Neues All-Mountain Bike; Hardtail, On One 456?

Registriert
29. Oktober 2006
Reaktionspunkte
8
Hey Leute!
Ich will mir ein Nachfolgebike für mein 6 Jahre altes Red-Bull Fully aufbauen. Mein Budget reicht bis ca. 2000 Euro, mehr möchte ich nicht ausgeben, weniger ist natürlich besser. Es soll aber doch ein hochwertiges Bike werden. Ich möchte es vor allem selber aufbauen. Aus dem Grund haben Fullys bei mir eigentlich schon das Rennen verloren.
Ich würde mich mal als All-Mountain Fahrer einstufen. Naja, ich weiche so oft es geht auf Trails aus. Maximal gehts bei mir bis/mit S3 Trails, ist natürlich in Zukunft nach oben offen ;-). Aber ich bin nicht der Typ der Adrenalinkicks brauch, also am liebsten fahr ich "flowige" Trails, die ab und zu mal mit Hindernissen gespickt sind. Das neue Bike sollte auch für Touren in den Alpen herhalten. Generell fahre ich gerne etwas spielerischer, Bunnyhops etc. über Hindernisse. Kleine Drops mache ich auch, nur bei richtigen Sprüngen traue ich mich nicht in die Luft. Rennen fahre ich praktisch keine.
Soweit so gut, mein altes 80mm Fully hat bisher gut durchgehalten, aber so langsam mache ich mir Sorgen über die Dauerfestigkeit bzw. Belastungsgrenze. Ich fahre zunehmend gröber und schneller und bin in letzter Zeit oft gestürzt. Auch aus dem Grund ist es vielleicht gesünder wenn ich durch ein Hardtait auf "natürlichem Weg" abgebremst werde... Und so stark widerspricht es meinem Einsatzzweck ja nicht. Einziges Problem könnte sein, das ein potentieller Alpencross etwas ungemütlicher wird.

Nun ist es so, dass ich mich in das "On One 456" verliebt habe. Was meint ihr, lässt sich der Rahmen für meine Zwecke sinnvoll aufbauen? Und wenn ja, wie? Als Komplettbike wird es z.B. mit einer RockShox Revelation 150mm Gabel angeboten. Das ist fürs Bergauffahren bei einer Alpentour sicherlich von der Geometrie her ungeeignet. Wenn ich aber eine absenkbare Gabel verbaue mit 120-150mm, sollte das Rad doch schon tourentoauglich sein? Ich habe da dann an in die Revelation DualPosition gedacht. Aber machen 150mm an einem Hardtail überhaupt Sinn? Ich kann mir das im Moment noch nicht so richtig vorstellen. Wer hat denn schon Erfahrungen mit solch einem Aufbau in den Bergen gemacht?

Für andere Vorschläge bin ich natürlich offen. Prinzipiell gehts ja nicht nur um das On one 456, sondern um eines neues Bike ;-)

cheers!
Jules
 
Bitte nicht falsch verstehen, aber selbst aufbauen wird immer sehr viel teurer als ein Komplettangebot. Wenn du z.B. dir http://www.bike-discount.de/shop/k173/a15788/ams-125-trail.html kaufst und die 600 € in einen guten LRS investierst, kommst du sicherlich günstiger weg. Im Preisbereich liegen aber auch die 2011 Fullies von Transalp, Canyon und Radon.

Ein HT Rahmen der all diese Spielereien 100% mitmachen wird, ist ansonsten Liteville 101 fx mit 850 € aber definitiv teurer. Wobei ich ein besseres Gefühl mit dem Alurahmen und der Garantie von Liteville hätte, denn die Garantie schließt DH und Renneinsatz mit ein. Zudem ist ein höherer Widerverkaufswert zu erwarten solltest du jemals doch dich umentscheiden wollen.
 
Tourentauglich ist so ein HT sicherlich, allerding vermute ich, dass dich ein Schlag der die 150mm FW vrone ausreizt dich mit dem HR DERART raushebelt dass du keine Freude dran hast...
 
Bin ne ganze Weile das On-One 456 (als Titanrahmen) in Kombination mit ner 140er Pike U-Turn gefahren.
Ich würde sagen mit dem 456 kannst du nichts falsch machen.
Die Sitzposition würde ich als sehr ausgewogen betrachten. Das Radl klettert sehr gut, die Absenkung war nur ganz selten notwendig. Bergab hat es genügend Reserven, um mit ner 150er Gabel mithalten zu können. Wenn du es noch bergablastiger brauchst, wäre die Summer Season Variante
Der vorteil am 456 ist, dass es extrem flexibel aufbaubar ist, die Produktbezeichung bezieht sich auf die möglichen Federwege vorne d.h. 4" => 100mm bis 6" 150mm.
Den optimalen Federweg würde ich bei 140mm ansiedeln.
 
Hallo julesair,

Ich hatte mir unter anderem 2006 das aktuelle Norco Manik zugelegt, hatte auch 150mm Fw (wird bis heute gefahren). Ich fand es auch für Touren geeignet, klar Bergauf ist man etwas langsamer als mit nem CC Bike, aber Bergab hat man umso mehr Spaß.
Lange Sattelstütze rein und gut ist.
Klar, ein Rahmen wie ein Manik ist für deinen Einsatzzweck von der Geometrie zu Freeride-lastig, aber grundsätzlich würde ich sagen, ja 150mm Fw an einem Hardtail sind Sinnvoll.
 
Fahre auch das 456 und finde es toll. Erst mit einer 130er Recon, da war im Bikepark ganz klar die Gabel (und der Fahrer) das begrenzende Teil. Jetzt ist eine Lyrik drin, die Toureneigenschaften sind immer noch sehr gut. Alles in allem eine super Spaßmaschine für alles, mein liebstes Rad im Stall!
 
Hab vor kurzem was ähnliches gesucht und bin beim pipedream sirius schwach geworden, jetzt wartet der schatz auf den aufbau.

Stahl AM Hardtails gibts viele, schau mal bei cotic, orange, ragley oder sanderson
 
Das klingt ja alles schon sehr positiv.
Das der Selbstaufbau teurer wird, kann ich mir vorstellen. Aber ich denke, ein Selbstaufbau ist einfach etwas schönes, und ich bin jetzt 6 Jahr lange ein Versenderbike gefahren (was ich eigentlich von meinem Vater übernommen habe), was praxistauglich ist, aber so gerne und oft ich an meinem Fahrrad rumschraube, würde ich den Aufbau schon gerne von Anfang an bestimmen.
Ich kann mir so zwar kein Fully leisten, aber die Idee von einem "minimalistsichen" Bike gefällt mir. Der ganze Technik SchnickSchnack an den modernen Fully's ist interessant, aber für meinen Fahrstil doch eher Luxus...
Und der Tipp für andere Stahlrahmen ist mal richtig gut. Wusste gar nicht, dass es in diesem Bereich so viele aktuelle Angebote gibt. Die Bike Magazine berichten da doch sehr einseitig...
Werde in den nächsten Tage meinen Horizont noch etwas erweitern. Aber dass es ein Stahl-Hardtail wird steht schon fast fest.
Aber nochmal, wie siehts mit dem Federweg aus? Kann man 140mm an einem Hardtail denn ausnutzen? Da ich bisher 80mm Federweg gefahren bin, kann ich mir das nur an einem Fully vorstellen. Ein hoher Drop etc., "Chemtrail" hat das ja schon bestätigt, aber überschlägt es einen nicht, wenn man bei einer Landung sozusagen um die Hinterradachse dreht und die Front schlagartig absinkt?
Macht es nicht vielleicht mehr Sinn einen 29er aufzubauen mit halt "nur" 80 -100 mm Federweg? Ist dann vielleicht nicht mehr ganz so "spielerisch" zu fahren, dafür aber auf Trails eher mit einem Fully vergleichbar (also mit meinem 80er... ;-) )

Danke schonmal für die vielen Antworten!
 
Tja gibt nicht viele 29er die eine lange Federgabel haben. Auf Anhieb würde mir nur das Banshee Paradox 29er einfallen, welches für 120 mm Gabeln gebaut wird. Im Grunde ist es für aggressives Trailfahren gedacht *grins* Die Bewertungen aus Amiland sind grundsätzlich sehr positiv was das Rad betrifft.
 
Ja, 140 mm kann man ausnutzen, wenn der Rahmen dafür ausgelegt ist, und die Fahrtechnik es hergibt :-)
Sinnfragen sind in dem Bereich immer etwas schwierig. Ich finds da deutlich wichtiger unten mit einem breiten Grinsen anzukommen!
 
Hallo,

ich fahre seit ein paar Wochen das 456 und bin nach kurzer Eingewöhnung ziemlich erstaunt, dass nach 10 Jahren ausschließlich gefedert Fahren, im Gelände so viel mit dem Rad geht.

Der Rahmen ist 16 " klein und als Gabel ist eine Marzocchi Z1 mit 150 mm (Stahl-)Federweg eingebaut.

Leicht ist das Teil nicht gerade, aber mir kam es auch nicht auf das Gewicht an, sondern auf den Reiz, mal wieder was anderes zu probieren.

Das Rad ist recht laufruhig und geht eher mit Nachdruck um ganz enge Kehren. An das ungewohnte Gerumpel vom Heck hat man sich schnell gewöhnt.

Insgesamt ist das Fahren gefühlt anstrengender als mit der 16 cm Federweg-Maschine, weil man mehr in den Pedalen steht.

Ich habe das Rad selbst aufgebaut und überwiegend Werkstattreste und gebrauchte Teile verbaut und insgesamt ca. 700 € dabei verbraten - die sich voll gelohnt haben.

Grüße aus Franken,

Klaus
 
Zurück