NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt

...aber ich glaube einfach nicht dass dieser Gesetzesentwurf den typischen Tourenradler in irgendeiner Form interessiert, schon allein durch das Framing in der Presse - die denken einfach "ja klar, das ist wegen den Rowdies mit ihren Mauntenbeiks" und trinken weiter Tanztee.
Genau. Und für dieses Interesse müssen wir sorgen. Wir müssen dem "Tourenradler" erklären, dass er auch ein Problem haben wird. Genau darum geht es!
 
Genau. Und für dieses Interesse müssen wir sorgen. Wir müssen dem "Tourenradler" erklären, dass er auch ein Problem haben wird. Genau darum geht es!
Ich hab's meinen Eltern (Altesgruppe Ende 60, Anfang 70) erzählt. Die: "hmm, das ist ja blöd für euch. Aber ihr habt doch die legalen Strecken in Bad Iburg und es gibt doch diese "Bikeparks" und ihr seid doch eh so oft in Finale. Da könnt ihr doch fahren." Die verstehen die Tragweite und dass es sie mit ihren Riese und Müller-Schlachtschiffen (in der Theorie) genau so betrifft einfach nicht.

Wenn ihr eine Idee habt, wie man die Tourenradler erreichen UND auch überzeugen kann, her damit. Würde ich sofort umsetzen. Ich hab leider keine. :ka:
 
bevor diese sinnlose anti-ebike-diskussion hier noch weitergeführt wird:

"Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt."

https://www.land.nrw/pressemitteilu...lt-ueberarbeitung-des-landesforstgesetzes-vor

Anhang anzeigen 2373187
Es muss sich dann zeigen, ob die "Klarstellung" der Ministerin vom 18.05.2026 tatsächlich bedeutet, dass das Gesetz letztlich die Trails als "freigegebene" Wege einstuft. Naturfeste Waldwirtschaftswege sind aber vermutlich nicht nur 1 Meter breit.. Klingt zwar danach, aber irgendwie nicht verbindlich:

Klarstellungen beim Waldbetretungsrecht

Der Wald soll auch in Zukunft ein wichtiger Raum für alle Erholungssuchenden bleiben. Schon im bisherigen Landesforstgesetz gibt es klare Vorgaben für das Begehen oder Radfahren im Wald, dazu zählt das Gebot, auf Wegen zu bleiben. Der neue Gesetzentwurf führt hier zu einer Klarstellung der befahrbaren Wege: Der Gesetzentwurf präzisiert, dass das Radfahren auf ausgewiesenen Trails oder befestigten und naturfesten Waldwirtschaftswegen mit ausreichender Breite erlaubt ist. Eine konkrete Breite ist dabei im Gesetzentwurf ausdrücklich nicht festgelegt. Wie bisher bleibt auch im neuen Gesetzentwurf das Befahren der Waldfläche außerhalb von Wegen mit Fahrrädern und das Anlegen illegaler Renntrails verboten. Zum Schutz der Natur bleibt das Befahren der Waldwege mit Motorrädern oder Mofas weiterhin ausgeschlossen. Darunter werden künftig auch Zweiräder mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h und andere kennzeichenpflichtige Zweiräder gefasst. Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt.
 
Irgendwie hat man das Gefühl, dass dort selber nicht so ganz klar ist, was man überhaupt möchte.
Schon im bisherigen Landesforstgesetz gibt es klare Vorgaben für das Begehen oder Radfahren im Wald
Wenn es die gibt, warum dann eine Überarbeitung?
Der Gesetzentwurf präzisiert, dass das Radfahren auf ausgewiesenen Trails oder befestigten und naturfesten Waldwirtschaftswegen mit ausreichender Breite erlaubt ist. Eine konkrete Breite ist dabei im Gesetzentwurf ausdrücklich nicht festgelegt.
Das ist doch ein Widerspruch in sich. Man behauptet, etwas zu präzisieren, um dann zu schreiben das man "ausdrücklich" nicht "konkret" wird.
Wie bisher bleibt auch im neuen Gesetzentwurf das Befahren der Waldfläche außerhalb von Wegen mit Fahrrädern und das Anlegen illegaler Renntrails verboten.
Das ist ja nichts neues, also warum jetzt eine Änderung?
What? Was soll das sein? Wieder ein neuer, undefinierter Begriff?
Normale E-Bikes oder Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h fallen ebenso wie Krankenfahrstühle nicht unter diese Regelung. Sie sind im Wald auch weiterhin erlaubt.
Ebenfalls nichts neues.

Klingt ein bisschen wie, als wurde das eingeflüstert mit der Versicherung, dass es schon gut und richtig ist. Man hat es so übernommen, aber ohne wirklich zu verstehen, was es bedeutet.
 
Nach aktuellem EU-Recht und deutschem Recht ist das Pedelec dem Fahrrad gleichgestellt. Die Gleichstellung ist rechtlich verankert.
Ich denke nicht, dass hier eine Differenzierung zwischen Pedelec und Fahrrad für bspw. das Fahren im Wald möglich wäre, da dies die Gleichstellung aufheben würde.
Daher geht wohl nur alle oder keiner.

Och komm, du kennst aus dem anderen Thread die Eckdaten einer aktuell breit geführten Debatte, vom ADFC über den DAV bis zur ZIV und Debatten in europäischen Regierungen, die motorgetriebene Fahrräder inkl. Pedelcs stärker differenzieren wollen, ich will das nicht crossposten müssen.

Und was die Selbstgerechtigkeit anbelangt:
Die sehe ich leider eher auf Seiten vieler motorlosen Biker.
Weil sie meinen, sich mehr anzustrengen, "ehrlicher" zu Biken, früher im Wald waren.... haben sie mehr Rechte dort weiter zu fahren und E-MTBer nicht. :ka:

Das ist deine Auslegung, kann man auch versachlichen. Schau was ADFC und Konsorten sagen zum Thema Skalierung von Nutzungsdruck durch motorisierte Fahrräder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Och komm, du kennst aus dem anderen Thread die Eckdaten einer aktuell breit geführten Debatte, vom ADFC über den DAV bis zur ZIV und Debatten in europäischen Regierungen, die motorgetriebene Fahrräder inkl. Pedelcs stärker differenzieren wollen, ich will das nicht crossposten müssen.
Nirgendwo dort wird davon gesprochen, die Gleichstellung von motorlosen Rädern und Pedelecs aufzuheben.
 
Wenn dann auf meinem 25kg E-Enduo noch ein nicht fetter, aber stabiler 1,86m Typ mit 97kg draufsitzt und zügig fährt, dann ist das deutlicher am Trail zu sehen als der leichtere MTB'ler mit villeicht leichterem Bike und besser rollenden Reifen. Durch E-MTB sind wir halt mittlerweile mit Reifen unterwegs mit denen wir nie fahren würden, wenn wir das mit Muskelkraft betreiben müsste.
Junge geh noch mal in Dich und trink nen großen Schluck Kaffee. Dann überleg mal genau was Du hier für ein Zeug schreibst.........
 
Viel Aufregung und Wut hier im Forum, zu Recht - wäre super, wenn wir alle mindestens die gleiche Zeit nochmal für öffentliches Engagement verwenden würden!
So wie im Artikel und auch von der DIMB immer wieder beschrieben.
(Und solange können wir vielleicht unsere Differenzen im Detail (Bio- vs Ebike vs Touren vs Enduro usw) mal beiseite legen und uns auf die Gemeinsamkeiten besinnen.)

Demokratie ist eine Mitmachveranstaltung: engagieren wir uns, mobilisieren wir andere, organisieren wir uns, machen wir auf uns aufmerksam! Wir sollten den Dialog suchen, bestimmt, aber freundlich.

(Und halten wir bitte zusammen! Dass es am Ende differenzierte, oft lokalspezifische Lösungen brauchen wird, ist auch klar. Dann kann man immer noch darüber diskutieren, wie Vielfahrer mehr zum Trailerhalt beitragen können etc)
 
Wenn ihr eine Idee habt, wie man die Tourenradler erreichen UND auch überzeugen kann, her damit. Würde ich sofort umsetzen. Ich hab leider keine. :ka:

Ich will es jetzt nochmal ganz konkret machen:

Beispiel A:
Ausgeschilderter Wanderweg im Bergischen Land mit Stufen, Wurzeln etc. außerhalb eines Naturschutzgebietes. Also genau das, wo der Gesetzentwurf offenbar auf ein Radfahrverbot abzielt.

Beispiel B:
Ausgeschilderter Wanderweg am Rande meiner Stadt, der durch Wald führt und allgemein als Spazier- und Radweg genutzt wird. Diesem Weg wurde vor ein paar Jahren von der Stadt das Fahrradweg-Schild entnommen, damit die Verkehrssicherungspflicht weniger streng ausfällt. Fahrradfahren sollte der Idee nach aber weiterhin möglich bleiben. Der Weg ist schmaler als 2m und nicht befestigt.

Beide Wege (A und B) sind meiner Meinung nach rechtlich gleichgestellt. Aktuell ist auf beiden Radfahren erlaubt.
Kommt der neue Gesetzesentwurf wie aktuell formuliert durch, dann wäre auf beiden Radfahren illegal. Die Stadt würde aber weiterhin (für Beispiel B) nicht den Zusatzaufwand für die Verkehrssicherung leisten wollen/können. Die naheliegende Lösung wäre wahrscheinlich eine Sperrung für Fahrräder auf Weg B.


Das ist doch ein handfestes Argument, welches Freizeitradler überzeugen sollte! Ich frage mich, was dir da noch fehlt?
Zu Beispiel B gibt es wahrscheinlich in nahezu jeder Stadt/Gemeinde etliche weitere Beispiele. Und deren Sperrung wird den allgemeinen Fahrradfahrer interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach aktuellem EU-Recht und deutschem Recht ist das Pedelec dem Fahrrad gleichgestellt. Die Gleichstellung ist rechtlich verankert.
Ich denke nicht, dass hier eine Differenzierung zwischen Pedelec und Fahrrad für bspw. das Fahren im Wald möglich wäre, da dies die Gleichstellung aufheben würde.
Daher geht wohl nur alle oder keiner.
Diese Gleichstellung entsprang wohl aus den Gedanken heraus, Radfahren als ökologische Alternative zum Auto zu unterstützen, die Mobilität zu erhöhen, älteren oder weniger gesunden Menschen die Möglichkeit an körperlicher Aktivität zu geben.

Immer mehr Leute mit immer leistungsfähigeren E-Bikes draußen in den Wäldern - die E-Biker rühmen sich außerdem auch noch selbst, dass sie durch die Motorhilfe die Strecken im Wald doppelt so lang fahren - waren damals gewiss nicht das Ziel der Gleichstellung.
 
Nirgendwo dort wird davon gesprochen, die Gleichstellung von motorlosen Rädern und Pedelecs aufzuheben.
Hat auch niemand gesagt. Die Debatte dreht sich um eine Differenzierung jenseits des Verkehrsrechts. Das bietet die Grundlage, granularer als auch bedürfnisgerechter zu agieren, sowohl um auch Motorisierten und deren Ansprüchen gerechter zu werden, und Motorlose bei Themen des Nutzungsdrucks nicht in Sippenhaft zu nehmen.

Das Problem ist jedenfalls nicht neu, und wird auch aus den gleichen Gründen in anderen Ländern konkret benannt. Die IMBA beschreibt genau das Problem:
eMTBs may increase ridership and stewardship of trails. No management, poor management and misinformation, however, have the potential to jeopardize the current and future access that mountain bikers, local organizations and IMBA have pursued for decades.
IMBA believes managing eMTBs as a separate use category, even when trail access is shared, will maintain the integrity of the non-motorized classification where traditional mountain bike access has resided, and will prevent access threats for traditional mountain bikes while allowing for eMTB access where appropriate.
Die Lösung: Motorlose- und motorisierte Räder differenzieren (siehe IMBA-Empfehlung) und spezifisch managen. Pedelecs sind super, wenn sie Autokilometer reduzieren, aber der resultierende Nutzungsdruck in der Natur muss spezifisch reguliert werden.

Hier die neue ADFC-Position:
1779193108601.png
Der ADFC öffnet damit indirekt Interpretationsräume, denn sobald ein Fahrradverband selbst sagt:
  • E-MTBs seien naturschutzfachlich besonders relevant,
  • Eigenkraft sei vorzugswürdig,
  • sensible Räume sollten vorsorglich behandelt werden,
wird es schwieriger, jede spätere Differenzierung als sachwidrig darzustellen.

Es ist eine andere Debatte, die aber dem Gesetzgeber entgegen kommt, indem Differenzierung ins Spiel kommt.
 
Hat auch niemand gesagt. Die Debatte dreht sich um eine Differenzierung jenseits des Verkehrsrechts. Das bietet die Grundlage, granularer als auch bedürfnisgerechter zu agieren, sowohl um auch Motorisierten und deren Ansprüchen gerechter zu werden, und Motorlose bei Themen des Nutzungsdrucks nicht in Sippenhaft zu nehmen.

Das Problem ist jedenfalls nicht neu, und wird auch aus den gleichen Gründen in anderen Ländern konkret benannt. Die IMBA beschreibt genau das Problem:


Die Lösung: Motorlose- und motorisierte Räder differenzieren (siehe IMBA-Empfehlung) und spezifisch managen. Pedelecs sind super, wenn sie Autokilometer reduzieren, aber der resultierende Nutzungsdruck in der Natur muss spezifisch reguliert werden.

Hier die neue ADFC-Position:
Anhang anzeigen 2373257Der ADFC öffnet damit indirekt Interpretationsräume, denn sobald ein Fahrradverband selbst sagt:
  • E-MTBs seien naturschutzfachlich besonders relevant,
  • Eigenkraft sei vorzugswürdig,
  • sensible Räume sollten vorsorglich behandelt werden,
wird es schwieriger, jede spätere Differenzierung als sachwidrig darzustellen.

Es ist eine andere Debatte, die aber dem Gesetzgeber entgegen kommt, indem Differenzierung ins Spiel kommt.
Danke für den versachlichenden Beitrag.

Es soll vermieden werden E und Analog differenziert zu betrachten um im gemeinsamen Speech für die MTB-Freiheit in NRW engagiert zu sein.
Ich bin abweichend trotzdem der Meinung, dass sich in der Wahrnehmung ein Graben aufgetan hat. Den darf man nicht verschweigen.
Wenn diese Tatsache akzeptiert wird, können auch neue Lösungsansätze beschritten werden.

Edit: Selber fahre auch ich mitunter E. Allerdings mit einem LowPowerMotor. 💡
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo ist eigentlich das faktische Problem?

Für Deutschland ist kein relevantes, belastbar dokumentiertes Unfallbild erkennbar, bei dem Wanderer auf schmalen gemeinsamen Waldwegen regelmäßig von Mountainbikern schwer verletzt werden. Dieses Schreckensbild wird ständig behauptet, aber nicht belegt.

Was öffentlich sichtbar wird, sind vor allem Eigenunfälle von Mountainbikern: Stürze, Fahrfehler, technische Passagen, manchmal schwere Verletzungen. Das ist ein anderes Thema. Daraus folgt kein Verbot für die gemeinsame Nutzung vorhandener Wege.

Auf breiten Forstwegen sieht die Lage eher anders aus: Dort wird oft schneller gefahren, Wanderer gehen nebeneinander, gleichzeitig können Geländewagen, Jagdfahrzeuge, Forstmaschinen oder Holztransporter um die Kurve kommen. Warum sollen ausgerechnet schmale, naturnahe Wege gefährlicher sein, auf denen in der Regel langsamer, aufmerksamer und kontrollierter gefahren wird?

Auch ökologisch bleiben viele Behauptungen unbelegt. Wo ist die Studie, die zeigt, dass bestehende naturfeste Trails den Waldboden stärker belasten als aufgeschotterte und befestigte Forstwege? Wo ist der Nachweis, dass Mountainbiker auf vorhandenen Wegen Natur und Wildtiere stärker beeinträchtigen als Forstwirtschaft, Jagd, Wanderverkehr, Wanderparkplätze oder touristische Infrastruktur?

Natürlich gibt es einzelne Mountainbiker, die sich nicht rücksichtsvoll verhalten. Das gehört klar angesprochen. Aber Rücksichtslosigkeit ist kein gruppenspezifisches Problem. Man findet sie überall in der Gesellschaft: beim Wandern, Autofahren, Reiten, Jagen, Radfahren und im Alltag. Die Antwort darauf ist nicht Ausgrenzung, sondern klare Regeln, gegenseitiger Respekt und freundliche Kommunikation.

Die eigentliche Frage ist doch: Warum wird immer wieder ein Feindbild aufgebaut, statt das friedliche Miteinander im Wald zu fördern?

Mountainbiker sind keine Bittsteller. Sie sind Erholungssuchende mit berechtigten Interessen, wie Wanderer, Läufer, Reiter oder Spaziergänger auch. Der Wald ist Erholungsraum für alle. Wer pauschal gegen Mountainbiker argumentiert, sollte dafür belastbare Fakten liefern, nicht nur Bauchgefühl, Einzelfälle und alte Vorurteile.

Rücksicht ja. Ausgrenzung nein.
Miteinander .png
 
mit ausreichender Breite erlaubt
aha...
konkrete Breite ist dabei im Gesetzentwurf ausdrücklich nicht festgelegt.
ach...
Der neue Gesetzentwurf führt hier zu einer Klarstellung der befahrbaren Wege
Für mich führt es eben genau nicht zu einer Klarstellung.
Der neue unbestimmte Rechtbegriff "ausreichende Breite" führt zu einer erneuten Notwendigkeit diesen Rechtsbegriff durch Auslegung von Gerichten mit Leben zu füllen. "Fester Weg" ist genauso ein unbestimmter Rechtsbegriff, der ist aber immerhin schonmal gerichtlich bearbeitet worden (aus meiner persönlichen Sicht auch passend).
EDIT: @schmitr3 war schneller

Wie sagt man uns im Amt aus Richtung des Ministeriums immer "wenn der Gesetzgeber dies so gemeint hätte, hätte er es so in Gesetz geschreiben". Was hält die werte Ministerin denn dann davon ab es einfach so in den Entwurf zu schreiben dass das Radfahren weiterhin genauso erlaub sein soll. I call a big bullshit!
Da wissen die politischen Vertreter (mal wieder) nicht im geringsten worüber sie fabulieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
mit berechtigten Interessen, wie Wanderer, Läufer, Reiter oder Spaziergänger auch. Der Wald ist Erholungsraum für alle.
Tatsächlich sehen das die zuständigen Politiker aber völlig anders:

Rainer betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Wälder. Sie stünden für »Arbeitsplätze, Handwerk, Wertschöpfung im ländlichen Raum – vom Sägewerk bis zum Schreinerbetrieb«, sagte er. Der Wald müsse geschützt werden. »Und Wald schützen heißt Wald nutzen.«
Der Minister ergänzte, er wolle die Waldbesitzer beim »Umbau hin zu produktiven und artenreichen Mischwäldern, die Klimaveränderungen trotzen«, unterstützen.
Quelle, ganz neu, gerade eben: https://www.zeit.de/wissenschaft/um...-alte-baeume-schaeden-duerre-alois-rainer-gxe

Das ganze kommt also nicht von ungefähr. Der Gesetzesentwurf
- liest den eigentlich jemand?-
stellt genau diese wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund. Sofort, auf der 1. Seite. Und nur um diese wirtschaftliche Nutzung geht es, der Rest ist Beiwerk.

Alles was stört soll soweit möglich ausgeschlossen werden. Das kommt ja alles nicht von ungefähr. Wer glaubt, dass sich einschlägig tätige Politiker auf Bundes- und Landesebene nicht absprechen, glaubt auch an den Ostermannhasen. Das ist wie eine Wunschliste der Forstwirtschaft, für die im Nachhinein noch ein paar eingängige Argumente gesucht wurden. Schlussendlich stimmt der Landtag NRW darüber ab; als wenn die Abgeordneten das irgendwie kümmert :spinner:
 
Genauso der touristische Aspekt, den MTBs vermehrt mit sich bringen
Der "touristische Aspekt" des Radfahrens auf den betroffenen Wegen ist vernachlässigbar gering.
Es hilft vielleicht zu verstehen, woher solch restriktive Gesetzesvorschläge kommen. Dann wäre es ein Beitrag zu Debatte. Wenn es am Wochenende auf den Waldwegen zugeht wie im Berufsverkehr und ein Waldporsche - wie die E-Enduros ja auch schon gern tituliert werden - nach dem anderen die Wanderer zum Springen bringt, dann ist das natürlich Teil des Problems.
Ich ergänze: Es wird ja in der Diskussion um das Radfahren im Wald auch bei anderen Themen mit Konfliktpotential verlangt, dass wir uns "an die eigene Nase fassen" und uns freiwillig bestimmten Regeln unterwerfen. Mir fallen da gleich die Trailrules der DIMB ein.
Wäre es da nicht auch eine gute Idee, wenn diejenigen, die keine ernsthaften körperlichen Einschränkungen haben, wieder Fahrrad fahren statt E-Bike oder wenigstens den Akku daheim lassen?
Dann gelingt das auch mit dem "An einem Strang ziehen"!
So sieht es aus.
 
Wäre es da nicht auch eine gute Idee, wenn diejenigen, die keine ernsthaften körperlichen Einschränkungen haben, wieder Fahrrad fahren statt E-Bike oder wenigstens den Akku daheim lassen?
Nicht jetzt und nicht in dem Kontext.
Die Diskussion kann man natürlich führen, aber getrennt von dem Thema Gesetzesänderung in NRW.
 
Tatsächlich sehen das die zuständigen Politiker aber völlig anders:


Quelle, ganz neu, gerade eben: https://www.zeit.de/wissenschaft/um...-alte-baeume-schaeden-duerre-alois-rainer-gxe

Das ganze kommt also nicht von ungefähr. Der Gesetzesentwurf
- liest den eigentlich jemand?-
stellt genau diese wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund. Sofort, auf der 1. Seite. Und nur um diese wirtschaftliche Nutzung geht es, der Rest ist Beiwerk.

Alles was stört soll soweit möglich ausgeschlossen werden. Das kommt ja alles nicht von ungefähr. Wer glaubt, dass sich einschlägig tätige Politiker auf Bundes- und Landesebene nicht absprechen, glaubt auch a den Ostermannhasen. Das ist wie eine Wunschliste der Forstwirtschaft, für die im Nachhinein noch ein paar eingängige Argumente gesucht wurden. Schlussendlich stimmt der Landtag NRW darüber ab; als wenn die Abgeordneten das irgendwie kümmert :spinner:
Womit sich dann aber immerhin das Problem mit dem Naturschutz von selbst löst: Wald ist nicht Natur, sondern eine Produktionsstätte. Folgerichtig gedacht muss man eine Produktionsstätte aber sicher gestalten und da stören dann Menschen im allgemeinen. Da ist es dann eher verwunderlich, dass man Fußgänger nicht gleich mit ausschließt. Kommt aber wahrscheinlich noch. Man kann ja dann mit Gleichberechtigung argumentieren: Wir haben die Radfahrer ausgeschlossen, jetzt müssen wir leider auch euch Fußgänger ausschließen, sorry…

Vielleicht muss man die Zuständigen wieder an den Grundsatz “Eigentum verpflichtet” erinnern, der hat immerhin Verfassungsrang. Wie die Ausgestaltung zum Wohle der Gesellschaft geregelt sein sollte, steht eigentlich im aktuellen Waldgesetz. Wüsste nicht, warum man das neu aufsetzen müsste.
 
Nicht jetzt und nicht in dem Kontext.
Die Diskussion kann man natürlich führen, aber getrennt von dem Thema Gesetzesänderung in NRW.
Es wäre Illusion zu glauben, dass die zu einem faktischen Mountainbikeverbot führenden Regelungen im Gesetzgebungsverfahren vollständig in der Versenkung verschwinden, und ein 2,5m Regel wäre ja auch nicht besser.
Irgendwas werden wir geben müssen.
 
Es wäre Illusion zu glauben, dass die zu einem faktischen Mountainbikeverbot führenden Regelungen im Gesetzgebungsverfahren vollständig in der Versenkung verschwinden, und ein 2,5m Regel wäre ja auch nicht besser.
Irgendwas werden wir geben müssen.

Und da sucht man sich dann gleich das dickste Brett dafür aus: Gleichstellung Fahrrad <-> Pedelec? Ob das ne zielführende Taktik ist, das Ganze am Ende auf EU-Ebene zu deligieren?
 
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