Wie breit ist zu breit - Felgenbreite am Gravel

Meine Erfahrung vor ca. 8 Jahren:
XR1501 mit 19mm innen und 2.25" Conti Race King und Schlauch auf dem RaceFully. Man hat mich überredet auf TL umzurüsten und weniger Druck zu fahren. Gesagt getan. Die Reifen waren bei 1,6bar unfahrbar weil er in jeder Kurve eingeknickt ist. Ich bin wie auf einem Schwamm gefahren. Also wieder weg mit dem TL, einen Schlauch rein und mit 2 bar weitergefahren.

Dann habe ich mir einen XM1501 mit 22,5mm innen gekauft. Einen Unterschied habe ich nicht wirklich gespürt und diese dann wieder verkauft.

Mittlerweile fahre ich 25mm XRC mit den gleichen Conti Reifen bei 1,6bar und Schlauch und kann sagen dass es sich fast gar nicht schwammig anfühlt. Man muß schon mit deutlich Druck in die Kurve fahren um das zu spüren.

Egal was die Physik und das Lehrbuch sagt: Mein Fahrgefühl sagt mir dass ich mit mehr Innenmaulweite besser zurecht komme. Ich kann @felixthewolf daher nur beipflichten. Ich habe bei ihm aber bisher noch kein LRS gekauft. Soll also keine Werbung für ihn oder mehr Innenmaulweite sein.
 
was soll ich verraten, komische frage. das steht doch da.

in der grafik für das ergebnis ist die schmale felge am ende des testzeitraums mit oben :)

have a look

Ähm - Nein.

Die 25er Felge ist in den relevanten Daten die langsamste ....

Es macht wenig Sinn sich nur die Zahlen anzuschauen ohne sich den zugehörigen Text mit den jeweiligen zugehörigen Erklärungen durchzulesen.

Die ersten Runs waren quasi die WarmUp - Runs um überhaupt sich an einen konstanten Speed ranzuarbeiten. Eigentlich ziemlich typisch für so eine Art des Testens.

Danach ist der Tester relativ konstante Zeiten gefahren - nur auf der schmaleren Felge sackte dann seine Zeit wieder ab. - Daher auch sein eindeutiges Fazit, dass er seiner Meinung nach auf breiteren Felgen besser und schneller fahren kann und die 25er Felge im Vergleich dazu abfällt.
 
Das kann man nur so sehen wenn mann die 8 Sek. Zeitverlust als nicht relevant bei 3 Minuten wertet.
unter dem strich weiß man nichts, da die daten völlig persönlich sind, in dem artikel auch so geschrieben.

gibt es keine testreihen, die alle diese probleme beheben können?

ich fürchte, nein.
 
Ähm - Nein.

Die 25er Felge ist in den relevanten Daten die langsamste ....

Es macht wenig Sinn sich nur die Zahlen anzuschauen ohne sich den zugehörigen Text mit den jeweiligen zugehörigen Erklärungen durchzulesen.

Die ersten Runs waren quasi die WarmUp - Runs um überhaupt sich an einen konstanten Speed ranzuarbeiten. Eigentlich ziemlich typisch für so eine Art des Testens.

Danach ist der Tester relativ konstante Zeiten gefahren - nur auf der schmaleren Felge sackte dann seine Zeit wieder ab. - Daher auch sein eindeutiges Fazit, dass er seiner Meinung nach auf breiteren Felgen besser und schneller fahren kann und die 25er Felge im Vergleich dazu abfällt.
könnte sein, dass du was verpasst hast in dem test von pinkbike.

er sagt: If your question is: "My current rims are narrower, should I upgrade them?" In honesty, I would have to say no.

guten tag :)
 
Ich glaube das Hauptproblem liegt darin, daß die Erwartungshaltung bei 3-5mm mehr Innenmaulweite einfach zu groß ist. Aber ich denke jeder spürt den Unterschied zwischen 20 und 30.
Es geht nicht um 20i vs 30i, sondern um Felgen mit einer Innenweite von 22mm gegenüber 25mm Innenweite. Auch nicht um MTB Reifen über 2.0" (@filiale : du bewertest mit 2,25"...) oder um Reifen unter 45mm (-> @skadieh ), sondern um 47/50er.
 
denke ich auch.

viele reifen sind weit weg von deinem idealbeispiel "leichten Reifen mit einer dünnen und flexiblen Lauffläche".

deswegen muss ich dir auch zu den grafiken aus dem artikel wiedersprechen. diese vergleiche O und U findest du in fast jedem artikel, da die reifen in der regel speziell aufgebaut sind.

einfach nur zum beispiel um für halterung in einer felge optimiert zu sein.

den ideal runden reifen findest du
nur bei einem aufgeklebten schlauchreifen
Die Reifen am RR sind sehr dünn und nah am O. Da ist ja kaum Material an der Flanke. Beim PKW-Reifen wird die Reifenflanke mit viel Gummi modelliert, der Druck ist trotzdem niedriger als beim Fahrrad. Für u-förmige Fahrradreifen müsstest du also vergleichbare Materialmengen an der Flanke einsetzen. So ein schweres Ding will keiner am Rad. Die Reifen auf deinem Rad haben übrigens auch O-Querschnitt.
Auch die Verstärkung für Tubeless ändert bei den meisten Fahrradreifen nichts am Querschnitt (Die Flanke ist sehr zugfest aber immer noch flexibel). Was beim Hinschauen oft täuscht sind die Reifen mit massiver Laufffläche, da wird das O an der Lauffläche durch das technische Material ein wenig gestreckt. Aber auch da sind die Flanken Kreisschnitte. Ich bleib dabei, wenn jemand beim Fahrradreifen aus einem O ein U macht, kann man getrost weiterklicken.
 
Hallo!

Die Rennradfelge von DT SWISS, die relativ leichte RR481, wird ja sehr häufig empfohlen.
Diese scheint auch, durch die relativ hohe Bauweise von 25mm, recht steif zu sein - damit wären auch nur 28 Speichen vollkommen ausreichend (glaube @felixthewolf hat das mal so irgendwo geschrieben).

Die Innenweite liegt zwar bei "nur" 22mm - aber Reifen bis 45mm müssten damit ohne Probleme zu fahren sein. Selbst 47er dürften noch "drin" sein, oder?

Was meint ihr zu dieser Felge, gerade auch hinsichtlich Reifenbreite?
Oder seht ihr klare Alternativen im Bereich von Aluminium-Felgen?

Vielen Dank für euren Rat!
Ich fahr auf meinem Hardtail mit DT Swiss Laufrädern mit 21 mm Innenbreite vorn und 22,5 mm hinten problemlos tubeless Conti X King Protection 29x2,4 (=60 mm Breite).
Warum sollte das dann mit 47 mm nicht gehen? Kein Problem aus meiner Sicht, sofern natürlich Reifen und Felgen auch vom Durchmesser her passen, wenn sie extrem locker drauf fallen ist es wieder eine andere Sache, aber die Breite Deiner Felgen müsste passen.
 
Ich fahr auf meinem Hardtail mit DT Swiss Laufrädern mit 21 mm Innenbreite vorn und 22,5 mm hinten problemlos tubeless Conti X King Protection 29x2,4 (=60 mm Breite).
Warum sollte das dann mit 47 mm nicht gehen? Kein Problem aus meiner Sicht, sofern natürlich Reifen und Felgen auch vom Durchmesser her passen, wenn sie extrem locker drauf fallen ist es wieder eine andere Sache, aber die Breite Deiner Felgen müsste passen.
Auch nochmal für dich, es geht nicht um "geht nicht" sondern um "geht besser".
Dass man auch auf 18mm breiten Felgen einen 2,4er Montieren und fahren kann, ist unbetritten und das sind die meisten von uns zu 26"-Zeiten wahrscheinlich auch mal gefahren.
Aber es hat ja seinen Grund, warum morderne Rennradfelgen schon breiter sind - weils besser fährt und man mit niedrigerem Druck mehr aus dem Reifen herausholen kann.
Würdest du deinen 2,4er mal auf eine aktuelle MTB-Felge mit 30mm bauen, wärst du sehr erstaunt, was da noch im System an Potential steckt.

Gruss, Felix
 
Warum werde ich in einem Thread zitiert, der mich nicht interessiert? Egal - jetzt gebe ich meinen Senf dazu!

Das leidige Thema mit der Felgenweite folgt dem Trend mit zunehmend breiteren Reifen. Ob ich das verstehe? Ja und nein. Mit breiterer Felge wird die Gefahr eines Abspringers bei niedrigeren Drücken geringer, da Winkel und Zug aufs Felgenhorn günstiger und geringer werden. Aber es vergrößert auch die Gefahr von Schnitten in der Flanke, da diese nun weniger durch die Lauffläche verdeckt werden.

Der Trend bei Rennrädern ist ziemlich einfach erklärt: da die meisten nun 28er Reifen fahren, aber Aerodynamik eine Rolle spielt, müssen die Felgen zwangsläufig breiter werden! Denn wo ein Absatz von Reifen zu Felge ist, da ist ein Luftwiderstand.
Was allerdings keiner sagt, dass ein breiter Reifen mit breiter Felge aerodynamisch schlechter ist als ein schmaler Reifen mit schmaler Felge. Dann wäre ja das Marketing für die Katz.
Ob das alles Marketing ist? Soweit ich mitgekriegt habe von meinen Rennrad fahrenden Kollegen wurden die Reifen in den letzten Jahren breiter, weil sie im Endeffekt weniger Rollwiderstand als auf Stahlhärte aufgepumpte Rasierklingenreifen haben, die bei jeder kleinen Unebenheit das sofort an den Fahrer weitergeben, was Energie zehrt, weil das Rad ständig angehoben wird und wieder absackt.
Man kann sich das in etwa so vorstellen, wie wenn ich mit einem Stadtrad eine Geröllpiste runterfahre, nur halt bei kleinerer Quantität. Da bin ich unten fertig, während ich mit dem Fatbike lachend runterfahre und erstmal frage wo es jetzt hingeht, weil ich einfach über die ganzen Steine drüberrolle mit dem fetten Reifen.
 
Auch nochmal für dich, es geht nicht um "geht nicht" sondern um "geht besser".
Dass man auch auf 18mm breiten Felgen einen 2,4er Montieren und fahren kann, ist unbetritten und das sind die meisten von uns zu 26"-Zeiten wahrscheinlich auch mal gefahren.
Aber es hat ja seinen Grund, warum morderne Rennradfelgen schon breiter sind - weils besser fährt und man mit niedrigerem Druck mehr aus dem Reifen herausholen kann.
Würdest du deinen 2,4er mal auf eine aktuelle MTB-Felge mit 30mm bauen, wärst du sehr erstaunt, was da noch im System an Potential steckt.

Gruss, Felix
Vielen Dank für die Belehrung. Aber war das das Thema der Eibgangsfrage?!?
Ich habe nicht behauptet, dass es ideal ist. Ich habe geschrieben, dass es geht.
Vielleicht will der TE ja einfach mal ausprobieren, was so passt und nicht zuerst Reifen und Felgen für 500 Euro kaufen...
Und Du wirst es kaum glauben, auf meinem Fully habe ich Syntace Laufräder, M35, mit 28,5 mm Innenbreite und natürlich ist das komfortabler und man kann noch weiter mit dem Druck runtergehen.
Wobei die bocksteifen Conti Reifen auf den 22,5 und 21 mm Breiten DT Swiss Felgen vom Hardtail auch bei 1,2 Bar noch nicht wirklich Burping Probleme zeigen, aber ich fahre sie mit ca. 1,5 bis 1,8, nicht zuletzt weil ich mit dem Hardtail mehr Feldwege und Straßen fahre als mit dem Fully.
Wenn der TE neue eh neue Laufräder kaufen will, würde ich an seiner Stelle auch eher 25er kaufen.
 
Nun aber weiter mit der Grundsatzdiskussion und/oder Werbeunterbrechung 😜
Für @felixthewolf ist das hier natürlich auch eine Plattform um auf seinen Betrieb aufmerksam zu machen. Finde es auch ganz gut, dass er sich einbringt - allerdings scheint mir, dass Felix manchmal in seiner Meinung sehr festgefahren ist.
Wie ich auf seiner website, aber auch in seinem newsletter gesehen habe, machen Felix & Co schön anzusehende Radaufbauten und Laufräder, auch die in seinem newsletter vorgestellten Räder sind oft eine Augenweide.
Aber das ist es dann eben auch wieder. Ich habe da noch nie Leute gesehen, die tatsächlich ihre Räder durch Dreck, Schlamm und Geröll durch die Welt fahren (nur als Beispiel zB "SRMR","TCR","AMR" etc....), Reisegraveler, Bikepacker o.ä.. Sieht da halt eben alles sehr clean und schick aus - was es für mich nicht so überzeugend macht.
Andere von mir kontaktierte Laufradbauer, sehen das Thema etwas anders und die Innenweitendiskussion nur halb so wild. An erster Stelle sollte doch immer ein stabiler und hinreichend zuverlässiger Laufradsatz stehen.


(...)
Wenn der TE neue eh neue Laufräder kaufen will, würde ich an seiner Stelle auch eher 25er kaufen.
Darauf wird es wohl hinauslaufen.
Die Laufräder werden dann zwar, auch durch Verwendung gewöhnlicher konfiszierten Speichen (und eben keiner Messerspeichen, wie die DT Aerolite od. Sapim CX Ray) schwerer, als eine Road-Felge a la RR481 (hier: ->weniger Speichen notwendig + leichtere Messerspeichen), aber dafür erhoffe ich mir dann auch einen ausreichend zuverlässigen Laufradsatz.
 
Da hier nach DT Swiss Felgen gefragt wurde, ist es vielleicht hilfreich, die Hersteller-Empfehlung zu berücksichtigen:

https://www.dtswiss.com/pmt/00/00/00/00/00/00/00/10/00/00/00/86/6/MAN_WXD10000000866S_WEB_ZZ_001.pdf
Die RR481 wird empfohlen für Reifen bis zu einer Breite von 34 mm. Natürlich ist es auch möglich breitere Reifen zu fahren. (So wie das Einige hier ja schon immer gemacht haben.) Es wird funktionieren, man kann es überleben. Nur weil man das schon immer so gemacht hat, muss das nicht heißen, dass es nicht noch etwas Besseres gibt.

Ich persönlich würde mich am Gravelbike für die breitere Felge entscheiden, wann schon mal neue Laufräder anstehen. Ich hatte für mein Topstone auch die RR481 ins Auge gefasst. Mich dann aber für den GR1600 Laufradsatz von DT Swiss entschieden. Laut der Tabelle von DT Swiss sind für die Maulweite von 24 mm Reifen bis 50 mm noch im Bereich der "recommended combination".
 
Noch ein Interessanter Artikel zu diesem Thema. Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht:
https://torstenfrank.wordpress.com/...und-aero-laufradsatze-fur-allroad-und-gravel/
Noch so ein Vielschreiber. Einerseits bettelt er um noch breitere Felgen, andererseits findet sich in der Textflut auch folgender Satz:
22,5 mm Maulweite sind für heutige Gravelstandards zwar sicher nicht die weiteste Option, aber auch nicht unerhört schmal und mindestens so weit, wie andere Felgen, die für Gravel eingesetzt werden.
Aber gut, vielleicht „muss“ Hunt noch akzeptiert bleiben. 🙄
 
Für @felixthewolf
Wie ich auf seiner website, aber auch in seinem newsletter gesehen habe, machen Felix & Co schön anzusehende Radaufbauten und Laufräder, auch die in seinem newsletter vorgestellten Räder sind oft eine Augenweide
Aber das ist es dann eben auch wieder. Ich habe da noch nie Leute gesehen, die tatsächlich ihre Räder durch Dreck, Schlamm und Geröll durch die Welt fahren (nur als Beispiel zB "SRMR","TCR","AMR" etc....), Reisegraveler, Bikepacker o.ä.. Sieht da halt eben alles sehr clean und schick aus - was es für mich nicht so überzeugend macht.
Andere von mir kontaktierte Laufradbauer, sehen das Thema etwas anders und die Innenweitendiskussion nur halb so wild. An erster Stelle sollte doch immer ein stabiler und hinreichend zuverlässiger Laufradsatz stehen

Nur mal so als kleiner Einwurf, Fiona Kolbinger, Gewinnerin des TCR ist zb. Kunde bei Felix. Und da gibt es noch weitere in dem Kaliber...

Und warum sollte man mit breiten Felgen keine stabilen und zuverlässigen Laufräder bauen können???
 
So wie ich mich erinnere, war Fiona auch mit schmalen Road-Felgen unterwegs und wurde dann von erwähnter Werkstatt unterstützt. Gemeint waren von mir aber Leute, die abseits des Asphalts unterwegs sind.

Natürlich traue ich (und wir sprechen hier ja immer nur von Alu-Felgen) breiten Felgen eine ausreichende Stabilität zu!
So, wie ich es sehe, und korrigiert mich bitte, sollte ich das verkehrt sehen:
mit etwas höher gebauten und steiferen Felgen (wie eben z.B. die RR481) benötige ich weniger Speichen, könnte die auch mit Messerspeichen (zB. Aerolite, CX Ray) noch sicher fahren und hätte damit einen leichteren Laufradsatz, als dies mit einer konventionell eingespeichten (normale Speichen/32) der Fall wäre (außer man nimmt evtl die extrem leichte Newman XA25).
 
Wenn dir das Thema Ausfallsicherheit so wichtig ist wie sich das liest, dann solltest du allerdings auch in Erwägung ziehen, dass selbige auch mit mehr Speichen steigt. Also für maximale Sicherheit dann am besten die steife Felge mit vielen Speichen ;)
Der geringere radiale "Flex" von Fegen mit höherem Profil hat auch Nachteile im Fahrkomfort und der Ermüdung (des Fahrers). Am Mtb fahre ich explizit am liebsten Felgen mit sehr flachem Profil, da diese deutlich den Komfort aber auch den Grip steigern (merkt man wenn man zwischen sehr steifen und flexibleren Felgen hin und her wechselt). Auch am Gravelbike finde ich den Aspekt nicht zu verachten, man fährt natürlich nicht so rumpeliges Gelände, aber dafür hat man keine Federung und dünnere Reifen.

Was machst du denn mit dem Rad, dass du solche starken Bedenken wegen Rissen und Stabilität im Allgemeinen hast? Planst du eine Weltreise, oder bist oft mit Maximalgepäck auf Bikepackingtour?
 
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