auf Asphaltierten Straßen ziemlich überdiemensioniert sind und auch stetig etwas schleifen. Da machen dann 1-2PS Leistungsverlust durch schleifende Bremsen kein Problem, du würdest dich aber sofort beschweren wenn deine Scheibenbremsen am Rad anfangen würden zu schleifen.

bastelfreak
 
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