Coronavirus in Italien

Es sieht so aus, wenn man sich die Zahlen der neuen Fälle aus Italien der lezte vier Tage anschaut,
also ob die Massnahmen Wirkung zeigen. Zuwachs stagniert auf hohem Niveau.

Grüße,
Axel
 
16.3.
Infiziert; Gesund; Tot
27.9802.7492.158
17.3.
Infiziert; Gesund; Tot
31.5062.9412.503

Wo ist da jetzt genau die Stagnation?
 
Wäre es weiterhin ungebremst, dann hieße das exponentiell. Was auf dem gezeigten hohen Niveau einen Zuwachs von über 8000 Fällen in 1 Tag bedeuten würde. Wenn der Zuwachs auf 3000 Fälle in 1 Tag "gebremst" ist, kann man vielleicht noch nicht ganz von einer Stagnation reden (ich hab die historischen Daten jetzt nicht, aber ich meine auch der Zuwachs von Tag zu Tag steigt immer noch), aber durchaus von einer Verlangsamung. Wobei man natürlich nicht weiß, ob weiterhin auf demselben Niveau getestet werden kann wie vorher, oder ob aufgrund der allgemeinen Überlastung des Systems einfach die Dunkelziffer wächst.
 
Vergesst die Zahlen aus Italien. Die sind eine unbrauchbare Basis für solche Berechnungen.

Nehmt die Zahlen aus Deutschland.
Deutschland wird demnächst enorme Test Kapazitäten haben. Weit über 150.000 pro Tag (derzeit 23.000).
Wenn die aus dem Veterinärsektor dazu kommen, wird Deutschland wahrscheinlich weltweit die besten Zahlen liefern.

Mich würd's überhaupt nicht wundern, wenn die CFR letztlich auf unter 0,1% sinken würde.
 
Deutschland wird demnächst enorme Test Kapazitäten haben. Weit über 150.000 pro Tag (derzeit 23.000).
Na da bin ich sehr gespannt. Meine Schwiegermutter und Schwägerin liegen beide mit genau den passenden Symptomen flach. Die Schwiegermutter jetzt seit dem Wochenende, die Schwägerin seit gestern. Die tollen Hotlines sind dauerbesetzt seit Tagen und es gibt kein durchkommen. Die Ärztin fragt lediglich ob sie in Risikogebieten waren und auf die Antwort "Nein" kommt nur "Ok, dann brauchen Sie auch keinen Test." Absolut lächerlich das Ganze...
 
Ja leider. Dabei wäre Testen so wichtig. Ich befürchte, dass da bei der Kommunikation so einiges im Argen liegt.
Es wäre nämlich sehr wichtig, eine große Stichprobe aus dem Bevölkerungsquerschnitt zu nehmen. Dann hätte man einen besseren Überblick über das Szenario.

Ich würde mich auch gerne testen lassen, weil ich Symptome habe. Geht natürlich nicht, obwohl ich sogar im Hochrisikogebiet lebe.

Die Symptome sind übrigens komplett konfus. Da hört man alles mögliche und die, die aus China mitgeteilt wurden, passen bei uns nicht. Fieber ist bei uns genauso häufig ein Symptom, wie Husten. 33% in beiden Fällen, glaube ich.
 
Insbesondere jetzt, wo man ja definitiv nicht mehr in ein Risikogebiet muss, um sich anzustecken, ist die Frage allein schon absurd. Dann können Sie die Tests auch bald komplett sein lassen, denn dann kann ja, dank Grenzschließungen, niemand mehr aus Risikogebieten gekommen sein.
 
Eben. Und die wissen auch, dass die Dunkelzahl enorm sein muss.

Der Grund könnte sein, dass sie zu wenig Testpersonal haben oder die Prozesse generell zu sperrig sind.
 
Wo ist da jetzt genau die Stagnation?
Wenn der Zuwachs auf 3000 Fälle in 1 Tag "gebremst" ist, kann man vielleicht noch nicht ganz von einer Stagnation reden (ich hab die historischen Daten jetzt nicht, aber ich meine auch der Zuwachs von Tag zu Tag steigt immer noch), aber durchaus von einer Verlangsamung.
Nach diesen Daten (Tabelle "Neue Infektionen in Italien")
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Epidemie_in_Italien#Entwicklung_der_Epidemie
ist ab dem 14.3. ein Knick in der Kurve: Bisher mit Ausnahmen exponentiell steigend, ab dem 14.3. konstant bei ca. 3.500. Das wäre schon ein Hinweis auf die Wirksamkeit von den Maßnahmen.
 
Meine Symptome sind so minimal. Bissl trockenen Husten, bissl Kopfweh - was soll ich machen? Meine Ärzte-Verwandten sagen: Kann alles sein. Ich sage: Die Viruskonzentration ist so niedrig, dass ich sowieso niemanden anstecken kann; sonst wäre mein Umfeld auch längst infiziert. Teilt sich auch mit der RKI Empfehlung.


Denke ich nicht. Die können nicht mehr als 3.500 Test/Tag machen. ;)
 
Solange du noch so viele Postings raushaust, kann es nicht so arg sein. Bleib daheim und gut ist :rolleyes:
Oh ha,jetzt hast du was gesagt....?

Mann,mann,mann,jetzt will sich jeder Testen lassen.So ist die Menschheit,man könnte ja zu kurz kommen....

Wer nicht vorbelastet ist,oder nicht mit Leuten aus dem Gebiet in Kontakt war,hat ne Grippe. Behaupte ich jetzt mal,daß ist auch Eigenverantwortung,aber so ist das,genau wie jeder neuerdings in die Notaufnahme rennt.....
 
Drosten hat heute gesagt, dass man bei Erkältungssymptomen inzwischen davon ausgehen kann Corona zu haben, da das saisonale Zeug langsam durch ist. Und dann soll man sich auch testen lassen. Das ist überhaupt nicht nur Egoismus, sondern quasi alle Virologen betonen, dass es um so besser ist, je mehr Tests gemacht werden, weil man genauer über die Verbreitung Bescheid weiß.
 
Na dann los.
Ich bin der Meinung,jeder sollte seinen Körper so gut kennen,daß er das Einschätzen kann.
Das ist wie mit dem Clopapier,einer fängt an
und jeder meint das muss jetzt sein.

Aber wenn die Virologen das meinen,müßen
sie dafür sorgen das es auch machbar ist.
 
Dafür können ja die Virologen schlecht sorgen, die produzieren ja die Tests nicht. Außerdem hat das nix mit "Körper kennen" zu tun. Das Argument war, dass man möglichst viel über die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung wissen muss, um die Maßnahmen zu optimieren. Zum Beispiel hat Südkorea u.a. extrem viel getestet und das war ein wichtiger Teil der Strategie, die im Moment zu einer gewissen Eindämmung geführt hat.
 
@UncleHo kannst du was zur Lage in Vo sagen?

@goldencore Ich würde mich ja gerne testen lassen, aber man lässt mich nicht. Ich könnte über Umwege einen Test privat in Auftrag geben. Aber da warte ich lieber auf den Antikörpertest.

Deutschland verfüngt bald über enorme Testkapazitäten. Ich denke, dass da so einige Aussagen zum Virus revidiert werden müssen.
 
Mich ärgert das ungemein. Weil ich gewohnt bin, sehr viel zu testen und den Wert von Laborergebnissen kenne.
Südkorea hat bis dato 295.000 Menschen getestet.
Das Ergebnis:

7719bf090558cd0d6853271269a500c1a282f4e3.png
 
Vo Euganeo, Provinz Padua, Venetien. 3.300 Einwohner. Neben der Proviz Lodi mit Codogno einer der beiden ersten Infektionsherde in Italien.

Erster Todesfall in Italien überhaupt am 21. Februar. Mann, 78 Jahre, lag bereits 10 Tage wegen starken Grippensymptomen im Krankenhaus, zuletzt auf der Intensivstation. Am 24. Februar wurde der Ort abgeriegelt und Ausgangssperre verhängt.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren weitere 11 Einwohner infiziert. Nach drei Wochen Ausganssperre keine Neuinfektion mehr. Insgesamt waren während der Quarantäne 88 Personen infiziert worden, die nach 10 Tagen auf 7 Infizierte zurückgegangen waren. Laut einer Studie der Uni Florenz konnte durch die Isolation nicht nur die Ausbreitung eingeschränkt werden, sondern auch der Krankheitsverlauf der Erkrankten wesentlich abgemildert werden. Etwa 60% der Erkrankten waren nach 8 Tagen geheilt.

Zwischen 50 und 75% der Infizierten haben keine Krankheitssymtptome entwickelt. Von den 3300 haben sich freiwillig 3000 dem Test unterzogen. Insgesamt sind drei Personen aus Vo an Convid 19 verstorben. Am 10. März die zweite mit dem ersten Opfer in Kontakt gestandenen Person, Mann 67 Jahre. Das dritte Opfer verstarb am 12. März, Frau 83 Jahre.

Quellen:
https://www.ilgazzettino.it/nordest...tagio_vittime_oggi_13_marzo_2020-5108770.html
https://www.ilgazzettino.it/nordest...rimo_caso_contagio_veneto_padova-5066320.html
https://www.repubblica.it/salute/me...no_asintomatici_e_molto_contagiosi-251474302/
 
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