Kauberatung Slicks

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Da ich in nächster Zeit mer GA1 auf der Straße fahren möchte überlege ich mir, Slicks aufs MTB aufzuziehen, da die Nobby Nics irgendwie keinen Spaß machen.
Ich bin eine großer Schalbe fan und habe mir daher mal Kojak bzw. Durano ausgeguckt. Kann ich diese in 35-559 problemlos auf meine Laufräder (19mm Maulweite aufziehen) oder sollte ich besser auf 50-559 gehen, wobei sich ja der Durano dann erledigt hätte (oder geht sogar der Durano in 28-559).

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir dazu ein Paar Erfahrungen und Tipps mitteilen könntet.

(PS. Zweiter Laufradsatz usw. kommt nicht in Frage da evtl. nächste Saison eh ein RR her muss).
 
Also meiner Erfahrung nach sind 19" schon a bissi weit für 28mm, ist aber auch Geschnackssache.
Den Kojak hab ich in 28" Version in 35er Breite am Trekker, der ist ganz gut. Von 2.0 Kojak hab ich von einem Kumpelgehört, dass der rissig wurde und gerne Steine aufsammelt... tatsächlich ist der Kojak zu Beginn irgendwie "weich"
Aber, preislich deutlich günstiger und mindestens genauso gut finde ich den Conti SportContact, den fahre ich in 1.6 am MTB schon mal und in 37(?) mm hatte ich den auch an einem Trekker... sehr stabil.

Fazit: So richtig falsch machen kannst Du da nyx, ich wuerde zum Conti greifen (gibt es in 1.3; 1.6 und 2.0)...
 
Wenn es um Quasirennradfahren geht, bist Du mit einem schmalen, leichten Slick durchaus gut beraten. Mir war und ist es wichtig, daß ich neben den Asphaltetappen auch Abkürzungen über schlechtere Wege nehmen kann. Zudem auch eine gewisse Pannensicherheit und Langlebigkeit. Darum habe ich mich für den zwar schweren, aber trotzdem ziemlich schnellen Maxxis Hookworm entschieden. Der bei hohem Druck auch enorm flott ist, jedoch im Unterschied zur Konkurrenz bei niedrigem Druck sehr komfortabel und sogar beachtlich geländetauglich ist. Er paßt mit ca. 60mm Breite und 59mm Höhe allerdings nicht zu jedem Rahmen/Umwerfer. Und Leichbaufelgen lassen bei einem so breiten Reifen teilweise nur geringe Drücke zu. Ich fahre ihn seit zwei Jahren und bin immer noch begeistert!
 
(PS. Zweiter Laufradsatz usw. kommt nicht in Frage da evtl. nächste Saison eh ein RR her muss).

Warum schaffst du dir denn nicht gleich ein RR an, wenn das eh geplant ist?
Wenn man ersthaft auf der Straße fahren will, ist der längste Gang bei einer MTB Kurbel einfach zu kurz. Insbesondere, wenn du einen schmalen Reifen auf der vorhandenen 26er Felge aufziehen willst. Da hängst du ständig auf dem größten Gang und bist trotzdem nur am "hamstern", weil die Entfaltung sehr kurz ist...

Ein 48er Kettenblatt entschärft das Problem nur bedingt, weil auch die für 28er Felgen am Trekkingrad gedacht sind...

Wenn man für längere Zeit nicht ins Gelände geht und wenn man sich auf der Straße nicht mit groben Stollenreifen rumärgern will, würde ich einen 0815 Trekkingreifen empfehlen. Die Kombi taugt für eine zügige Tour mit der Familie. Den Kollegen mit dem RR fährst du damit aber gnadenlos hinterher.
 
Bei einem Zwei-Zoll-Reifen und einer 90er Trittfrequenz entspricht die erreichte Geschwindigkeit bei einem 11er Ritzel genau der Zähnezahl des Kettenblatts, also 42 km/h bei einem 42er Kettenblatt. Bei einem fetten Reifen ca. 2 km/h mehr, bei schmalen entsprechend weniger. Ein 23mm-Rennradreifen auf einer 28-Zoll-Felge hat 668 mm Durchmesser, ein Hookworm auf einer 26-Zoll-Felge stolze 677 mm.
 
Die Conti Race King rollen sehr gut, haben eine weiche komfortable Karkasse, für kleine Feldwege und Schotterstrassen guten Grip und das MTB sieht immer noch wie ein MTB aus!
 
Ich hab mich jetzt doch breitschlagen lassen und mich für die finale Lösung entschieden (Scott Speedster 20).
Trotzdem vielen Dank an alle für die Antworten.:daumen:
 
Ein 23mm-Rennradreifen auf einer 28-Zoll-Felge hat 668 mm Durchmesser, ein Hookworm auf einer 26-Zoll-Felge stolze 677 mm.

Und du meinst allein mit dem Hookworm, könnte er mit nem RR Fahrer (auf ähnlichem Level) mitkommen?
Das Scott Speedster 20 hat eine Compaktkurbel mit 50t was deutlich praxistauglicher ist. Der TE hat das ja auch erkannt... ;)

Viel Spaß damit.
 
Es gibt hier Leute, die den Kojak und den Hookworm ausprobiert haben und meinen, daß der Hookworm nicht langsamer ist. Ich hätte da meine Zweifel. Habe ich ja in Post Nr. 3 geschrieben. Deutlich langsamer wird er jedoch nicht sein, es ist immer noch ein Slick. Mit keinem Reifen wird man mit einem Rennradfahrer gleicher Kondition mithalten können. Das verhindert schon die Aerodynamik und das Gewicht des Bikes und vor allem natürlich die Sitzposition. Da der Hookworm in dieser Hinsicht keine deutlichen Nachteile, aber abseits vom glatten Asphalt deutliche Vorteile mit sich bringt, ist er auf seine Art ein herausragender Reifen. Ich habe meine MTB-Kurbel mit 24-38-50 bestückt, was in Verbindung mit dem 11-34er Ritzel eine enorme Übersetzungsbandbreite mit sich bringt, so daß man auch bei Tempo 50 noch in der optimalen Trittfrequenz kurbeln kann und selbst bei 60 nicht tritt wie eine Nähmaschine. Ein Rennrad wird deswegen noch lange nicht daraus. "Nur" ein sehr vielseitiges und schnelles Mountainbike.
 
Ich habe meine MTB-Kurbel mit 24-38-50 bestückt...

Ein Rennrad wird deswegen noch lange nicht daraus. "Nur" ein sehr vielseitiges und schnelles Mountainbike.

Waldautobahn, linke Spur... Wenn das für dich "Mountainbiken" ist, dann ist es ja okay... Wenn man auch mal abseits von Waldautobahnen unterwegs ist, wird man mit dem riesen Blatt nicht lang Freude haben, weil man nicht mal besonders hohen Stufen hängen bleibt und vermutlich schnell Zahnausfall am 50er hat. Ich fand schon das 42er extrem hinderlich im Gelände und selbst das 36er (das ich aktuell drauf habe) ist für mich persönlich nur ein Kompromiss, aber "Vielseitigkeit" definiert ja jeder anders...
 
Klar schränkt das 50er die Bodenfreiheit ein. Stufen muß man droppen und an dickeren Baumstämmen auch mal tragen. Verblockte Trails gehen gar nicht. Für richtig fieses Gelände würde ich die Slicks logischerweise nicht empfehlen. Dafür habe ich ein zweites Bike mit 42er Blatt und Highroller/Minion. Das sind bei uns und in den allermeisten Gegenden Deutschlands jedoch Einzelfälle. Und wenn man mal kurz tragen muß, stirbt man auch nicht dran. Für das, was man üblicherweise an Single Trails hat, kommt man mit den Hookworm-Slicks bemerkenswert weit. Sofern der Untergrund nicht schmierig-glitschig wird.
 
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