Ausdauertraining mit Straßenrenner?

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Hallo Fittnessfreaks.


Ich fahr seit 2 jahren mtb. Hab mich Ende letzter Saison recht strak gefühlt und beschlossen mal nen Bike-Marathon (80km 1800hm) mitzufahren. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich mir nen billiges gebrauchtes Straßenrad zulegen soll.

Man sagt so allgemein, daß das Training auf der Straße viel besser anschlagen soll. Kann mir jemand sagen, wo der Trainingsphysiologische Unterschied zwischen dem Fahren auf Asphalt mit dem mtb und fahren auf Asphalt mit nem Straßenrenner liegt? (von Geschwindigkeit und damit natürlich auch Spaß mal abgesehen)

Hab auch schon drüber nachgedacht, mir nen 2. Lauradsatz fürs mtb mit slicks zu besorgen. Aber da geht einem doch bestimmt schnell mal die Übersetzung aus...oder?

Wie dem auch sei....würde mich über allerlei Anregungen freuen (und falls einer sein alten Straßenflitzer loswerden will........)

Danke schonmal
 
Lohnen tut sich das in jedem Fall. Ich habe mir vor etwa 2 Jahren auch ein RR zugelegt; seitdem fahre ich damit den Mammutanteil im Training (ca. 70%). Der große Vorteil ist, dass man (sofern die Strecke flach ist) sehr gut in den Trainingsrelevanten Pulsbereichen trainieren kann, vor allem GA. Mit dem MTB im Gelände ist es fast unmöglich, GA zu trainieren und auf der Straße macht´s mit dem MTB keinen Spass. MTB Profis trainieren übrigens auch zu einem sehr hohen Anteil auf dem Rennrad. Spass macht es ausserdem und ist eine gelungene Abwechslung zum MTB fahren. Einzig der übrige Strassenverkehr stört etwas, aber wenn man auf verkehrsärmere Strassen ausweicht, geht es.

Ein Tip vielleicht: Leih Dir mal irgendwo ein RR aus und schau mal, ob es Dir überhaupt Spass macht. Wenn ja, würde ich mir nicht eine alte Gurke kaufen, sondern schon etwas besseres. Wenn Du ein altes, schweres kaufst und Dir das Spass machen sollte, kommt automatisch irgendwann der Wunsch nach einem besseren und leichteren Rad. Unterm Strich wirst Du mehr davon haben.
 
Wenn Du wirklich darüber nachdenkst, dann ziehe doch mal ein Querfeleinrad in Erwägung. Ick hab mir eins geholt und es ist einfach genial, ick mache Strassentraining damit an sich ist es ja ein Rennrad und wenn ick keine Lust mehr auf Asphalt habe geht es einfach mal ein Stück ab in den Wald. Mit einem Crosser im Wald schulst gleich noch Deine Technik.
 
hallo,
was der crazyman sagt geht voll auf.
grundlagentraining ist mit rr echt gut du kannst stundenlang im flachen rumsausen und des macht sogar noch spass. mtb ohne berg ist doch ********.
ausserdem hat das rr auch beim kraftausdauertraining vorteile.
du kannst mit dem rr am berg deinen puls kontrollieren. wenn du 85 % fahren willst dann regulierst du das einfach mit schalten oder trittfrequenz.
beim mtb ist das nicht so leicht möglich. du musst dich viel mehr auf deine fahrtechnik konzentrieren, also z.b. wurzeln ausweichen oder vor einer rampe gas geben weil dir sonst der hr durchdreht. hier gibt dir also mehr oder weniger das gelände deinen puls vor. beim rr kannst es selbst bestimmen.
meide hauptstrassen dann machts auch riesen spass.
und von dem billigen alten gebrauchten würde ich dir auch abraten.
schmeiss 1000 EUR ins rennen dann bekommst mit ein bisschen suchen einen guten rahmen mit ner 105er shimano ausstattung und vernünftigen laufrädern, vorbau, sattelstütze und lenker. damit hast auf alle fälle spass. und wennst das gewicht tunen willst kannst immer noch ein teil nach dem anderen auswechseln.

:bier:
 
macunaima schrieb:
...Kann mir jemand sagen, wo der Trainingsphysiologische Unterschied zwischen dem Fahren auf Asphalt mit dem mtb und fahren auf Asphalt mit nem Straßenrenner liegt? ...

ist das gleiche - von Geschwindigkeit und damit natürlich auch Spaß mal abgesehen.
 
macunaima schrieb:
Hab auch schon drüber nachgedacht, mir nen 2. Lauradsatz fürs mtb mit slicks zu besorgen. Aber da geht einem doch bestimmt schnell mal die Übersetzung aus...oder?

Hi,
das glaube ich nicht. 53/11 hast du zwar nicht und damit ist Krafttraining etwas eingeschränkt, aber zum Rasen reicht die übliche MTB Übersetzung auch aus.
Auf dem Renner hast aber noch andere Vorteile: geringeres Gewicht, bessere Aerodynamik durch andere Sitzposition usw. und keine Energieverschwendung im System. (Federelemente)
Dafür fliegst aber auch eher auf die Schnauze oder landest auf ner Motorhaube, wenn du immer nur stochst.
Zum Kilometerfressen ist ein Renner aber unübertroffen.
Gruss!
Shem
 
Zum GA-Training mit dem RR kann ich nix sagen. Geht bei uns nicht.
Im bergigen Gelände bekommst du durchs RR mehr Druck, weil die Übersetzung dicker ist. Nur mit dem MTB trainieren macht auf Dauer etwas "weich" am Berg. Mit dem RR ist jedoch die Gefahr sich zu übernehmen grösser, weil eben mehr mit Kraft als mit Frequenz gefahren wird (ausser mit einem 3-fach Blatt) - (wie gesagt, nur im bergigen Gelände).
Das sind meine persönlichen Erfahrungen über viele Jahre MTB und RR.

Dubbel, stimmt das mit der Wissenschaft überein?
 
Ich schlage vor: kauf dir erstmal paar Slicks fürs MTB (der schmalste der draufgeht ist der Conti Grand Prix MTB, 1' o.ä.) dazu den passenden Schlauch.
Damit sparste schonmal 500g (mind.) an den Laufrädern. Wenn das fetzt kannste ja für den Winter oder so noch ne billige Starrgabel kaufen.
Dein Bike ist dann quasi ein RR (bloss mit geradem Lenker).
Mit der Übersetzung und dem Druck ist alles quatsch, am MTB haste auch ne 44-11, da kannste, ich würd mal sagen ne mind. 55-60 treten, wer fährt so schnell?
Daste am Berg dickere Gänge mibm RR fährst iss auch quatsch, kannst ja im 44-er Blatt nen Berg hochfahrn, da haste ooch Druck.
Auf alle Fälle bezahlste erstmal bloss ca. 50-80 Euro, und du hast ein genausoschnelles Bike wie ein RR. Ein argument fürs RR ist natürlich, dass du bestimmt kein Bock hast ständig die Reifen zu wechseln.
So, der Tipp mit dem RR ausleihen ist nicht schlecht, würd ich auch mal probieren (als RR Nichtbesitzer).

MTB Reifen 1000g +MTB Schlauch 300g=1300g
MTB Slicks 400g+Schlauch200g=600g
aaaah, du sparst sogar 700g und das an den Laufrädern

Das wars erstmal von meiner Seite.
 
Tausend Dank an alle.

Wenn ich das alles mal kurz zusammen fassen darf, dann macht es vom Trainingseffekt her keinen Unterschied, ob ich mit dem mtb oder mit derm rr auf Asphalt rumtucker. Hauptsache kurbeln,kurbeln,kurbeln.

Daß das mit nem rr natürlich mehr Laune bringt is klar. Werd mir auf jeden Fall mal eins ausleihen und mal gucken ob das was ist.

Mtb mit Slicks ist im Flachen sicher okay, aber da ich mitten im Schwarzwald wohne sind flache Strecken doch sehr rar. Und ich denk, daß das nicht so den Fun bringt, wenn man mit Slicks dann schön gleichmäßig bergauf fährt, anschließend aber bergab nicht mehr ballern kann, weil die Übersetzung am Ende ist.

Der tipp gleich was vernünftiges zu kaufen is gut.....leider hab ich aber kein Sponsor. Geht also nicht.

nen crosser zu kaufen ging mir auch schonmal durch den kopf, aber....s.o.

Tja...dann werd ich mal so ne Maschine ausleihen und dann weitergucken. Danke für die rege Ateilnahme!!
 
LRG-Mitglied schrieb:
am MTB haste auch ne 44-11, da kannste, ich würd mal sagen ne mind. 55-60 treten, wer fährt so schnell?

Aber da musste auch mindestens 120< U/min drauf haben und als Mountainbiker der es sowieso nich so mit Motorik hat ein utopischer Wert *g*. Von Hobbyfahrern wollma ma garnicht erst anfangen drüber zu reden :).

Ciao.
 
Plasmo schrieb:
Aber da musste auch mindestens 120< U/min drauf haben
55km/h: 110 1/min
60km/h: 120 1/min

Wenn du plautzen willst, kannste dich in ne Aerohaltung ab 60 begeben, iss besser.

PS: ne trittfrequenz von 120 iss noch machbar und gutes Training
 
Ich überlege mir so etwas auch gerade.
Ist perfekt für eine Feierabendrunde und wenn ich aggressiv bin, fahre ich lieber schnell als bergauf, bergab. :D Ausserdem habe ich mir das mit dem Grundlagentraining schon gedacht.
Zum Test werde ich mir erst einmal ein RR ausleihen und mir dann überlegen, ob ich das wirklich will.
 
macunaima schrieb:
bei 55 is der Arsch endgültig ab (die erreicht man auch mit proffiliertem Gummi) bequem gehts bis ca 50.

Angeber!
Das hört sich an, als könnte man über viele Minuten 50 km/h fahren.
Das geht aber nur bergab, mit ständigem gutem Rückenwind, im Windschatten oder falsch geeichtem Tacho und wenn man richtig gut in Form ist.
Grenzt schon fast an Anglerlatain, was man hier so zu Gesicht kriegt.
Meiner ist auch 48 cm lang!
Gruss!
Shem
 
Ich möchte mich auch mal zu dem Trittfrequenzproblem äußern.

Es geht ja nicht darum mit nem MTB über 2h 50 km/h zu fahren.
Die Kraft dürften nur die wenigsten haben. Aber es ist eigentlich nicht so
das mir ständig die Übersetzung ausgeht. Ich hab zwar nur ne 42:11 Übersetzung, aber das hat bisher für alles gereicht.
Letzte woche bin ich auf einer sehr geraden und nur mäßig steilen Straße (hatte vielleicht 4% oder weiniger) kurzzeitig 75 km/h gefahren.
Das ergibt nach meiner Rechung ne Trittfrequenz von 157 U/min.
Und ich trainiere nun wirklcih nicht viel, ich fahr vielleicht 3000km in Jahr.

Es ist also nicht so, das eine mtb-Übersetzung einen wirklich behindern würde. Und falls doch, kann man sich ja noch nen 48'er Zahnkranz montieren, kostet nix im vergleich zu nem neuen rr.
 
@shem

wenn Du lesen könntest, dann wüßtest du, daß ich mit der 55er Grenze die Trittfrequenz bergab meine.......(hier gehts nunmal nur bergauf oder bergab...egal ob renner oder mtb)
 
macunaima schrieb:
@shem

wenn Du lesen könntest, dann wüßtest du, daß ich mit der 55er Grenze die Trittfrequenz bergab meine.......(hier gehts nunmal nur bergauf oder bergab...egal ob renner oder mtb)

Dann bitte ich um Verzeihung.
Da es vorher um Speed ging, mußte ich bei fehlender Angabe von Einheiten auf km/h schließen.
Gruss!
Tut mir leid!
Shem
 
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