Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

Das können also "normale" Wanderwege, Lehrpfade, Reitwege oder Radfahrwege sein, aber auch Klettersteige, Trimmpfade (heute wohl eher selten, aber in den 70ern groß in Mode), ...

Eben darum werden Trimmpfade immer öfters rückgebaut.
Als Überbleibsel aus den 70ern (Trimming 130 - Paul mit dem Quadratschädel und dem Daumen up) inzwischen meist angegammelt, haben sich viele Gemeinde für einen sicheren Rückbau der Trimmgeräte entschlossen.
Gerade heute, wo "field training" wieder im kommen ist, doppelt schade.
Aber wer pflegt und hegt, kontrolliert und repariert?
Vielleicht ein Einsatzort für ehrenamtliche biker, die im Winter nach Alternativsportarten Ausschau halten.
 
Für Kontroversen zwischen Mountainbikern und anderen Waldnutzern sorgt die so genannte Zwei-Meter-Regel. Dieses Gesetz, das es nur noch in Baden-Württemberg gibt, verbietet das Radfahren im Wald auf Wegen, die schmaler als zwei Meter sind.

1995 hieß es, dass "Baden-Württemberg das einzige Land im Bundesgebiet ist, das eine solche Regelung vorsieht" und 2013 das letzte.

Zwischenzeitlich hatte nur noch Thüringen eine 2-Meter-Regel, die aber 2003 wieder aus dem Gesetz gestrichen wurde.

Man darf sich fragen, was aus Baden-Württemberger Sicht in den anderen 15 Bundesländern im Wald ohne 2-Meter-Regel so vor sich geht (Durch Radfahrer verursachtes Waldsterben? Ausrottung bedrohter Tierarten? Tödliche Unfälle mit Wanderern? Niedergang der Jagd? ... alles nicht ... ohh).
 
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1995 war "Baden-Württemberg das einzige Land im Bundesgebiet ist, das eine solche Regelung vorsieht" und 2013 das letzte.

Zwischenzeitlich hatte nur noch Thüringen eine 2-Meter-Regel, die aber 2003 wieder aus dem Gesetz gestrichen wurde.

Man darf sich fragen, was aus Baden-Württemberger Sicht in den anderen 15 Bundesländern im Wald ohne 2-Meter-Regel so vor sich geht (Durch Radfahrer verursachtes Waldsterben? Ausrottung bedrohter Tierarten? Tödliche Unfälle mit Wanderern? Niedergang der Jagd? ... alles nicht ... ohh).

Ist doch klar, die Radfahrer fressen kleine Kinder.Deshalb dürfen sie da nicht durchfahren, wo kleine Kinder noch durchpassen. Zu den 2m muß man wissen, daß 1995 die Kinder-Diäten noch nicht griffen und die Eltern schließlich auch aufsichtshalber durchpassen mußten..

Und wie ist das mit den Beweisen und mit der Entwicklung der Kinderzahlen?

Bei der Kinderzahlen-Entwiclung hat die 2m-Regel zwei Jahre gegriffen, sprich, nach 1995 gab es 2 Jahre lang mehr Kinder. Aber dann war auch dieser Effekt hinüber, die Kinderzahlen gingen wieder zurück wie vorher schon. Allerdings stabilisiert sich die Lage, hoffentlich liest das keiner im Stuttgarter Landtag!

Ich dachte auch immer, für all´ das bräuchte man keine 2m-Regel. Und wie es kommen mußte, die Zahlen beweisen im Grunde trotz der o.g. Stabilisierung, daß Radfahrer mit und ohne 2m-Regel Kinder fressen, eben inzwischen nur nicht mehr Kinder als bisher.

Der Unterschied zur Hexe ist, folgt man den Vorurteilen, gering. Auch die Hexe baut im Wald ohne Genehmigung und statische Prüfung, aber sie brät oder backt die Kinder vor dem Verzehr, was die Radfahrer nicht tun.
 
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Es geht hier in der Tat um recht komplexe Abgrenzungen bei der Haftung. Der Waldbesitzer haftet nicht für so genannte waldtypische Gefahren und jeder, der im Wald unterwegs ist und sich dabei verletzt, muss das akzeptieren. Er handelt insofern auf eigene Gefahr. (....)
Ein instruktives Beispiel für diese Rechtsprechung findet Ihr hier http://dimb.de/images/stories/pdf/p...eldorf_Urteil_vom_09.01.2008_I-19_U_28_07.pdf

Aber auch Klagen wegen "rutschiger" oder "glatter" Wege zu diversen Jahreszeiten, wegen fehlender Geländer an Stegen oder Brücker über Bäche, etc. wurden schon abgewiesen. Der Grundtenor gegenüber den Klagewütigen lautet regelmäßig: Da muss man halt besser aufpassen! (....)

Mein Favorit ist immer noch eine Gerichtsentscheidung zu Lasten eines PKW Fahrers. Er versuchte, einem aus dem Waldweg aufragenden Stein auszuweichen, geriet dabei in den Graben und auch wieder ´raus, ramponierte aber sein Auto dabei unten recht deftig.

Die Richter auf die Klage des PKW-Besitzers:

a) Selbst dran schuld.

b) Gräben sind nicht zum Befahren mit PKW da.
 
Mal was etwas anderes. Alle mitsingen.... :)

Zu der Melodie und frei nach: „Skandal“ von „Illegal 2001“:

Politiker und Wanderer im Chor:

Ihr fahrt in den Wäldern, Ihr seid eine Qual
Ihr seid Mountainbiker, Ihr seid ILLEGAL
Ihr gebt immer Vollgas, Ihr fahrt alle um
Ihr nehmt niemals Rücksicht, seid rotzfrech und dumm
Ihr hasst alle Regeln und vernichtet jeden Pfad
zerpflügt jede Kurve, Drifts vom Hinterrad
Ihr erschreckt unsre Hunde und Ihr habt Spaß dabei
Ihr bringt unseren Kindern fürchterliche Hobbies bei

Refrain1:

Skandal, Skandal Ihr seid böse Mountainbiker, Ihr seid ILLEGAL
Obszön, Brutal, Ihr seid böse Mountainbiker, Ihr seid ILLEGAL
Skandal, Skandal Ihr seid böse Mountainbiker, Ihr seid ILLEGAL
Obszön, Brutal, Ihr seid böse Mountainbiker, Ihr seid ILLEGAL

Mountainbiker:

Wir fahren in den Wäldern, nur Forstwege, keine Wahl
Sonst sind wir Mountainbiker alle ILLEGAL
Wir nehmen gerne Rücksicht, mögen schwarze Schafe nicht
Grüßen auch mal freundlich, mit nem Lächeln im Gesicht
Unser Sport ist einfach Klasse, doch wir brauchen einfach Trails
50000 Unterschriften, am Verständnis jedoch fehlts
Kommt gemeinsam in die Wälder, kommt gemeinsam auf den Berg
Kids auf Bikes anstatt auf Couches, das ist doch ein gutes Werk

Refrain2:

Skandal, Skandal fast auf allen guten Strecken sind wir ILLEGAL
Nur in Baden, nur in Schwaben sind wir Mountainbiker ILLEGAL
Skandal, Skandal fast auf allen guten Strecken sind wir ILLEGAL
Über 50000 Stimmen hört man dann .... bei der nächsten Wahl
 
Wie heißt es so schön: die Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und genau so verhält es sich auch mit dem 10%-Pilot-Kompromiss-Projekt. Denn das ist die Ausnahme mit der man prima die 2-Meter-Regel manifestieren kann. Und jeder, der diesen faulen Kompromiss anerkennt, erkennt damit auch die Regel an.

Die 2-Meter-Regel steht für eine Politik, bei der Verbote die Regel statt die Ausnahme sind. Mit dem 10%-Pilot-Kompromiss-Projekt schafft man Ausnahmen zu einer Verbots-Regel statt die Chance zu ergreifen und die Verbote zur Ausnahme zu machen. Ohne Regel bräuchte man die Ausnahmen nicht.

Traurig!

Traurig, zumal die Ausnahmen teuer und aufwendig werden: Antrag, Prüfung, Genehmigung, Beschilderung, Versicherung (wegen einer Haftung die man ohne Extra-Wege und nur durch Aufhebung der 2-Meter-Regel gar nicht hätte).

Und weil es so aufwendig ist, wird es ewig dauern und wenig bringen außer einer prima Ausrede: wir haben es doch versucht, es gibt doch (ein paar) Wege, wir tun doch was.

Und das alles dann nur in touristischen Regionen ohne Relevanz für die meisten einheimischen Biker.

Aber selbst das Pilot-Projektchen treibt man gar nicht ernsthaft voran (kein Fortschritt beim Pilot-Projekt erkennbar), sondern verwendet die ganze Sache und die bloße Absicht, es machen zu wollen, lediglich als Ausrede dafür, die 2-Meter-Regel solange nicht in Frage stellen zu müssen.

Fazit:
- man beharrt auf Verboten
- man liefert sich selbst die Ausreden fürs Beharren
- man redet Konflikte herbei, die man dann als Begründung für die Regel verwendet
- und schafft sich Probleme, die man ohne Pilot-Projekt gar nicht hätte (Haftung auf Extra-Bike-Strecken)
- mit denen man dann aber das Ganze wiederum als problematisch darstellen kann...

Geschickt eingefädelt! :rolleyes:

Wir werden sehen, wie das Thema im Petitions-Ausschuss gesehen wird.
 
nochmal ein Schwenk zu den Jägersleuten:

Zitat: "Wanderer, Jogger, Mountainbiker, Walker und Reiter die sich an die Wege halten, schaden der Natur nicht.
Schon Naturfreunde wie Pilzsucher und Beerensammler aber sorgen für Unruhe unter Wildtieren. Kommen nun Freizeitvergnügen wie Orientierungsläufe, Nachtwanderungen und Radtouren mit Stirnlampe dazu, wird den meisten Wildtieren das Leben zum Stress."

Das ist doch schonmal eine richtig gute Basis.
Vieleicht sollte man den Jägern anbieten, im Zuge der 2m Diskussion das Verlassen der Wege egal für welche Sportart zu ächten.
Wobei Pilzesuchen auf Wegen keinen Spass macht.
 
Insgesamt sind wir schlecht beraten, wenn wir uns Gedanken über die Rechte anderer machen oder hier sogar eine Angleichung etc. der Rechte diskutieren. Das sollen andere tun. Wir sollten uns darauf konzentrieren FÜR unser Anliegen einzutreten und vor UNSERER eigenen Haustür zu kehren.

Alles andere führt auf Nebenkriegsschauplätze und ist eher kontra-produktiv.
 
Hallo kurz info die Gewinner des Video Contest wurden bekannt gegeben !
Leider kann ich das Sieger Video nirgens finden , bzw es ist nich gekennzeichnet ?
http://www.video-schwarzwald.de/
Ich weiß warum ! Die haben ihr eigenes Video gewinnen lassen ,
der Herr Arnold ist auf ihrer Homepage mehrfach erwähnt.
Wenn man sich den Abspann des Videos anschaut sieht man das
ihr eigenes Werbevideo gewonnen hat .
http://www.video-schwarzwald.de/Videos/SchwarzwaldTourist
Da bleibt halt äh gschmägle
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann das Video auch nirgends finden. Wenn ich aber nach Julian Arnold Mountainbike google, dann finde ich:
http://www.schwarzwald-tourismus.info/Entdecken/Rad-und-MTB/Mountainbike/Mountainbiker-Julian

Also ist der Gewinner jemand, der schon einige Zeit zuvor auf der Seite des Schwarzwaldtourismus zu Werbezwecken erwähnt wurde. Im Cache von Google ist die Seite schon seit 6.12.13 und soweit ich mich erinnere war die auch schon im Sommer online. Der Artikel kommt mir bekannt vor.

Könnte man mal dezent nachhaken wie sich die Jury hier entschieden hat.

ciao heiko


Ich habe mal dezent nachgefragt welches Video denn jetzt genau gewonnen hat ;-)
 
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