NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ok aber hier ging es darum das behauptet würde wir wären es selber Schuld durch unser Verhalten. Und das ist falsch. Um unser Verhalten geht es überhaupt nicht. Selbst wenn die MTBler seit Jahren nicht mehr im Wald fahren würden, käme dieser Gesetzesentwurf mit der selben Begründung.
Wir haben keine Schuld, die anderen lügen hilft aber auch nicht.
Selbst wenn es vorgeschoben wäre, ich würde sagen, meine persönlichen Erfahrungen, und ich komme aus NRW, decken sich schon grob. Ich sehe quasi nur noch Motorisierte im Wald, und davon viel mehr als früher Biker.
Und wie ich schon sagte, das war schon vor 4-5 Jahren erkennbar.
Aber der DIMB steckt sämtliche Energien in das eine Narrativ einer Art Solidaritätsgemeinschaft zwischen Motorisierten und Motorlosen. Das ist zwar intuitiv erst mal richtig, ignoriert aber seit Jahren die Auswirkungen.
Klassifizierungen einzuführen verändert erst mal gar nichts. Aber es ist der letzte Strohhalm in der Nutzungsdiskussion, um wenigstens die Rechte der Motorlosen zu erhalten. Im besten Fall sind diverse Routen Class-1, es wäre aber nicht immer so. lieber das, als jetzt quasi Trailverbot für alle.
 
Wenn man Parken in unter 1km vor (und in, trendet bei Hitze) dem Wald verbietet, ist der Wald leer.
Zur Zeit gilt freie Fahrt für freie Bürger bis zum Wald, ab da wird per Gesetzt verordnete Friedhofsruhe erwartet. Um sich von der freien Fahrt der anderen zu erholen.
 
Das was @Black-Under schreibt ist genau der springende Punkt. Anstatt hier gemeinsam gegen eine Einschränkung vorzugehen und Lösungen zu finden, von denen alle profitieren, verzetteln wir uns in eine Diskussion untereinander und spielen uns gegeneinander aus.

Ich weise überhaupt nicht von der Hand, dass durch E-Bikes der Nutzerdruck auf die Spots und Trails deutlich zugenommen hat. Aber es geht hier um die Novelle des Waldgesetzes. Fahrräder werden in der StVZO geregelt. Das steht hier doch gar nicht zur Debatte, wird aber von einzelnen als das schlagende Argument gegen die Einschränkungen vorgebracht. Ich glaube nicht, dass durch Zugeständnisse in Form eines selbst auferlegten Ausschlusses von E-Bikes die Novelle umformuliert werden wird. Das Ziel der Novelle ist klar: eine stärkere Steuerung des Besucherverkehrs von Fahrräder im Wald.

Wenn wir kurz ehrlich zu uns sind, dann müssen wir uns auch eingestehen, dass wir in den letzten Jahren/Jahrzehnten wirklich massiv von der bisherigen Regelung profitiert haben. Gefühlt jeder Hausberg hat seinen eigenen Trail oder sein eigenes Trailnetz. Und das sind - zumindest an den Spots die ich so kenne (südliches Ruhrgebiet und Teuto) - keine alten Wanderwege, sondern aktiv angelegte Trails. Skaliere ich das auf NRW hoch, dann kann ich zumindest nachvollziehen, warum es einer Steuerung Bedarf.

Die Novelle sieht übrigens auch vor, dass in Absprache mit Forst und Eigentümer Trails genehmigt werden können. Das lese ich als Aufforderung an uns diese Option auch aktiv einzufordern.
An der Stelle wünsche ich mir aber deutliche Nachbesserung, weil die Erfahrung gezeigt hat, dass man immer wieder vertröstet und in jahrelangen Genehmigungsverfahren zermürbt wurde. Hier wäre mein Vorschlag, den Forst in die Pflicht zu nehmen und gesetzlich festzulegen das eine offizielle Alternative für die nun wegfallende Wege geschaffen werden muss. Dafür braucht es aber aus meiner Sicht auch die aktive Mitarbeit der Community vor Ort. Die lässt häufig sehr zu wünschen übrig.

Und wer jetzt sagt, ich lasse mich nicht in ein Ghetto zwängen, dem empfehle ich den Besuch im Trailpark Harz, Eberbach oder bei unseren Nachbarn in Belgien.

Wenn wir das dann erreicht haben und offizielle, flächendeckende Angebote gesichert haben, können wir gerne über eine Klassifizi

die Novelle sieht vor das sogar die angrenzenden Waldeingentümer zustimmen müssen. Das wird in 99% der Fälle nicht funktionieren. Ich finde dass damit ja auch die Waldeigentümer entmündigt werden.

Wir haben hier einen Waldbesitzer der dem Jungvolk seinen Wald quasi zur Verfügung gestellt hat um dort zu bauen und zu fahren. Der Nachbar ist ein Ar....... der würde dem nie zustimmen.
 
Wir haben keine Schuld, die anderen lügen hilft aber auch nicht.
Selbst wenn es vorgeschoben wäre, ich würde sagen, meine persönlichen Erfahrungen, und ich komme aus NRW, decken sich schon grob. Ich sehe quasi nur noch Motorisierte im Wald, und davon viel mehr als früher Biker.
Und wie ich schon sagte, das war schon vor 4-5 Jahren erkennbar.
Aber der DIMB steckt sämtliche Energien in das eine Narrativ einer Art Solidaritätsgemeinschaft zwischen Motorisierten und Motorlosen. Das ist zwar intuitiv erst mal richtig, ignoriert aber seit Jahren die Auswirkungen.
Klassifizierungen einzuführen verändert erst mal gar nichts. Aber es ist der letzte Strohhalm in der Nutzungsdiskussion, um wenigstens die Rechte der Motorlosen zu erhalten. Im besten Fall sind diverse Routen Class-1, es wäre aber nicht immer so. lieber das, als jetzt quasi Trailverbot für alle.
Ich gehöre ja zur älteren Generation, so wenig MTBler wie heutzutage im Wald(und da schliesse ich die E mit ein) kenne ich aus meiner Anfangszeit nicht. Früher bin ich Richtung Wald geradelt und habe immer jemanden getroffen mit dem ich gefahren bin. Heute fühle ich mich manchmal einsam im Wald.
 
@hellmachine wir wollen unterschiedliche Wege zum selben Ziel. Ich bin bei deiner Variante einfach skeptisch, ob die funktionieren wird. Einmal aufgegeben Privilegien sind schwer wieder zu erringen, da sollten wir aus meiner Sicht vorsichtig sein.

@Black-Under und das sind genau die Punkte die wir jetzt konkret thematisieren und kritisieren müssen. Einfach verbieten und massiv Auflagen erhöhen wird keinem was bringen. Deshalb meine Idee, dass wir konkrete Formulierungen benötigen, das Alternativen für uns aufgebaut werden. Und nicht erst in 5 Jahren.
 
"Die Fallstudien belegen eindrücklich, dass Mountainbiken in NRW kein Nischenthema mehr ist, sondern eine etablierte Form der Naherholung mit hohem gesellschaftlichem und teils auch touristischem Potenzial. Eine rein restriktive Haltung, welche vornehmlich auf Verbote und Rückbau setzt, wird eine Lenkung des Mountainbikens in
Nordrhein-Westfalen nicht erreichen.
Die Quintessenz für eine zukunftsfähige Entwicklung sollte daher lauten: Kooperation statt Konfrontation, Lenkung durch attraktive Angebote statt Verbote.
Der Schlüssel liegt in der Schaffung offiziell gestatteter, bedarfsgerechter und zielgruppenspezifischer Trail-Netzwerke. Diese müssen in einem partnerschaftlichen Prozess zwischen Forst- und Naturschutzbehörden, engagierten, organisierten Moun-
tainbike-Vereinen und Waldbesitzenden entwickelt werden. Nur so kann der hohe Bedarf an naturnahem Sport gedeckt, die Nutzung in naturverträgliche Bahnen gelenkt und das Konfliktpotenzial für
alle Beteiligten minimiert werden."

Puh...meine Zehennägel 🙂
 
"Die Fallstudien belegen eindrücklich, dass Mountainbiken in NRW kein Nischenthema mehr ist, sondern eine etablierte Form der Naherholung mit hohem gesellschaftlichem und teils auch touristischem Potenzial. Eine rein restriktive Haltung, welche vornehmlich auf Verbote und Rückbau setzt, wird eine Lenkung des Mountainbikens in
Nordrhein-Westfalen nicht erreichen.
Die Quintessenz für eine zukunftsfähige Entwicklung sollte daher lauten: Kooperation statt Konfrontation, Lenkung durch attraktive Angebote statt Verbote.
Der Schlüssel liegt in der Schaffung offiziell gestatteter, bedarfsgerechter und zielgruppenspezifischer Trail-Netzwerke. Diese müssen in einem partnerschaftlichen Prozess zwischen Forst- und Naturschutzbehörden, engagierten, organisierten Moun-
tainbike-Vereinen und Waldbesitzenden entwickelt werden. Nur so kann der hohe Bedarf an naturnahem Sport gedeckt, die Nutzung in naturverträgliche Bahnen gelenkt und das Konfliktpotenzial für
alle Beteiligten minimiert werden."

Puh...meine Zehennägel 🙂
Das müssen die beim Gesetzentwurf ja mal schnack zugunsten der Waldbesitzerlobby ignoriert haben. Aber das kennt man ja von der CDU, scheiß auf Wissenschaft, wo ist mein schwarzer Koffer :troll:
 
Du machst uns allen hier eigentlich nur Vorwürfe, siehst dich gar nicht als Teil davon, aber bietest auch keine Lösung an.


Du bist also der Ansicht, dass die Diskussion in diesem Thread dabei hilft, das Problem zu lösen?
Das, was ich hier lese, lässt mich eher hoffen, dass Außenstehende hier nicht mit lesen.
Mich erinnert's an diese "Frag den Förster" Geschichte. Das fand ich damals auch sehr peinlich.

Wie auch immer.
Ich bin hier nicht als Lobbyist und ich habe mit dem Thema auch insofern abgeschlossen, als es mein Mountainbikerleben nicht mehr betreffen kann.

Lösung kann wahrscheinlich niemand anbieten. Wie denn auch?
Abarbeiten tut man solche Probleme mit Diplomatie. Da muss man sich dann halt auch überlegen, was man anbieten kann, wo die Schmerzgrenze liegt, aber vor allem muss man mit gutem Rückhalt in die Verhandlung gehen. Die DIMB hat meines Wissens 150.000 Mitglieder. Der DAV 1,6 Mio. MTB News hat angeblich 540.000 registrierte User. Dämmert's?

Aber man kann natürlich reflektieren und überlegen, was schief läuft oder nicht so gut funktioniert.
Davon lese ich hier aber wenig bis gar nichts. Ich sehe hier auch keine Kooperation über mehrere Ebenen. Industrie plus Medien plus Interessenvertretung plus Mountainbiker. Wenn die mal verschränkt auftreten würden.

Abgesehen davon sehe ich auf dieser Plattform auch überhaupt kein Interesse, mal vertieft in die Thematik einzutauchen und wenn ich mal etwas kritisches geschrieben habe, war die Resonanz auch immer mau. Du weißt ja selbst, wie dieses Forum strukturiert ist. Da gibt es die Tech Freaks und die Blödelecke. Sonst aber nicht sehr viel.

Ich bin mir sicher, dass der Mountainbiken Sport im Sinne des Befahrens von Trails ein unfassbar schlechtes Image hat. Mögen tut uns wirklich niemand. Am ehesten wird das noch im alpinen Bereich toleriert. Aber erklär mal einem oder einer, dass du das Trails heizen im Stadtwald total cool findest. So einfach ist das nicht. Meine Erfahrung ist jedenfalls, dass es eher toleriert wird, wenn man es als Enduro Sport verpackt. Dann hat's nämlich einen Leistungssport Charakter und damit können die Menschen teilweise schon eher was anfangen.
Nur mal ein Ansatz. Ich denke, du verstehst, worum es mir geht. Wir sind eine totale Randgruppe und haben es nie geschafft, den MTB Sport so weit in die Mitte der Gesellschaft zu positionieren, dass auch unser Randsport mit toleriert wird. Beim Skisport funktioniert das zb sehr gut.
Was heißt da geschafft?! Wir haben's nicht mal probiert. Dafür hat die Industrie mit Hilfe der Medien den Sport immer exklusiver, statt inklusiver gestaltet. Das ist mit ein Grund, warum die Leute weg vom MTB Sport in Richtung Gravel gehen. Schon mal drüber nach gedacht, warum Frauen sehr viel Rennrad und Gravel fahren, aber nicht MTB?

Erst, wenn man sich mal mit solchen grundsätzlichen Fragen beschäftigt hat, wird man auch Lösungen finden. Vorher sicher nicht.
 
Schon mal drüber nach gedacht, warum Frauen sehr viel Rennrad und Gravel fahren, aber nicht MTB.
Vor 25 Jahren war das aber nicht so. Beim Skisport denke ich, wenn man vor 25 Jahren, das Tourenski gehen gefördert hätte,statt neue Liftanlagen würde es mehr Gebiete geben,wo die Leute Urlaub machen.
 
Ich lese da,
"Der Schlüssel liegt in der Schaffung offiziell gestatteter, bedarfsgerechter und zielgruppenspezifischer Trail-Netzwerke."
und das interpretiere ich so, dass in Zukunft MTB nur noch auf diesen offiziell gestatteten Trail-Netzwerken stattfinden darf.
Maximal noch zusätzlich auf Forstautobahnen. Aber auch nur, weil man für diese halt überhaupt kein Argument gegen MTB finden kann.
 
Bin bissl spät in diesem Faden angekommen, aber:

Wenn dann unweigerlich alles verboten wurde, können die dann wenigstens "MTB Verboten" Schildchen an die Wege stellen? In meiner Gegend findet man dadurch nämlich die besten Trails :D

Natürlich fahre ich da dann nicht runter, denn das wäre ja illegal :daumen:
 
@dopero Okay, du befürchtest, dass dann keine großräumigen Touren mehr gefahren werden können. Verstehe ich.

Meine Prognose wäre, wenn ein Großteil der Nutzer auf den Trailnetzen unterwegs ist, wird der Druck auf das Umland so gering, dass es zwar formal nicht gestattet ist, aber auf Grund der geringen Nutzung eben auch nicht verfolgt wird.

Auch ein Punkt, den man bereits im Vorfeld als Argument gegen ein generelles Verbot anbringen könnte. Quasi offizielle Angebote zur Steuerung von Trailbau und Massen, dafür aber bitte kein Verbot für Tourenfahrer.
 
Das müssen die beim Gesetzentwurf ja mal schnack zugunsten der Waldbesitzerlobby ignoriert haben. Aber das kennt man ja von der CDU, scheiß auf Wissenschaft, wo ist mein schwarzer Koffer :troll:
Laut der Untersuchung wollen ja alle MTB Fahrende nur Trails (im Sprachgebrauch der Analyse „nicht gestattete schmale Pfade“). Deswegen kann man den Rest ja für diese Nutzer sperren.

Was untersucht wurde ist dabei ja völlig egal:
2.4 KLASSIFIZIERUNG DER WEGE FÜR DIE VORLIEGENDE UNTERSUCHUNG

Für die vorliegende Untersuchung sind vor allem nicht gestattete schmale Pfade der Betrachtungsgegenstand.
 
Laut der Untersuchung wollen ja alle MTB Fahrende nur Trails (im Sprachgebrauch der Analyse „nicht gestattete schmale Pfade“). Deswegen kann man den Rest ja für diese Nutzer sperren.

Was untersucht wurde ist dabei ja völlig egal:
Also der Teaser laß sich vernünftig...mal gucken, ob die Studie Kappes ist
 
Das scheint die Stichprobe der Studie zu sein. Deshalb kann nur über diese eine Aussage getroffen werden. Sauber gearbeitet würde ich sagen.

In der Studie wird über die restlichen Wege gar keine Aussage getroffen und auch keine Empfehlung für eine Sperrung ausgesprochen. Das Fehlen eines Untersuchungsgegenstands bedeutet nicht, das dieser nicht relevant ist, sondern nur dass er durch die Fragestellung bzw das Design der Studie nicht beantwortet werden soll/kann.

P.S. ich will gar nicht so ins Detail zu der Studie gehen. Interessanter ist doch welche Schlüsse und Argumentationshilfe sich daraus für die aktuelle Gesetzesänderung in unserem Sinne ergeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei würde ein Tempolimit sehr viel bringen. Für die Umwelt und vor allem würde es die Anzahl der Unfälle verringern. Aber stattdessen werden Bremsassistenten usw. Pflicht.
Bremsassistenten machen ja auch Sinn, die wenigsten schweren Unfälle passieren auf der Autobahn.
So weit ich weiss würde das nur die Zahl der schweren Unfälle verringern. Dagegen wird erwartet dass die Zahl der Unfälle selbst bestenfalls gleich bleibt oder steigt. Wenig überraschend wenn man bedenkt, dass bei einem Tempolimit viele schlagartig das Rechtsfahrgebot vergessen und mit 100 auf der linken Spur fahren. Da ist es mit dem Tempomat dann auch keine Hilfe.

Wie auch immer, mir soll es gleich sein. Ich habe es eh nie eilig.
Ich bin nur kein Fan von Überregulierungen. Ich verstoße vermutlich so schon jeden Tag gegen 50 Gesetze ohne es zu wissen.
 
Der neue Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg eröffnet neue Perspektiven für naturnahe Mountainbike-Angebote. Bündnis 90/Die Grünen und CDU wollen Kommunen künftig stärker dabei unterstützen, Single-Trails einzuführen und über Runde Tische gemeinsam mit allen Akteuren Lösungen zu entwickeln. Die umstrittene Zwei-Meter-Regel bleibt dabei zwar bestehen, doch der politische Wille zur pragmatischen Umsetzung wächst.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Mountainbike Forum Deutschland e. V. vom 16. bis 18. Juni den 9. Deutschen Mountainbike-Kongress im KulturBahnhof Aalen. Rund 150 Fachleute aus Kommunen, Tourismus, Forst, Verwaltung und Verbänden kommen zusammen, um rechtssichere, naturverträgliche und qualitativ hochwertige Bike-Angebote voranzubringen.
Wenn du Karrierepolitiker an "Mountainbike-Angebote" ranlässt, kriegst du die Green Trails raus. Da hat am Ende keiner was gewonnen.
 
Du bist also der Ansicht, dass die Diskussion in diesem Thread dabei hilft, das Problem zu lösen?
Das, was ich hier lese, lässt mich eher hoffen, dass Außenstehende hier nicht mit lesen.
Mich erinnert's an diese "Frag den Förster" Geschichte. Das fand ich damals auch sehr peinlich.

Wie auch immer.
Ich bin hier nicht als Lobbyist und ich habe mit dem Thema auch insofern abgeschlossen, als es mein Mountainbikerleben nicht mehr betreffen kann.

Lösung kann wahrscheinlich niemand anbieten. Wie denn auch?
Abarbeiten tut man solche Probleme mit Diplomatie. Da muss man sich dann halt auch überlegen, was man anbieten kann, wo die Schmerzgrenze liegt, aber vor allem muss man mit gutem Rückhalt in die Verhandlung gehen. Die DIMB hat meines Wissens 150.000 Mitglieder. Der DAV 1,6 Mio. MTB News hat angeblich 540.000 registrierte User. Dämmert's?

Aber man kann natürlich reflektieren und überlegen, was schief läuft oder nicht so gut funktioniert.
Davon lese ich hier aber wenig bis gar nichts. Ich sehe hier auch keine Kooperation über mehrere Ebenen. Industrie plus Medien plus Interessenvertretung plus Mountainbiker. Wenn die mal verschränkt auftreten würden.

Abgesehen davon sehe ich auf dieser Plattform auch überhaupt kein Interesse, mal vertieft in die Thematik einzutauchen und wenn ich mal etwas kritisches geschrieben habe, war die Resonanz auch immer mau. Du weißt ja selbst, wie dieses Forum strukturiert ist. Da gibt es die Tech Freaks und die Blödelecke. Sonst aber nicht sehr viel.

Ich bin mir sicher, dass der Mountainbiken Sport im Sinne des Befahrens von Trails ein unfassbar schlechtes Image hat. Mögen tut uns wirklich niemand. Am ehesten wird das noch im alpinen Bereich toleriert. Aber erklär mal einem oder einer, dass du das Trails heizen im Stadtwald total cool findest. So einfach ist das nicht. Meine Erfahrung ist jedenfalls, dass es eher toleriert wird, wenn man es als Enduro Sport verpackt. Dann hat's nämlich einen Leistungssport Charakter und damit können die Menschen teilweise schon eher was anfangen.
Nur mal ein Ansatz. Ich denke, du verstehst, worum es mir geht. Wir sind eine totale Randgruppe und haben es nie geschafft, den MTB Sport so weit in die Mitte der Gesellschaft zu positionieren, dass auch unser Randsport mit toleriert wird. Beim Skisport funktioniert das zb sehr gut.
Was heißt da geschafft?! Wir haben's nicht mal probiert. Dafür hat die Industrie mit Hilfe der Medien den Sport immer exklusiver, statt inklusiver gestaltet. Das ist mit ein Grund, warum die Leute weg vom MTB Sport in Richtung Gravel gehen. Schon mal drüber nach gedacht, warum Frauen sehr viel Rennrad und Gravel fahren, aber nicht MTB?

Erst, wenn man sich mal mit solchen grundsätzlichen Fragen beschäftigt hat, wird man auch Lösungen finden. Vorher sicher nicht.

Danke, warum nicht gleich so? ;)

Nein, ich bin nicht so naiv zu glauben, dass wir mit dieser Diskussion das Problem lösen können.
Aber man kann ja zumindest versuchen, paar Menschen hier über ihr Verhalten und ihre Beiträge nachzudenken und so ganz langsam Schritt für Schritt in die richtige Richtung lenken. Immerhin hat sich ja schon die ein oder andere Person jetzt dazu entschlossen, sich beim DIMB anzumelden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich DIMB, DAV, ADFC und möglicherweise noch Vertreter von Tourismusverband zusammentun um gemeinsam das schlimmste abzuwenden.

Was das Image betrifft, kann ich dein Bild nicht ganz teilen. Bei uns aufm Dorf weiß z.B. jeder, dass ich viel mit dem MTB unterwegs bin. Auch Jäger und Waldbauern/Besitzer. Ein schlechtes Wort oder dergleichen hab ich noch nie von ihnen gehört. Im Gegenteil, ich behaupte sogar, dass es bei uns als Erholung akzeptiert und respektiert wird, was ich so aus Gesprächen mitbekomme. Auch mit Wanderern kommen wir immer wieder ins Gespräch, eine schlechte Meinung haben die wenigsten. Wirklich "schwierige" Diskussionen gibt es bei uns eher selten, aber paar ewig gestrige gibt es in jeder Gruppe. Sowohl bei Wanderern, beim Waldbauern als auch unter den Radlern. Ist aber wahrscheinlich auch Abhängig von der Region und einzelnen Akteuren, die schlechte Stimmung verbreiten bzw. auch die Medien oft entsprechend "bespielen".
Auch in den Urlaubsregionen, in denen wir die letzten Jahre waren, fühlten wir uns nicht nur wegen dem Geld willkommen. Aber gut, in Graubünden und im Wallis ist man da anscheinend eh generell etwas aufgeschlossenerer, was MTB betrifft.

Recht geben muss ich dir was, was verschiedene Plattformen und Medien dagegen bzw. dafür machen. Es erscheint hier und da mal ein Artikel, aber wirklich tiefgründige Recherchen usw. sind recht rar. Und da triffst du durchaus einen wunden Punkt. Die Situation ist möglicherweise wirklich so, dass sehr viele entweder mit Schotterstraßen zufrieden sind oder auf der anderen Seite nur für MTB gebaute Wege fahren wollen, was sich auch hier widerspiegelt.
Klassische Touren auf naturnahen Wegen, mit all den Hindernissen und hin und wieder langweiligen Abschnitten und nur zwischendurch geshapte Abfahrten wenn es sich anbietet mit in die Tour eingebaut, interessiert anscheinend kaum noch jemanden.

Aber wenn es wirklich so ist, dann wäre es politisch auch geschickt, anders als mit solchen Verboten zu reagieren. Dann wird halt weiterhin oder erst recht illegal gebuddelt und wenn der Ruf eh schon ruiniert ist, ....
Ich frage mich auch, was das eigentliche Ziel der Politik wirklich ist. Um den Waldschutz kann es sich nicht handeln, ein gut funktionierendes Miteinander offensichtlich auch nicht. Aber da wären wir wieder bei tiefgründigen Recherchen. 🤷‍♂️
 
Schon mal drüber nach gedacht, warum Frauen sehr viel Rennrad und Gravel fahren, aber nicht MTB?
Männerdominierte Bereiche sind hausgemacht, da muss man keine Industrie vorschieben.

Ansonsten: ich würde mal behaupten, das E-Bike hat eine Menge verändert, wie sehr Frauen Zugang zu diesem Sport erhalten.
Ich fahre mit Männern, weil ich es bergauf dank Light-Ebike überhaupt schaffe mitzukommen.
Insofern lache ich gepflegt über diesen Unsinn, Ebikes zu verbannen.
 
Bremsassistenten machen ja auch Sinn, die wenigsten schweren Unfälle passieren auf der Autobahn.
So weit ich weiss würde das nur die Zahl der schweren Unfälle verringern. Dagegen wird erwartet dass die Zahl der Unfälle selbst bestenfalls gleich bleibt oder steigt. Wenig überraschend wenn man bedenkt, dass bei einem Tempolimit viele schlagartig das Rechtsfahrgebot vergessen und mit 100 auf der linken Spur fahren. Da ist es mit dem Tempomat dann auch keine Hilfe.

Wie auch immer, mir soll es gleich sein. Ich habe es eh nie eilig.
Ich bin nur kein Fan von Überregulierungen. Ich verstoße vermutlich so schon jeden Tag gegen 50 Gesetze ohne es zu wissen.
hast du die Links von mir gelesen?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück