Heute ist ein doofer Tag, weil...

Lenka K.

franc-tireuse
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Übrigens ;) Schneeschuh hat auch was.
Keine Abfahrt? :lol:

Aber: ausgleichende Gerechtigkeit hin oder her -- es geht darum, dass man unter dem Deckmäntelchen der Pandemibekämpfung Ressentiments schürt und Leute gegeneinander aufbringt, um mal das verfassungsrechtlich fragwürdige Konzept des 15km-Käfigs ausser Acht zu lassen. Findest du das in Ordnung? Ich nicht.

Und ich wünsche dir, dass du damit nicht konfrontiert wirst.
 
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Das werden wir auch nicht, da B.-W. auch bei "über 200" keine 15 km max. ausruft.
Ich wohne ja auch in einer Tourismusregion, allerdings eher ab Frühjahr bis Spätherbst, momentan besucht unseren Nebel kaum Jemand ;), jedoch wurde hier zum Glück Niemand gegeneinander aufgehetzt.

Und ja, ich weiß: Schneeschuh - keine Abfahrt :heul: ist wie Radeln in der Ebene... aber besser als nix!
 

Mausoline

ganz oder gar nicht
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...
Aber: ausgleichende Gerechtigkeit hin oder her -- es geht darum, dass man unter dem Deckmäntelchen der Pandemibekämpfung Ressentiments schürt und Leute gegeneinander aufbringt, um mal das verfassungsrechtlich fragwürdige Konzept des 15km-Käfigs ausser Acht zu lassen. Findest du das in Ordnung? Ich nicht.

Und ich wünsche dir, dass du damit nicht konfrontiert wirst.

Ich bin da ganz bei dir,
obwohl mir das auch nicht gefällt, wenn die nicht in den Skiurlaub gefahrenen Touris aus nicht nur den umliegenden Kreisen in solchen Massen einfallen und ihre Hinterlassenschaften jeglicher Art hier lassen.
Dafür gibts in BaWü die 15km Regel noch nicht.

Selbst Leserbriefe werden inzwischen gefaked um angstmachende, aufwiegelnde Gechichten zu verbreiten.
Die wahren Infektionszentren dagegen werden immer noch nicht viel besser unterstützt/geschützt.

FFP2 in den Öffis ist auch wieder so ein Gag. Bei uns werden während Schulzeiten kaum mehr Busse eingesetzt als vorher, bestimmte Strecken sind voll wie eh und je, aber anscheinend wird ein Mehr an Bussen/Bahnen von den Ländern bestimmt bzw. muss von denen geordert werden.
 

Mausoline

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Und ja, ich weiß: Schneeschuh - keine Abfahrt :heul: ist wie Radeln in der Ebene... aber besser als nix!

Ich würds eher als Querfeldeinlauf oder unzugänglicheregegenderkundigung benennen ;)
Die Strecken, die ich mach, wären mitm Bike kaum oder nur teilweise fahrbar, mit den Tourenski uninteressant, da ohne Skiabfahrt, aber hier im Mittelgebirge oft sehr spannend.
Im Gebirge für mich keine Alternative.
 

Lenka K.

franc-tireuse
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Probier's mit Nordicskiern -- relativ breite Langlauflatten, manche mit Stahlkanten, mit den man im welligen Gelände gut vorwärts kommt, aber auch runterfahren kann.

Edit sagt: das heisst jetzt auf gut Deutsch Backcountry Skier, z.B. hier oder hier.
 
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Lenka K.

franc-tireuse
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Noch zwei Links zum Thema Ausflügler aussperren, um die Stimmung zu illustrieren:
 
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Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache.... Was auch hier bei uns im Allgäu die letzten Wochen und Monate abging, spottet jeder Beschreibung. Tagesausflügler in Massen (!) trotz geschlossener Lifte, trotz geschlossener Hütten, trotz nicht vorhandener oder geschlossener Infrastruktur. Geparkt wird, wo ein Loch frei ist. Egal, ob Rettungsweg, Privateinfahrt oder enge Zufahrtsstraße. Proviant wird von Daheim mitgebracht, der Müll hier in die Ecke geworfen. In der Früh hin, Abends heim. Loipentourismus ohne Ende. 80 KM Anfahrt und mehr für 5 km schlecht gespurte Loipe. Egal, Hauptsache Spaß und Selbstverwirklichung. Schutzgebiete werden flächendeckend ignoriert und man tut so, als wüsste man von nix.

Heute über Nacht gut 70 cm Neuschnee im Allgäu inklusive Katastrophenwarnung (die letzten 2 Jahre kaum Schnee bis 1000 Meter). Großevents wie die Vierschanzentournee oder die Nordische Ski WM in Oberstdorf werden gnadenlos durchgezogen und immer noch wird damit gezockt, möglichst doch irgendwie Publikum zulassen zu dürfen, Pandemie völlig wurscht. Hauptsache, die Kohle stimmt und die Werbung für die sowieso überlaufene Region läuft. Überdimensionierte Liftanlagen werden gebaut, obwohl die Tendenz Schneemangel seit Jahren deutlich und nicht zu übersehen ist. Egal, gibt ja staatliche Förderung in Millionenhöhe. Man will hier unbedingt der Schweiz und Österreich nacheifern. Wer in diesen Regionen im Sommer mit dem Bike oder zu Fuß unterwegs ist und noch einen Funken Bewusstsein hat, sieht, welche gigantischen Umweltschäden dort zu sehen sind. Dem Skifahrer ist das wurscht, die weiße Pracht bedeckt das ja und im Sommer ist man eh nicht dort.

So, dass musste mal raus, sorry.... Ich freue mich echt über Jede/Jeden der hierherkommt und die Landschaft, die Berge, die Trails, die tollen Alpsträßchen, die Loipen genießt. Auch ich fahre leidenschaftlich gerne in andere Regionen zum Biken oder Rennradfahren oder Bergsteigen und hoffe, das NACH der Pandemie auch wieder machen zu können. Mein Ziel ist es allerdings, meine Anwesenheit dort für Umwelt und Bevölkerung möglichst wenig spürbar zu machen und aus diesem Grund verzichte ich auch auf manches Ziel, von dem ich weiß, dass die Situation vor Ort eh schon grenzwertig ist....
 

Lenka K.

franc-tireuse
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Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache.... Was auch hier bei uns im Allgäu die letzten Wochen und Monate abging, spottet jeder Beschreibung. Tagesausflügler in Massen (!) trotz geschlossener Lifte, trotz geschlossener Hütten, trotz nicht vorhandener oder geschlossener Infrastruktur. Geparkt wird, wo ein Loch frei ist. Egal, ob Rettungsweg, Privateinfahrt oder enge Zufahrtsstraße. Proviant wird von Daheim mitgebracht, der Müll hier in die Ecke geworfen. In der Früh hin, Abends heim. Loipentourismus ohne Ende. 80 KM Anfahrt und mehr für 5 km schlecht gespurte Loipe. Egal, Hauptsache Spaß und Selbstverwirklichung. Schutzgebiete werden flächendeckend ignoriert und man tut so, als wüsste man von nix.

Schön für dich, dass du das alles direkt vor der Haustür hast. Und ich kann auch deine Sehnsucht nach der Ruhe nachvollziehen.

Hast du aber vielleicht mal über die Ursachen des Ansturms nachgedacht? Die Leute haben überhaupt keine Möglikchkeit mehr, sich abzulenken und zu erholen, ausser in die Natur zu fahren. Die Geschäfte sind zu, die Kultureinrichtungen sind zu, man kann nicht für mehrere Tage wegfahren, damit sich die Leute verteilen. Dann fahren sie halt dorthin, wo sie für einem Tag hinkommen. Einkehren können sie auch nicht, nicht weil sie nicht wollen, sondern, weil das von der Regierung verboten wurde, schon vergessen? Zumüllen und rücksichtloses Parken gehen natürlich gar nicht, aber wozu ist die Polizei da? Sollten übrigens alle schön daheim bleiben, wie du es dir vorstellst, würde es z.B. im Münchner Englischer Garten recht unschöne Szenen geben. Wurden da nicht schon Menschen vom Olympiaberg verjagt?

Bedenke auch, dass du vielleicht auch mal die Städter gebrauchen könntest, ein Uniklinikum (für dich z.B. in Augsburg) ist im Ernstfall eine feine Sache und für alle da.
 
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lucie

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Bedenke auch, dass du vielleicht auch mal die Städter gebrauchen könntest, ein Uniklinikum (für dich z.B. in Augsburg) ist im Ernstfall eine feine Sache und für alle da.

Bedenke, dass gerade in den Alpen es oft auch die Städter sind, die ggf. auch mal die Bergrettung in Anspruch nehmen müssen. ;)
Das jetzt hier so gegeneinander aufzuwiegen, nur weil man "seinen Winter" nicht wie gewohnt verbringen kann, halte ich für nicht zielführend.

Ich verstehe den Unmut aber schon und grüße herzlichst aus der flachlandgeprägten 15km-Blase. :):wink:
 

Lenka K.

franc-tireuse
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Bedenke, dass gerade in den Alpen es oft auch die Städter sind, die ggf. auch mal die Bergrettung in Anspruch nehmen müssen.
Und die Landeier gehen in die Stadt studieren und so weiter. Und zuparken am Wochenende die Strassen und kotzen rundum die Wiesn und überhaupt ... :ka:

Ich halte die ganze Situation eigentlich für total absurd, aber bei absurden Forderung sollte das alles bis in die Konsequenzen gedacht werden, um die Absurdität sichtbar zu machen.

Es geht übrigens nicht nur um meinen verpatzen Winter, sondern auch darum, dass wir mal Grundrechte hatten, die anders als in China eigentlich keine Einschränkung des Bewegungsradius vorsehen? Scheint irgendwie in Vergessenheit zu geraten.

Es wird seitens der Politik ständig vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt, aber gerade der 15km-Radius und die Amigoklausel in Bayern provozieren solche Spaltung geradezu. Wie man in der realen Welt, aber auch hier im Forum sieht.

Und das finde ich dann so richtig doof.

Off-topic Ende.
 
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Lenka, bitte nicht missverstehen! Wie gesagt, ich gönne es Jedem, der raus aus der Stadt oder dem Umfeld will, gerade jetzt. Wir leben jetzt in einer absoluten Ausnahmesituation, die sich vor einem Jahr noch kein Mensch vorstellen konnte. Um aus dieser ganzen Scheiße rauszukommen, muss die Gesellschaft zusammenhalten. Die Landeier können aktuell auch nicht in die Stadt zum Shopping, zu Konzerten, zu Besuchen. Wir schnuppern auch mal gerne City-Atmosphäre, definitiv. Es ist einfach das Gebot der Zeit, sich für eine (hoffentlich) überschaubare Zeit etwas zurück zu halten, um da irgendwie wieder rauszukommen. Und wenn ich dann die überfüllten Parkplätze an den Hotspots hier oder die Bilder vom Skibetrieb in der Schweiz oder Österreich sehe, kommt mir das kalte Kotzen.

Auch hier bei uns gibt es jede Menge Einheimische, die möglichst alle Ver/Gebote umgehen, um ja zu ihrem Spaß zu kommen. Da wird quer durch Schutzzonen mit Schneeschuhen oder Tourenski geholzt, man kennt sich ja aus und die Scheiß-Ranger haben mit den Touris hoffentlich genug zu tun. Natürlich wird mit dem Auto in die Täler gefahren, so weit das irgendwie geht. Ok, muss jeder mit sich selber vereinbaren, zeigt für mich aber auch den Charakter mancher Zeitgenossen, wo nur noch das ICH im Mittelpunkt steht.

Andererseits gibt es hier auch viele der momentanen Tagesausflügler, die sich sehr verantwortlich zeigen, wo, wann und was sie unternehmen. Es geht also doch auch irgendwie, wenn man will. Stinkig werde ich, wenn in den fetten SUVs oder den Elitemarken 1-2 Leutchen 100 KM und mehr anfahren, sich aufregen, dass es Einschränkungen gibt, ein paar illustre Selfies gemacht werden und dann die Rückfahrt angetreten wird, natürlich nicht ohne sich vorher noch über horrende 6-8 Euro Parkgebühren aufzuregen. Andere (selber schon mitbekommen) kalkulieren das Strafzettelchen für das Parken im Naturschutzgebiet von Haus aus ein, wen jucken schon die paar Euro Strafe.

Wenn wir alle jetzt wenigstens ein paar Wochen zusammenstehen, habe ich echt Hoffnung, dass in ein paar Monaten alles ein bisschen leichter wird. Gerade bei uns Outdoorsportlern bin ich da ziemlich optimistisch, weil wir sehr viel von unserem Lebensgefühl und unserer Lebenseinstellung zur Zeit tatsächlich opfern müssen. Aber immer noch besser, als sich irgendwo den verdammten Virus zu holen und mit Schläuchen wochenlang im Krankenbett zu liegen.

Musste jetzt raus, bitte um Nachsicht
 

lucie

der Schrecken der Straße
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Es wird seitens der Politik ständig vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt, aber gerade der 15km-Radius und die Amigoklausel in Bayern provozieren solche Spaltung geradezu. Wie man in der realen Welt, aber auch hier im Forum sieht.

Und das finde ich dann so richtig doof.

Das mit der Spaltung der Gesellschaft, die durch den ganzen Maßnahmenkauderwelsch noch potenziert wird, sehe ich genauso und finde diese Entwicklung auch sehr, sehr kritisch.

Noch was zum 15km-Radius: ich lebe in einer kreisfreien Stadt mit einer aktuell leider recht hohen Inzidenz.
Diese nette kleine Stadt wird komplett umschlossen von einem Landkreis mit noch höherer Inzidenz. Ich lebe also auf einer Insel...
Cool - nur Urlaub machen, möchte hier niemand. :D
 
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Lenka K.

franc-tireuse
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Andererseits gibt es hier auch viele der momentanen Tagesausflügler, die sich sehr verantwortlich zeigen, wo, wann und was sie unternehmen. Es geht also doch auch irgendwie, wenn man will. Stinkig werde ich, wenn in den fetten SUVs oder den Elitemarken 1-2 Leutchen 100 KM und mehr anfahren, sich aufregen, dass es Einschränkungen gibt, ein paar illustre Selfies gemacht werden und dann die Rückfahrt angetreten wird, natürlich nicht ohne sich vorher noch über horrende 6-8 Euro Parkgebühren aufzuregen. Andere (selber schon mitbekommen) kalkulieren das Strafzettelchen für das Parken im Naturschutzgebiet von Haus aus ein, wen jucken schon die paar Euro Strafe.
Ich verstehe deinen Unmut. Aber wie ist dein Beispiel bitte infektionstechnisch relevant? Das ist ja die wichtige Frage. Nicht, ob die Ausflügler nerven oder im Naturschutzgebiet parken. Denn die Einschränkungen werden mit der Pandemie begründet, nicht mit Natur- oder Umweltschutz.

Das Parkproblem ist ja z.T. im Allgäu (ich weiss nicht, ob gerade bei dir) auch durch die von manchen Gemeinden abgeriegelten Parkplätze versursacht.
 

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Sog. Cappucinobikerin
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Probier's mit Nordicskiern -- relativ breite Langlauflatten, manche mit Stahlkanten, mit den man im welligen Gelände gut vorwärts kommt, aber auch runterfahren kann.

Edit sagt: das heisst jetzt auf gut Deutsch Backcountry Skier, z.B. hier oder hier.
Danke für den Hinweis. Ich liebe Nordic Cruising und mach das seit meiner Jugend, da ich Langlaufen in vorgegebenen Loipen schon damals eher langweilig fand. Meine LL Ski sind etwas breiter und deutlich kürzer und haben Stahlkanten für die Abfahrt.
 

Basti138

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Wenn wir alle jetzt wenigstens ein paar Wochen zusammenstehen, habe ich echt Hoffnung, dass in ein paar Monaten alles ein bisschen leichter wird.
Wir stehen schon ein Jahr zusammen und es ist genau das Gegenteil passiert.
Im Sommer kannste dir dann die FFP2 Windel ins Gesicht binden beim Biken. Wenn Sport überhaupt ein triftiger Grund ist, die Wohnung zu verlassen.

Aber immer noch besser, als sich irgendwo den verdammten Virus zu holen und mit Schläuchen wochenlang im Krankenbett zu liegen.
Diese Geschichten ziehen heute nur mehr bei den wenigsten.
 
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Votec Tox

Sog. Cappucinobikerin
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Lenka, bitte nicht missverstehen!
Es ist einfach das Gebot der Zeit, sich für eine (hoffentlich) überschaubare Zeit etwas zurück zu halten, um da irgendwie wieder rauszukommen.

Stinkig werde ich, wenn in den fetten SUVs oder den Elitemarken 1-2 Leutchen 100 KM und mehr anfahren, sich aufregen, dass es Einschränkungen gibt, ein paar illustre Selfies gemacht werden und dann die Rückfahrt angetreten wird, natürlich nicht ohne sich vorher noch über horrende 6-8 Euro Parkgebühren aufzuregen. Andere (selber schon mitbekommen) kalkulieren das Strafzettelchen für das Parken im Naturschutzgebiet von Haus aus ein, wen jucken schon die paar Euro Strafe.
Eigentlich wollte ich Deinen Beitrag gern "liken", durchaus differenziert geschrieben aber leider schlägst Du dann doch ganz "normal" polemisch und klischeehaft um Dich. Und nein, ich fahre kein SUV.
Und ich frage mich woher ihr die Energie nehmt ständig bei einem von Euch empfundenen Fehlverhalten anderer Mitmenschen "stinkig" zu werden? Mich fordern Beruf, privates Umfeld, Biken mit dem fitten Kumpel so sehr, da bleibt dann nur noch Gelassenheit :D ;) vermutlich das Alter!
 

LittleBoomer

Kollateralschaden
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Heute über Nacht gut 70 cm Neuschnee im Allgäu inklusive Katastrophenwarnung (die letzten 2 Jahre kaum Schnee bis 1000 Meter). Großevents wie die Vierschanzentournee oder die Nordische Ski WM in Oberstdorf werden gnadenlos durchgezogen und immer noch wird damit gezockt, möglichst doch irgendwie Publikum zulassen zu dürfen, Pandemie völlig wurscht. Hauptsache, die Kohle stimmt und die Werbung für die sowieso überlaufene Region läuft. Überdimensionierte Liftanlagen werden gebaut, obwohl die Tendenz Schneemangel seit Jahren deutlich und nicht zu übersehen ist. Egal, gibt ja staatliche Förderung in Millionenhöhe. Man will hier unbedingt der Schweiz und Österreich nacheifern. Wer in diesen Regionen im Sommer mit dem Bike oder zu Fuß unterwegs ist und noch einen Funken Bewusstsein hat, sieht, welche gigantischen Umweltschäden dort zu sehen sind. Dem Skifahrer ist das wurscht, die weiße Pracht bedeckt das ja und im Sommer ist man eh nicht dort.

Tja so ist das in unserem Land. Es geht um den schnöden Mamon.
Wenn man mit was Geld verdienen kann, dann sind alle Kollateralschäden irrelevant. Könnte eine Gemeinde an jeder Trailbefahrung mit dem MTB ebenfalls Geld verdienen, gebe es keine Diskussionen über Trailsperrungen o.ä. mehr...
 
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@ Lenka: infektionstechnisch deshalb relevant, weil sich an den überfüllten Parkplätzen alles ballt und Abstand, Maske etc. für einige (!) ganz, ganz neue Vorgaben sind

@ Basti123: "wir" stehen eben NICHT seit 1 Jahr zusammen, sonst wären wir nicht wieder da, wo wir im Frühjahr schon mal waren. Ich teile Deine Befürchtung mit der "Windel" auch, hoffe aber immer noch auf Fortschritte und sinkende Infektionszahlen. Diese "Geschichten ziehen" nicht bei den wenigsten, sondern bei der Masse. Das macht Hoffnung. Einer meiner Mitbiker hat sich im Frühjahr infiziert, der bikt diesen Sommer auf einem anderen Level wie bisher, weil er immer noch an den Folgen knabbert. Interessanterweise hat genau DER im Frühjahr auch ein süffisantes Lächeln auf dem Gesicht gehabt, als es um DAS Thema ging.
 

lucie

der Schrecken der Straße
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Und ich frage mich woher ihr die Energie nehmt ständig bei einem von Euch empfundenen Fehlverhalten anderer Mitmenschen "stinkig" zu werden?

Leider ist das Fehlverhalten nicht immer nur eine Empfindung, sondern Realität. Beispiele aus unserem Hobbybereich (Sperrungen von Trails und das Märchen, dass die MTBler ja den kompletten Wald zerpflügen) sind ja jedem sicher bekannt.

Was daran so dramatisch und vollkommen unnötig ist, ist die Pauschalisierung/Verallgemeinerung und die daraus resultierende "Sippenhaft/Kollektivstrafe" - das finde ich natürlich richtig doof. :(

Trotzdem muss man sich ein wenig Humor und die Ruhe bewahren, sonst dreht man ja völlig durch.

Ich sehe das alles gaaanz gelassen:

20190102_063023.jpg


Habe heute Flaschen weggebracht. :lol:
 
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scylla

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Wir verzichten aktuell als Einheimische an einem regionalen Hotspot (weit nicht so schlimm wie im Voralpenland, aber da wir im Vergleich zum Umland recht viel Schnee abbekommen haben dennoch gerade so überlaufen, dass es schon Probleme gab mit zugeparkten Rettungswegen etc) weitestgehend
darauf, selbst zu den schönsten und überlaufensten Plätzen zu fahren, sondern verkrümeln uns lieber auf dem schnellsten Weg ins Hinterland und zu weniger beliebten Orten. Im Prinzip kann ich es gut verstehen, dass man "raus" in die Natur will, wenn man in der Stadt wohnt. Da überlasse ich den Hotspot dann auch gern den anderen, ich bin da ja eh regelmäßig und kann hin wann immer ich will (notfalls einfach abseits der Stoßzeiten). Wobei man auf dem Weg vorbei an den Zuwegen zu den Hotspots teilweise schon von parkwütigen gestressten Ausflüglern bedrängt und fast übern Haufen gefahren wird, ungefähr da hört dann mein Verständnis für die Erholungssuche auch auf :(
Die Situation an Voralpen-Tourismusorten kann ich nur aufgrund von Medienberichten beurteilen. Also eigentlich nicht. Ich kann mir aber durchaus Gründe denken, die den Ärger der Locals auch würdigen würden. Und auch Infektionsschutz-Gründe könnte ich mir durchaus vorstellen, besonders an Parkplätzen und Aussichtspunkten. Aber das ist alles Mutmaßung. Wer dort wohnt kann sich mit Substanz darüber äußern, wer nur was gelesen oder gehört hat, regt sich vielleicht auf unvollständiger oder gar falscher Basis auf.

Ich denke wenn jeder es schaffen würde, seine persönlichen Luxus-Ansprüche nur ein klein wenig zurück zu nehmen, und weniger mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen, wären aktuell alle besser dran, und glücklicher und weniger gestresst. Uns geht's doch eigentlich immer noch verdammt gut, und mal ein paar Monate nicht genau das machen zu können was ich normalerweise machen würde, verschlechtert höchstens meinen Luxus aber nicht meine Lebensqualität. Das hat auch nichts damit zu tun, mit allem einverstanden zu sein, es gibt genügend Kritik an Maßnahmen oder politischen Vorgängen, die man üben kann und muss. Dennoch mein Vorsatz bis das alles vorbei ist: einen Schritt zurücktreten und nicht über persönlich empfundene Nicklichkeiten jammern, das Gegenteil machen andere eh schon genug (zu viel) :)
 

Martina H.

Meine Lernkurve ist ein Downhill
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Ich denke wenn jeder es schaffen würde, seine persönlichen Luxus-Ansprüche nur ein klein wenig zurück zu nehmen, und weniger mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen, wären aktuell alle besser dran, und glücklicher und weniger gestresst. Uns geht's doch eigentlich immer noch verdammt gut, und mal ein paar Monate nicht genau das machen zu können was ich normalerweise machen würde, verschlechtert höchstens meinen Luxus aber nicht meine Lebensqualität. Das hat auch nichts damit zu tun, mit allem einverstanden zu sein, es gibt genügend Kritik an Maßnahmen oder politischen Vorgängen, die man üben kann und muss. Dennoch mein Vorsatz bis das alles vorbei ist: einen Schritt zurücktreten und nicht über persönlich empfundene Nicklichkeiten jammern, das Gegenteil machen andere eh schon genug (zu viel) :)

...dem kann ich nur zustimmen...
 
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