Transalp mit einer Trinkflasche

Ich habe mir extra diesen Tacx-Flaschenhalter modifiziert: den unteren Anschlag lässt sich abklipsen und dann den ganzen Halter verkehrtrum montieren. Dadurch lassen sich die konischen Flaschen deutlich weiter einstecken. Das ist bei meinem Rad nötig gewesen, da sonst das Vorderrad beim Einfedern Kontakt mit der (1L) Flasche bekommen kann. Durch das tiefe Einstecken ist auch die Klemmung sehr gut. Auch bei einigen Test-Enduro-Runden mit sehr ruppigen Trails gab es keine Ausfälle. Auch die Bodenfreiheit ist nicht eingeschränkt, da immer das Kettenblatt der tiefste Punkt bleibt.

Nur das Tragen auf dem Unterrohr und der Dreckbeschuss sind echte Nachteile...

Stimmt den Dreckbeschuss hatte ich vergessen:).

Kannst Du mal ein Bild von deinem Tacx-Flaschenhalter posten. Werde aus Deiner Beschreibung nicht so richtig schlau:confused:.
 
ein paar Kuhfladen auf ner Alm oberhalb machen Wasser nicht ungesund und schmecken tut man die eh nicht.

na denn prost...
schon mal was von keimen gehört???
wenns dich erwischt,kannst eben min. die nächsten 2tage abschreiben.
flasche an der sattelstütze geht eigentlich garnicht.
 
Die ganzen Tipps sind wenig wert, wenn man nicht weiß wie stark der OP schwitzt. Außerdem hängt das Ganze auch sehr vom Wetter ab. Ich beispielsweise schwitze ziemlich stark und muss dementsprechend viel trinken. Bei mir haben dieses Jahr an 1-2 Tagen selbst zwei volle 3l-Trinkblasen nicht für den gesamten Tag gereicht.

Wenn man morgens um 8 Uhr vor dem ersten 1300hm Anstieg schon 27°C im Schatten hat und der Aufstieg dann auch noch größtenteils in der prallen Sonne liegt ist der Flüssigkeitsbedarf halt etwas höher, als bei derselben Auffahrt bei bedecktem Himmel und 18°C.
 
ein paar Kuhfladen auf ner Alm oberhalb machen Wasser nicht ungesund und schmecken tut man die eh nicht.

unterhalb von Almen sollte man das wirklich lassen, auch wenn das Wasser aus einer Quelle sprudelt. Letzthin wurde in einen Bericht auf Arte vor dem Genuß von Schmelzwasser gewarnt. Viele Gletscheroberflächen sind demnach soweit abgeschmolzen, daß sich jetzt die Schichten verflüssigen, in denen mittlerweile verbotene Industriegifte eingelagert sind. Ist das wirklich ein Problem? Der abgerufene Beitrag war von der Sorte Populärwissenschaft für Doofe und ohne konkrete Information.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwitze ziemlich stark und trinke dementsprechend auch sehr viel. Bei unserem letzjährigen AC hatte ich eine 1l Flasche im Flaschenhalter und ne Notflasche 0,7l im Rucksack. Die Notflasche blieb gänzlich unberührt.

Wichtig ist: Jede Gelegenheit nutzen die Flasche zu füllen, auch wenn sie noch mehr als halbvoll ist. Dann geht das durchaus.

Um auf der sicheren Seite zu sein gibts nächstes Jahr beim AC trotzdem wieder ne Norflasche, allerdings dann mit 0,5l.
 
grau ist alle theorie ...

... wenn der threadstarter die albrecht-route fährt, reicht die eine flasche locker aus. auf der route gibt es alle naselang einen ort oder eine hütte und außerdem hat es unzählige bäche und brunnen / viehtränken. kein grund also, sich mit merkwürdigen behelfslösungen rumzuschlagen...
 
grau ist alle theorie ...

... wenn der threadstarter die albrecht-route fährt, reicht die eine flasche locker aus. auf der route gibt es alle naselang einen ort oder eine hütte und außerdem hat es unzählige bäche und brunnen / viehtränken. kein grund also, sich mit merkwürdigen behelfslösungen rumzuschlagen...
So ist es. Ein Mann der Praxis.

Außerdem würde ich jetzt ganz bestimmt nicht versuchen den Rucksack unter 5kg zu packen und dann 1 kg Wasser an den Rucksack zu heften. Mit ein bisserl Hirn und rechtzeitigem Auftanken der vorhanden Trinkflasche kannst dir auf die billigste und kostengünstigste Art und Weise einen ganzen Kilo sparen. Kaum zu glauben bei einem Sport wo jedes Gramm ein Vermögen kostet. Wer in einem Gebirgsbach auftankt wird meist kein Problem mit Spritzkübeln der Bauernschaft haben. Desto höher du kommst desto weniger haben die die Möglichkeit ihren Dünger auf der Alm zu verspritzen und das machen die auch nicht jeden Tag, sondern vielleicht 2 bis 3 mal das Jahr.

Wegen den ganzen Bedenken über die Trinkwasserqualität: Ich, meine Familie, Freunde und Bekannten (sogar der Engländer) macht das seit ewigen Zeiten, dass wir aus Bächen und Brunnen unser Wasser beziehen und das ist über 33 Jahre gut gegangen. Ich glaub auch nicht, dass wir Österreicher bezüglich der Hygiene hinter Deutschland liegen und genau so wenig im Darm vertragen wie ihr. Alles Quatsch was da über Bakterien in fließenden Gewässern gesagt wird. Da würde ich mir über die Trinkwasserqualität in Städten mehr sorgen machen. Ach ja, da habens ja tonnenweise Chlor drinnen. ... was ja auch recht gesund sein soll.
 
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Seh ich auch so. Wenn nicht gerade die Kühe direkt oberhalb des Bachs stehen und/oder das Wasser leicht nach Kuhdung riecht, kann man im Gebirge Wasser bedenkenlos in die Trinkflasche füllen und trinken.

Hab ich übrigens schon in unzähligen "Selbstversuchen" in deutschen, italienischen, fränzösischen und ja, auch in österreichischen;) Gebirgen getestet.
 
Bei unserem letzjährigen AC hatte ich eine 1l Flasche im Flaschenhalter und ne Notflasche 0,7l im Rucksack. Die Notflasche blieb gänzlich unberührt.

Das ist der richtige Tipp.
Wir sind 2 Wochen durch die Alpen geradelt und an gerade 2 Etappen in den Westalpen kam die 2. Flasche zum Einsatz. Ansonsten blieb sie einfach ungefüllt am Rucksack.
Bei der ausgefahrenen Albrechtroute brauchst man das Teil sowieso nicht.
 
Es gilt Leistung = f(Wasser, Temperatur, Höhenmeter, Zeit) und für mich geht die zur Verfügung stehende Menge Wasser direkt als Begrenzungsfaktor mit ein, deshalb grundsätzlich:
  1. Bevor an Wasser gespart wird, spar an Wechselschuhen oder sonstigem redundantem Material! Wasser ist ein direkter Leistungsfaktor! Hier zu sparen ist unvernünftiger als das eine Kilo mehr mit zu "schleppen".
  2. Selber auf Tagestour testen wie viel man mindestens an Wasser in l/hm braucht...am Besten bei großer Hitze testen
  3. Fließendes Gewässer auf Strecke überprüfen

2,5 Liter sind für mich Wohlfühlniveau und bei T > 30 °C und mehr als 2000 hm sehr grenzwertig!

Jedenfalls muss vor einem 1l-Flaschen-Konzept gewarnt werden: Jeder verschuldete Bergwachteinsatz wegen unkalkuliertem Trink-Verhalten ist mehr als assozial!
 
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Es redet doch keiner davon, dass man nur einen Liter/Tag trinken soll. Da allerdings genügend Wasser in den Alpen vorhanden ist, brauche ich nicht wie ein Packesel die Flüssigkeit mit mir rumschleppen, sondern fülle rechtzeitig und vorausschauend auf. Dafür reicht auch eine 0,7 Liter am Bike.
 
Wenn jemand panische Angst vor Bakterien im Wasser hat, kann er sich ja (für Notfälle) Wasserreinigungstabletten mitnehmen. Schmecken oberfies, aber danach lebt da nichts mehr.
 
Wenn jemand panische Angst vor Bakterien im Wasser hat, kann er sich ja (für Notfälle) Wasserreinigungstabletten mitnehmen. Schmecken oberfies, aber danach lebt da nichts mehr.
... dann soll er zuhause bleiben. Man sollte dann auch nicht im Regen fahren, denn was da einem so über das Gesicht läuft dürfte auch nicht ganz sauber sein. Außerdem was da einem so ins Gesicht spritzt beim MTB fahren. Ist ja richtig ekelhaft!

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Ob der noch durst hat? Ob er an Bakterien gestorben ist? Wer weiß!?!

Es gilt Leistung = ... f(Wasser, Temperatur, Höhenmeter, Zeit) ...

... Jedenfalls muss vor einem 1l-Flaschen-Konzept gewarnt werden: Jeder verschuldete Bergwachteinsatz wegen unkalkuliertem Trink-Verhalten ist mehr als assozial!

Wir haben doch immer wieder erwähnt, dass man früh genug auftanken soll. Wer den Kopf rein steckt und kurbelt, bis ihm schwarz vor den Augen wird, wird auch mit 2 Flaschen verdursten.

Ich frage mich gerade wie es mir als Tiroler gelungen ist in den Bergen zu überleben. Mir fällt auf, dass die Leute die in Alpennähe wohnen, eher in die Richtung dentieren, mit einer als mit zwei Flaschen zu fahren. Woran das wohl liegen kann?
 
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ich fahr beim Alpencross mit der zweiten Flasche am Sattel (Tacx), den kann man so neigen dass die Flasche nicht am Rucksack stört. Ohne zweite Flasche geht bei mir garnet, bin aber auch Extremvieltranspirierer!!
 
Ich werde wohl mit einer Flasche fahren wenn es auf der Route immer wieder Möglichkeiten gibt die Pulle aufzufüllen.

Gruss


Sebastian
 
Ggf auch das Volumen des Rucksacks (entweder kein Platz oder umständliches rein/raus der Blase). Ich pers. fänd nen größeren bzw. höheren Rucksack tragischer als die 2-3kg mehr.

Grüße,
Jan
 
zum befüllen vom kamel brauchts kein rein/raus...nur ein wenig geschick

aber nur mit flasche hat auch was. steht eh alle nase lang ein brunnen rum :bier:
 
der kamelsack bedeutet schlichtweg 2-3 ( je nach füllmenge) kg mehr rucksackgewicht
nach mehreren transalps habe ichs jetzt auf 4,5 kg am rücken geschafft
werkzeug in satteltasche.
+ trinkblase wären gut 7 kg am rücken, ok viele haben das ohne getränke. ich würde mir das nicht mehr antun.

eine trinkflasche 0,7l im rahmen ( mehr geht nicht, da gr S) und immer, auch wenn die flasche nicht leer ist, nachfüllen und trinken.
wenn kein oder wenig wasser zu erwarten ist ( planung!!) dann nehme ich noch eine 0,5 l plastikflasche aus dem supermarkt und stecke sie in eine seitliche trikottasche. stört auch nicht beim rucksacktragen - mich zumindest nicht und kommt vom gewicht nicht direkt auf die schultern. einfach ausprobieren
 
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