@Dahigez Ein paar deiner Erläuterungen würde ich gerne vertieft sehen.
Magst du das mal bitte nachzeichnen? So ganz kapiert habe ich es nicht, wie du vom Col de la Sauce „nordseitig“ zum Lac de Gittaz kommen möchtest…
https://bkrtr.de/LhyuA
Welchen Sinn ergibt ein „Schlenker“ über den Lac de la Girotte, wenn man von Beaufort zum Col de Joly hochkurbelt? Ich sehe da vor allem zusätzliche Höhenmeter (+460m), die man zum Teil wieder „vernichtet“, ohne dass in der „Vernichtungsphase“ ein Trail warten würde…
https://bkrtr.de/XoOhR
Vergleich der Höhenprofile, einmal mit dem Schlenker, einmal ohne:
Anhang anzeigen 2372594
Anhang anzeigen 2372596
Auch bei dieser Beschreibung kann ich nicht so recht folgen…
Bitte im „Wanderprofil“ auf bikerouter.de zeichnen, bzw. meinen Track verschieben/korrigieren:
https://bkrtr.de/eDNem
Danke!
Hi Isartrails!
Also vorab, ich kenn mich mit Bikerouter absolut nicht aus.
Dann zu deinem ersten Punkt. Wenn ich den Link dort anklicke, passt das doch. Du fährst (bzw. schiebst vielleicht teilweise) von knapp westlich vom Roselend zum Col de la Sauce hoch und hinten, also nach Norden (okay, genau genommen erst Nordnordost, dann West), in den Kessel, an dessen Ende der See ist. Es ging hier ja um “im Uhrzeigersinn“. Weiter dann natürlich nicht vom Refuge direkt den Wanderweg hochtragen, sondern vor zum See und dort die Almstraße hoch bis zu der Hochfläche, die in der Karte Col Est de Gittaz heißt. Dürfte im letzten Teil auch teils zum Schieben sein, weil die Almstraße nicht bis ganz hoch geht. Wenn du dir das auf der Strava Heatmap anschaust, dann sollte das klar werden, ist eine absolute Standardroute und dick eingefärbt. Persönlich kenne ich tatsächlich nur den Weg vom Croix du Bonhomme über der Grat zum Col de la Sauze und dann eben wie beschrieben zum See runter. Vorne hoch zum Sauce ist aber offensichtlich und halt deutlich weniger Bike schieben/tragen, weil zum Croix du Bonhomme kommt man fahrenderweise nicht (außer eventuell in der Gegenrichtung vom Sauce über die Crete des Gittes, das ist wahrscheinlich zu einem guten Teil tretbar, insbesondere am Ende, weil man vom Croix du Bonhomme kommend ja etwas zur Crete hoch muss).
Zum zweiten Punkt, im Sinne der MB Umrundung macht das tatsächlich wenig Sinn, aber es ist halt schön dort oben. Ich kenn das tatsächlich von einer Tour, die genau die Auffahrt aus deinem Track nimmt und dann gar nicht zum See (Girotte) runter fährt, sondern stattdessen nach Süden in den
Sattel und dann über Trails wieder nach Beaufort. Das fand ich tatsächlich recht attraktiv, allerdings stimmt schon, der schönere Teil ist da erst später, wo man gegenüber vom Roselend Stausee den Hang quert. Von Beaufort hoch zum Joly ist sicherlich am effektivsten die Straße hoch, ist aber nicht so sonderlich schön, weil das quasi die meiste Zeit eine Art Streusiedlung ist, die sich da hoch zieht. Daher die Überlegung über den Girotte, weil das eine schöne Waldauffahrt ist. (Zum See ist dann Trail und auch am See vorbei bis runter zur Hauptauffahrt sollte auf Trail gehen anders als in deinem Track). Eventuell gibt es auch was von Saisies oben am Hang rüber zum Joly, was Sinn macht und attraktiver ist, aber das weiß ich nicht. Aber sicher, im Sinne der Rundtour ist da Straße hoch sinnvoll, wenn man sich schon den Schlenker vom Gittaz runter nach Beaufort gibt (der sich aber rein vom Trail her lohnt).
Zum dritten Punkt: Ich hab das mal zurechtgebogen, aber wenn ich das Fenster zumache und dem Link erneut folge, ist das weg. Kann ich das irgendwie speichern? Aber im Grunde ist das beim Link am Anfang auch wieder richtig. Wie oben schon geschrieben, bin ich das nicht als TMB gefahren, sondern den Teil als Einzeltour und dabei von vorne an der Passstraße – in der Karte heißt das Chalets de Raja – hoch zum Croix du Bonhomme, aber wenn man von Italien/Courmayeur kommt, macht es ja keinen Sinn, aus dem Tal bis vor zu fahren, wenn man direkt vom Ville des Glaciers hoch kann. Rein vom Tragen in Hm ist das direkt nicht mehr, weil man unten ein Stück auf einer Almstraße hoch kommt, und insgesamt spart man sich, wenn man bis zum Col du Fours hoch will, was rein schon landschaftlich unbedingt zu empfehlen ist. Wenn man nur bis zum Croix du Bonhomme will, bleibt es sich etwa gleich, wie rum man das macht. Eventuell spricht gegen den direkten Weg, dass das der Fußgänger Highway der TMB ist und das vielleicht stört, wenn man hochträgt, andererseits spricht das für einen guten Weg. Ich denke, viel nimmt sich das nicht. Vorn rauf zog sich das ganz schön, aber gut, wenn man da hoch will, bleibt eben nicht viel anderes. Aber es rentiert sich. Vom Croix du Bonhomme fährst du dann nämlich einen grandiosen Kammweg über die Crete des Gittes zum Col de la Sauce. Wenn man partout nicht mit Ausgesetztheit zurecht kommt, dann ist das wohl nichts, aber sonst ist das fantastisch. An ein, zwei Stellen kann man sicherheitshalber auch schieben, der Weg ist aber größtenteils sehr gut und es ist auch nicht super ausgesetzt (außer ganz am Schluss, wenn ich das richtig in Erinnerung hab). Da ist übrigens der Weg im Kessel ganz unten, wo es vor dem Refuge durch eine Schlucht geht, mehr ausgesetzt (ist klassisch in den Feld gehauen), aber auch da ist das relativ breit und ein guter Weg. Im Zweifel ist das auch nicht sehr lang. Aber grundsätzlich vom Col des Fours bis hinab zum Lac des Gittaz auf diesem Weg ein absoluter Holy Trail mit 1000 Hm. Dagegen soll das vom Croix du Bonhomme auf dem klassischen Weg der TMB zum Col du Bonhomme, so wie das jetzt in deinem Link eingezeichnet ist, eher ein fragwürdiges Vergnügen sein - schlecht rollender Weg mit vielen Fußgängern.
Der Plan wäre also, wenn man nach dem Col de la Seigne unten im Tal übernachtet, entweder als einfachere Variante im Tal zur Passstraße, die hoch bis zum Roselend, dann Col de la Sauce und über den Col Est de la Gittaz zum Joly, dort dann eventuell nicht ganz hoch bis zum Grat, sondern auf halber Höhe erst auf Almstraße, dann auf Pfad queren und auf Trail unterhalb des Mont Joly runter bis Contamines. Die Variante oben rum ist sicher auch toll, wenn man die Körner hat, speziell wegen des Panoramas genau gegenüber des Tre la Tete Kessels, aber ich hab auch irgendwo gelesen, dass der Weg oben vom Grat teils eine recht tiefe Rut sein soll und nicht gut zu fahren. Laut Strava ist das auf halber Höhe eine absolute Standardtour. Zusammen wären das dann ab Ville des Glaciers knapp 1000 HM hoch für den ersten Teil, nochmal 800 Hm vom Gittaz weg und noch etwas am Ende beim Joly, insgesamt also ziemlich genau 2000 Hm, aber das meiste davon Treten, also schon machbar.
Wenn man die Variante mit Holy Trail machen will, dann entweder anders planen, was die Übernachtung angeht, oder eben hoch zum Col des Fours, was auch etwa 1000 Hm sind, davon aber gute 600 Tragen, dann den Holy Trail bis Gittaz und dann eventuell am Roselend Stausee vorbei zum Col de Pre (ein paar Hm bergauf, aber nicht viel) und über einen weiteren tollen Trail bis runter nach Beaufort. Von dort dann wahrscheinlich noch etwas hoch Richtung Joly (zB Hauteluce auf knapp 1200m). Der nächste Tag würde sich dann anbieten Joly und noch weiter bis Chamonix. Die Ecke ist halt einerseits im Sommer Mist wegen absolut überlaufen, andererseits ist Chamonix schon einen Besuch wert, da würde ich dann auch dort einen Stop planen. Wenn man dagegen vom Gittaz obenrum direkt zum Joly und nach Contamines will, müsste man entweder im Refuge du Croix du Bonhommes übernachten (im Sommer wahrscheinlich keine gute Idee) oder besser im Refuge de la Gittaz. Sonst ist das vom Ville des Glaciers aus echt ein Brett, würde ich nicht machen wollen. Aber gut TMB im Sommer ist halt eh so ein Thema. Im Herbst sind dafür anscheinend die Hütten schnell zu...
In Contamines war ich im Sommer schon lang nicht mehr, das ist ewig her, da sind wir mal zum Scouten für Winter Aiguille de la Lex Blanche oder Domes de Miage. (Miage hab ich nie gemacht, Lex Blanche war cool.) Dafür sind wir klassisch durchs Skigebiet hoch und an der Aiguille de Roselette vorbei. Ist mir jetzt nicht speziell in Erinnerung. Ansonsten kenn ich das vor allem vom Winter.
Beaufortain war ich dann später mal mit mehr Fokus auf Biken, deshalb kenn ich da ein paar Touren, aber eben alles Tagestouren. Ist eine grandiose Gegend zum Mountainbiken und bei uns völlig zu unrecht kaum bekannt. Ist aber auch schon wieder ein paar Jahre her.
Grundsätzlich war ich früher enorm viel im Winter in den Alpen unterwegs, hab mehrere Winter in Frankreich und in der Schweiz verbracht (schon lange her) und bin auch danach sehr viel rumgekommen. Daher kenne ich einerseits auch Leute in den Gegenden und teils bin ich dann auch im Sommer in verschiedene Regionen gefahren, um mir was für Winter anzuschauen, und hab das dann oft mit MTB verbunden (teils auch einfach nur zum Biken). Deshalb kenn ich sehr viel, aber in aller Regel eher aus Einzeltouren, nicht aus Durchquerungen, und teils ist das auch schon her, weil insgesamt erstreckt sich das über dreieinhalb Jahrzehnte. Zudem öfter auch einfach mal mit Locals gefahren und dann erst hinterher in der Karte nachvollzogen. Grundsätzlich bin ich schon ein Karten-Freak und kenne mich entsprechend aus und kann auch einschätzen, wie es in etwa aussieht, wenn ich irgendwo noch nicht war, aber manchmal, wenn man einem Local nachfährt, findet man dazu dann einfach keinen Weg in der Karte. In diesem Fall ist das aber alles recht klar und sollte gut zu finden sein. Allerhöchstens folgendes noch, falls das eine Option sein sollte: Vom Col de Pre gibt es mindestens zwei Trails Richtung Beaufort. Ich bin damals einen gefahren, wo man nicht direkt in Beaufort rauskommt, sondern weiter oben im Tal. Der war nicht ohne. Der andere, der mehr der Hangkante folgt direkt nach Beaufort, soll aber gut machbar sein und der hat auch deutlich mehr Spuren aktuell auf Strava.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.