Allround Fully um die 2000€

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Und woher kommt der Anschein, dass solch ein Schwierigkeitsgrad unrealistisch ist? Kennt er mich? War er bei den Fahrten dabei? Finde daher die Handhabung und Reaktion mehr als daneben. Wie schon erwähnt, in Komoot mit S3 gekennzeichnete Trails bin ich schon mehrfach gefahren. Hat dieser Trail zu S4 oder S5 tendierende Abschnitte, bin ich diese nicht gefahren, sondern wie schon erwähnt, geschoben. Und natürlich baller ich meine Trails mit dem Hardtail nicht sonderlich schnell herunter.

Das ist so ein bisschen der Punkt. Natürlich möchte ich aufrüsten, aber wieviel wird für dieses Budget denn möglich sein? Und der Fokus sollte jetzt nicht zu sehr auf S4 oder S5 liegen. Lediglich erstmal den Spaß bei S2 und S3 zu erhöhen. S4 und S5 soll dann natürlich mit der Zeit auch kommen, aber primär ist das erstmal nicht.
Zur Erklärung wieso deine Angaben hier nicht wirklich ernst genommen werden. Ich bin mir auch sicher es ist keine böse Absicht, sonder du verlässt dich hier leider auf falsche Angaben.

S4/S5 wenn du dort vom Bike steigst, holt dich ein Heli mit Winde raus. Kein Witz!
Du kannst einen Trackstand also stehst auf dem Bike locker minutenlang ohne den kleinsten Zucker, ziehst aus dem Stand einen Bunnyhop und beide Räder sind einen halben Meter in der Höhe, das machst du auch bei voller Fahrt über Baumstämme, kannst Hinterradversetzen immer und überall. Du bist Danny MacAskill.

S3 sind bereits Absätze die zu langsam gefahren das Tretlager aufsetzten lassen, du gehst also über den Lenker. S3 ist Linie sehen, draufhalten, arbeiten auf dem Bike. Wegen dem Gefälle ist bereits die Hinterradbremse alleine nicht ausreichend um das Bike überhaupt gleichbleibend schnell zu halten. Wenn deine Geschwindigkeit beim Einfahren in eine S3 Passage nicht passt, wirst du sie kaum noch reduzieren können.
Es gibt schlechte Tage wo ich vor einer S3 Passage mit grübeln anfange, nicht sofort die Linie sehe, dann schiebe diese runter.

Häufig ist was auf Komoot als S4/S5 gekennzeichnet und bei Trailforks als blau, also gibt es noch drei Stufen darüber. Der letzte Trail auf Trailforks hatte irgendwie 300-400 Tiefenmeter bei 1km Länge, wurde von double black auf blau runtergestuft. Ich konnte die Bremse von oben bis unten nicht loslassen und war die ganze Zeit mit dem Arsch über Hinterrad. Ich fand es nicht witzig.
 
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Klitzekleine Zwischenfrage:
Ich hab mich auch schon gefragt, was die Einstufung bei Komoot mit dem Pfeil nach oben und dahinter sX bedeuten soll.
Hab das bisher so verstanden, dass das die Einstufung für den Uphill ist. :rolleyes:
Im Beispiel Victoriatrail im Taunus (S1 Pfeil S1) wäre das auch das einzig logische.
Jetzt lese ich raus, dass das die Einstufungen für kurze Abschnitte sind, die eben schwerer sind.
Würde ja auch Sinn machen, nur eindeutig beschrieben find ich das nirgends. :ka:

Vielleicht löst die Aufklärung ja schon das ein oder andere Missverständnis.

Zum eigentlichen Thema:
Ich finde auch, dass die bisherigen Beiträge nicht überheblich gemeint waren oder dem TE irgendwelche Skills absprechen wollen - sondern als Hilfestellung für die passendere Singletrail-Einstufung wahrgenommen werden sollten. Es hilft ja nix, wenn da am Ende ein Enduro bei rauskommt, und das dann ausschließlich auf S0-S2 bewegt wird.
Wenn es dann doch bei S0-S2 bleibt, würde ich auch das Ghost behalten und etwas anpassen, anstatt 2k für ein neues Bike auszugeben, dass gar nicht sooo viel mehr kann.
Andererseits: Wenn man das Gefühl hat, dass einen das Hardtail limitiert, ist auch blöd.

Bin damals mit meinem Copperhead 3 von 2015 bis S2 gefahren, und weil mir das nicht ganz geheuer war, hab ich mir ein All Mountain Fully dazugekauft.
Damit fahr ich im Wesentlichen auch nur S0-S2 (je nach Auslegung des S nach dem Pfeil auch S3 ;) ), aber mit mehr Sicherheit, Speed und Spaß.
 

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Klitzekleine Zwischenfrage:
Ich hab mich auch schon gefragt, was die Einstufung bei Komoot mit dem Pfeil nach oben und dahinter sX bedeuten soll.
Hab das bisher so verstanden, dass das die Einstufung für den Uphill ist. :rolleyes:
Im Beispiel Victoriatrail im Taunus (S1 Pfeil S1) wäre das auch das einzig logische.
Jetzt lese ich raus, dass das die Einstufungen für kurze Abschnitte sind, die eben schwerer sind.
Würde ja auch Sinn machen, nur eindeutig beschrieben find ich das nirgends. :ka:

Vielleicht löst die Aufklärung ja schon das ein oder andere Missverständnis.
Ich hab mich auch schon gefragt, was das in der Klammer mit dem Pfeil nach oben bedeutet. Logisch wäre, der Schwierigkeitsgrad für Uphill wie du sagst. Aber wieso ist dieser dann nur bei sehr wenigen Trails angegeben? Das spräche dann nämlich wieder für die Erklärung im ersten Beitrag. Im Netz findet man dafür leider keine Erklärung. Lediglich ein Forenbeitag, indem genau beide Möglichkeiten genannt werden, die nun auch hier zur Diskussion stehen. Bei Komoot findet man dazu leider nichts.
 
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Vielleicht fehlt dann einfach die Uphill-Einstufung - so wie auch oft die Einstufung für komplette Trails fehlt.
Muss ja irgendwer mal gemacht haben, damit es vermerkt sein kann.
Aber wenn der Trail hoch und runter gleich eingestuft ist, dann könnte auch einfach nur S1 da stehen, Anhängsel nach dem Pfeil nicht nötig (vielleicht als klare Aussage sinnvoll: Ja, auch uphill S1).

Dafür, dass uphill gemeint ist, spricht aber auch: Es sind schon längere Abschnitte so eingestuft, nicht nur kurze Passagen / Schlüsselstellen. So exakt wäre das auch ziemlich aufwändig.

Ich wollte das jetzt auch gar nicht zu sehr diskutieren, das gehört in einen eigenen Thread.
Aber vielleicht kann der TE seine Trails noch mal auf die anderen Variante einstufen und kommt zu neuer Erkenntnis. :)
 
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Ja, die Angabe mit dem Pfeil bezeichnet die uphill Schwierigkeit. Der Threadersteller mit S3(↑S5) ist also einen Trail gefahren, der von der bergab Schwierigkeit max. S3 war, und da Kommot wie gesagt gerne übertreibt, war es vielleicht auch nur tatsächliches S2.

Ich persönlich fahre mit meinem 140mm Trail-Hardtail bis S2 und das reicht mir dann auch schon bzw. Ist für mich Ende der Fahnenstange. Insofern wenn der Threadersteller etwas Potententeres will, sollte er schon zum AM/Enduro Fully greifen
 
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Insofern wenn der Threadersteller etwas Potententeres will, sollte er schon zum AM/Enduro Fully greifen
Viel Spaß beim Höhenmeter sammeln im Odenwald ;) Ich halte für seine Zwecke ein Enduro für eindeutig "overbiked". Außer er sagt er geht noch gern 1-2 mal im har in den Bikepark. Bedenke, er möchte sein Hardtail verkaufen.
 
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Ja, die Angabe mit dem Pfeil bezeichnet die uphill Schwierigkeit. Der Threadersteller mit S3(↑S5) ist also einen Trail gefahren, der von der bergab Schwierigkeit max. S3 war, und da Kommot wie gesagt gerne übertreibt, war es vielleicht auch nur tatsächliches S2.
Genauso ist es.
Die Komootangaben stimmen schon, sind aber eher überstuft, aber nicht um einen Stufe sondern vielleicht eher eine halbe Stufe. Wenn ein S1 Trail zwei kurze S2 Abschnitte hat, dann wird der als S2 Trail eingestuft und das finde ich aus richtig.

Sogut wie jeder S2 und S3 ist hochzu immer eine S5 oder S4. Das geht ja gar nicht anders.

Da du dein HT verkauft und anscheinend ungefär S2 fährst, halte ich das Ghost mit 130mm fuer passend. Oder guck ob du an ein Radon Slide rankommst.
Enduro scheint dann echt zu viel zu sein.
 
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Meine Meinung (auch wenns vermutlich nicht das ist, was du hören willst):
Tue dir das nicht an, behalt das Essential. Da bekommst du für 2000 Euro ein schweres Bike und so recht viel mehr kann das dann auch nicht.
Wenn du das Essential behalten hättest, könntest du mit nem 2. Bike den Einsatzbereich erweitern.
Ist eigentlich für mich der sinnvollste Punkt hier.

Es gibt Fullys für 2.500€ die brauchbar ausgestattet sind mit paar Schwächen. Im Bereich 2.800€ kann man schon wirklich ordentliche Fullys bekommen. Im Bereich 2.000€ hast du zu viele Abstriche.
Die Bikes sind meist gefederte HTs aber nicht wirklich für spaßigen Einsatz auf Trails gedacht.
 
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Klitzekleine Zwischenfrage:
Ich hab mich auch schon gefragt, was die Einstufung bei Komoot mit dem Pfeil nach oben und dahinter sX bedeuten soll.
Ich hab mich auch schon gefragt, was das in der Klammer mit dem Pfeil nach oben bedeutet.
Genauso ist es.
Die Komootangaben stimmen schon, sind aber eher überstuft, aber nicht um einen Stufe sondern vielleicht eher eine halbe Stufe. Wenn ein S1 Trail zwei kurze S2 Abschnitte hat, dann wird der als S2 Trail eingestuft und das finde ich aus richtig.
Meines Wissens nutzt komoot Kartendaten von openstreetmap, die Einstufung sollte also genauso sein wie vermutet. https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:mtb:scale
Dadurch, dass die Einstufung von Usern vorgenommen wird, sind wir aber genau bei dem Problem:
Die Erfahrung hier im Forum zeigt leider, daß sich sehr viele, besonders neuen User, total überschätzen.
Fehleinschätzung zeigt sich ja auch bereits hier, lt. Singletrail-Skala wird ein Trail anhand der durchschnittlichen Schwierigkeit eingestuft und eben nicht der maximalen.

Gewicht sehe ich nicht so kritisch (außer beim Tragen). Auf einer Mehrtagestour hat man auch mal schnell 5kg Zusatzgepäck im Rucksack, dennoch fährt man ähnliche Umfänge wie auf einzelnen Touren.
Schließe mich allerdings @Basti138 an: Die Marktsituation ist aktuell beschissen und du hast bereits ein gutes Rad...
 
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Fehleinschätzung zeigt sich ja auch bereits hier, lt. Singletrail-Skala wird ein Trail anhand der durchschnittlichen Schwierigkeit eingestuft und eben nicht der maximalen.
Macht es Sinn einen flowigen Trail der durchgehend S1-S2 ist wegen 5m S3 auf S3 ein zu stufen? Keine Ahnung was besser ist?

Es gibt eine Studie zur Singletrail Skala. Meist neigen männliche Fahrer dazu sich um eine Stufe höher ein zu schätzen als dies in der Praxis der Fall ist.

Durch Erosion sind auch viele Trails nicht mehr in dem Zustand in dem sie mal waren bei der Einstufung. Denke Vinschgau ist da ein super Beispiel, wobei ich dort schon über 3 Jahre nicht mehr war.

Auch gibt es unterschiedliche Einstufungen. Serfaus stuft den Frommes als S3 ein, dabei sind vielleicht 100HM S2+. 30km weiter am Reschen ist der leichteste Trail schwerer als der angebliche S3 Frommes.
Am Bunkertrails siehst dann die Tourenfahrer schieben, da der Trail als rot mittelschwer eingestuft ist, falls ich es noch richtig im Kopf habe.

Eigentlich gehört die Skale überarbeitet, solange es nichts besseres gibt, wohl noch die beste Lösung.
Die Bilder und Komoot verleiten sicherlich zu einer Falscheinschätzung.
 
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Macht es Sinn einen flowigen Trail der durchgehend S1-S2 ist wegen 5m S3 auf S3 ein zu stufen? Keine Ahnung was besser ist?
mMn macht es schon Sinn, den Trail dann aufzustufen. Wenn ich beispielsweise eine Route mit Komoot plane, die ich fahren möchte, meide ich bewusst Trails, die über S2 gehen. Da mir für alles darüber einfach die Erfahrung, der Skill und auch das Rad fehlt. Klar, absteigen und tragen wäre für diesen Abschnitt eine Möglichkeit. Aber wenn der Trail dann wegen diesem Abschnitt von vorn herein auf S3 eingestuft ist, kann ich ihn ja auch meiden?! Deswegen sind die Einstufungen ja da?!
 
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Aber auch nicht immer, oft ist es tatsächlich nur ein kleiner Streckenabschnitt, oder die berühmten 5 Meter, die S3 oder sogar noch schwerer sind, da kann man dann auch tragen oder schieben, gibt es hier bei uns auf der Alb häufig, ein kleiner schwerer Abschnitt, die restlichen Kilometer eher flow, wäre doch schade da dann nicht zu fahren, und vielleicht jeh öfter man an die Stelle kommt....traut man sich auch irgendwann mal
 

ollo

der hat was
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dem Flachen
Bike der Woche
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Also konkret denkt ihr, dass ich mit einem Fully um die 2000€, beispielsweise mit dem Ghost SLAMR Base, mich kaum nennenswert verbessern würde, weshalb der doppelte Preis des SLAMR Base im Bezug auf das Nirvana nicht gerechtfertigt ist?


Ja, beim Ghost würde ich L benötigen.
schau doch mal hier im Bikemarkt nach einem guten gebrauchten.
Hier würde ich speziell in der Liteville Ecke schauen. Fahre zwar selber keines mehr aber mein altes Liteville (Modell MK2) läuft heute noch und hatte erst nach ca. 30 000 km die ersten Lagerwechsel. Und selbst wenn Du nur eins mit 26 Zoll Laufrädern findest so lässt sich ein Liteville auch auf 27,5 umbauen. Wenn Du nach 29 Zoll suchst, dann die neueren Liteville Modelle die Scalesizing fähig sind . Oder meinen persönlichen Favoriten ein Alutech Teibun oder eine Fanes Allmountain :cool: :D
 
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Macht es Sinn einen flowigen Trail der durchgehend S1-S2 ist wegen 5m S3 auf S3 ein zu stufen? Keine Ahnung was besser ist?

Es gibt eine Studie zur Singletrail Skala. Meist neigen männliche Fahrer dazu sich um eine Stufe höher ein zu schätzen als dies in der Praxis der Fall ist.

Durch Erosion sind auch viele Trails nicht mehr in dem Zustand in dem sie mal waren bei der Einstufung. Denke Vinschgau ist da ein super Beispiel, wobei ich dort schon über 3 Jahre nicht mehr war.

Auch gibt es unterschiedliche Einstufungen. Serfaus stuft den Frommes als S3 ein, dabei sind vielleicht 100HM S2+. 30km weiter am Reschen ist der leichteste Trail schwerer als der angebliche S3 Frommes.
Am Bunkertrails siehst dann die Tourenfahrer schieben, da der Trail als rot mittelschwer eingestuft ist, falls ich es noch richtig im Kopf habe.

Eigentlich gehört die Skale überarbeitet, solange es nichts besseres gibt, wohl noch die beste Lösung.
Die Bilder und Komoot verleiten sicherlich zu einer Falscheinschätzung.
Studie - siehe Signatur ;) (nicht meine Diss)

Die Diskussion um die Singletrail-Skala wurde hier ja bereits ausführlich geführt - https://www.mtb-news.de/forum/t/singletrail-skala-im-ernst.234952/
MMn passt die STS ganz gut wie sie ist, für das was sie ist. Für die Kaufberatung ist sie wohl eher wenig hilfreich.
 
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