Einsteiger: CUBE vs Ghost - Übersetzung?

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Hallo zusammen,

nachdem mein Gravel-Bike auf manchen Strecken immer mehr an seine Grenzen kommt (ungefedert den wurzeligen Singletrail runter ist doch nicht so angenehm wie gedacht), überlege ich die zusätzliche Anschaffung eines Fullys, wie so oft gilt dafür aber: Begrenztes Budget. ;)

Meine Grenze liegt eigentlich so um die 2000 Euro, drunter wäre schön.
In die engere Auswahl haben es jetzt das CUBE Stereo 120 Pro und das Ghost SLAMR Base geschafft. Wobei ich das Ghost beim örtlichen Dealer sofort haben könnte, beim CUBE müsste ich wohl auf einen Online-Händler zurückgreifen.

Wenn ich das richtig deute, dürfte das Ghost was die Komponenten angeht etwas wertiger ausgestattet sein (optisch finde ich das CUBE einen Tacken schöner), dafür ist es aber auch 200 Euro teurer und eigentlich schon über meiner Budgetgrenze.

Unsicher bin ich auch was die Übersetzung angeht. Das CUBE kommt (in meiner Größe bei einer 27,5 Zoll-Bereifung) mit 30 Zähnen vorne und einer 11-50 hinten daher, während das Ghost bei 29 Zoll 32 vorne und 10-51 hinten bietet. Welches der Beiden bietet mir da für steile Bergauf-Fahrten die leichtere Übersetzung? Auch da kämpfe ich mit dem Gravel teilweise, weil der kleinste Gang da einfach deutlich schwerer geht und mir deswegen auf Schotter oder Sand der Reifen hinten eher durchgeht denn mich nach vorne schiebt. ;)

Kann jemand zu den Beiden Modellen mehr sagen, gerade zum Ghost findet man so gut wie keine Tests.

Danke schonmal!
 
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Cube hat die kürzere Übersetzung im Berggang, dafür hat das Ghost mehr Bandbreite und offensichtlich den moderneren Freilaufkörper. D.h. im schwersten Gang kannst du mit dem Ghost entspannter treten, als mit 30/11. Das entspricht ca. einer alten dreifach Schaltung auf dem mittleren Ritzel am 26" er. Es ist ja auch kein Problem am Ghost vorne ein 30er Blatt zu montieren. 30-50 reicht eigentlich auch für steile Rampen und 30/10 geht auch auf schnelleren Passagen mit einem 29er ohne das die Knie glühen. Ich glaube mit dem Ghost bist du besser aufgestellt.
 

mw.dd

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Hallo zusammen,

nachdem mein Gravel-Bike auf manchen Strecken immer mehr an seine Grenzen kommt (ungefedert den wurzeligen Singletrail runter ist doch nicht so angenehm wie gedacht), überlege ich die zusätzliche Anschaffung eines Fullys, wie so oft gilt dafür aber: Begrenztes Budget. ;)

Meine Grenze liegt eigentlich so um die 2000 Euro, drunter wäre schön.
In die engere Auswahl haben es jetzt das CUBE Stereo 120 Pro und das Ghost SLAMR Base geschafft. Wobei ich das Ghost beim örtlichen Dealer sofort haben könnte, beim CUBE müsste ich wohl auf einen Online-Händler zurückgreifen.

Wenn ich das richtig deute, dürfte das Ghost was die Komponenten angeht etwas wertiger ausgestattet sein (optisch finde ich das CUBE einen Tacken schöner), dafür ist es aber auch 200 Euro teurer und eigentlich schon über meiner Budgetgrenze.

Unsicher bin ich auch was die Übersetzung angeht. Das CUBE kommt (in meiner Größe bei einer 27,5 Zoll-Bereifung) mit 30 Zähnen vorne und einer 11-50 hinten daher, während das Ghost bei 29 Zoll 32 vorne und 10-51 hinten bietet. Welches der Beiden bietet mir da für steile Bergauf-Fahrten die leichtere Übersetzung? Auch da kämpfe ich mit dem Gravel teilweise, weil der kleinste Gang da einfach deutlich schwerer geht und mir deswegen auf Schotter oder Sand der Reifen hinten eher durchgeht denn mich nach vorne schiebt. ;)

Kann jemand zu den Beiden Modellen mehr sagen, gerade zum Ghost findet man so gut wie keine Tests.

Danke schonmal!
Ich bin auch für das Ghost.
Aber eigentlich würde ich mit dem Budget kein Fully kaufen, sondern mich bei den Trail-HTs umschauen.
 
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Bei der Über- bzw. Untersetzung must Du dir mit keinem von beiden Gedanken machen, das Cube hat da 0,6 und das Ghost auf die größeren Räder umgerechnet etwa 0,66/10% mehr, aber 0,66 ist üblich und auch schon bereits Lichtjahre besser als mit dem Gravel, wo man meist so um 1,0 liegt (vorne 42/hinten 42, kommt das auch bei Dir etwa hin?).
Ich bin letztes Jahr auch von Gravel mit 11fach und 44:42 auf HT mit 12fach und 32:50 und war völlig verblüfft, was ich Dickie damit plötzlich alles hochkam.

Aber zu Fully in dieser Preislage, ich will jetzt nicht völlig schwarz-weiß sagen, so ein Billigfully geht gar nicht, wird nicht auseinanderfallen, aber you get what you pay for. Besonders die Federelemente sind unterste Schublade, da bist Du mit einem guten HT mit guter Gabel und guter moderner Geo vermutlich nicht schlechter oder sogar besser/sicherer unterwegs, dazu leichter, bergauf effizienter und dazu insgesamt günstiger&stressfreier in der Wartung. Notfalls auch ein paar Euro günstiger beim Kauf.
Für Fully lieber mind. 3k investieren.
 
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Gravel, wo man meist so um 1,0 liegt (vorne 42/hinten 42, kommt das auch bei Dir etwa hin?).
Ich hab derzeit vorne zweifach mit 46 und 30, hinten 11-36. Da fehlt hintenraus schon immer ein bisschen was, aber für den normalen Gravel-Einsatz völlig ok.

Auf ein Hardtail möchte ich absichtlich nicht gehen, weil mir da wiederum wegen der fehlenden hinteren Federung die Ähnlichkeit zum Gravel zu nah ist. Mein Hardtail habe ich damals zugunsten des Gravel verkauft.

Mir ist allerdings schon klar, dass ich für 2k kein High-End-Bike bekomme, ich hab jetzt auch nicht vor jemals in einem Bikepark etc. zu fahren, es ist in erster Linie für Touren bei denen das Gravel dann wirklich an seine Grenzen stößt, hier und da mal ne steile Rampe, wurzelige Singletrails, bei denen es mir momentan im (nicht wirklich schnellen) Downhill den kompletten Kadaver durchschüttelt. ;)
 
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Ok, dann weißt Du besser als ich letztes Jahr, was Du von einem HT erwarten kannst.
Ändert aber nichts an meinem Post/meiner Meinung, mit einem neuen Fully wirst Du heute für 2k keinen großen Spaß haben bzw. nicht mehr oder sogar weniger als mit einem HT fürs selbe Geld.
Der Preis hat leider wenig mit der Länge des Federwegs zu tun, 120-130mm Federelemente kosten nicht viel weniger.
Treffen wir uns in der Mitte, sagen wir 2,6-2,8k UVP? Giant Trance 2 2022 oder Orbea Occam H30 sind gute Einstiegsfullys mit brauchbaren Federelementen, guter moderner Geo, bei einfacher Ausstattung.
Wahrscheinlich kommt jetzt "Aber XT soll es schon sein..." ;-)
 
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Wahrscheinlich kommt jetzt "Aber XT soll es schon sein..." ;-)
Nein, das kommt nicht, weil ich mich mit MTB-Komponenten nicht wirklich auskenne. ;)

Mehr Budget wirds nicht werden, da steht das Familien-Finanzministerium im Weg. 😂
Die Alternative zu einem 2k-Einstiegsbike ist ein 0-Euro-No-Bike. ;)

Aber ich weiß was du meinst und verstehe natürlich schon deinen Einwand. Schwierig... 😩
 
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Cube hat die kürzere Übersetzung im Berggang, dafür hat das Ghost mehr Bandbreite und offensichtlich den moderneren Freilaufkörper. D.h. im schwersten Gang kannst du mit dem Ghost entspannter treten, als mit 30/11. Das entspricht ca. einer alten dreifach Schaltung auf dem mittleren Ritzel am 26" er. Es ist ja auch kein Problem am Ghost vorne ein 30er Blatt zu montieren. 30-50 reicht eigentlich auch für steile Rampen und 30/10 geht auch auf schnelleren Passagen mit einem 29er ohne das die Knie glühen. Ich glaube mit dem Ghost bist du besser aufgestellt.
Tatsächlich wäre mir jetzt der schwerste Gang nicht so wichtig, zum Ballern hab ich das Gravelbike. Aber ich entnehme deinem Post jetzt mal, dass der Unterschied zwischen beiden, zumindest was die Übersetzung angeht eher marginal ist (in wie weit wirkt sich der Unterschied zwischen 29 und 27,5 Zoll aus), während das Ghost technisch etwas über dem CUBE steht.

Am Besten wäre es wahrscheinlich beide mal zu testen, dürfte sich aber schwierig gestalten. ;)
 
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Macht ca. 0,05 im Übersetzungsverhältnis aus. Mit Hinten 50 hast du schon eine viel krassere Untersetzung als bei deinem Gravel mit 36. Damit kannst du unter Schrittgeschwindigkeit steile Rampen treten. Mehr Untersetzung macht selten Sinn. Kleinstes Kettenblatt ist so 28 was du vorne montieren könntest. 30/11 bei 27,5" wäre bei mir ein nogo. Da kommst ja kaum vom Fleck. Ich fahre 30/9 - das ist OK, weniger als 3,0 sollten es nicht sein.
Das Ghost hat wenigstens auch 30mm Felgen Innen Breite.
 
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mw.dd

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Auf ein Hardtail möchte ich absichtlich nicht gehen, weil mir da wiederum wegen der fehlenden hinteren Federung die Ähnlichkeit zum Gravel zu nah ist. Mein Hardtail habe ich damals zugunsten des Gravel verkauft.
Nun ja, ein Trail-HT wie das Radon Cragger oder das Rose Bonero ist vermutlich mit dem verkauften HT nicht zu vergleichen und einem Gravel keineswegs auch nur ansatzweise ähnlich.
Für 2k bekommst Du da auch ein super Rad.
Nein, das kommt nicht, weil ich mich mit MTB-Komponenten nicht wirklich auskenne. ;)

Mehr Budget wirds nicht werden, da steht das Familien-Finanzministerium im Weg. 😂
Die Alternative zu einem 2k-Einstiegsbike ist ein 0-Euro-No-Bike. ;)

Aber ich weiß was du meinst und verstehe natürlich schon deinen Einwand. Schwierig... 😩
Der größte Spaßkiller beim Ghost ist vermutlich die Gabel. Und Treppe hochtragen wird auch schwerer ;)
 

xxxT

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Ich hab derzeit vorne zweifach mit 46 und 30, hinten 11-36. Da fehlt hintenraus schon immer ein bisschen was, aber für den normalen Gravel-Einsatz völlig ok.

Auf ein Hardtail möchte ich absichtlich nicht gehen, weil mir da wiederum wegen der fehlenden hinteren Federung die Ähnlichkeit zum Gravel zu nah ist. Mein Hardtail habe ich damals zugunsten des Gravel verkauft.

Mir ist allerdings schon klar, dass ich für 2k kein High-End-Bike bekomme, ich hab jetzt auch nicht vor jemals in einem Bikepark etc. zu fahren, es ist in erster Linie für Touren bei denen das Gravel dann wirklich an seine Grenzen stößt, hier und da mal ne steile Rampe, wurzelige Singletrails, bei denen es mir momentan im (nicht wirklich schnellen) Downhill den kompletten Kadaver durchschüttelt. ;)
Ja nun hinten haste irgendwas mit unter 2 bar wahrscheinlich. Da fühlen sich 100 mm Federweg vorne schon je nach Gelände wie ne Sänfte an.🤔
 
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Als langjähriger (auch) Fully Fahrer hab ich mich vor 2 Jahren mal auf ein modernes Trailhardtail von nem Kumpel (Anschaffungspreis 1,7k) gesetzt und war ehrlich baff wie sich das gefahren hat...

Klassisches Hardtail und abfahrtsorientiertes Gravelbike hatte ich auch schon mal in meinem Fuhrpark. Wenn ich nochmal neu Würfeln müsste, würde ich wohl 1x Gravel und 1x DC Fully wählen (aber nur wegen des Komforts wegen, realistisch betrachtet wäre ein Trail Hardtail ausreichend).

Aber kann schon verstehen, dass die Federung hinten ein Thema für dich ist.
Ich schließe mich dennoch @jodi2 an mit seiner Meinung.
Lieber nach gebrauchten Fullys schauen - dort ist aber zur Zeit viel abgerocktes und überteuertes Zeug verfügbar. Kann man sich schnell nenn 'Bock' schießen.
 

Basti138

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Wenn fully in der Preisklasse dan gebraucht gut erhalten.
Dann ists ja noch teuerer 🤔

Das Cube hat mit nur 120mm 14,8kg ohne Pedale.
Mit den sackschweren Reifen könnte man 500g einsparen und wenn man die Dropper rauswirft nochmal 500g.

Bei dem Ghost steht kein Gewicht dabei. Das wird um die 16kg liegen.

Dann hast du noch 29 Zoll in Konbination mit kleiner Rahmengröße. Nicht nur, dass es extrem schwer wird, es fährt sich auch dementsprechend.
 

Basti138

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Wegen der Übersetzung:
Hab 42/11 mit 32 an meinem 27,5er. Das fährt fast schon rückwärts wenn man tritt.
Wenn das nicht reicht...

Ich würde mal einfach das Neuron in die Runde pferfen, auch wenn das 600 über Budged liegt. Auch wenn ich Canyon nicht mag. Oder das Spectral 27,5.

Die beiden genannten sind dem Budget entsprechend ausgestattet, kein Versender.
Das ist deutlich spürbar.
Bei mir stellt sich kein habenwill Effekt ein. 🤔



Das Ghost hat in S eine Oberrohrlänge von 565 und einen Reach von 409...
Dass da noch keiner gemeckert hat wundert mich.
 
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mw.dd

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Was erwartest du in der Preisklasse?
Richtiges 12fach, keine Mogelpackung. Am Ghost gehts ja auch.
Bei dem Ghost steht kein Gewicht dabei
Doch (15kg)
Ich würde mal einfach das Neuron in die Runde pferfen, auch wenn das 600 über Budged liegt
👇
Die Alternative zu einem 2k-Einstiegsbike ist ein 0-Euro-No-Bike

Hab 42/11 mit 32 an meinem 27,5er. Das fährt fast schon rückwärts wenn man tritt.
Gibt's bei Dir keine Berge, sondern nur Gegenwind?
 

Basti138

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Mit dem 42 Ritzel und 32kb kannst du Steigungen hochfahren, wo manche Leute auf dem Hintern runterrutschen 🤔


Die Alternative zu einem 2k-Einstiegsbike ist ein 0-Euro-No-Bike
Hab ich auch mal gemacht. Es wurde ein 93er Scott Sandoa für 0 Euro. S Bahn Rübe vom Spezl.
Ok 100 hab ich für teile gebraucht. Aber es Fährt heute noch ganz hervorragend mit Cantilever und 3x7.
Was ich damit sagen will: Wer biken will, findet auch einen Weg.
 
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Basti138

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Die Bandbreite ist mir ehrlichgesagt auch zu wenig, ich wünsche mir tatsächlich das kleine 10er. Also ein oder zwei schnellere Gänge wären wünschenswert.
Habe aber einen HG Freilauf. Muss wohl mal umspeichen.
 
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