Erfahrungen zu Ischgl

martinos

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Jep, dann sprechen wir von dem gleichen, unten war er schon recht deftig, aber nicht unfahrbar. Wobei das Stück am Wasserfall schon als ausgesetzt zu bezeichnen ist.

wenn ich nochmal in Ischgl bin, dann steht der auf jeden Fall auf der Liste. Der sieht lecker aus, auch wenn mal ein Stückchen Bikewandern dabei ist.
 

martinos

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so, hier mein Erfahrungsbericht zu zwei Tagen Biken in Ischgl.

Vorab zur Info: ich bin normalerweise Tourenfahrer und mache meine Höhenmeter i.d.R. selber. Das Angebot aus der Bike 04/2012 war allerdings zu verlockend: drei Tage Silvretta-Pass für lau. Anfang August schnell noch ne 2. Karte für meine bessere Hälfte registriert, Heft nachbestellt und schon konnte es losgehen.
Ziel war, meine Frau mit ordentlich Tiefenmetern zu versorgen, damit sie alpin und technisch etwas versierter wird. Da kamen uns die Ischgl-Seilbahnen gerade recht - trotz der hier im Forum vornehmlich herrschenden Meinung, dass Ischgl nix zum biken wäre.

Am Freitag also los, am Pfänder schon mal Stau, über die Silvretta-Hochalpenstraße (14 EUR Maut sind auch mal nicht so wenig), Silvretta-Card im Touri-Büro abgeholt und beim Hotel eingecheckt.

Das Hotel Garni Alpenstern (www.alpenstern.at) kann ich absolut empfehlen. 35 EUR / Nase / Nacht in geräumigem Hotelzimmer inkl. super Frühstück, neues Haus, super familiäre Atmosphäre, nettes junge Eigentümer.

Am Freitag Abend einrollen bis Mathon, dann zurück zum "Playground" suchen. Dieser Übungsparcour ist für mich nicht von schlechten Eltern - was dort als Grundkenntnisse auf den Übungsschildern angepriesen wird ist für mich nur teilweise fahrbar. Sollte man gesehen haben.

Am Samstag dann hoch auf 2.800 Meter - schönstes Wetter, da gerade die Hitzewelle über Mitteleuropa steht. Keine Wolke am Himmel. Gleich zum warm werden auf den Velilltrail (http://www.ischgl.com/bike-tour-klassisch.de.htm, Tour 19), 1.500 HM am Stück. Für Tourenbiker machbar, aber manche Stücke sind S2 und fordern aufgrund der extrem trockenen Piste sehr. Wieder mit der Seilbahn hoch (kein Anstehen).

Dann die Tour 7, Paznauner Taja. Der Anfang macht Laune, über die Bretter ist ganz witzig. Dann kurz schieben und abwärts Richtung Paznauner Taja - der Wanderweg vor der Hütte ist steil und für mich nicht immer fahrbar. Schöne Tour, auch wenn man einige Höhenmeter bis zur Mittelstation auf Teer runterrollt.
Dann auf den Enduro-Trail (Tour 22), der ist easy, macht aber Spaß - für Anfänger und Fortgeschrittene. Richtige Enduristen macht der aber wohl nicht froh, da keine Anlieger o.ä. drin sin.

Zum Schluß nochmal Velilltrail, da gehts zu wie im Winter bei der letzten Talabfahrt.
Sonntag: Enduro-Trail zum Wachwerden, dann auf die Tour 21 Schmuggler Freeride. Endlich mal ein paar Höhenmeter. Oben Traumkulisse auf 3.000 Meter Höhe an Greitspitze. Beim Salaaser Kopf gehts runter, nach drei oder vier Kehren kommt der Wegweiser (hier leider keine Nummerierung) und man muss sich entscheiden: links Richtung Alp Trida oder rechts Richtung Samnaun. Wir haben uns für Alp Trida entschieden, da die rechte Variante für uns nicht ganz klar war. Der Weg bis zur Alp Trida ist ein schöner flacher Trail mit wenigen technischen Passagen.

Am Trider Sattel stoßen wir auf einen FlowTrail - der macht richtig Laune und ist vermutlich ziemlich neu, denn der ist im Kartenmaterial nicht beschrieben. Schön mit Anliegern, Tables und dem ganzen Zeugs, dessen Namen ich nicht weiß. Macht mehrmals Laune.

Die Abfahrt Richtung Laret hätten wir uns allerdings sparen können, die verläuft auf Kies (500 HM), die man nur teilweise durch einen Wanderweg versüßen kann. Dann nach Samnaum und mit besagter Monstergondel wieder hoch, in der man den verträumten, aber wohl etwas heftigen Trail einsehen kann, der einige Posts weiter oben beschrieben und verlinkt ist. Nochmals einige Male den Enduro-Trail, dann zum Schluß den Velilltrail, der durch die Trockenheit und Hitze nochmals etwas gelitten hat - der zieht einem ganz schön den Dampf aus den Muskeln.

Wir fanden es total genial, auch wenn der BurgerKing wirklich zu hatte :) Das Essen im Hotel Arnika und in der Pizzeria La Nona (Pizza für 2) war super und bezahlbar. Ischgl im Sommer scheint mit Ischgl im Winter nicht vergleichbar zu sein (ich kenne es im Winter nicht). Die Berge rund um die Seilbahnen sind schon brutal verbaut, die Skipisten sind planiert und teilweise nicht schön anzuschauen - klar, auf 2.800 Meter Höhe erholt sich die Natur von sowas nur schwer.

Es gibt aber genug schöne Flecken und Seitentäler, in denen man das hochalpine Panorama genießen kann. Die Wanderer sind in der Minderzahl und extrem freundlich, das Liftpersonal ist klasse. Ischgl selber finde ich auch ganz nett - klar, jede Menge Hotels, die teilweise zu sind aber ingesamt keine Hochhaussünden oder ähnliches wie in anderen Skigebieten.

Für mich ist Ischgl ne absolute Empfehlung, wenn man Touren mit ordentlich Tiefenmetern und Seilbahnunterstützung machen will - es gibt in der Gegend aber auch genug Wege, wenn man den Skigebieten aus dem Weg gehen will. Für Downhiller oder fortgeschrittene Enduristen wird das Gebiet evtl. schneller langweilig, aber für mich sind noch genügend Trails und Berge da, um mich nochmals in Ischgl zu vergnügen. Aus meiner Sicht ist das ne absolute MTB-Empfehlung wert, sowieso für alle, die dank des Bike-Magazins dieses Jahr noch in den Genuß des 3-Tage-Gratis-Passes (Kauf: 39,50 EUR) kommen. Anscheinend haben den Pass schon 2.000 Biker eingelöst.
 
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So bin grad in Ischgl - einmal und nie wieder....
Die Ischgler Seite ist ja nicht mehr Natur, sondern quasi komplett planiert - oder große Felsblöcke....

Anspruchsvolle Trails - Fehlanzeige.

Veliltrail - naja, weder flowig noch technisch - aber um schnell zu sein brauchts Federweg, da es doch schon schlägt. Eigentlich wäre sonst in Ischgl/Samnaun ein Freeride Hardtail - evtl 29er - viel viel sinnvoller.

Nach dem Veliltrail Richtung Samnaun über die vom Wili Hofer beschriebene Route. Der untere Teil ist jetzt illegal - dickes Biken verboten Schild. Das macht dann weniger Spaß - noch dazu scheinen sie den Weg absolut Tourifreundlich gemacht zu haben, sprich nichts anspruchsvolles am Wasserfall - nur halt ein ganz kleines bisserl ausgesetzt...

So langsam wurde meine Laune immer schlechter - Wanderkarte ausgepackt und 200HM mit Bike Huckepack rauf auf den Piz Munschuns - da gibts wenigsten etwas was den Namen Singletrail verdient. Erlaubt ist aber wohl auch was anderes - aber immerhin kein Schild von wegen Exponiert und verboten... Es gibt 2 Trails runter vom Piz M. - den zweiten werd ich mir Morgen mal anschaun. Piz Munschuns ist eindeutig für
Leute die gut fahren, und auch ausgesetzt nicht aussetzen, teils sehr steil - wobei die Fixseile unnötig sind... - IMHO das einzig lohnende hier...

Danach rauf zurück zur Ischgler Seite, und einmal einfach auf der Schipiste Straitline runter zum Idjoch - unten dann depperte Kommentare vom Liftboy anhören dürfen...

Wieder rauf und ZeblasTrail gefahren. Immer am Wanderweg und nicht der Bikeroute folgen. Wahnsinn - recht zu Beginn gab es doch tatsächlich eine Kehre - etwas ausgesetzt - die S4 ist - der Ironbike geht natürlich woanders vorbei. Der Rest maximal S1 bis vielleicht ein paar S2 Stellen.

Die Querung rüber zum Fimbatal am Ende des Zeblastrails war von Kühen nur so zerstört. Tiefe Kineten und da bräuchte man eigentlich ein 45cm Tretlager um da durchzukommen. Immer wieder bleibt man in der engen Rinne hängen. Nach dem Forstwegstück rauf, runter der Trail zum Fimabach - noch zerstörter, eine Einzige Plage.
Am Ende dann wegen Baustelle bin ich noch über eine Wiese, die mehr Mohr als Wiese war, naja - dreckig war ich eh schon. Gestern hat es ja den ganzen Tag geschüttet.
Dann bin ich statt die super planierte Skipiste einfach runter ins Fimbatal zu fahren, dem Wanderweg gefolgt, der war im oberen Teil einfach nur ein 30-60cm breites, bis zu 80cm tiefes Erdbett - naja - alle 10m absteigen. Der untere Teil dafür ganz okay. Danach dem Wanderweg zurück zur Mittelstation gefolgt - endlich mal ein netter - wenn auch einfacher Singletrail der nicht kaputt ist. Ins Tal runter mal links, mal rechts auf Wanderweg - bei der Kapellen in eine Sackgasse, aber immerhin endlich mal wieder zwei leichte S4 Stellen (hohe Stufe, bzw Stufe mit Kurve).


Ehrlich, fast jeder andere Ort in Tirol bietet zig mal mehr wie das depperte Paznauntal. Das ist einfach nur für Wintersporthalligalli geignet, viel zu flach, kaum Trails, dafür Unmengen Schotter und hässliche Landschaft.

Kein Wunder, dass die Silvrettacard jetzt bei Übernachtung gratis ist. Aber Ischgl sollte mal in der Westschweiz oder in Frankreich fragen wie man ein Bikegebiet baut. Im Wallis bauen die Trails die um Klassen mehr bieten als der Veliltrail mit 10-15 Leuten in einer Woche, bzw wird es gern gesehen, wenn sich Biker einfach selber wo Wege anlegen zum downhillen. Fahrverbote in der Westschweiz gibts auch kaum...

Und bezüglich verbotenen Abfahrten. Sowas mach ich nur, wenns nicht anders geht. In PDS kann man tagelang legal Spaß haben, eigentlich Monatelang. Im Wallis ebenso. Hier im Paznauntal defintiv nicht.


Das nächste mal Westösterreich ist für mich wieder Zillertal, Nordkette, Wildkogel, oder halt was anderes alpines angesagt, nur 2 Tage muss ich mich noch beschäftigen hier....
Nur Piz M. als einziger lohnenswerter Trail zum Vertriden ist zuwenig... (und auch das mit der Angst verbunden, den Liftpass zu verlieren und 1200HM wieder raufzukurbeln um zurückzukommen).
 
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Achso, mein Highlight von Heute waren eindeutig zwei ältere Biker mit Ebike am Veliltrail. Die haben sich immerhin amüsiert und gejoked was wohl der Verleih dazu meint, wenn sie die Räder doch schon etwas demoliert zurückgeben... Das waren Trekking E-Bikes die ihnen als MTB E-Bikes verliehen wurden... Ich denke e-bikes wären hier eh angebracht. Anspruchsvoll = Fehlanzeige, und mit Motor gehts viel einfacher durch die von Kühen zerstapften Kineten durch...
 
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So, mal ein kurzer Bericht zu heute...
Zu Beginn nochmal Tschetta - naja bis auf den Wasserfall eher lahm, Gestern wars durch die Nässe doch einfach anspruchsvoller - heute war generell fast alles trocken (bis auf ein paar Matschlöcher halt)..

Danach noch mal auf den Piz Munschuns - Der war heute leider auch nicht lohnend. Gestern war es einfach extrem tricky, wie man auf dem sehr sehr steilen Wiesenhang irgendwie Grip findet - heute war es recht einfach. Interessant also nur wegen Ausgesetztheit und ein paar netten Kurven. Zum Ende des Trails hab ich mir dann mein Schaltwerk zerstört - damit war der Tag quasi gelaufen was technische Sachen angeht...

Gibt doch nur einen wirklichen Weg runter - die Variante direkt nach Ravaisch ist weglos - jedoch wäre sie recht gut möglich (halt so 25-35° Wiesenhang - allerdings ohne Kuhlöcher oder ähnlichem)...

Danach hab ich in Samnaun ein Rösti gegessen und wieder rauf - noch einmal Veliltrail - und da ich eh keinen Bock mehr hatte auf die Fadesse, beschlossen in den Felsblöcken ein bisser zu trialen. Dabei hab ich dann auch den von oben schlecht erkennbaren Wanderweg Veliltal gefunden - endlich mal was nettes. Ist zwar nur gut 200HM lang - aber die sind fast durchgehend S3 bis S4 und das mit Schlüsselstellen alle paar Meter. Auf den Felsplatten findet man ziemlich geil Grip, und kann sich nett spielen. Der Weg ist eh so schlecht erkennbar, dass man sich auch einfach seinen eigenen Weg suchen kann - dann gehts aber meist Richtung S5. Ohne möglichkeit zu treten (Kette abmontiert), war dass dann richtig lustig und gutes Training dabei zu versuchen immer Grundspeed beizubehalten und versuchen die meist 50-150cm hohen Stufen per Manual anstelle Dropkick zu fahren, und dann nicht das Gleichgewicht verlieren - vor allem im Stand ist es ohne Kette sauschwer.

Also bin ich dann über 2 Stunden in den Felsplatten geblieben - die lohnen sich schon (2x runter, und oft raufgetragen um neu zu versuchen).


Zum Abschluss bin ich dann noch Paznauer Thaya oder wie das heißt runter. Naja - man sieht dass es mal ein netter Trail war, aber von diversen Ridern die nichts drauf haben, sind die Kurven alle zerstört ("Bremse zu und grade runter") - generell aber eh für mich wieder zu einfach und wenig spaßig wenn schon so zerstört - solche Trails fahe ich auch gerne, wenn in gutem Zustand - das ist hier aber nicht der Fall (eine große Gruppe samt Guide hab ich auf der kurzen Tragepassage aufgeschlossen, und bin dann ohne Kette über das ziemlich flache Bergabstück zum steileren trotzdem weggefahren - die Gruppe natürlich top austaffiert mit FR/DH Bikes, Poc Gesamtkörperrüstung, aber Null Fahrkönnen - die typischen Ischgl Kunden)...

Trotz Bremsbelagwechseln (bei der Saint 810 dauert das fast 10min) - hab ich die Gruppe nur noch aus der Ferne gesehen...


Weiters werden mir noch die Fleischberge in Erinnerung bleiben, die einem in den Sesseln entgegenkommen, unsportlicheres Volk in den Bergen hab ich glaube ich noch nie gesehen... Marke rübergondeln nach Samnaun, shoppen, und wieder per Gondel zurück... In Samnaun am besten noch den Bus nehmen zum Ort, ist ja sonst viel zu weit weg...


Dem Veliltrail hab ich Gestern Unrecht getan - weil ich den alten Wanderweg nicht gefunden hab. Der ist nämlich wirklich top und bietet für jeden guten Rider Unmengen an Spots zum Spaß haben. Im großen und ganzen hat sich meine Meinung aber nicht geändert - lieber woanders als hier, aber man muss ja das Beste drauß machen...
Gute Biker hab ich bisher nur einen gesehen - der mit seinem Hardtail und nicht abgesenktem Sattel doch die meisten möchtegernbiker am Veliltrail verblasen hat . Wohl ein CC Racer am üben für Abfahrtsgrundspeed.


Mein Fazit bisher - interessante Trails: die oberen 200HM im Veliltal am Wanderweg (den kaum ein Fußgänger benutzt - die sind meist am Karrenweg unterwegs - viele gibts im Veliltal eh nicht).
Oben Veliltrail, dann kurz vom Aufstiegsstück den Wanderweg Richtung Idjoch - leicht aber doch nett. Da hatt man 2/3 der Strecke echt netten Weg.
Tschetta nach Samnaun - nett und bis auf den Wasserfall recht einfach (sicher nicht mehr der S3/S4 Trail zu Zeiten als Willi Hofer den Weg beschrieben hat - jetzt S2, und Wasserfall S3 bis S4)
Piz Munschuns - recht nett - schöne Aussicht. Nicht technsisch aber sacksteil, und halt ein paar Turns, wo man schon zuschauen muss dass man sehr kontrolliert umsetzt, um nicht bergabzukullern. Die 180HM Aufstieg auf jeden Fall wert.
Paznauer Thaja - war wohl mal nett, inzwischen recht zerstört. Der Weg dorthin netter Singletrail (solange man treten kann - ohne Kette wars weniger spaßig).

Sonst für mich alles zum vergessen. Wenn der Berg schon nichts hergibt, dann sollte man halt geile Sprünge, Drops, Kurven usw bauen. Und shame on Pico - warum hat er den Veliltrail nicht über die Steinplatten gebaut - da findet man sicher auch Lines die für den typischen Ischgl Enduristen fahrbar wären. Die Vorgabe alles superleicht zu bauen - gabs ja anscheinend. Andere Trails von Pico sind ja sehr geil.. Vielleicht kommt man mit dem typischen DH Trail Baugeräten auf Ischgler Steinboden aber einfach nicht zurecht - sprich es gibt hier kaum Möglichkeiten gute DH/Freeridelines zu bauen.


Auf der Nordkette gibts 10x soviele 10x so geile Trails (wenn mans fahrtechnisch drauf hat..). Stubaitail, Zillertal, Pitztal - Innsbrucker Hausberge, - alles einfach viel geiler.
 
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Achja, für jene die sich nicht auskennen - Tschetta ist der oben von a4l genannte Trail - und da hab ich Gestern vergessen dazuzuschreiben, dass der unübersehbar für Biker gesperrt ist - sprich da fährt die Angst mit, beim rauffahren mit der Gondel die Silvretta Card entzogen zu bekommen.. (was dann bedeutet 1000HM hochstrampeln um zurück nach Ischgl zu kommen)...
 

martinos

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ich muss gestehen, dass ich die Einschätzung von felixh nicht wirklich teilen kann. Sicherlich ist Ischgl nicht DAS Naturerlebnis, zudem ist es definitiv kein Gebiet für fortgeschrittenes Freeriding oder Downhill - das ist aber hinlänglich bekannt.

Für den abfahrtsorientierten Tourenfahrer bietet es jedoch aus meiner Sicht jede Menge Spaß und abseits der Seilbahnen gibt's auch jede Menge schöne Strecken für den Tourenfahrer, der dank Silvretta-Card gleich mal auf 3000 Meter Höhe starten kann.

Die aktuellen Baustellen sind echt doof, gerade wenn man Richtung Heidelberger Hütte will, aber das gehört halt wohl zu Ischgl.

Ich war letztes Jahr vor meinem ersten Ischgl-Besuch auch sehr pessimistisch aufgrund der Berichte hier im Forum - muss nun aber gestehen, dass ich auch nach dem 2. Besuch gerne dort fahre und auch wieder hingehen werde.

... meine Meinung ...
 

martinos

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Das freut mich jetzt zu hören. Hab schon gedacht dass der Ischgl Trip ein Reinfall wird. Aber ich denk ich bilde mir da nächste Woche einfach ne eigene Meinung

klarer Fall von "kommt darauf an". Ich finde Ischgl hat ne interessante Infrastruktur, es ist sehr günstig, der Biker ist im Sommer der absolute König und man kann da viel Spaß haben.
 
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So - heute war mein letzter Tag hier, Morgen definitiv Nordketten.
Immerhin hab ich heute endlich was anspruchsvolles entdeckt.

Bin zum aufwärmen einmal wieder Velil Wanderweg - schade dass da das interessante Stück nur 200HM lang ist - die sind aber wirklich nett - und man kann sich ja auch noch andere Wege suchen.

Hab einen Netten Drop von einer Felsplatte gut 3m runter (Landung eher bei 4m) auf eine andere gut 45° Steile Felsplatten mit machbarem Auslauf gefunden. Den Drop dreimal gesprungen, danach weiter durch die Felsplatten und zurück zur Mittelstation Silvrettabahn. Dann ganz rauf - und da ich irgendwie die depperte Hoffnung hatte - der Schmuggler Freeride hätte auch nur irgendwas mit Freeriden zu tun - nochmal über Wanderweg zum Salaser Kopf. Ehrlich gibts da eine 3m Steilstelle die ich ohne Spotter noch nicht schaffe - mir verkeilts da immer das Hinterrad beim Versuch das durchzufahren.

Muggler Freeride ist eine sehr nette Cross Country Singletrailstrecke - ergo sieht man auch hauptsächlich Rider mit Hardtail und Racing Ralph...
Der Wanderweg etwas tiefer ist sicherlich etwas anpsruchsvoller.

Beim Salaser Eck machte mich ein weiteres Bikeverbotsschild, samt Achtung Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk erforderlich Schild dann doch aufmerksam - mal entlang der Ravaischa nach Ravaisch zu schauen.
Der Trail ist der Hammer - oben recht viele sehr enge Spitzkehren und im Prinzip schon S4 - aber halt nicht steil. Ab dem Zeitpunkt wo man die Gondelbahn sieht, gehts dann aber richtig zur Sache.

Gut 200HM - schwieriges S4 Gelände, sausteil, und dazu Absturz = wahrscheinlich wars das für dich.... Also genau richtig nach den lahmen 2 Tagen vorher. Gut 90% war dann schlussendlich hyptotetisch (mein Radel durfte wegen Verbotsschild ja nicht mit :)) für mich fahrbar - im Prinzip wenn man genug Spotter mithat, ist bis auf eine mit Seil abgesicherte 60° - 5-6m lange seitlich weghängende Felsplatte alles fahrbar.

Teils hab ich dann aber doch zurückgesteckt, weil der Trail an sich halt schon 30° steil ist, und es bei Absturz eher 50-60° steil ist - mit dem Momentum wenns einen vom Radel haut - wahrscheinlich nicht mehr stoppbar.

Ziemlich zum Ende kommt eine besondere Schmankerlstelle - hier würde man nur gut 20-30HM abstürzen - also kann mans ja riskieren. Eine 160° Spitzkehre mit Felswand zur einen Seite. Einzige Möglichkeit zum befahren ist Hinterrad 50cm tiefer auf den Wegverlauf setzen, Rückwärts gut 4-5m bei großer Steilheit runterrollen, dann wieder Spitzkehre mit gut 160° - bei der man das VR auf den weiteren Wegverlauf runtersetzt. Ich würde das mal als S6 klassifizieren. Da mich netterweise eine Gruppe junger Wanderer spottete - versuchte ich es zwei mal. Beim zweiten Versuch hab ich es im Prinzip geschafft - leider nur im Prinzip weil ich einmal kurz doch den Fuß am Boden hatte.

Dazu noch ein paar ganz nette Stufen und ich denk mal insgesamt muss man den Bereich als S5 klassifizieren - eine unfahrbare Stelle, zweimal S6, Rest schwieriges S4 bis S5.

Tschettatrail ist im Vergleich ein Kinderbeburtstag. Wer Tschetta nicht absolut sauber komplett ohne Probs durchfähr - und dafür max 10-15min braucht, ist am Weg neben der Ravaischa definitiv am falschen Platz. Wenn man sich mit Stoz als Stolperbiker bezeichnet - dann ist der Weg aber genau richtig um unter Schrittempo langsam runterzutrialen.


Nachdem es mir so gut gefiel, gleich noch ein zweites "zu Fuß" runter, allerdings mit Direktanfahrt von der Alpe Trida.

Danach dann nochmal rauf zum Veliltrail - am Weg dahin zu Faul gewesen Reifen wieder voll aufzupumpen, und ersten Platten 2013 (da meine Felge aber kaum Luft rauslässt - bemerkte ich es nach der Sesselfahrt dass der Reifen ein bisserl weich ist). Als ich fast fertig war beim schlauchwechseln - dann Riesengruppe Freerider Richtung Velil - ich also gesputet und mein GPS liegengelassen. Also Abbruch und runter zum Idjoch um nochmal raufzufahren. Nach etwas Diskussion ließ mich der Liftboy dann zum Glück doch hoch - weil Bergfahrt nur bis 15:30 - ich war aber erst um 15:34 da (Talfahrt bis 16:00 - sowas von beknackt...). GPS wiedergefunden - zum Glück hatte es wohl niemand gesehen - und nochmal Velilrunter.


Es gibt schon Trails die okay sind - zumindest auf Samnauner Seite (ischgl für mich nur Velil Wanderweg), aber die Verbotsschilder und die Angst beim befahren unten den Liftpass abgenommen zu bekommen - oder gleich Strafe, verderben einem doch etwas die Stimmung..

Dazu hab ich jezt alles was irgendwo als anspruchsvoll im Ischgler Gondeleinzugsgebiet liegt, befahren... Zumindest auf Amap und Freytag & Bernd (eine 1:35k liegt gratis bei so einem Weitwanderwegsheftel dabei) - sowie den großen Wanderkarten bei den Talstationen/Bergstationen bleibt nichts mehr übrig (naja evtl noch Flimjoch Richtung Alpe Trida - da erscheint mir das Verhältnis zum Aufstieg aber eher schlecht - und Pardatscher Grat - dazu finde ich in den Karten aber nichts...
Alpenvereinskarten Digital hab ich leider nicht am Laptop - evtl sieht man auf den AV Karten noch mehr.

Der Trail am Madleinbach vom Madleinsee - siehe Bikerides.at - Willi Hofer Beschreibung würde wohl auch noch nett sein, ist ja hier auch schon erwähnt worden.
Nur da muss man halt auf Lifte komplett verzichten.
 
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Dampfsti

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Zwischen Wichtelgebirge und der Fränkischen ;-)
@felixh.

Sind heute den schönen Velli Wanderweg gefahren, (allerdings gleich gefunden:daumen:)
Macht gut Spaß und im Gegensatz zum recht öden Vellitrail wenigstens mal anspruchsvoll zu fahren :daumen:

Wo ungefähr ist denn der Drop?
Den würd ich auch gern ausprobieren...:rolleyes:

Die Sackgasse an der Kapelle war ganz nett, auch wenn nur die 2 schönen Stellen drin waren.

Morgen stehen zum Aufwärmen der Zeblastrail (ww) und dann Tschetta und oder Raviascha auf dem Plan.;)

Aber insgesamt sind die MTB Strecken schon eher was für die CC Fraktion...:o
 
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@felixh.

Sind heute den schönen Velli Wanderweg gefahren, (allerdings gleich gefunden:daumen:)
Macht gut Spaß und im Gegensatz zum recht öden Vellitrail wenigstens mal anspruchsvoll zu fahren :daumen:

Wo ungefähr ist denn der Drop?
Den würd ich auch gern ausprobieren...:rolleyes:

Ja, knackst du eigentlich die Stelle wo es nach dem Flussbett wieder raufgeht zum weg???

Für mich ist die unfahrbar. Da schon lieber links vom Flussbett halten, über die große Steinplatte, und dann je nach Gusto und Speed etwas runterdroppen (so 65cm bis 1,2m) und dann weiter unten rechts zum Weg queren, oder gleich mit Trialtechnik im (trockenen) Flussbett bleiben....

Schon die Fahrt rechts im Flussbett find ich eindeutig sehr anspruchsvoll - und die Zufahrt 3-4m vor dem Flussbett über die Felsplatte ist zwar einfach, aber im Kopf ohne jemanden der spottet auch erstmal eine Überwindung....


Den Drop hab ich gut 200m oberhalb des Flussbetts gefunden, such halt mal, ich denke da findet man sicherlich eine Handvoll Drops und Sprünge die möglich sind. Gab noch 1-2 weitere Stellen wo ich überlegt hab ob ich da mal runter soll (aber so ganz alleine ist halt immer blöd)..
 
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