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Moin zusammen :bier:

Nach ein wenig Warten habe ich nun endlich mein neues Canyon Neuron erhalten!
So weit, so gut. Aufbau hat trotz anfänglicher Schwierigkeiten gut geklappt und an sich bin ich mit dem neuen Bike zufrieden.

Einziger Aspekt, der mir momentan ein wenig zu schaffen macht ist die Schaltung.
Bereits beim ersten Fahren des Mountainbikes ist mir aufgefallen, dass die Kette beim runterschalten aufs größte Ritzel, nicht auf diesem bleibt und nach wenigen Sekunden wieder aufs zweitgrößte Ritzel rutscht.

Zusammen mit einem Helfer habe ich mich dann an die Einstellung der Schaltung gemacht und diese komplett neu eingestellt.
Sowohl die obere, als auch die untere Begrenzung scheinen nun nahezu perfekt zu sein, denn die Kette bleibt nun auf dem größten Ritzel, wenn ich auf dieses schalte.
Problematisch wird es nun beim Schalten selbst. Das Runterschalten in Richtung größere Ritzel klappt, bis auf kleinere Geräusche, relativ angenehm. Das Hochschalten hingegen geschieht leider sehr ruckartig und laut. Die Kette verläuft, soweit ich es beurteilen kann, gut auf den Ritzeln und die Schaltung schaltet außerdem relativ zügig, jedoch eben leider nicht besonders angenehm.

Man traut sich teilweise nicht etwas fester in die Pedalen zu treten, weil man Angst haben muss etwas kaputt zu machen.

Würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte. Einstellen von XT Schaltung hat gut geklappt in der Vergangenheit, aber diese Schaltung macht mir schwer zu schaffen. Habe schon die Vermutung gehabt, dass es an der B-Schraube oder am Zug liegt, blicke da aber langsam nicht mehr durch.

Viele Grüße und danke für eure Hilfe ;)
 
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@Martinwurst @BuckminsterF Erstmal vielen Dank für eure Antworten ?
Habe mir jetzt so ein Chaingap-Tool von Sram bestellt, um den exakten Abstand einstellen zu können, bin mal gespannt wann es ankommt.

Das Schaltauge sollte gut sitzen, war relativ einfach von der Montage her, da es in einer Art Dreiecksform eingesetzt wurde und somit automatisch die richtige Position haben müsste.

Werde morgen ebenfalls am Lenker nochmal an der Zugspannung experimentieren und schauen ob ich da auf ein besseres Ergebnis mit komme.
Habt ihr da noch irgendwelche Tipps, oder ist es einfach bloßes ausprobieren? ?
 
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Hallo @Skwal

Danke dir für deine Antwort.
Dessen mich bewusst, jedoch war es auch bei geringem Kraftaufwand bzw. bei geringerer Last der Fall, dass die Schaltung relativ laut und ruckelig erschien.

Verglichen mit meinem alten Mountainbike also sehr empfindlich und meiner Meinung nach nicht mehr normal.
Dass man nicht wie ein Verrückter in die Pedalen treten soll, während man schaltet, ist mir klar :daumen:
Habe mich da etwas ungünstig ausgedrückt und es nun geändert.
 
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Erst mal die Anleitung von SRAM zum Einstellen komplett durch arbeiten, inklusive Chaingap Tool. Alles andere führt nicht zu einem perfekten Ergebnis.

Ich hab nun schon etliche 1x12er SRAM montiert. Das sind Diven, die besondere Zuwendung brauchen. Eine halbe Umdrehung am Chaingap oder an den Endanschlägen und 1/4 Umdrehung bei der Zugspannung haben fühlbare Auswirkungen. Wenn man nicht die Reihenfolge einhält wird es nix (Chaingap - Endanschlag unten - oben - Zugspannung). Beim Fully beachten, dass die Einstellung nicht bei voll ausgefedertem Federelement erfolgen darf, sondern im Sag

Die Endanschläge passend einstellen ist erst 1/3 des nötigen Weges bis zu einem perfekten Schalterlebnis. Und selbst bei den Anschlägen kann man noch Fehler machen, weil eben bspw. das obere Schaltröllchen am äußeren Anschlag nicht direkt unter dem kleinsten Ritzel stehen soll, sondern minimal versetzt.
 
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Guten Abend @mat_x01

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :daumen:
Werde mich morgen nochmal dransetzen, da mein Chaingap-Tool morgen ankommen soll.
Bisher erscheint mir alles logisch und leicht verständlich was du geschrieben hast, lediglich eine Sache verstehe ich nicht.
weil eben bspw. das obere Schaltröllchen am äußeren Anschlag nicht direkt unter dem kleinsten Ritzel stehen soll, sondern minimal versetzt.

Bisher habe ich überall gelesen, dass die Schaltröllchen exakt unter dem größten und kleinsten Ritzel stehen sollen, wenn man die Anschläge einstellt. Was genau meinst du mit minimal versetzt?

Bisher bin ich folgendermaßen vorgegangen:
  1. Zugspannung an Schaltung lösen
  2. Am Lenker komplett Spannung zu sich drehen, danach 8 zurück
  3. Spannseil wieder festschrauben
  4. Endanschlag unten, danach oben eingestellt
Lediglich zum Einstellen der B-Schraube bin ich bisher nicht gekommen, mit der Zugspannung bin ich mir ebenfalls noch nicht sicher - experimentiere also noch rum.
Ist meine Vorgehensweise bisher korrekt?
 
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Guten Abend @mat_x01

Bisher habe ich überall gelesen, dass die Schaltröllchen exakt unter dem größten und kleinsten Ritzel stehen sollen, wenn man die Anschläge einstellt. Was genau meinst du mit minimal versetzt?

Schau mal auf Seite 9, da steht es sogar. das Röllchen soll am äußeren Rand des kleinsten Zahnkranzes sein:


1595983484396.png
 
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Wäre schon Zufall, wenn ein neu montiertes Schaltauge perfekt ausgerichtet ist. Besser mit einer Lehre kontrollieren.
Ist das jetzt hier Standard geworden, neue Schaltaugen kontrollieren zu sollen?
Hab in 10 Jahren nicht ein einziges krummes neues Schaltauge gehabt?‍♂️
Kenn auch sonst keinen, bei dem das so war.
Wüßte also auch keinen, der entsprechend Werkteug hat
Klar kann das auch mal vorkommen, sollte aber nicht als "Normalfall" als Tipp gelten.
Es ist ja eher Zufall wenn es NICHT richtig ausgerichtet ist, mnMng..
 

softcake

Frankenwadl
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Ist das jetzt hier Standard geworden, neue Schaltaugen kontrollieren zu sollen?
Das war schon immer Standard.
Hab in 10 Jahren nicht ein einziges krummes neues Schaltauge gehabt?‍♂️
Glücklicher.
Gerade in Zeiten von 12fach-Schaltungen ist die Kontrolle unerlässlich. Einmal hingemault, umgekippt, Stock eingefangen oder irgendein Vollpfosten legt Dein Rad auf die Schaltwerksseite - und eine günstige Schaltaugenlehre hat sich schon rentiert.
Wüßte also auch keinen, der entsprechend Werkteug hat
Gibt Online-Shops, die haben so viele, dass sie welche verkaufen müssen. Sind nicht teuer. Eine einfache Lehre reicht.
 

Geplagter

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Ist das jetzt hier Standard geworden, neue Schaltaugen kontrollieren zu sollen?
Hab in 10 Jahren nicht ein einziges krummes neues Schaltauge gehabt?‍♂️
Kenn auch sonst keinen, bei dem das so war.
Wüßte also auch keinen, der entsprechend Werkteug hat
Klar kann das auch mal vorkommen, sollte aber nicht als "Normalfall" als Tipp gelten.
Es ist ja eher Zufall wenn es NICHT richtig ausgerichtet ist, mnMng..
Schaltaugen waren auch in der Vergangenheit ständig krumm, bei 9-fach oder 10-fach spielen die Toleranzen aber keine so große Rolle und die Schaltung funktioniert dann in der Regel immer noch mehr oder weniger problemlos.
Bei 12-fach ist aber deutlich mehr Sorgfalt gefragt und die Hersteller schlampen hier mitunter kräftig. Zum einen finde ich die Qualität mancher Schaltaugen inakzeptabel und zum anderen macht sich kaum ein Hersteller bei der Montage die Mühe, diese genau auszurichten. Am Ende hat dann der Kunde das Problem.
Schaltauge prüfen sollte also als erstes erfolgen, da es in den meisten Fällen die Ursache für schlechte Schaltperformance ist.
 
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Moin zusammen,

Habe mich heute nochmal um das Einstellen meiner Schaltung gekümmert und bin, zum Glück, zu einem guten Ergebnis gekommen. Die Schaltung schaltet nun, meiner Meinung nach, nahezu perfekt und verglichen zu vorher wesentlich angenehmer. Die Kette bleibt auf allen Ritzeln und die Geräusche halten sich ebenfalls in Grenzen, seitdem ich die Zugspannung ein wenig erhöht habe.

Verglichen zu meiner alten XT-Schaltung ist die SRAM Schaltung ein wenig knackiger bzw. in der Geräuschkulisse ein wenig lauter, gerade beim Schalten in Richtung kleinere Ritzel. Ich vermute, daran muss man sich erstmal gewöhnen, bitte korrigiert mich, falls ich falsch liegen sollte.

Jedenfalls ein großes Dankeschön für eure Antworten und eure Tipps. Diese haben mir gut geholfen. ☺

Für alle die ähnliche Probleme haben:


Holt euch solch ein Tool um den Abstand, den ihr mit der B-Schraube einstellt, perfekt hinzubekommen.
 
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