AC Gelenksprengung Tossy 3

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Eines ist absolut Wichtig und das sollte sich hier jeder auch eingestehen, jede Schulterverletzung ist anders. Da gibt es kein Schema F, und so läuft es dann. Es gibt dazu noch viele Operationsmethoden mit verschiedenen Vor und Nachteilen. Pauschal kann man gar nichts sagen.

Auch wird, teilweise auch durch Aussagen der Ärtze, zu dem Thema echt viel Mist verbreitet, ich selbst bin da auch von Betroffen gewesen und habe fleissig Unsinn verbreitet. Nach 9 Monaten bin ich da schlauer...

Wichtig ist, es gibt euch keiner eine Garantie. Macht die ersten Wochen (min 6 Wochen) echt langsam und belastet den Arm nur so viel wie nötig. Und selbst dann können die Tightropes sich lösen/lockern, die Hackenplatte verbiegen, ausreißen, sich locken, oder die Bänder wachsen schlicht weg nicht zusammen. Nach fast einem Jahr, bin ich noch nicht komplett Beschwerdefrei, Biken geht, doch das Schlüsselbein steht leicht hoch und die Schulter nebst dem Schlüsselbein ist instabil. Schmerzen sind beim Wiederstand von 70 - 75° da, davor und darüber ist es ok. Bei mir wurde ein Tightrope mit einem Dogbone verbastelt. Auf den Röntgenbildern sieht alles nur marginal besser aus, wie vor der OP. Es wird zwar gefühlt immer besser, doch sollten alle mit einem Heilverlauf von min. einem Jahr rechnen. Wenn es schneller geht, dann habt ihr Glück gehabt. Ich würde die OP mit Rockwood 3 nicht mehr machen lassen, habe zwar die Option auf eine erneute OP (mit Sehnen aus dem Knie), doch davon wurde mir von diversen Ärtzen abgeraten. Ich soll erst mal die nächsten Jahre abwarten wie sich das ganze entwickelt.

Schulter, Knie und Ellenbogen ist halt immer langwierig, von den Halswirbeln ganz abgesehen. Last euch und eurem Körper also Zeit zum genesen.

Allen betroffenen viel Kraft und möglichst schnelle Gesundung,
liebe Grüße
 
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Viel Glück und ich glaube wir haben in den letzten Posts mehr oder weniger alle gesagt, dass Individualbetrachtung beim Thema Schulter einfach das A und O ist (und vom Doc, nicht vom Forum). Auch der Fitnesszustand vorher, das Körpergefühl um sauber Aufbautraining zu betreiben, ist nicht ganz zu vernachlässigen und wie gut bei einer OP der Handwerker in weiß liefert, ist halt auch ein menschliches Thema...
Und ich würde den 6 Wochen langsam machen für mich trotz Bruch + RW5 widersprechen, ich habe den Arm nicht mehr als 30 Grad bewegt aber schon nach Woche 1 alle 2 Tage Bizeps, Trizeps und Schultermuskulatur genau in dem Rahmen (max 30 Grad) trainiert. Das Lösen von Tightrope / Dogbone ist statistisch sehr selten. Liegestütze hatte ich zu früh getestet, das habe ich dann schnell wieder sein lassen :) Klimmzüge gehen nach 10 Wochen wieder fast normal.
Wens interessiert: Heilzeit für Bänder und Brüche liegt in dem Bereich wohl durchschnittlich bei 3-5 Monaten, bei mir wird zB nur der Bruch des Daches geröntgt und die Bänder eigentlich gar nicht per MRT oder was auch immer begutachtet (vermutlich zu teuer für meine Kasse)
 
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Ich würde die OP mit Rockwood 3 nicht mehr machen lassen, habe zwar die Option auf eine erneute OP (mit Sehnen aus dem Knie), doch davon wurde mir von diversen Ärtzen abgeraten. Ich soll erst mal die nächsten Jahre abwarten wie sich das ganze entwickelt.
Hallo Chris, jetzt bin ich verwirrt: Wieso sollst Du eine zweite OP wegen der Bänderlösung machen? Dogbone/TightRope dient doch gerade dazu, die Bänder überflüssig zu machen! Eigentlich müsstest Du, wenn die Wires bei Dir halten und sich nicht lösen, auf die ursprünglichen Bänder - und damit auch auf eine Ersatzsehne - verzichten können. Wieso eine zweite OP?
 
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Hallo Chris, jetzt bin ich verwirrt: Wieso sollst Du eine zweite OP wegen der Bänderlösung machen? Dogbone/TightRope dient doch gerade dazu, die Bänder überflüssig zu machen! Eigentlich müsstest Du, wenn die Wires bei Dir halten und sich nicht lösen, auf die ursprünglichen Bänder - und damit auch auf eine Ersatzsehne - verzichten können. Wieso eine zweite OP?
Das Tightrope ersetzt keine Bänder, es hält nur das Schlüsselbein während der Heilungsdauer in der richtigen Position. Wenn deine Annahme stimmen würde, dann könnte man die Schulter sofort nach der OP wieder belasten.
Die Bänder müssen schon wieder richtig zusammenwachsen, sonst bleibt die Schulter, wie in meinem Fall instabil.
 
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Hallo Leute,

ich wurde vor ca. 6 Wochen an der rechten Schulter aufgrund einer Tossy III Diagnose per Tight-Rope/Dog Bone Verfahren operiert.

Ich wurde Mittags operiert und bin am nächsten Morgen auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen worden. 3-4 Tage später bin ich wieder meiner Arbeit nachgegangen. (Sitze nur am Rechner)

Die Armschlaufe habe ich wenig bis garnicht getragen, da sie mir mehr Schmerzen bereitet hat als ohne. Nach 4 Wochen hatte ich starke Nacken-/Rückenverspannungen inkl. Taubheitsgefühl im rechten Arm, was ich mit der einwöchigen Einnahme von Muskelrelaxantien wieder in den Griff bekommen hab.

Mit dem Auto (Handschalter) war ich 2 Tage nach der OP wieder unterwegs. Mit dem Motorrad nach ca 2 Wochen, aber nur selten und kurze Strecken, da noch relativ schmerzhaft nach einer Weile.

Nach 3-4 Wochen bin ich wieder gemütlich Motorrad gefahren und jetzt nach 6 Wochen kann ich mit der Supermoto auch wieder Wheelies ohne große Schmerzen ziehen.
Ansonsten kann ich auch meine schweren Einkäufe etc. mit der rechten Hand problemlos tragen.

Die einzigen Stellungen in denen ich noch Schmerzen habe sind:

- Den rechten Arm über die Brust ganz nach links führen
- Kopfüber meide ich immernoch, fühlt sich nich allzu gesund an


Nur eins stört mich. Mein Schlüsselbein stand schon nach der OP etwas höher. Sichtbar ist es nur leicht aber mit der Hand spürbar ist ein etwas größerer Absatz als an der linken Schulter vorhanden. Wenn ich die Muskeln anspanne oder den Arm leicht nach innen führe kann ich das Schlüsselbein nicht nach unten Drücken. Wenn der Arm zur Seite hängt kann ich es deutlich nach unten Drücken. An der linken Schulter kann ich das nur kaum bzw garnicht.

Ein MRT wurde nie durchgeführt, nur ein Ultraschall bei einem unabhängigen Schulterspezi nach 4 Wochen, der meinte es sieht alles gut aus.

Da ich eigtl so gut wie schmerzfrei trotz Belastung bin und eigtl alles machen kann, auch 90° Bewegungen (außer Kopfüber, das vermeide ich), frage ich mich wie es zu der Beweglichkeit des Schlüsselbeins kommen kann.

Kann der spürbare Absatz und die Beweglichkeit des Schlüsselbeins am degenerierten Schultermuskel liegen oder sind die Bänder womöglich wieder teilweise gerissen?
Was würdet ihr an meiner Stelle nun machen?

Im Endeffekt bereue ich die OP, da ich in den ersten 3-4 Wochen sehr viel Schmerzmittel nehmen musste. Zudem verging zwischen Unfall und OP eine Woche. Nach der Woche ging es mir eigtl wieder relativ gut. Ich würde sagen, 6 Wochen nach der OP bin ich wieder auf dem selben Stand wie 1 Tag vor der OP.

Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich Zeit und Lust wieder zum Arzt zu gehen und erst recht nicht nochmal das ganze OP gedöns durchzumachen, da ich arbeitstechnisch nicht ausfallen will/sollte.

Grüße,

Spit
 
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arno¹

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nachdem was du schreibst und wie du es schreibst entsteht der eindruck dass du sehr früh zuviel gemacht hast

op, ihr habt die chance zu tight rope usw - nutzt sie!

bei mir gabs das damals nicht, nur hakenplatte oder konservativ

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Tag Arno,

danke für deine Antwort.
Ich habe stets nur das gemacht, was relativ schmerzfrei möglich war. Da ich jedoch viel Ibu und Novaminsulfon genommen habe, kann zu der frühen Zeit meine Schmerzgrenze auch derart gesenkt worden sein, dass ich die Schulter zu stark belastet hab.

Mittlerweile ist es so, dass sich der ganze Schulterapparat zwei Tage nach Anstrengungen, wie z.b. 2-3h auf dem Motorrad sitzen, stabiler anfühlt. Als würde die Muskulatur wieder kommen und es stärken.

Ich frage mich eben, ob es normal ist, dass man trotz OP das Schlüsselbein noch in bestimmten Stellungen nach unten Drücken kann?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 

arno¹

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die rotatorenmanschette durch regelmäßige bewegung stärken ist auf jeden fall wichtig

gibt spezielle übungen dafür. wenn du ansonsten zeitlich viel am rechner bist, empfiehlt es sich dieses training in den alltag einzubauen

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Hallo Leute,

ich wurde vor ca. 6 Wochen an der rechten Schulter aufgrund einer Tossy III Diagnose per Tight-Rope/Dog Bone Verfahren operiert.

Ich wurde Mittags operiert und bin am nächsten Morgen auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen worden. 3-4 Tage später bin ich wieder meiner Arbeit nachgegangen. (Sitze nur am Rechner)

Die Armschlaufe habe ich wenig bis garnicht getragen, da sie mir mehr Schmerzen bereitet hat als ohne. Nach 4 Wochen hatte ich starke Nacken-/Rückenverspannungen inkl. Taubheitsgefühl im rechten Arm, was ich mit der einwöchigen Einnahme von Muskelrelaxantien wieder in den Griff bekommen hab.

Mit dem Auto (Handschalter) war ich 2 Tage nach der OP wieder unterwegs. Mit dem Motorrad nach ca 2 Wochen, aber nur selten und kurze Strecken, da noch relativ schmerzhaft nach einer Weile.

Nach 3-4 Wochen bin ich wieder gemütlich Motorrad gefahren und jetzt nach 6 Wochen kann ich mit der Supermoto auch wieder Wheelies ohne große Schmerzen ziehen.
Ansonsten kann ich auch meine schweren Einkäufe etc. mit der rechten Hand problemlos tragen.

Die einzigen Stellungen in denen ich noch Schmerzen habe sind:

- Den rechten Arm über die Brust ganz nach links führen
- Kopfüber meide ich immernoch, fühlt sich nich allzu gesund an


Nur eins stört mich. Mein Schlüsselbein stand schon nach der OP etwas höher. Sichtbar ist es nur leicht aber mit der Hand spürbar ist ein etwas größerer Absatz als an der linken Schulter vorhanden. Wenn ich die Muskeln anspanne oder den Arm leicht nach innen führe kann ich das Schlüsselbein nicht nach unten Drücken. Wenn der Arm zur Seite hängt kann ich es deutlich nach unten Drücken. An der linken Schulter kann ich das nur kaum bzw garnicht.

Ein MRT wurde nie durchgeführt, nur ein Ultraschall bei einem unabhängigen Schulterspezi nach 4 Wochen, der meinte es sieht alles gut aus.

Da ich eigtl so gut wie schmerzfrei trotz Belastung bin und eigtl alles machen kann, auch 90° Bewegungen (außer Kopfüber, das vermeide ich), frage ich mich wie es zu der Beweglichkeit des Schlüsselbeins kommen kann.

Kann der spürbare Absatz und die Beweglichkeit des Schlüsselbeins am degenerierten Schultermuskel liegen oder sind die Bänder womöglich wieder teilweise gerissen?
Was würdet ihr an meiner Stelle nun machen?

Im Endeffekt bereue ich die OP, da ich in den ersten 3-4 Wochen sehr viel Schmerzmittel nehmen musste. Zudem verging zwischen Unfall und OP eine Woche. Nach der Woche ging es mir eigtl wieder relativ gut. Ich würde sagen, 6 Wochen nach der OP bin ich wieder auf dem selben Stand wie 1 Tag vor der OP.

Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich Zeit und Lust wieder zum Arzt zu gehen und erst recht nicht nochmal das ganze OP gedöns durchzumachen, da ich arbeitstechnisch nicht ausfallen will/sollte.

Grüße,

Spit

Ich lese hier nichts von Physio. Wenn dem so ist, dann wundert mich gar nichts. :rolleyes:
 

-Kiwi-

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@Sp1tFire:

Physio/ Manuelle Therapie nach Schulterverletzungen halte ich für eine Pflicht.
Nach Schulter-OPs sind 18-30 Behandlungen ohne Probleme machbar/ verschreibbar.
Aufgrund deiner genannten Probleme würde ich jetzt mal (oder erneut?) zum Therapeuten gehen, dich von ihm untersuchen lassen und entsprechend seiner Meinung weiter vorgehen.
Viel Erfolg.

Gruß, Kiwi.
 
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@Sp1tFire: wow... ok, mir war noch zusätzlich das Schulterdach gebrochen . Ich habe weiter oben detailliert beschrieben, wie es bei mir lief. Ich habe mich erst nach 5-6 Wochen wieder „entspannt“ an den Labtop setzen können, klar, wäre vorher auch gegangen aber mit vorprogrammierter Schonhaltung. Physio war unabhängig Pflicht (hauptsächlich wegen Verspannungen), erst 3,5 Monate nach OP geht das bei mir deutlich zurück und wir arbeiten an den letzten 5% Bewegung. Seit 2 Wochen gehen wieder belastungsneutrale Liegestütze und saubere Klimmzüge. Schultermuskulatur (Ausnahme Nackendrücken) dank 4x die Woche Training vermutlich besser denn je (-;
 
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Guten Abend zusammen,

mir wurde vom behandelnden Arzt gesagt, dass bei mir keine betreute Physio nötig ist, da ich Sportler bin und das auch selbst mit wenigen Bewegungsübungen und meinem Alltag hinbekomme.

Wie gesagt, ich habe keine Verspannungen oder sonstige Beschwerden und nur in den seltensten Fällen bei ungünstigen Bewegungen kopfüber + Belastung leichte Schmerzen. Die Verläufe die ich hier von anderen gelesen habe, scheinen deutlich langwieriger zu sein.

Mir geht es nur darum, dass ich bei zur Seite hängendem Arm das Schlüsselbein trotz OP noch nach unten Drücken kann und mich frage ob das normal ist bzw bei anderen auch so war.

Naja werde wohl oder übel doch zum MRT müssen um herauszufinden ob da alles i.O. ist.

P.S. was sind "belastungsneutrale" Liegestütze? :D

Grüße,

Spit
 

-Kiwi-

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Moin.
Deine Frage wird dir am besten dein Operateur beantworten können.
Eine gewisse/ geringe Beweglichkeit im ACG kann nach solchen Verletzungen zurückbleiben, je nachdem, wie die Bänder zusammengewachsen sind.
Man kann auch nicht sagen, wie straff der Operateur das Tight Rope verankert hat. Manchmal reicht auch in der nah- und mittelfristigen Reha-Phase eine blöde und stärkere Bewegung, um dort etwas zu "lockern".
Mach einen Termin zur Besprechung; gerade weil du auch sagtest "...6 Wochen nach der OP bin ich wieder auf dem selben Stand wie 1 Tag vor der OP....".
"... 3-4 Wochen sehr viel Schmerzmittel..." halte ich auch nicht für normal. Aber das hier ist nur das Internet...
Geh' zum Doc.

Gruß, Kiwi.
 
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Guten Abend zusammen,

mir wurde vom behandelnden Arzt gesagt, dass bei mir keine betreute Physio nötig ist, da ich Sportler bin und das auch selbst mit wenigen Bewegungsübungen und meinem Alltag hinbekomme.

Wie gesagt, ich habe keine Verspannungen oder sonstige Beschwerden und nur in den seltensten Fällen bei ungünstigen Bewegungen kopfüber + Belastung leichte Schmerzen. Die Verläufe die ich hier von anderen gelesen habe, scheinen deutlich langwieriger zu sein.

Mir geht es nur darum, dass ich bei zur Seite hängendem Arm das Schlüsselbein trotz OP noch nach unten Drücken kann und mich frage ob das normal ist bzw bei anderen auch so war.

Naja werde wohl oder übel doch zum MRT müssen um herauszufinden ob da alles i.O. ist.

P.S. was sind "belastungsneutrale" Liegestütze? :D

Grüße,

Spit
Sauber ausgeführt ohne unerwünschte körperliche Reaktion am Tag danach. Also ordentlich Muskelkatze, Knochen und Eckgelenk ruhig, andere Muskel nicht unnötig verspannt
Ohne Physio (Massagen und Lymphdrainage) wäre ich vermutlich Wochen zurück. Trainieren kann man, wenn man kann, natürlich ohne Anleitung. Aber auch da haben mich die Physios mit merkwürdigen und sehr guten Übungen überrascht (gerne mit diesem überdimensionalen Ball). Aber das ein Doc sagt er hält das für unnötig hört sich für mich eher danach an, dass er kein Budget dafür geben möchte (-;
 
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Hallo Jungs,

vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen? Ich hatte letzten Sonntag einen Fahrradsturz und dabei eine AC Gelenkssprengung Tossy 3/Rockwood 4 rechts. Diese soll kommenden Donnerstag (11 Tage nach dem Unfall) operiert werden mit Anker und Draht (was immer das bedeutet) in einer ambulanten OP, wobei ich am OP Tag auch wieder entlassen werde.

Leider habe ich darüber hinaus nicht viel in Erfahrung gebracht.

Mir würden einige Eurer Erfahrungen sehr weiterhelfen.

Ich bin selbständig und von daher ist Zeit für mich Geld. Eine längerfristige Krankschreibung hört sich für mich nicht verlockend an, da ich kein Geld verdiene (es geht nicht so sehr ums Verdienen, als darum dass mich die laufenden Kosten auffressen, was Miete und Gehälter für die Angestellten betrifft, wenn ich nicht arbeite). Und die private KV zahlt erst ab der 6. Krankheitswoche so etwas wie Krankengeld.

Im Moment sind die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung wirklich SEHR lästig. Den Gilchrist ertrage ich überhaupt nicht. Rucksackverband ist auch keine Alternative. Die Schmerzen sind damit noch schlimmer. Am besten geht es, wenn ich auf dem Rücken liege und den Arm etwas erhöht lagere.

Ich will die OP nun unbedingt, weil ich mir davon erhoffe, schneller wieder arbeiten zu können (körperlich wäre das Arbeiten nicht sehr anstrengend, eine gewisse Mobilität ist dabei jedoch mit beiden Händen erforderlich). Und zum anderen will ich die OP auch, weil die Schulter im Moment einfach völlig entstellt aussieht - ich bin sehr schlank und die Stufenbildung ist richtig krass. Jedes Mal, wenn ich den Arm bewege, knirscht es in der Schulter. Auf Dauer ist die Arthrose sicher.
Inzwischen ist mir auch egal, dass das hiesige Krankenhaus nur offene OPs anbietet und keine endoskopischen.

Meine Fragen sind nun:
Wann kann ich nach der OP wieder arbeiten? Wie lange wart Ihr so krank geschrieben nach Euren OPs?
Ist eine Woche Krankenstand postoperativ zu heroisch angedacht?
Ab wann kann ich zur Physiotherapie gehen?
Wie lange sollte Physiotherapie gemacht werden?
Wann ist der Arm wieder normal belastbar?
Ich mache Bogenschießen als Freizeitsport. Hat jemand Erfahrung damit, ob das wieder gehen wird? Zugkraft an der Bogensehne waren ca. 20kg/40Ibs.

Allerliebsten Dank, falls jemand Zeit und Muße findet, meine Fragen zu beantworten. Ihr würdet mir wirklich sehr weiterhelfen, wenn ich für meinen Job etwas genauer im Voraus planen könnte <3 <3 <3
 

arno¹

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Ich will die OP nun unbedingt, weil ich mir davon erhoffe, schneller wieder arbeiten zu können (körperlich wäre das Arbeiten nicht sehr anstrengend, eine gewisse Mobilität ist dabei jedoch mit beiden Händen erforderlich). Und zum anderen will ich die OP auch, weil die Schulter im Moment einfach völlig entstellt aussieht - ich bin sehr schlank und die Stufenbildung ist richtig krass. Jedes Mal, wenn ich den Arm bewege, knirscht es in der Schulter. Auf Dauer ist die Arthrose sicher.
bin auch selbstständig und habe damals die op mit hakenplatte (was anderes gabs nicht) nicht gemacht, weil wieder ausfall nach ein paar monaten wg hakenplatte wieder raus operieren und zweifelhafter heilungschancen. da hast du es heutzutage definitiv besser, da modernere op methoden zur verfügung stehen.

was genau meinst du mit "eine gewisse Mobilität ist dabei jedoch mit beiden Händen erforderlich", tastatur?



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Lese dir bitte die letzten 10 Seiten durch. Da ist wirklich fast alles beschrieben.
Dann such dir einen Doc mit Ahnung, das hier ist ein Laienforum.
Jede Verletzung und jeder Verlauf ist anders, Dh gut gemeinte Ratschläge hier können völlig falsch sein.
Lass dir die Schulter gesamtheitlich betrachten, evtl ist noch sonstwas Hops gegangen (bei mir war das Akromion dummer Weise gebrochen)... Physio hatte ich ab Tag 2 und 3 Monate später immer noch (andere Schwerpunkte). Bewegung bei 95%, Kraft 100%. Heilung keine Ahnung. Krank 5 Wochen, durfte den Arm nur 30 und dann 60 Grad heben. MTB wieder nach 6 Wochen auf Asphalt. Doc und Physio meinten für die Schwere wäre das absoluter Rekord
 
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@ Schnitzelfreund & @ arno - besten Dank für Eure Antworten. Habe nochmal zurückgeblättert, jedoch nur sehr wenig zur Dauer der AU gefunden. Ich weiß, dass das hier ein Laienform ist, und ich habe auch gelesen, wie unterschiedlich die Behandlungen für jeden Einzelnen gewesen sind. Ich hatte gehofft einen Anhalt zu finden, wie lange die Betroffenen krank geschrieben waren.

Obwohl ich selbst Arzt bin (in dem Fall leider in der völlig falschen Fachrichtung) bin ich hier völlig aufgeschmissen. Es geht doch schon damit los, zu wem man geht. Chirurg oder Orthopäde? Und selbst wenn man weiß, was man zu fragen hat, bekommt man keine passenden Antworten.

Ich lag 2 Tage stationär auf einer ITS in der Sächs. Schweiz wegen SHT und einer kleinen Subarachnoidalblutung. Dann Entlassung nach Hause. Die Schulter hat keinen interessiert. Wiederaufnahme im Heimatkrankenhaus, weil das SHT sich hartnäckig zeigte und die Kopfschmerzen und der Schwindel im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen waren. Also mit der Rettung zurück ins Krankenhaus. Dort in der Notaufnahme wurde die Schulter das erste Mal in Augenschein genommen und verbunden. Am nächsten Tag wurde die Schulter ein weiteres Mal geröntgt. Vom Röntgen her ergab sich o.g. Befund. Und zur Entlassung einen Tag später wurde dann gesagt, sie würden es in einer Woche operieren.
Ein befreundeter Chirurg hat die Bilder angesehen und rät auch zur OP. Mit Arthroskopie hat er es nicht so. Und das Problem ist doch, ich kann noch zehn Leute fragen und bekomme zehn verschiedene Empfehlungen. Das ist gar nicht das Problem. Ich bin ja entscheidungsfreudig und zu einem Entschluss gelangt.

Ich wollte nur einen Anhalt, wie lange ich meine eigene Praxis abschließen muss. Das muss ja irgendwie organisiert werden mit Vertretung und so weiter. Ich hatte postoperativ 1 Woche geplant und wollte dann wieder arbeiten. Leider habe ich absolut keinen Schimmer, ob das real ist.
Ich bin Kinderarzt und die Kinder müssen zur Untersuchung angefasst und auch hochgehoben werden. Es ist also kein reiner Computerarbeitsplatz. Natürlich kann man versuchen, einiges umzuorganisieren.

Mir würden ein paar Hausnummern bzgl AU Dauer wirklich weiterhelfen.

Besten Dank <3
 
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Ich bin nach 6 Wochen wieder arbeiten gegangen.
Habe mich für die Konsevative Behandlung entschieden .
Habe jetzt nach ungefähr 10 Wochen keine Schmerzen mehr , gehe seit der 6 Woche wieder arbeiten .
 
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Habe oben ja geschrieben, knapp 6 Wochen bei RW5 und Bruch, Rest der Schulter war ganz. Habe fast jeden Tag 1-2h Aufbau und Cardiosport gemacht, durchaus viel Zeit investiert. Heben wäre bei mir nicht gegangen. Check mit deinem Operateur evtl die Winkel ab, die du den Arm heben darfst.
 
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Sei beruhigt die Schmerzen lassen nach einer Woche nach.
Ich hab das tillydin nach ner Woche abgesetzt .
Kopf hoch wird schon.!!!!!
 
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So ich reihe mich mal in die Riege der Tossy 3 Patienten ein.
Am 9.10.17 Fahrradunfall auf dem Weg zur Arbeit. Auf einer glitschigen Holzbrücke weggerutscht und auf die rechte Schulter gefallen. Beim Arzt gewesen, Wasserträgeraufnahme, 1 Schaftbreite Hochstand
Tags darauf MRT welches am 12.10.17 beim Arzt besprochen wurde. Er empfahl OP, ich konnte mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Habe mich nach dem WE jedoch im Gespräch mit ihm am 16.10. dafür entschieden und mir wurde am 20.10. eine Hakenplatte eingesetzt. Die bleibt jetzt für 3 Monate. Ich hoffe die Bänder heilen und nach der Entnahme der Platte geht alles wieder relativ gut. Echt doofe Geschichte...
 
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So ich reihe mich mal in die Riege der Tossy 3 Patienten ein.
Am 9.10.17 Fahrradunfall auf dem Weg zur Arbeit. Auf einer glitschigen Holzbrücke weggerutscht und auf die rechte Schulter gefallen. Beim Arzt gewesen, Wasserträgeraufnahme, 1 Schaftbreite Hochstand
Tags darauf MRT welches am 12.10.17 beim Arzt besprochen wurde. Er empfahl OP, ich konnte mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Habe mich nach dem WE jedoch im Gespräch mit ihm am 16.10. dafür entschieden und mir wurde am 20.10. eine Hakenplatte eingesetzt. Die bleibt jetzt für 3 Monate. Ich hoffe die Bänder heilen und nach der Entnahme der Platte geht alles wieder relativ gut. Echt doofe Geschichte...
Ich hab die Hakenplatte nach 8 Wochen wieder raus bekommen und bin 3 Monate nach dem Sturz EWS gefahren.... (Tossy3 Rockwood 5, also alles ab). Vielleicht redest Du nochmal mit deinem Arzt :)

Dass es viele Wege gibt, wie man die Verletzung angehen kann, hast Du ja wahrscheinlich schon gelesen...
 
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