Kette Kaputt oder noch befahrbar?

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Hallo Zusammen,

Nach 2 Wochen Pause von Radfahren hab ich gemerkt das die Kette etwas 'verfroren' wirkte! Siehe Bild.

Vor der Pause hatte ich eine lange Fahrt in regen gehabt, und nach diese Fahrt die Kette geölt. Trotzdem hat sie sich in der Zeit bisschen Rost aufgenommen (Fahrrad war trocken in Garage gelagert).

Als ich die Kette wieder geölt habe, bewegt sie sich nochmals und ist anscheinend okay.

Frage: ist solche Verformung bei Pausen normal oder ist das ein Zeichen das die Kette bald gewechselt werden musst?

(Die Kette ist 9 Monaten und gerade 3000 km alt. Messlehre zeigt kein signifikante Verschleiß.)

Viele Grüße,
Bhut
 

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Mit was wird denn geschmiert? Es sieht so aus als wäre überall Flugrost, wo eigentlich Schmierflüssigkeit hin kommt.
3000km mit einer Kette ? Das ist doch ein Tippfehler, oder ?

Zur Frage: Wenn sie sich wieder bewegt, ist doch alles gut. Vielleicht einmal kontrollieren, ob wirklich keine Glieder fest sind.
 
Mit was wird denn geschmiert?
Es wird mit Innotech 105 'High Tech Kettenfluid' geschmiert. Allerdings hab ich meistens auf die Kette Innenseite gesprüht und nicht außen (um Schmutz zu vermeiden... ). Ist das falsch?

3000km mit einer Kette ? Das ist doch ein Tippfehler, oder ?
Nein, ist kein Tippfehler. Ist 3000 km viel für eine Kette am Trekkingrad?

(Die Kettemesslehre zeigt kaum Verschleiß.)
 
Wegen der Kilometerleistung:
Am MTB schaffe ich vielleicht die Hälfte, je nach Wetter. Liegt wohl am anderem Einsatzgebiet.

Wenn du mit Ketten-Innenseite die Seiten meinst in welche die Zähne der Blätter greifen ist alles super.
Man möchte ja eigentlich die Achsen der Kette schmieren, da kommt man aber so schlecht dran.
Deswegen wird einfach in Richtung der Roller bzw wo sich die Laschen treffen geschmiert und gehofft dass es das Schmiermittel an seinen eigentlichen Bestimmungsort schafft :)
 
Wenn du mit Ketten-Innenseite die Seiten meinst in welche die Zähne der Blätter greifen ist alles super.
Man möchte ja eigentlich die Achsen der Kette schmieren, da kommt man aber so schlecht dran.
Deswegen wird einfach in Richtung der Roller bzw wo sich die Laschen treffen geschmiert und gehofft dass es das Schmiermittel an seinen eigentlichen Bestimmungsort schafft :)
danke für die Antwort! Ja ich habe die Seite gemeint wo die Zähne die Blätter greifen. :-)

Also zurück zur meine ursprünglicher frage... Diese 'Flugrost' ist also kein Grund in sich die Kette zu Wechsel oder?

(Ich denke MarkusL hat das auch gemeint... )
 
Die Roller sind funktionell nicht wichtig, solange die Kette sich bewegt und nicht zu sehr gelängt ist alles kein Problem :)
 
Also, das die Glieder versteiften liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit daran daß die Laschen korrodierten.
Rost hat ein größeres Volumen. Dadurch war die Kette "verklemmt". Über die Ursachen zu spekulieren ist müßig.

Dieses Innotech 105 ist aber auch nicht wirklich als Schmiermittel geeignet. Hingegen zum wiedererlangen der Freigängigkeit durchaus.
Aber bezüglich der Kettenschmierung wirst Du bei Befragung von 10 Leuten wenigstens 11 unterschiedliche Tipps bekommen. Und jeder wird darauf herumreiten daß sein Tipp, und nur sein Tipp, der Richtige ist.

Ein kriechfähiges (Hochlast)kettenfett wäre aber prinzipiell erstmal nicht schlecht auf Dauer. Beim Einsatz eines solchen Mittelchens kannst Du dann das 105 durchaus mal nutzen um "vertrocknetes" Fett wieder etwas, hmmmh, aufzulockern.

Laufleistung:
Du schreibst von Trekkingrad (schon die Schwalbe Marathon lassen einen aufblicken) sind 3.000km für die Kette etwa 1/2 oder 1/3 der Laufleistung. Vorausgesetzt natürlich daß Du auch den größten Teil mit dem Großen KB (48er?) fährst. Dabei lieber etwas Kettenschräglauf in Kauf nehmend.
Wenn Hardcore Mautenbeiker über 3.000km baff erstaunt sind, liegt das daran daß die oft mit popelig kleinen KB extrem (um nicht zu sagen: sinnlos) hohe Drehmomente in die Kette einleiten.

Man kann an Deiner Kette übrigens sehr wohl erkennen daß kaum Verschleiß vorliegt.
Ausgenudelte Rollen "hängen durch".
 
Laufleistung:
Du schreibst von Trekkingrad (schon die Schwalbe Marathon lassen einen aufblicken) sind 3.000km für die Kette etwa 1/2 oder 1/3 der Laufleistung. Vorausgesetzt natürlich daß Du auch den größten Teil mit dem Großen KB (48er?) fährst. Dabei lieber etwas Kettenschräglauf in Kauf nehmend.
Wenn Hardcore Mautenbeiker über 3.000km baff erstaunt sind, liegt das daran daß die oft mit popelig kleinen KB extrem (um nicht zu sagen: sinnlos) hohe Drehmomente in die Kette einleiten.
Erstmal vielen Dank für die ausführliche Erklärung bzw Meinung. Ein tolle Perspektiv an die Sachen die mich momentan interessieren!

Ja ich fahre meistens mit der 48 KB vorne und Gang 6 hinten (von insgesamt 10, wo 10. der kleinste Zahnrad ist). Ich habe nie daran gedacht das ein große KB vorne die Kettenverschleiß reduzieren kann, aber das klingt völlig plausibel!

Man kann an Deiner Kette übrigens sehr wohl erkennen daß kaum Verschleiß vorliegt.
Ausgenudelte Rollen "hängen durch".
Wie erkennt man genau, dass die Kette verschleißt ist?
(Was heißt "hängen durch"?)

Und noch ne frage: wenn es soweit ist das die Kette ausgetauscht werden muss: muss man dann auch die Gangschaltung anpassen nur wegen eine neue Kette?!
(Ich frag deshalb, weil der Radladen mir sagt "Kettenwechsel inkl Gangschaltung anpassen")
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Wie erkennt man genau, dass die Kette verschleißt ist?
(Was heißt "hängen durch"?)
...

Ist kein Meisterwerk von Video, aber man kann erkennen worum es gehen soll:


Das ist eine HG-95 die ca. 9.000km runter hat.
Aber lediglich mit 42er KB.
Gut, die Oberschenkel leisten aber nicht wenige Watt ...

Gangschaltung anpassen:
Einstellungsseitig wird sicherlich der Bedarf gegen Null tendieren.
Was mir auffällt an Deiner Aussage: "... und Gang 6 hinten ..."
Da kann es durchaus möglich seine daß Du Kassette reichlich ungeschickt verschlissen hast.
Dieser 6.Gang wird somit über gebühr ausgelutscht sein. Somit wird wahrscheinlich trotz 9 sehr gut erhaltener Gänge eine neue Kassette fällig.
Gewöhn Dir mal an die Schaltung auch zu nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für das Video! Jetzt verstehe ich was Du gemeint hast!
Was mir auffällt an Deiner Aussage: "... und Gang 6 hinten ..."
Da kann es durchaus möglich seine daß Du Kassette reichlich ungeschickt verschlissen hast.
Dieser 6.Gang wird somit über gebühr ausgelutscht sein. Somit wird wahrscheinlich trotz 9 sehr gut erhaltener Gänge eine neue Kassette fällig.
Gewöhn Dir mal an die Schaltung auch zu nutzen.
ah der Radladen hat das Angebot über Telefon gemacht ohne meine Kette zu begutachten!

Allerdings was ist so schlimm an der Nutzung von 6. Gang hinten!? Kurz vor hast Du ja gesagt:
Dabei lieber etwas Kettenschräglauf in Kauf nehmend.
Kommt das nicht in die Kategorie "etwas Kettenschräglauf"?!
 
Naja wenn die Rollen durchhängen dann kann man wohl davon ausgehen das man die Kassette gleich mit wechseln kann, weil ich habe noch nie eine Kette derart lang gefahren. Und wenn die derart verrostet ist wird man weder die Länge richtig messen können, noch wird da irgendwas durchhängen.
Am Rennrad hatten die Standard Shimano Ketten auch nicht länger als 3000 gehalten ohne großen Schräglauf, ohne Wasser, ohne Schmutz und mit 46er KB. Dafür hat die Kassette dann auch noch nach 4 Ketten immer noch wie neu geschaltet.
Mit so einer Kettenlehre wollte mir auch schon mal einer weiß machen das die Kette noch ok wäre.
 
Immer nur diesen ominösen 6. Gang zu nutzen bedeutet diesen stark zu verschleißen.
Die Übersetzung durch Nutzung der Schaltung anzupassen verteilt den Verschleiß auf mehrere Ritzel.
Die Kassette läßt sich mehrere "Kettenleben" lang nutzen.
Aber halt auch nicht unendlich.
Wichtig wäre dabei aber auch zu bedenken die Kette wiederum nicht auf den "letzten km" auszunutzen.

Das hat nur bedingt mit dem Schräglauf zu tun.
 
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Wenn Hardcore Mautenbeiker über 3.000km baff erstaunt sind, liegt das daran daß die oft mit popelig kleinen KB extrem (um nicht zu sagen: sinnlos) hohe Drehmomente in die Kette einleiten.
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Erstens ist das kleine Kettenblatt nur eine Seite des Übersetzungverhältnisses und zweitens die wird eine Kette mit einer Zugkraft und nicht einem Drehmoment beaufschlagt.
 
Wichtig wäre dabei aber auch zu bedenken die Kette wiederum nicht auf den "letzten km" auszunutzen.
Am Rennrad hatten die Standard Shimano Ketten auch nicht länger als 3000 gehalten ohne großen Schräglauf, ohne Wasser, ohne Schmutz und mit 46er KB. Dafür hat die Kassette dann auch noch nach 4 Ketten immer noch wie neu geschaltet.
Also, wenn ich das richtig verstehe - meint Ihr beide, dass man nicht warten soll bis die Kettenmesslehre sagt das die Kette wechselreif ist?

Wenn man die Lehre nicht vertrauen soll, wann sollte man die Kette dann austauschen um die Kasette zu schönen?!
 
Viel Arbeit macht das wirklich nicht, erst recht nicht mit Kettenschlössern. Je nach Größe des Fuhrparks kann nur die Lagerhaltung etwas aufwändig werden. Ich habe pro Rad drei Gewürzgurkengläser mit etwas Motoröl im Schrank stehen. Bei einer Drei-Ketten-Rotation ist eines davon nicht belegt, ich habe halt keine Lust, immer die Beschriftung zu ändern. So kann man die Nutzungsdauer seiner Kassetten erheblich verlängern.
 
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