Alltagstauglichkeit Carbon-Rahmen

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Hallo!

Ich möchte mir eventuell ein Carbon-Rad aufbauen. MTB-Rahmen, aber ansonsten eher für sportliche Stadtfahrten aufgebaut.
(Bitte keine Diskussion hierüber... ich mag es leicht, auch zum Schultern. MTB, weil ich schon eins hab und die meisten Teile, z.B. Räder, Bremsen weiter verwenden will.)

Meine Frage ist: Wie alltagstauglich sind Carbonrahmen? Wer hat Erfahrung damit? Was halten sie aus, wenn man sie z.B. mal an einem Geländer/Zaun/Laternenpfahl anschließt? Oder gegen eine Laterne lehnt. Sofort hinüber, oder muss ein solcher Akt ausgesprochen ruppig geschehen?
Wer hat denn schon ernsthafte Schäden an seinem Carbon-Rahmen erlebt und was hat eingewirkt?

Danke Euch für den Input!
 
mein scott hat bis auf zwei scheuerstellen in der äusseren carbonschicht (von bowdenzügen verursacht) keine schäden.ok,minimale lackkratzer oder winzige steinschläge sind nach 7 jahren normal.ja gut,ich bin vorsichtig und provoziere keine umfaller,wo sich der bremsgriff ins oberrohr bohrt und suche mir auch nicht die rostigste laterne...
wenn ich beim richtigen fahren was beschädige,was solls,ist im einsatz passiert.richtig ärgern würde ich mich zum beispiel,wenn mir beim anketten das schloss gegen die plaste knallen würde und ich ein tolles loch im rahmen hätte was da nicht hingehört.
aber wenn du das teil nicht jeden tag die treppe runterwirfst und beim anstellen an pfeiler den sattel benutzt,sehe ich keine einschränkungen im alltag.schrammen und dellen bekommen alubikes auch...
 
dass sich bei einem einfachen umfaller ein bremsgriff in den rahmen bohren würde, ist aber zumindest bei heutigen rahmen kein thema mehr. auch wenn du mit dem schloss dagegenknallst. da müsste es schon extremst unglücklich zugehen, und auch ein bisschen gewalt dahinterstecken.

also vom anlehnen an einen zaun etc. dürfte absolut keine gefahr ausgehen. höchstens ein paar kratzer im lack. und wenn das passiert, bist du sogar noch besser dran, als mit einem metall-rahmen, weil carbon nicht oxidiert.
das einzige, worüber ich mir an deiner stelle sorgen machen würde ist, dass du hinterher zwei bikes hast, wenn du es mitten in der stadt an einen laternenpfahl anleinst ;)
also mach dir lieber sorgen um ein anständiges schloss dafür :D

SOS_AbK106-is.jpg
 
Hmm, als Stadtbike fände ich Carbon zu schade. Muss ja nicht mal sein, dass Du das Bike gegen eine Mauer fähst, an der falschen Laterne anlehnst, o.ä. Gesetzt den Fall ein Passant wirft das Bike um und stellt es wieder auf. Dann weißt Du noch nicht mal, dass das Bike Bodenkontakt hattest und es besteht die Gefahr auf Defekte.

Bin zwar kein Carbonspezi und hab auch noch keines besessen aber wie gesagt, dafür wäre es mir echt zu schade.
 
Mahlzeit,

ich nutze mein Carbonrad zur täglichen Fahrt zur Arbeit und zurück seit einigen Jahren.
Grade jetzt bin ich froh das ich mir über Streusalz an den zahlreichen Lackabplatzern auf dem Rahmen wenig Gedanken machen muß.
Ich vermeide aber jeden "kratzenden" Kontakt zu Mauern, Laternen etc. Das würde ich bei einem Alurahmen genauso machen. Wenn schon "Kampfspuren" dann auch durchs echte benutzen, wie einer meiner Vorredner schon geschrieben hat.
Ich würde mein teures Rad jedoch nie draußen stehen lassen (Egal ob Carbon oder Alu). Zum Glück kann ich es mit ins Büro nehmen.

Fazit: Vom Material her absolut alltagstauglich, von der Diebstahlsgefahr her schätze ich es höher ein als Alu-Rahmen.

LG, der Hyrex
 
Ja, die erhöhte Diebstahlgefahr ist mir bewusst, aber das sei an dieser Stelle mal ein anderes Thema.

Dellen und Kratzer sind mir auch gar nicht unwillkommen, solange sie den Wiederwerkaufswert, also auch den Klauwert mindern. Ich selbst mag auch angeranzte Dinge - also kein Problem.

Hab nur Schiss vor ernsthaften Schäden, die mir irgendwann in der Fahrt plötzlich den Rahmen zerlegen.

Aber dahingehend scheint Carbon ja nach Eruen Beiträgen nun auch nicht so ganz extrem wie ein rohes Ei zu sein?

Danke schonmal!
(Weiter Erfahrungsäußerungen gern willkommen. :-) )
 
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