Gravel-Transalp

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Hallo zusammen,
ich plane für das nächste Jahr eine Transalp mit möglichst vielen Gravel-Passagen. Das bedeutet für mich, dass nur wenig Straße und wenige - sehr einfache - Trails enthalten sind. Forst- und Schotterwege sollen dominieren, Kompromisse müssen in Kauf genommen werden (Radwege und wenig befahrene Straßen, Pässe sind okay). Start, wenn möglich, Innsbruck, Ziel natürlich Gardasee. Ein Umweg über östliche Dolomiten wäre denkbar. Übernachtet wird im Hotel/Pension.

Hat hierzu jemand Ideen oder gar nähere Info?

Vielen Dank,
Jan
 
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Hallo Jan,
kannst du vielleicht noch ein paar zusätzliche Informationen beisteuern? Mit den bisher genannten Randbedingungen ergeben sich nahezu unendlich viele Möglichkeiten.
  1. Wieviele Etappen hast du angedacht?
  2. Wieviele Kilometer und Höhenmeter dürfen pro Tag nicht überschritten werden.
  3. Würdest du auch Seilbahntransfer in Betracht ziehen?
  4. Darf das Rad auch mal paar Meter geschoben werden, wenn damit eine interessante Passage ermöglicht wird (Bsp: Brenner Grenzkammstraße).
Willst du mit dem Gravelbike fahren? Dann hat Andreas Albrecht einen Vorschlag veröffentlicht (ich weiß: Start nicht in Innsbruck, Route westlich des Etschtals), der vielleicht als erste Anregung taugt.

Man könnte sicher die Marvin-Route entsprechend entschärfen, so dass die Trails auf Schotter oder Straße umfahren werden.
 
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Hallo Trailsurfer,
Danke für die ausführliche Antwort!
Geplant sind 6-7 Übernachtungen. Tagepassagen möchte ich vermeiden, dafür dann lieber Straße oder Radweg... Brenner, Sterzing, Bruneck hatte ich auf dem Schirm... Inspiration war für mich ein Video von Mr. Gargelfing au youtube, der von Salzburg nach Venedig gefahren ist. In den östlichen Dolomiten hat er da einige schöne unbekannte Pässchen mitgenommen. Ich würde dann aber ggf mit Beginn der Ebene wieder nach Westen abdrehen und mich dem Gardasee nähern wollen.
Etappenlängen je nach Profil zwischen 60 und 90 Kilometer, Höhenmeter maximal 2500.
Ja, gefahren wird mit dem Gravelbike und ich möchte so wenig wie möglich vom Rad steigen😊

Einige schöne Passagen in der beschriebenen Region wären schon hilfreich, da ich als passionierter Rennradfahrer nicht weiß, wo Gravelstrecken zu suchen sind. Ich denke, hier braucht es einfach Insiderwissen...

Danke nochmal und schönes Wochenende!
 
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Okay, damit lässt sich was machen. Dann würde ich an deiner Stelle vermutlich auch versuchen, so schnell wie möglich (sprich: in zwei Etappen) über die Radwege im Wipptal, Eisacktal, Pustertal und die alte Eisenbahnstrecke nach Cortina d'Ampezzo zu gelangen.
Etappe 1:
Etappe 2:

Links und rechts davon gäbe es natürlich Alternativen, an denen du vorbei gravelst. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass sich das Gebiet der Lüsener und Rodenecker Almen gut zum Schotterrennradfahren eignet. Oder du fährst aus dem Pustertal über die Plätzwiese zum Dürrensee anstatt über Toblach und den Bahnradweg.
Die Brenner Grenzkammstraße wirst du leider ohne Schieben nicht erreichen. Tragen ist aber nicht erforderlich. Daher würde ich dir diese Passage unbedingt empfehlen. Das würde den Abschnitt zwischen Gries am Brenner und Gossensass deutlich aufwerten.

Wie dem auch sei, von Cortina ist es dann nur noch ein Katzensprung ins Cadore, wo du dann auf die Strecke aus dem Video triffst.
 

soundfreak

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Oder du fährst aus dem Pustertal über die Plätzwiese zum Dürrensee anstatt über Toblach und den Bahnradweg.
Die Brenner Grenzkammstraße wirst du leider ohne Schieben nicht erreichen. Tragen ist aber nicht erforderlich. Daher würde ich dir diese Passage unbedingt empfehlen. Das würde den Abschnitt zwischen Gries am Brenner und Gossensass deutlich aufwerten.

Plätzwiese u. Dürrensee würde ich auch mitnehmen, falls du wirklich über cortina fährst.

Zum Brenner Grenzkamm - alternativ erst nach Brenner bei Brennerbad hochfahren Richtung Kreuzjoch- evt. wär das noch eine variante... ? (Kenne diese auffahrt nicht, aber was man von oben sah, sollte sie mit gravelbike gut machbar sein ... ?)
 
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Habt ihr noch Kartenempfehlungen für mich?

Dann muss ich mich wohl demnächst einfach mal hinsetzen und gucken, was ich mit Komoot und Karte zusammen puzzeln kann.
 
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mit komoot wäre ich vorsichtig. das routet manchmal bisl an schmarn ;-)

das stimmt wohl (neulich auf dem weg quer durch deutschland: von komoot immer wieder auf ekelhaften bundestraßenabschnitt geschickt worden, egal welche art rad ich angegeben habe / dazu war ein europaradweg nur wenige hundert meter entfernt :rolleyes:)
aber was wäre die alternative?
neben wahoo mit komootstrecke, habe ich windy maps mit entsprechenden offlineabschnitten und locus pro dabei, locus leider nur online, da ich kognitiv nicht in der lage bin die offlineabschnitte zu installieren .....
 
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Wenn du zur Brenner Grenzkammstraße rauf willst, dann würde ich schon über die Sattelbergalm fahren. Der Weg von der Sattelbergalm über den "bösen Bauern" rauf zum Sattelberg ist für stramme Wadeln zumeist fahrbar. Und ein bischen Schieben hat noch keinen umgebracht.
Zwei Vorteile:
1) Du kannst die Brenner Bundesstraße vermeiden.
2) Du kommst am Sattelberg vorbei. Die letzten Meter zum Kreuz solltest du auch machen (zu Fuß) und dann runterschauen auf das Tal mit der Autobahn.
 
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Die Brennergrenzkammstraße kann man vom Obernbergtal seit diesem Herbst super bequem über das Flachjoch beradeln.
Von der Hochleger Alm geht jetzt ein gut befahrbarer MTB Weg rauf bis zur Grenzkammstraße.
Noch ist leider nicht ganz klar ob man offiziell gleich beim Eingang zum Fradertal bei der Säge rauf fahren darf oder den Umweg über das Ortsende von Obernberg machen muss.
Der Weg wurde speziell für Biker angelegt.
Schieben ist da nicht mehr notwendig. Runter dann den Weg zum Brennerbad, der ist gut ausgebaut und tw. sogar asphaltiert.
 
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Die Brennergrenzkammstraße kann man vom Obernbergtal seit diesem Herbst super bequem über das Flachjoch beradeln.
Von der Hochleger Alm geht jetzt ein gut befahrbarer MTB Weg rauf bis zur Grenzkammstraße.
Noch ist leider nicht ganz klar ob man offiziell gleich beim Eingang zum Fradertal bei der Säge rauf fahren darf oder den Umweg über das Ortsende von Obernberg machen muss.
Der Weg wurde speziell für Biker angelegt.
Schieben ist da nicht mehr notwendig. Runter dann den Weg zum Brennerbad, der ist gut ausgebaut und tw. sogar asphaltiert.
Meinst das geht mit nem Gravelbike ohne Schieben? Im hinteren Fradertal geht's schon zur Sache, anfangs bis nach der Fraderalm ist's natürlich noch angenehm ansteigend
 
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Ab Frühling 21 sollte die Route im offizellen MTB Netz dokumentiert sein:

Vielleicht kann ich schon vorher einen Track auftreiben, ich bin mir aber noch nicht sicher wie die Zufahrt vom Obernbergtal gelöst wird, da gibt es zwei Varianten um ins Fradertal zu kommen.
 
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Hier sieht man gut den neuen Verlauf ab der Frader Alm, das sollte auch bergauf fahrbar sein.
Unten in rosa der wahrscheinlichste Anschluss an die Talstraße.


flachjochtrail.jpg
 
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Geht gut!
Vom Pustertal fahren ja sogar Busse hoch zur Plätzwiese. Runter nach Süden (Schluderbach) dann auf Schotterweg und weiter auf der alten Bahntrasse nach Cortina.
 
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Um nach Cortina zu kommen könntet ihr auch das Limojoch einbauen. Ich glaube, das die Route St. Vigil-Pederü-Limojoch und dann dem Rio di Fanes nach Cortina folgend, landschaftlich noch ein Stück interessanter ist, als die Route über die Plätzwiese. Nur runter vom Limojoch könnte es mit dem Gravelbike notwendig sein, mehrere hundert Meter zu schieben. Da man sich an der Landschaft da aber eh nicht satt sehen kann, sollte das bisschen Schieben aber nicht in's Gewicht fallen. Siehe auch...
 
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