[A] Aufbau (m)eines Open Wide als Go-Everywhere und Bikepacking Rig

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Hallo zusammen,

hier dreht sich alles um meinen ersten Eigenaufbau eines Bike, in diesem Fall basierend auf einem Open Wide. Sicher habe ich die ein oder andere Frage, freue mich aber auch ansonsten über Tipps, Erfahrungen, Kommentare oder Fragen eurerseits.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, starten wir daher doch gleich mit einem. Mittlerweile ist der dezent gefärbte Rahmen nämlich bereits angekommen und hat auch ersten Kontakt zum frostigen Sauerländer Boden aufgenommen:

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Im Folgenden beschreibe ich wie es überhaupt zu diesem Projekt kam, wen das interessiert der ist herzlich eingeladen weiterzulesen.

Fast 30 Jahre lang habe ich mich als reiner Mountainbiker durchs heimische Sauerland und die Weltgeschichte bewegt. Als die Touren länger wurden stand der Weg zum Zoll öfter an: Die in Fahrt kommende Bikepacking Bewegung aus USA brachte innovative Produkte von Manufakturen wie Revelate Designs hervor die ich unbedingt haben musste. 2012 wurde ich mit meinem Setup inklusive „Arschrakete“ noch ziemlich interessiert bis kritisch beäugt und bei so manchem Stopp von anderen Rad Begeisterten drauf angesprochen:

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Als sich mein Radius erweiterte und daher zwangsläufig auch hier im Sauerland längere Überland Etappen notwendig waren fand ich es zunehmend anstrengend hoch im Wind zu sitzen und habe neidisch die Rennradfahrer beäugt deren Vorbeigleiten bei Gegenwind nahezu mühelos erschien. Die dumme Idee auf dem Fully den Lahntalradweg zu fahren, um mein neues Zpacks Ultralight Zelt zu testen, gab mir dann endgültig den Rest als ich drei Tage lang das dauernde Rattern der Nobby Nics auf Teer bei über 30 Grad ertragen musste.

2014 erwähnte ich dann bereits hier im Forum, neben einigen Bildern der Tour und meiner Packliste, meine Lösung des Dilemma:
https://www.mtb-news.de/forum/t/ultralight-bikepacking.420532/post-11764693

Nach einigen Nächten Recherche empfand ich seinerzeit einen Cyclocrosser als optimalen Kompromiss um einerseits effizienter zu pedalieren und andererseits trotzdem die Reifenbreiten fahren zu können die ich benötigte um auch im Sauerland alle Ziele anfahren zu können, „Go Everywhere“ eben. In einer Rabattaktion bekam ich von Canyon aus Koblenz ein Inflite für etwa 1000 €, mit Alurahmen und Shimano 105 Kompaktkurbel (50/34).

Über die Jahre hat mich dieses Rad auf zwei 700c Laufradsätzen (einmal 28-32mm Slicks + einmal 38mm Gravelking SK) durch dick und dünn begleitet, irgendwann auch mit Wattmesskurbel, einer Aerobar und einer 11-32 Kassette so das ich zumindest fast auf eine 1-1 Übersetzung komme. Ich habe viel gelernt und es brauchte auch die ein oder andere Felge um ein gutes Gefühl zu entwickeln welche Geschwindigkeit im Wald mit welcher Reifenbreite noch möglich ist.

Zuletzt haben wir zwei gestern eine Stunde Mittagspause durch den Frost im Sauerland genossen:

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Zwischenzeitlich zogen ein YT Jeffsy für die Urlaube in den Bergen und den ein oder anderen Bikepark Besuch ein und als man Pandemie bedingt ja gar nicht wusste wie man sein Geld ausgeben kann auch mein erstes Vollblut Rennrad. Mit dem habe ich dieses Jahr gute 3000 km gefahren und die Kombination aus Carbon Rahmen, elektronischer Red Etap AXS, Carbon Laufrädern, einer tollen Lenker-Vorbau Kombi aus Carbon & Co wirklich zu schätzen gelernt.

Die Bilder des reinrassigen Renners und des restlichen Fuhrparks erspare ich euch, wen das und Tourenbilder interessieren der kann hier klicken.

Nach den Touren auf diesem „High End Boliden“ auf mein Inflite zu steigen hinterlässt nun jedes Mal ein gewisses Vakuum, das ich nun füllen möchte. Ich habe mir auch erfolgreich eingeredet das ich ein neues Rad brauche um verschiedene Touren und Events die ich nächstes Jahr plane wie den Smugglers Path zu bestreiten, obwohl das natürlich auch mit dem Inflite problemlos ginge. Und da ich den Renner schon nicht selbst aufbauen konnte bzw. wollte (Liefersituation sei Dank) sondern auf ein Bike von der Stange zurückgegriffen habe wird mein neues „Go-Everywhere Bike“ nun mein erster vollständiger Eigenaufbau.

Was die Basis des Ganzen, also das Frameset angeht, habe ich lange überlegt und recherchiert. Der Markt gibt ja mittlerweile von Carbon - Titan wirklich einiges her. Eine gute Übersicht von Rahmen / Herstellern die sich für den Aufbau eignen liefert zum Beispiel Torsten Frank in seinem Blog, hier der zweiteilige Artikel:

Seit vielen Jahren verfolge ich die wirklich erstklassigen Analysen und Erfahrungsberichte von Torsten Frank. Wer ihn nicht kennt dem lege ich hiermit vor allem seine Berichte über seine Teilnahmen an Events wie Atlas Mountain Race, TCR, Three Peaks und vielen mehr ans Herzen.

Schlussendlich habe ich mich auf folgende wesentlichen Kriterien festgelegt:
  • Montagepunkte am Unterrohr
  • Reifenfreiheit mindestens 700x45C und 2,3x 650B (letzteres um dem Sauerländer Matsch und Winter etwas entgegenzusetzen)
  • 12mm Steckachsen, damit ich Laufräder tauschen kann, Mann was nerven diese vielen Standards.
  • FlatMount Standard
  • Gutes Gewicht
  • Internes Routing
  • Titan oder Carbon
  • Für mich fotogene Rahmenfarben die dem grauen Sauerländer Wetter etwas entgegenzusetzen hat, ohne das ich „custom lackieren muss“.
Am Ende habe ich mich für ein Open Wide entschieden da es alle meine Kriterien erfüllt, ich verschiedene sehr zufriedene Fahrer kenne, Gerard Vroomen meine wenigen Fragen kompetent und freundlich beantwortet hat, das Gewicht und die Reifenfreiheit grandios sind und mir eine der Farben auch zusagte. Wobei, eigentlich hatte ich mich noch gar nicht final entschieden sondern immer noch zwei Rahmen auf der Shortlist als ich über ein sehr gutes Angebot gestolpert bin und ein neues Frameset in passender Größe und Farbe mit einem satten Rabatt gefunden habe. Ich habe das als „Zeichen“ interpretiert und bin dann in einer Art spontanem Enthusiasmus auf den „Kaufen Button„ gekommen, ihr kennt das.

So, der zweite Kaffee ist geleert und der Start gemacht, die nächsten Bilder und Updates folgen wenn ich das halbe Dutzend Pakete das sich hier türmt weiter ausgepackt habe. Mit dem Laufradbauer telefoniere ich gleich auch noch zum zweiten Mal und platziere meine Bestellung da er voraussichtlich alle benötigten Teile besorgen konnte, keine Selbstverständlichkeit in diesen Zeiten.

Ich wünsche euch schöne Weihnachtstage aus dem Sauerland,
Daniel
 

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Hallo Cane,
kann Deine Entscheidung für das Wide gut nachvollziehen. Ich habe im März 2020 auch ein Wide aufgebaut und schon viele schöne Touren damit unternommen. Ich muss gestehen, dass mein Tallboy seitdem unbenutzt in der Garage steht. Bin schon gespannt wie‘s weitergeht.
Viel Spaß beim Schrauben und frohe Weihnachten!

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Hallo zusammen,

Erst einmal bedanke ich mich für eure Kommentare und wünsche meinerseits Frohe Weihnachten, ich hoffe ihr genießt entspannte Tage. Ich bin gerade aus dem Bergischen Land zurück ins heimatliche Sauerland gefahren und mit jedem Kilometer fiel mehr Schnee. Der Blick aus meinem Küchenfenster sagt „Zieh die Radklamotten an“, das mache ich jetzt auch gleich:

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Heute muss ich noch überlegen ob ich auf 2,3 Zoll Reifen mit dem Fully fahre oder den recht feuchten Schnee mit 38mm Gravelking SK bewältigt bekomme, das wird mit dem Open bald anders, zumindest wenn ich den zweiten Laufradsatz in 650B angeschafft habe.

was isn das für ne Rahmengröße und wie schwer äh leicht ist das Teil?

Ich habe mich mit 180cm und 84cm Schrittlänge für L entschieden, nachdem ich die Geo des Open Wide mit den Geos meiner bestehenden Räder verglichen habe, primär hier: https://www.bike-stats.de/

Ich hätte auch M fahren können, normalerweise fahre ich durchaus gerne eher kleine Rahmen. Beim Open Wide habe ich mich aber für die komfortablere Variante entschieden.

Den Rahmen habe ich bisher gar nicht gewogen da man Open nachsagt sehr ehrliche Gewichte zu kommunizieren, das wäre erst beim Aufbau erfolgt. Die ehrlichen Angaben kann ich nun bestätigen: Meine Rahmengröße L legt gegenüber der Herstellerangabe von 1040g in Rahmengröße M lediglich 22 Gramm zu, ich denke das geht mehr als in Ordnung:

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So, ich setze mich jetzt erstmal aufs Rad und genieße den Schnee.

Viele Grüße,
cane
 
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Ich finde den Rahmen echt klasse, wenn dieser nicht vom Preis her so teuer wäre. Nächstes mal machste bitte das Schild am Rahmen ab. Das erinnert mich irgendwie an einer Leiche mit Zettel, und das hat der schöne Rahmen nicht verdient :love: :bier:.
Schaue gerne mit was Du schönes draus machst.
 
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Nachdem es gestern leicht getaut hat war es hier im Sauerland heute nochmal richtig frostig und wir hatten Eisregen und Spiegeleis, das kommt nur wenige Tage im Jahr vor. Auf Teer wird das Fahren damit lebensgefährlich, im Wald und auf Feld- und Forstwegen macht es aber umso mehr Spaß da alles hart gefroren ist und man fantastisch durch die verschneite Landschaft rollen und fräsen kann, das Verhältnis zwischen Rollen und Fräsen steigt mit jedem Minusgrad in Richtung Rollen, war heute etwa 70/30 und damit ziemlich perfekt.

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In dreierlei Hinsicht war diese Fahrt für den Aufbau des Open Wide nochmal hilfreich um Annahmen zu überprüfen:

1) Übersetzung + Reifenwahl
Bei den genannten Bedingungen komme ich mit der 34/32 Übersetzung und den 38mm Gravelking SK auf meinem Inflite an meine Grenzen und kann nur 30% der Wege fahren, die Singletrails sind definitiv unfahrbar. Daher habe ich mich gleich aufs Fully gesetzt, ein YT Jeffsy in 29 Zoll, das mit Nobby Nic und Magic Mary auf einer soliden Basis steht und schöne 30km abgespult.

Am Jeffsy fahre ich eine Kombination aus RaceFace Next Kurbel und einem XTR Schaltwerk. Montiert ist hinten eine E13 9-46 Kassette und vorne vom Sommerurlaub in den Alpen noch ein 30er RaceFace Kettenblatt. Ich habe vor allem an den Steigungen die Gangwahl im Auge behalten um zu schauen welche Untersetzung es am Open Wide sein sollte. Fazit ist das ich im dritten Gang im Schnee an allen Steigungen gut zurecht komme, der zweite Gang dient bereits eher „der Entspannung“.

Der dritte Gang entspricht 30/33 und damit einer Übersetzung von 0,91, das resultiert in Kombination mit dem 29er Laufradsatz und angenommener Reifengröße von 57-622 in einer Entfaltung von 212 cm. Beim zweiten Gang liegt bereits eine Übersetzung von 0,77 Und eine Entfaltung von 179cm an:

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Quelle: https://ritzelrechner.de/?GR=DERS&K...,9&UF=2328&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=development

Das heisst ich müsste mit der von mir geplanten Schaltung ganz gut hinkommen. Initial hatte ich einen klassischen SRAM Mullet Aufbau geplant der zu einem guten Stück zur Popularität der Open Rahmen beigetragen hat. Mullet Aufbau heißt vorne eine SRAM Rennrad Kurbel wie die Force Etap AXS mit minimal 38 Zähnen und einem sehr geringen Q-Faktor in Kombination mit einem SRAM MTB Schaltwerk, das je nach Baujahr enorme 10-50 oder 10-52 schalten kann.

Mit einem typischen 40-10/52 Mullet Antrieb:
  • kommt man Rampen super hoch und hat Dank des 10er Ritzels trotzdem eine schöne Entfaltung oben raus
  • Hat man keinen Aufwand mit der Verlegung von Schaltzügen.
  • genießt man die präzise Funktion des elektronischen Schaltwerks das Dinge wie Zuglängungen nicht kennt, meine Red Etap AXS am Rennrad begeistert mich auf jeder Fahrt
  • kann man sich aufs Fahren konzentrieren da Hoch- und Runter-Schalten keinerlei Kraft, Fokus oder gar Positionsänderungen der Hände benötigen
  • kann man die sehr guten Quarc Pometermeter nutzen die bei der Force Etap AXS einfach in die Kurbel integriert werden können
  • kann man wahlweise auch leichtere Gruppen aufbauen, in dem man entweder vorne auf eine Red Kurbel oder eine Easton EC90SL Kurbel geht, um ein Stück Gewicht des 52er Pizzatellers zu kompensieren, beides geht aber zu Lasten der Flexibilität verglichen mit der Force Kurbel.
  • kommt man in den Genuß von Funktionen wie Ganganzeige auf dem Radcomputer oder Auswertung der Gangnutzung
Die Nachteile sind sehr überschaubar und beschränken sich für mich auf Kosten, Gewicht und die theoretische zusätzliche Fehlerkomponente eines elektronischen Gerät. Tja, und momentan gibt es da noch die kleine Unschärfe der Verfügbarkeit, momentan sind bestimmte Komponenten wie Schalt-Bremsgriffe nicht zeitnah bestellbar und die Situation wird sogar weiter schlechter.

Und dann ist da die Campagnolo EKAR als Alternative. Zwar nicht mit den maximal leichten Gängen die der Mullet-Aufbau bietet und auch ohne Powermeter und mechanisch. Dafür aber in einem Design das mir zusagt, ein kleiner Anbieter der sich gegen die großen behauptet und mit 13-fach eine echte Innovation raushaut, eine Super Aufteilung der Kassetten mit eng abgestuften schnellen Gängen und breiter abgestuften langsamen Gängen für die es viel Lob gab und gibt. Dann die von allen Testern extrem gelobte Bremse die speziell hier im Sauerland gefallen sollte, zudem lieferbar und relativ preiswert, je nach Vergleich. Ob mir der spezielle Daumenhebel taugt muss ich selbst erfahren, im wahrsten Sinne des Worstes.

Die Gänge sollten auch passen was die Bandbreite angeht, es wird aber spannend rauszufahren in welchem Geschwindigkeitsbereich EKAR oder Mullet sich besser fahren:
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Warum also nicht, manchmal muss man auch einfach den Bauch entscheiden lassen, habe den Bestellknopf gedrückt und die Gruppe liegt hier. Das Design lasse ich mal für sich selbst sprechen:

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2) Lenkerbreite
Es gab heute nur zwei kritische Momente und in beiden konnte ich das Rad gut abfangen, neben aktiver Position auf dem Rad und den Reifen ist aus meiner Sicht der 780mm breite Lenker massgeblich entscheidend für die Manövrierfähigkeit des Gefährt. Auf dem Inflite mit den 38mm Gravelking SK und 420mm Lenker limitieren mich bergab hier im Sauerland vor allem zwei Dinge: Die Angst vor Durchschlägen mit zunehmender Grösse der Steinbrocken und die Lenkerbreite, letztere limitiert vor allem auf Wegen mit Fahrspuren und Spurrillen. Es braucht oftmals ordentliche Anstrengung und Fokus um einen Sturz zu vermeiden und die Fuhre auf die Mittelspur zu wuchten. Aber auch auf Singletrails und auf schnellen Forstwegen mit Matsch und Laub hilft ein breiter Lenker enorm dabei Stürze zu vermeiden und zu korrigieren.

Andererseits bedeutet ein breiterer Lenker auch eine schlechtere Aerodynamik. In einer optimalen Welt würde ich bei meinem Fahrprofil also im Sommer bei vorwiegend trockenen oder leicht nassen Wegen und Pfaden 420 - 460mm fahren, im Winter kann ich mir gut vorstellen das ein 460mm - 500mm breiter Lenker den entscheidenden Funken mehr Kontrolle bietet.

Das Thema werde ich beim anstehenden Fitting ggf. auch einmal erörtern. Da ich nächstes Jahr noch einmal eine ordentliche Schippe Jahresfahrleistung drauflegen möchte ist es mir wichtig das meine Sitzposition optimal abgestimmt ist. Gute 20 Jahre Bildschirmarbeit, oftmals über 15 Stunden am Tag, hinterlassen ihre Spuren. Daher wird auch das Training des restlichen Körper mit Fokus auf den „Core“ deutlich mehr Fokus bekommen.

Heute werden noch die restlichen Schrauben für das Verbauen der Bremssättel bestellt und einige Kleinteile, danach geht’s hier weiter. Apropos Verbauen der Bremssättel, auch hier hat Open mit ihrem „Smartmount“ eine aus meiner Sicht passende Lösung gewählt - sowohl vorne als auch hinten kann ich die Bremssättel ohne jeglichen Adapter montieren.

Schönen zweiten Weihnachtstag,
cane
 
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Andererseits bedeutet ein breiterer Lenker auch eine schlechtere Aerodynamik. In einer optimalen Welt würde ich bei meinem Fahrprofil also im Sommer bei vorwiegend trockenen oder leicht nassen Wegen und Pfaden 420 - 460mm fahren, im Winter kann ich mir gut vorstellen das ein 460mm - 500mm breiter Lenker den entscheidenden Funken mehr Kontrolle bietet.

Das Thema werde ich beim anstehenden Fitting ggf. auch einmal erörtern. Da ich nächstes Jahr noch einmal eine ordentliche Schippe Jahresfahrleistung drauflegen möchte ist es mir wichtig das meine Sitzposition optimal abgestimmt ist. Gute 20 Jahre Bildschirmarbeit, oftmals über 15 Stunden am Tag, hinterlassen ihre Spuren. Daher wird auch das Training des restlichen Körper mit Fokus auf den „Core“ deutlich mehr Fokus bekommen.
War erst im fitting & habe genau das auch diskutiert. Lenkerbreite & Form hat primär mit Aero, gefühlten Komfort & anwendungsfall zu tun. Reach & drop sollte man ImBlick behalten, aber sonst gilt es da zu probieren…dein Ansatz hört sich doch vernünftig an.
 
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Ich habe vor allem an den Steigungen die Gangwahl im Auge behalten um zu schauen welche Untersetzung es am Open Wide sein sollte.

Kann man praktisch fast nicht vergleichen finde ich .

Daher wird auch das Training des restlichen Körper mit Fokus auf den „Core“ deutlich mehr Fokus bekommen.

Die beste Idee überhaupt .
Mobility nicht vergessen und genügend Yoga Einheiten einstreuen .
 
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Hallo zusammen,

Erst einmal wünsche ich euch allen ein "Frohes Neues", mögen eure Trainings Vorsätze in Erfüllung gehen und eure Touren sonnig werden 😉 In den letzten Tagen habe ich es ruhig angehen lassen und bin mehr gefahren und gewandert als ich am Rad gebaut habe, bei Schnee muss ich einfach raus. Dann sieht meine Runde um unseren kleinen Ort in einem Sauerländer Flusstal nämlich so aus:
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Das ein oder andere Update und die ein oder andere Panne möchte ich euch aber nicht vorenthalten, here we go:

Der Laufradsatz
Mittlerweile habe ich den Aufbau des 700C Laufradsatz in Auftrag gegeben. Bei den Naben hätten mir tatsächlich von der Optik her schwarze Chris King R45D am besten gefallen, neben dem preislichen Aspekt sind die aber auch nicht die Leichtesten. Und dann ist da noch ein Problem, denn Chris King fertigt keine Naben mehr für Campagnolo Freiläufe was ich so lese. Glück gehabt, sagt der Geldbeutel, ganz schnell vergessen diese Variante…

Also bin ich was die Naben betrifft bei bewährter Kost in Form von DT Swiss geblieben, die für ihre Zuverlässigkeit gelobt werden. Dieses Mal aber nicht die besonders leichten DT180 in Straightpull, die ich am Renner fahre, sondern mit den 240er Classic eine etwas solidere und günstigere Variante. Nach einem Probehören bleiben die 36 Zahnscheiben drin, den Sound der 54 Zahn Freiläufe brauche ich nicht zwingend. Leider passt die Optik des roten DT Swiss Logo, das sich auch wohl nicht so einfach entfernen lässt, nicht so recht ins Bild. Mal sehen was ich daraus mache. Wie würdet ihr vorgehen, Ideen?

Bei den Felgen wird es was richtig Breites von Nextie werden, die NXT54AGX. Einen schönen Artikel dessen Grundaussage ich teile hat (wieder mal) @Huegelreiter_ verfasst - neben den dort genannten Vorzügen hat mir aber auch schlicht die Optik dieses 40mm (!) breiten Hochprofillaufsatz gut gefallen, das Open Wide in orange ist ja auch nicht ganz dezent und das sollte gut zusammen gehen. Klotzen statt Kleckern quasi. Last but not least habe ich mit den ERC 1100 bereits einen Systemlaufradsatz von DT Swiss und wollte mal etwas anderes ausprobieren und mit einem lokalen Laufradbauer zusammenarbeiten. Eingespeicht werden vorne 24 DT Swiss Aerolite und hinten eine Kombi aus 12 Aerolite und 12 Aerocomp auf der Antriebsseite. Details wer die guten Stücke baut und Bilder folgen sobald sie im Laufe des Januar fertig werden. Auf das genaue Gewicht bin ich schon gespannt, auch wenn das nicht im Fokus steht. Spannend wäre es einen zweiten Laufradsatz mit einem Fokus auf Gewicht aufzubauen um am selben Rad die Unterschiede zu “erfahren”. Der Geldbeutel ist spontan dagegen.


Das Bikefitting
Nach einem freundlichen Telefonat wäre das Bikefitting in Köln im Februar möglich. Es ist laut Aussage des Anbieters nicht zwingend nötig das ich den Open Rahmen mitbringe, da man die Ableitungen vom Fitting auf den Open Rahmen gemeinsam theoretisch machen kann, die Geometrie ist ja bekannt. Das werde ich nochmal überdenken und Fragen sammeln, da sich schon einige Dinge unterscheiden werden, spontan fällt mir ein:
  • Setback am Endurace VS kein Setback am Open, zumindest bisher so geplant. Eigentlich eher eine Frage für das Fitting selbst. Also schonmal beide Stützen einpacken denke ich.
  • 42cm Lenker am Endurace VS 44cm mit dezentem Flare am Open.
  • Überlegung ob ich auf dem Gravelbike aufrechter sitzen möchte. Spontan tendiere ich dazu auf beiden Rädern die gleiche Sitzposition anzustreben.
  • Adaptieren der Sitzposition falls ich doch Aerobars verwende würde ich selber machen.

Muss mich jetzt erstmal entscheiden ob ich das Fitting (oder vielleicht Fitting + Leistungsdiagnostik?) in Köln bei KOM*Sport oder in Frankfurt bei iQ Athletik machen lasse, beides in Reichweite. Tipps oder Meinungen dazu gerne via PN.


Lenker und Vorbau
Beim Lenker geht vor allem was Flare angeht Probieren vermutlich über Studieren, daher habe ich nach langer Recherche entschieden einfach ein Modell meiner Shortlist mit 42-44cm Breite in den Hoods anschaffen. Mit 42 cm komme ich sowohl am Endurace als auch am Inflite gut zurecht, ich bilde mir basierend auf meiner laienhaften Messung auch ein das mein Acromiondach so breit ist, bin aber gespannt ob der Fitter das bestätigt. Optisch gefällt mir der Flare moderner Gravel Lenker zugegebenermaßen überhaupt nicht, hat aerodynamisch sicher auch Nachteile durch eine Vergrößerung der Stirnfläche und ich habe daher erst überlegt einen klassischen Road Lenker zu verwenden. Andererseits habe ich beim Fahren beobachtet das ich gerade bei rasanten Bergabfahrten auf losem Untergrund automatisch in die Drops gehe und damit „mit Flare“ somit damit in den Genuß eines besseren Hebels und damit mehr Stabilität und Kontrolle käme. Ein Stück weit ist das sicher auch dadurch bedingt das ich am Inflite mechanische Scheibenbremsen fahre und bergab in den Drops mehr Bremskraft habe und sicherer dosieren kann. Das gleiche Verhalten habe ich aber auch auf dem Rennrad beobachtet auf dem mit den hydraulischen Scheibenbremsen der Red satt Bremskraft zur Verfügung steht, also das ich automatisch in die Drops gehe wenn es "kritisch wird".

Ich habe mich also mit folgenden Anforderungen auf die Suche gemacht:
  • 420 - 440mm Breite in den Hoods
  • Entweder ein überschaubarer Flare oder ein Multi-Flare, insofern das nahe der Hoods ein überschaubarer / kein Flare vorhanden ist so das die Hebel nicht zu schräg stehen
  • Rise muss nicht sein, ein leichter Backsweep wäre in Ordnung ist aber auch kein must-have
  • Möglichkeit die Bremsleitungen und den Schaltzug versteckt zu verlegen ist ein Pluspunkt
  • Die Möglichkeit Aerobars oder Aero Clip-Ons zu verwenden ist ein Pluspunkt
  • Wenn der Lenker selbst ein paar Watt spart ist das ein Pluspunkt
  • Das Gewicht wird betrachtet
  • Eine dezente Optik ohne große Logos & Co ist ein Pluspunkt
  • Ich mag den breiten Lenker des H31 Ergocockpit auf meinem Endurace, sowohl optisch als auch was das Anfassen angeht. Wobei ein wenig weniger Breite auch nicht schlecht wäre da es in der Theorie ein sichereres Umfassen des Lenkers auf losem Untergrund erlaubt.

Auf der Shortlist standen dann diverse Modelle von Enve, Beast, Zipp, 3T - hier ein Snapshot des Zwischenstand:
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Ich bin dann nochmal zwei schöne Touren auf dem Endurace gefahren und habe immer mal wieder bewusst darauf geachtet wie ich den Lenker anfasse. Eher außen oder eher innen? Ist er schon zu breit um auf ruppigem Untergrund notfalls auch im Oberlenker Griff sicher umfasst werden zu können? Wie ihr seht vergleiche ich gerade auch verschiedene Griffbänder.

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Und dann habe ich lange über das Thema Aerobars nachgedacht. Am Inflite verwende ich Aerobars von Profile Designs und bin damit sehr zufrieden. Vor allem auf längeren Touren als alternative Position und auf Ebenen und im Gefälle macht es richtig Laune in den Aerobars liegend durch die Landschaft zu heizen. Und zu dem ein oder anderen Event würde ich ja auch gerne über Land anreisen und "Strecke machen". Von meiner Shortlist ist das lediglich Mist einem der Enve Modelle möglich, alle anderen Lenker unterstützen keine Aero-Bars bzw. Es gibt erst gar keine passenden. Und die Enve Aero Clip-Ons sind eher aggressiv konzipierte Aerobars bei denen die Ellbogenschalen (oder wie auch immer die Dinger heißen) sehr weit vorne auf dem Lenker liegen und auch wenig Rise haben, entsprechen also eher nicht dem "gemäßigten Setup" das mir fürs bequeme Ablegen auf dem Rad vorschwebt und das ich so auch momentan aufs em Inflite habe.

Dann vielleicht doch zwei Lenker, einen stylischen aus Carbon von der Shortlist und was klassisch rundes in Alu für die Profile Design Aerobars die ich bereits habe? In der Theorie hört sich das immer gut an, spätestens innen-verlegte Schalt- und Bremszüge führen das ganze dann aber ad absurdum, zumindest ich baue das eher nicht "gerne hin oder her". Am Ende hab ich das Thema jetzt gelöst in dem ich das einzige Modell der Shortlist gewählt habe bei dem es Aussparungen unterhalb des Lenkers für die Zugverlegung außen (!) gibt. Sieht optisch sicher super aus, ist ergonomisch gut und ich kann im Fall der Fälle mit einem überschaubaren Aufwand auf einen anderen Lenker mit Aerobars wechseln. Für das Modell sprach auch sonst einiges, vor allem auch der Fakt das ich es neuwertig zu einem sehr fairen Preis von jemandem bekommen habe der es von seinem Neurad abmontiert hat.

Genug geredet, habe mich für den ENVE SES AR Lenker entschieden, der hat einfach die meisten Boxen getickt. Auf dem knappen zweiten Platz lagen der Superghiaiai und der Aeroghiaiai von 3T. Hätte ich nicht so ein gutes Angebot bekommen wäre es wahrscheinlich sogar einer der beiden geworden, den ENVE hätte ich zum regulären Straßenpreis nicht genommen wenn zeitgleich die 3T Modelle zu sehr guten Preisen verfügbar sind wenn man ein wenig sucht. Und zumindest der Superghiaiai wäre auch 50g leichterer gewesen.

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Bin gespannt wie er sich mit Lenkerband und den Ekar Hoods anfühlt und fährt. Die Ekar Griffe scheinen unmontiert gut zu meinen Händen zu passen. Aber ich war auch mit den 105 Hoods zufrieden solange ich den Vergleich mit den Red Etap AXS Hoods nicht hatte, letztere passen mir grandios. Ein Wermutstropfen sind die Schalthebel aus Alu an der Ekar, da hätte ich auch wenn es kaum Gewicht spart gerne gesehen (und auch bezahlt) wenn Campagnolo Carbon verbaut hätte. Fühlt sich vor allem aber nicht nur in der Übergangszeit mit kurzen Radhandschuhen einfach besser an. Ich wette ja auf eine elektronische Ekar in 2023, vielleicht sogar mit Carbon Hebeln?

Status des Aufbau
Was den Aufbau angeht ist wenig passiert. Habe die Bremsen und die Sattelklemme montiert. Beim Montieren der Sattelklemme habe ich den Kopf der Inbus Schraube zerstört das ist mir auch lange nicht mehr passiert. Wobei ich auch nicht der Meinung bin das an der Sattelklemme eine Aluschraube montiert gehört, da gehört für mich Titan oder Edelstahl hin. Was mache ich denn bitte ansonsten wenn mir der Kopf nicht in der heimischen Werkstatt sondern irgendwo im Nirwana kaputt geht? Mal schauen wo ich eine passende Titan Schraube finde, bis auf die Schraube passt die Klemme gut ins Bild.

Es wurden aber fleißig Aufbau Videos geschaut und recherchiert. Wo verwende ich Fett und wieviel und welches? Baue ich das Tretlager trocken ein? Fragen über Fragen die man als Erstaufbauender hat. Eigentlich wäre es eine gute Idee mal einen echten Experten einzuladen und in unserer Kultur Werkstatt einen Samstag Workshop zu so einem Thema anzubieten, ich glaube ich bin nicht der einzige den sowas interessiert. Impressionen aus der Werkstatt:

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Und dann habe ich mich noch mit Zugverlegung beschäftigt. Die hydraulischen Leitungen der Bremsen kommen einfach in den Rahmen und werden mit den Schaum Schläuchen die dem Rahmen beiliegen vom Klappern abgehalten, soweit so klar. Nur wie verlege ich den Schaltzug? Einfach so ohne Zug oder Hülle im Rahmen, mit einem Liner, oder ziehe ich eine Zughülle komplett durch? Am Ende habe ich mich entschieden eine Shimano SP41 Zugaußenhülle durch den gesamten Rahmen zu ziehen. Das bedeutet zwar Mehrgewicht da ein Meter 32g wiegt, sorgt aber für optimale Schaltperformance und schützt den Rahmen vor dem Zug und den Zug vor Dreck und Beschädigungen.

Kann euch also nicht viel Fortschritt präsentieren. Belassen wir es bei dem Schaltwerk im Frost und einem Bild auf dem meiner Meinung nach die gelungene Kombi der nachtschwarzen Ekar mit dem poppigen Orange des Open Rahmen rauskommt:

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Schönes Wochenende aus dem verschneiten Sauerland,
cane
 

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Sehr schön deinen Aufbau mitzuverfolgen! Bei mir waren die Selbstaufbauten immer eine Frage studentischer Geldknappheit und Recherche/Vergleichsfaulheit, schon zu sehen, wie man es anders macht.

Ein Aber habe ich dennoch, wenn ich sehe, dass man im Sauerland Weißwein in der Werkstatt trinkt, dann gehöre ich doch eher ruhrabwärts😂
 
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Kölle
In 3 Jahren nulle ich zum 5ten Mal, da steht auch ein Open auf der Liste als nächster Begleiter. Danke für diesem tollen Aufbaufaden! Toll geschrieben und perfekt dokumentiert, ich freue mich schon jetzt auf das Endergebnis.
Zum Thema Bikefitting kann ich Dir in Köln noch Eisenbach Sportdiagnostik nennen, über den ich bislang nur positives gehört habe. Ist unmittelbar beim BoBikes Radladen der auch sehr empfehlenswert ist. Gibt hier in Köln leider nur 3-4 gute Läden, das ist einer davon.
VG
 
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Also bin ich was die Naben betrifft bei bewährter Kost in Form von DT Swiss geblieben, die für ihre Zuverlässigkeit gelobt werden. Dieses Mal aber nicht die besonders leichten DT180 in Straightpull, die ich am Renner fahre, sondern mit den 240er Classic eine etwas solidere und günstigere Variante. Nach einem Probehören bleiben die 36 Zahnscheiben drin, den Sound der 54 Zahn Freiläufe brauche ich nicht zwingend. Leider passt die Optik des roten DT Swiss Logo, das sich auch wohl nicht so einfach entfernen lässt, nicht so recht ins Bild. Mal sehen was ich daraus mache. Wie würdet ihr vorgehen, Ideen?
Die 240er haben doch leider das nicht so tolle "eiernde" Freilaufgeräusch.
(das mit den rote decals ist ärgerlich - bei den 350ern kann man sie so schön abziehen)
 
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Sehr schön deinen Aufbau mitzuverfolgen! Bei mir waren die Selbstaufbauten immer eine Frage studentischer Geldknappheit und Recherche/Vergleichsfaulheit, schon zu sehen, wie man es anders macht.

Ein Aber habe ich dennoch, wenn ich sehe, dass man im Sauerland Weißwein in der Werkstatt trinkt, dann gehöre ich doch eher ruhrabwärts😂

Mir macht das Vergleichen und Recherchieren fast genau so viel Spaß wie das Bauen und Fahre….

”Ortsüblich“ ist hier tatsächlich Krombacher in der Halbliterspulle. Ich bin Bier aber irgendwie leid und trinke höchstens Mal ein Braunbier, ein IPA oder ein Helles aus dem Süden. Da es dem Trainingserfolg nicht gerade gut tut verzichte ich aber zunehmender auf Alkohol. Und wenn dann wird es tatsächlich ein gutes Glas Wein.

In 3 Jahren nulle ich zum 5ten Mal, da steht auch ein Open auf der Liste als nächster Begleiter. Danke für diesem tollen Aufbaufaden! Toll geschrieben und perfekt dokumentiert, ich freue mich schon jetzt auf das Endergebnis.
Zum Thema Bikefitting kann ich Dir in Köln noch Eisenbach Sportdiagnostik nennen, über den ich bislang nur positives gehört habe. Ist unmittelbar beim BoBikes Radladen der auch sehr empfehlenswert ist. Gibt hier in Köln leider nur 3-4 gute Läden, das ist einer davon.
VG

Vielen Dank für die Blumen und Danke für die Tipps! Werde mit dem Rad auch unabhängig vom Fitting sicher mal durch Köln kommen dieses Jahr, wahrscheinlich werde ich es auch hier und da mit der Bahn mit in unser Office am Friesenplatz nehmen und dann von dort nach Hause ins Sauerland radeln. Wenn Du als Vorbereitung für deinen Aufbau oder die Wahl der richtigen Größe also Bedarf hast meld dich gern via PN.

Super Bilder und Beschreibung. Zughülle/Bremsleitung mit Schaumstoff im Rahmen montieren.

Danke. Open legt tatsächlich bereits die notwendigen Schaumstoffröhren bei, hier auf den Bildern gut zu erkennen.

Die 240er haben doch leider das nicht so tolle "eiernde" Freilaufgeräusch.
(das mit den rote decals ist ärgerlich - bei den 350ern kann man sie so schön abziehen)

Ich bin tatsächlich eher ein Freund von Symmetrie und Gleichförmigkeit, mir ”Eiern” schon die 180er am Renner mehr als genug ;-) was die Decals geht kommt wohl nur chemisches Entfernen oder Überkleben in Frage, das muss ich mal in Ruhe recherchieren…

mfg
cane
 
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Hi, schöne Gedanken.
Schreib doch mal noch die Rahmen Modelle dazu, die du dir ebenfalls angeschaut hast und interessant fandest.
 

Colt__Seavers

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Echt schön zu sehen, dass einige von uns genug Kleingeld haben und sich nahezu alle Wünsche erfüllen können und auch wollen. Der WI.DE. Rahmen steht seit Anfang an ganz oben auf meiner Liste. Momentan peile ich ein Projekt mit SYRE an, mal sehen ob das was wird...
Die Farbe gefällt mir SEHR gut (wäre auch meine Wahl) und passt super zu dem schwarz der Komponenten!

CK Naben wären ein optischer Leckerbissen gewesen, aber ich hätte es an deiner Stelle auch nicht gemacht, und nicht nur wegen des Freilaufs. Gewicht ist für einen leichten Fahrer einfach unsinnig. Klar shreit CK Qualität und langlebigkeit eben auch wegen des hohen Gewichtes, aber es macht eben nicht für alle Sinn.
DT240s sind definitiv die solidere Wahl über die 180er wie ich finde. Die Keramiklager machen nur wenig Sinn mit ihrem Stahllaufbahnen und Keramik Kugeln. Wenn leicht und teuer, dann finde ich die Tactic Racing TR01 sehr interessant und würde ich gerne testen (215g Set zu 1150€ - 50g leichter als DT180)!
Die roten Decals kannst du mit sowas verschönern:
1642147216729.png


Speichen gehen auch in Ordnung. Ich bin mehr im Sapim Lager unterwegs, aber DT ist ne sichere Bank.
Die Nextie NXT45AGX sind echt ein Bomber. Sehr breit und auch recht heavy, aber denke ich für dein Setup der Reifen eine gute und solide Wahl. Würde hier immer zu hooked tendieren, da mehr kopatible Reifen zur Auswahl und mehr Sicherheit bei höheren Drücken.

Schaltzug würde ich auch immer in durchgehender Hülle verlegen, einfach verlässlicher bei Feuchtigkeit. Muss natürlich auch gehen mit der Verlegung am BB vorbei.

BB verbaut ridesofjapan ja trocken. Kannst ja erstmal so versuchen. Ich für meinen Teil würde es gleich mit Leinölfirnis einsetzen. Schmiert bei der Installation und schützt vor Feuchtigkeitseintritt auf Dauer und verharzt und schützt damit vor Knarzen durch Mikrobewegungen.

Deine Lenkerauswahl ist mir sympathisch. Hat der Enve auch erst das Flare unter den STIs so wie der Superhiaia? Den hatte ich nämlich am Gravel. Der Enve hätte mir glaube ich zu viel drop.

Die EKAR ist echt ein Leckerbissen. Bin bisher aber noch nie Campa gefahren. Die werde ich wahrscheinlich so schnell nicht probefahren können. Ist echt ein Ding, dass es die eigentlich eher besondere EKAR einfacher zu bekommen ist als eine Force AXS HDR.

War Rahmenschutzfolie schon? Den teuren Rahmen würde ich so gut es geht komplett abkleben.
 
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Cpt_Oranksch

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Die EKAR ist echt ein Leckerbissen. Bin bisher aber noch nie Campa gefahren. Die werde ich wahrscheinlich so schnell nicht probefahren können. Ist echt ein Ding, dass es die eigentlich eher besondere EKAR einfacher zu bekommen ist als eine Force AXS HDR.
Das liegt an den vielen negativen Berichten über die Ekar. Vor allem auch der Daumenhebel will nicht jedem gefallen und viele sind auch von der Schaltpräzision nicht begeistert.

Die Ekar ist ein Liebhaberstück und in meinen Augen nicht unbedingt ein Produkt für Jedermann. Campagnolo ist aber auch schon immer etwas eigen, hat aber auch eben darum eine sehr treue Fangemeinde.
Wer Campa kauft, muss eben damit leben eine weniger perfektes Produkt zu haben. Ist eben eine rassige Italienerin.

Aber ich steh drauf.:love:
 
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