Vorsatz 2021: Der Speck soll weg!

Dabei seit
19. August 2003
Punkte Reaktionen
1.439
Ort
Münster (Flachland)
Ist bei gleichzeitiger Ernährungsumstellung und Hochfahren des Trainingsumfangs das Gewicht überhaupt aussagekräftig? Sind nicht Körperfettanteil oder z.B Bauchumfang Messgrößen, die mehr sagen als das reine Gewicht?
Die werte die ich online gefunden habe sagen:
Fett: 0.92kG/L
Muskelmasse: 1.06 kG/L

Also, ja. macht einen Unterschied, aber einen kleinen. Imho sollte man aber zwei Dinge beachten:
1. Zum Muskelaufbau wird ein Energieüberschuss benötigt. Zum abnehmen eine Energieunterversorgung.
2. Wenn das Gewicht sich wenig ändert, ist es möglich, dass sich trotzdem das Verhältnis Körperfett - Muskelmasse ändert. Lässt sich am besten mit Körperfettmessungen bestimmen[*].

Insofern können andere Metriken sinnvoll sein, Nur muss man diese sinnvoll Auswählen, Alles Wege komplexe Daten in eine einzige Zahl zu packen können nie genau sein. (Egal ob BMI, ABSI,...)

Z.b. ich habe ein BMI von knapp unter 26 - offiziell ein (minimales) Übergewicht. Aber bei ca. 14% Körperfett. Dadurch bekommen die Zahlen eine ganz andere Bedeutung.

[*] Je nach Messmethode ist das wieder eine Wissenschaft für sich. Je genauer ( -> aussagekräftiger) desto komplizierter (mehr Messungen).
 

federwech

Gräbeleshopser
Dabei seit
9. August 2009
Punkte Reaktionen
695
Nicht zu verachten ist häufiges Kauen.
Was anfänglich total übertrieben wirkt, nämlich jeden Bissen ca. 30 mal zu kauen, ist der wesentliche erste Schritt der Nahrungsaufnahme. Mitzählen muss nicht sein, einfach so lange kauen bis man den Eindruck hat, mit den Zähnen geht's nun nicht mehr kleiner.

Wenn man intensiv kaut merkt man, wie der Mund immer leerer wird, ohne geschluckt zu haben. Nebenbei schmeckt man bewusster. Und das Sättigungsgefühl stellt sich relativ früh ein. Die intensive Zerkleinerung lässt dem Magen weniger Arbeit zurück, das hilft der Bekömmlichkeit.

Das kann ich empfehlen, auch wenn's nur dazu dient, ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich hatte das eine Zeit lang gut in der Gewohnheit, aktuell bekomm ich das nur hin, wenn ich mich wirklich darauf konzentrieren kann. Das haut bei drei Jungs + Ehefrau am Tisch nicht immer hin :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:

BigMaaaac

Helm nur aufgemalt
Dabei seit
28. August 2020
Punkte Reaktionen
336
Ort
Hameln/Pyrmont mit Blick ins Lipperland
für uns meiste ist eine Ernährungsberatung mit penibel geführtem Ernährungstagebuch am zielführensten.

man glaubt garnicht wie man individuell falsch isst.
Menge - falsch
Zusammensetzung -falsch
Zeitpunkte - falsch

und Krankenkassen bezahlen das auch oft ganz oder anteilig.

nicht das Essen, nein, das Levitenlesen :D
 

Edith L.

Allwissende Müllhalde
Dabei seit
24. Juli 2003
Punkte Reaktionen
1.266
Ort
Metropolregion
Und in spätestens 5 Jahren wird dann das heute verteufelte Gegenteil als alleine das Heilbringende verkauft.... selbstverständlich werden die insoweit gewendeten und dies verkündenden Lifestylberater auch in diesem Falle zu 100% subventioniert durch die Krankenkassenbeiträge zahlende Sozialgemeinschaft.
 
Dabei seit
14. Dezember 2020
Punkte Reaktionen
4.400
Ort
Nähe Frakfurt am Main
für uns meiste ist eine Ernährungsberatung mit penibel geführtem Ernährungstagebuch am zielführensten.

man glaubt garnicht wie man individuell falsch isst.
Menge - falsch
Zusammensetzung -falsch
Zeitpunkte - falsch

und Krankenkassen bezahlen das auch oft ganz oder anteilig.

nicht das Essen, nein, das Levitenlesen :D
Ich bin 60 Jahre alt und "vereinsame" zusehends, wenn es um gemeinsame Aktivitäten mit meinen Freunden geht außer Essen gehen und mit dem Sportwagen durch die Gegen zu fahren.

Weil die hauptsächlich bedingt durch Körperfülle meine Freizeitaktivitäten nicht mitmachen.(wenige Ausnahmen gibt es noch)
Finanziell beweg ich mich in einem Umfeld wo man nicht jeden Euro umdrehen muss,

Das bedeutet die haben alle Ernährungsberater etc.. hinter sich auch ohne das die Kasse das bezahlt. Auch Kuren, teiweise mehrfach die 100 kG Marke ist häufig überschritten der Spitzenwert liegt so bei 160 KG mit Mitte 50, langsamer quälender Selbstmord(ich bin tieftraurig ist ein Freund und ich kann nicht helfen).

Ersten ohne das die Leute das mit absolutem wollen angehen wird das nix.
Den ganzen wissenschaftlichen Karm kann man sich sparen wenn man den Leuten nicht ein Glücks und Zufriedenheitsgefühl geben kann.

Die Ursachen für so ein Übergewicht liegen meist an Problemen und diese mit Essen zu kompensieren und so ein Glücksgefühl zu bekommen.
Um dann noch mehr zu verzweifeln weil man wieder zugenommen hat.
Ein Teufelskreis der zunehmend Lebensqualität raubt und noch mehr in die Übergewichtsspirale führt.

Ein wesentlicher Schlüssel zum Abnehmen und schlank zu bleiben ist Zufriedenheit, neben halbwegs vernünftiger Ernährung und Bewegung.

Etwas besser Essen, Wege, die man mit dem E-Bike erledigen(E-Bike weil es die Gelenke schont und man kaum Zeit verliert da der Weg sowieso gemacht werden muss) kann mit dem Fahren und schon würde ein Groh ohne großen Zeitaufwand schon langsam abnehmen.


Hätte sich unser Staat mal Gedanken um günstige E-Bikes statt dies sinnfreien Rolle gemacht (hab ich China ein für ca. €220 gekauft, um dort im Nahverkehr rum zu fahren)

Sich noch mehr mit Ernährung auseinandersetzen intensiver Sport treiben, z.B. MTB oder Gravel würde natürlich eine deutlich höhere Fittnes bringen und geht dann schon von der Breitengesundheit in überdurchschnittliche Bereiche über. Das ist auch das, wo die meisten aber nicht alle hier, von Berichten.
 

BigMaaaac

Helm nur aufgemalt
Dabei seit
28. August 2020
Punkte Reaktionen
336
Ort
Hameln/Pyrmont mit Blick ins Lipperland
wir haben doch jetzt diesen tollen NutriStore, oder wie das heisst,
jetzt wird alles besser ohne Eigenleistung :D

bei mich müssen 10 Prozent runter von der Waage,
es geht mir also immernoch zu gut,
und prügel denn mal so geduldig alte Gewohnheiten aus dem Kopf,
ist nicht leicht.

übrigens kann man mit Zuführen von zuckerhaltigen Getränken einen Magenbypass-Erfolg aushebeln,
oder den Bypass als Chance fürs Leben nutzen.
beide Extreme im Bekannten u. Freundeskreis.
 

Renn Maus

Immer gut gelaunt
Dabei seit
19. Juli 2001
Punkte Reaktionen
308
Ort
Wuppertal
Hallo zusammen,

leider liegen mit gestern und vorgestern Abend zwei sehr unkontrollierte und maßlose Abende hinter mir, an denen ich jeweils zwischen 22:00 Uhr und 01:00 Uhr Nachts über 2000kcal an Müllmampf in mich hinein geschoben habe.
Dann kommt noch hinzu, dass ich das Gefühl habe eine Erkältung zu bekommen (leichte Halsschmerzen etc.).
So hat sich leider (natürlich) auch nichts am Gewicht getan.

Stand nach der 1. Woche:
Gewichtsverlust letzte 7 Tage: 0 kg
Gewichtsverlust gesamt: 0 kg
Gewicht am 08.01.2021: 104,0 kg

Ich konnte heute den gestrigen Tag zur Hälfte kompensieren, indem ich ich bei ziemlich genau 2000 kcal geblieben bin und erst mittags was gegessen habe.
Trotzdem ist es sehr ärgerlich, da ich schon auf 103kg runter war am Dienstag.
Trotzdem bin ich auch ein wenig froh, denn bei den extremen Fressatacken die letzten zwei Tage bin ich schon ein wenig froh "nur" wieder bei 104 zu sein.

Ich hoffe mir geht es morgen wieder besser, damit ich am Wochenende biken gehen kann.
Heute ist nämlich Schnee gefallen und es wäre eine Schande, das nicht nutzen zu können.
 
Dabei seit
25. Mai 2019
Punkte Reaktionen
140
Das bedeutet die haben alle Ernährungsberater etc.. hinter sich auch ohne das die Kasse das bezahlt. Auch Kuren, teiweise mehrfach die 100 kG Marke ist häufig überschritten der Spitzenwert liegt so bei 160 KG mit Mitte 50, langsamer quälender Selbstmord(ich bin tieftraurig ist ein Freund und ich kann nicht helfen).

Ersten ohne das die Leute das mit absolutem wollen angehen wird das nix.
Den ganzen wissenschaftlichen Karm kann man sich sparen wenn man den Leuten nicht ein Glücks und Zufriedenheitsgefühl geben kann.

Die Ursachen für so ein Übergewicht liegen meist an Problemen und diese mit Essen zu kompensieren und so ein Glücksgefühl zu bekommen.
Erlebe ich so auch bei Angehörigen und Freunden. Es ist einfach eine Dopaminsucht welche entsteht wenn durch Probleme die Psyche leidet und tätigkeiten mit hoher Dopaminauschüttung(Glücksgefühl) als ablenkung herhalten,dann entwickelt sich daraus eine Sucht und es wird zum selbstläufer. Bin da selber mal reingerutscht allerdings nicht mit essen, die sucht kann sich aus allem mit hohem Dopamingehalt entwickeln also auch Alkohol,Spielsucht,Drogen etc.

Der erste und schwierigste Schritt rauszukommen ist dass man erkennen muss dass es so nicht weitergeht und dann auch bereit sein alles daran zu setzen einen schlussstrich zu ziehen. Wenn man da durch äußere umstände keinen zwang hat ist es fast nicht möglich aus eigener Kraft es durchzuziehen. Deshalb halte ich nichts davon dem Angehörigem ein "gutes Gefühl zu geben" mit positiver Motivation sondern einfach ganz harter Klartext,im Falle von Esssucht halt so etwas wie: Wenn du so weitermachst wirst du niemals mit deinen Enkeln spielen und wirst entweder deinen Kindern zur Last fallen oder im Heim die Wand angucken weil du schon früh pflegebedürftig wirst.

Wenn die Erkenntniss und der Wille dann da ist:
->Dopamin entzug sprich kalter entzug also Fasten. Nicht nur essen sondern alles was geht also auch fernsehen,shoppen,.. sonst ist man hinterher vom einen los und rutscht evtl. gleich ins nächste rein. Da kommt aber der nächste Punkt..

->Gesunde ersatz Dopamin Tätigkeit suchen. Da kommt dann Sport ins spiel. Sport schüttet auch Dopamin aus allerdings nicht so viel wie die Potentiell Süchtig machenden Dinge, deshalb haben Leute die zu gerne Essen auch keine Lust auf Sport. Sobalt das Gehirn aber nicht mehr vom Dopamin regelmäßig übermäßig überschwemmt wird entwickelt sich auch der Spaß an anderen Dingen wieder und deshalb sind wir Sportler dann halt auch "süchtig" nach sport und können kaum einen Tag ohne.
Andere gesunde ersatztätigkeiten die mir jetzt so einfallen: Lesen,Musikinstrumente/singen,generell alles was mit lernen zu tun hat,Zeit mit Freunden verbringen
 
Dabei seit
12. Oktober 2012
Punkte Reaktionen
147
Ort
72829
Interessantes Thema, hier klinke ich mich mal mit ein.
Möchte dieses Jahr etwa 4-5Kg abnehmen,
Meine Vorgeschichte ist das ich bis vor 3 Jahren mit 125KG :-O durch die Welt gewackelt bin.
2019 wurde dann mein Jahr, sehr bewusst ernährt - mit klaren Regeln.
Alles geht, nichts muss.
Somit habe ich mich mit Fitbit auf den Weg gemacht und zwischen 2000-2200 kcal am Tag zu mir genommen, das Jahr verlief sehr erfolgreich und es gab auch wöchentlich einen Cheatday an dem etwas Müll geschaufelt wurde.
Zum Ende von Jahr war ich dann bei 97Kg, im November sogar bei 95Kg.
Achso das alles bei etwa 183cm, 2020 im Sommer zur Hauptradelzeit war ich bei 92 Kg und fühlte mich pudelwohl.
Inzwischen, sind es wieder 96 - mein Ziel für dieses Jahr sind etwa 90-92 Kilogramm..
Die erste Woche verging allerdings noch sehr verschlemmt :)
Somit gehts dann wohl heute los, als zusatzziel hab ich mir dieses Jahr keine „reine“ Schockolade gesetzt - klingt vielleicht unnötig aber mir hilft es - denn so ein Schocko Osterhase oder ne Tafel Milka kann man eben mal kurz einatmen 😅

In diesem Sinne, viel Erfolg allen hier!
 

Renn Maus

Immer gut gelaunt
Dabei seit
19. Juli 2001
Punkte Reaktionen
308
Ort
Wuppertal
@ForgottenData danke für die detaillierte Ausführung. Es ist immer wieder gut daran erinnert zu werden, wie die Botenstoffe da mit reinspielen.

@dinooo willkommen im Team und Glückwunsch zu Deinen bisherigen Erfolgen. Tolle Leistung hast Du da in 2019 und bis dahin erbracht. Die 4-5kg schaffst Du bestimmt, wenn Du dich auf Dein Konzept von 2019 konzentrierst.
 

MarkMcGrain

Tretlagerzerstörer
Dabei seit
7. November 2009
Punkte Reaktionen
4.958
Ort
Hochtaunusgreis
Ich hoffe mir geht es morgen wieder besser, damit ich am Wochenende biken gehen kann.
Heute ist nämlich Schnee gefallen und es wäre eine Schande, das nicht nutzen zu können.
Drücke Dir die Daumen!

Bei mir lief die erste Woche trotz eines Geburtstagsdinners mit Schnitzel und Bratkartoffeln nun
ganz gut :
Start: 125,6
Heute: 123,1

Gleich geht's mit dem Bike in den Wald!
IMG_1242.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
23. Oktober 2012
Punkte Reaktionen
125
Würde hier auch mal mit aufspringen, steht ja viel interessantes von "Leidensgenossen" geschrieben ;)

Das letzte halbe Jahr war was Ernährung und Bewegung anbelangt eine totale Vollkatastrophe, ich gebe da niemandem die Schuld ( weder Arbeit, Stress noch Corona ) sondern nur mir selbst.
Mein "Mindsetting" passte mal so gar nicht zu meinen Ansprüchen, was unterm Strich neben oben benannter Lethargie auch zu wirklicher Unzufriedenheit geführt hat.

Vor knapp 16 Monaten hatte ich bei einer Größe 1,86m für mich perfekte 84kg auf den Rippen.
Das ist auch das Ziel, was ich mir nun setze denn damit bin ich bestens unterwegs gewesen.
Körpergefühl und Fitnesslevel waren in einem für mich optimalen Einklang.

Leider stehen diesem Vorhaben nun aktuell bei gleicher Körpergröße 98kg gegenüber :ka:

Es gibt also viel zu tun, begonnen habe ich zunächst damit meine Ernährung umzustellen und mich wieder mehr zu bewegen ( längere ( 10-15km ) Wanderungen oder kleine ( 3-5km ) Joggingrunden )
Des Weiteren steht nun zunächst immer Sonntags eine MTB Tour an. ( Wetter egal )

Also ich halte hier mal fest:
Stand 09.01.2021 - 98kg

Wünsche allen hier gutes Gelingen Ihrer Vorsätze

Stefan
 

L+M

Dabei seit
7. August 2008
Punkte Reaktionen
2.225
Ort
Weikersheim
Ich bin ja mittlerweile aus dem Abnehmgedöhns raus... Bei mir geht es nur noch ums Halten vom Gewicht. Schwanke momentan so zwischen 74 und 77kg bei 1,82 Körpergrösse (Ausgangsgewicht Weihnachten 2018 waren 115kg). Trotzdem les ich hier gerne wieder mit.
In nem anderen Forum gibt es ne Google-Exceltabelle in die jeder sein Gewicht eintragen kann. Vlt hilft das euch ja weiter euch gegenseitig zu motivieren?
 
Dabei seit
12. Januar 2019
Punkte Reaktionen
1.512
Ein kurzer Zwischenbericht von mir.

Ich hatte erwähnt, dass ich mir eine Ernährungsberatung zu Weihnachten gegönnt habe. Der Gedanke schwebte schon lange im Hinterkopf. Ziel ist nicht mal der Gewichtsverlust um jeden Preis, sondern eine auf sportliche Aktivität ausgerichtete Beratung. Ausserdem war ich ohnehin neugierig, wie sowas abläuft.

Als Hausaufgabe musste ich vorgängig alles notieren, was ich so in einer Woche zu mir nehmen. Auch der Kaffee am Morgen und ob mit/ohne Milch/Zucker. Einfach alles. Der zweite Schritt; was ich an sportlicher Aktivität in einer Woche absolviere.

Am 6.1. war die erste Beratungsstunde. Nach einem intensiven Gespräch wurden meine Notizen eingegeben und ich konnte hinter der Beraterin am Screen projiziert sehen, was so die ersten rudimentären Erkenntisse sind. Die Speichelprobe wird noch analysiert um ein auf mich abgestimmtes Programm aufzugleisen. Aber die erste Antwort verblüffte mich schon etwas; ohne die Laborbefunde, die ihre Vermutung bestätigen werden, kann sie mir eines jetzt schon sagen: Gemessen an meiner Konstitution und Aktivität esse ich viel zu wenig...!!o_O Häh, wie bitte...?? Wie will ich Muskeln aufbauen, wenn der Motor im Notprogramm dümpelt? Die Antwort war schon der Hammer! Erinnert mich an die Ex-Freundin eines Schulkollegen, die in ihren 20ern Marathon trainierte. Die Leistung stagnierte, sie immer frustrierter, tagsüber müde, kein Bock auf Training etc.

Die Rettung war ein spontan geplantes Laufseminar in Bozen. Ärzte, Physio`s, Trainer - alles hochprofessionell und nicht gerade billig. Sie musste auch ihr Pensum und Lebensumstände angeben. Daraufhin haben die Ärzte die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen und gesagt, sie betreibe keinen Aufbau sondern einen Raubbau! Das Programm beinhaltete lockere Einheiten über den Tag verteilt, am nächsten Tag ein knallhartes Training an der Belastungsgrenze. Der dritte Tag aktive Erholung am Swimming pool mit Massage etc. Sie erinnerte sich, dass sie fast nicht die Füsse stillhalten konnte und glaubte ihre Zeit verschwendet zu haben. Sie hatte das Gefühl, sie mache nichts. Dieses Programm wurde ihr dann als Hausaufgabe mitgegeben. Innert einem halben Jahr hatte sie ihre Leistung markant verbessert und was ihr noch wichtiger war - sie war im Alltag vital, ausgeglichen und hatte Spass am Leben.

Bei mir geht es noch eine Weile mit den Resultaten. Ich werde mich gerne wieder melden.

Weiterhin allen viel Erfolg:daumen:
 
Dabei seit
26. März 2008
Punkte Reaktionen
1.608
Deine Ernährungsberaterin brauche ich auch :)

So, Tour absolviert.
Laut Garmin 1650 Kalorien verbrannt, laut Polar 2000.
Egal, es hat Spaß gemacht und nun Rumpsteak mit Bohnen 💪

Weiterhin allen viel Erfolg!

Anhang anzeigen 1185054
Anhang anzeigen 1185055Anhang anzeigen 1185056
Die Angaben zu den Kalorien sind aber sehr optimistisch. Kaum Höhenmeter, moderates Tempo und dabei 1700-2000kcal?
Darauf würde ich mich an deiner Stelle nicht verlassen.
Unten Mal zum Vergleich meine Daten, die ich für deutlich realistischer halte.
Sonst wundert man sich vielleicht irgendwann, warum sich auf der Waage nichts tut, obwohl man ständig "tausende Kalorien" verbrennt. 😉

IMG_20210109_190035.jpg
 

MarkMcGrain

Tretlagerzerstörer
Dabei seit
7. November 2009
Punkte Reaktionen
4.958
Ort
Hochtaunusgreis
Die Angaben zu den Kalorien sind aber sehr optimistisch. Kaum Höhenmeter, moderates Tempo und dabei 1700-2000kcal?
Darauf würde ich mich an deiner Stelle nicht verlassen.
Unten Mal zum Vergleich meine Daten, die ich für deutlich realistischer halte.
Sonst wundert man sich vielleicht irgendwann, warum sich auf der Waage nichts tut, obwohl man ständig "tausende Kalorien" verbrennt. 😉
Nun, da ich 123 Kilo wiege ist mein Grundverbrauch schonmal recht hoch.
Auf der Tour heute bin ich 39% der Zeit mit mehr als 150er Puls gefahren, weitere 32% zwischen 134 und 150 und die restliche Zeit 134 und darunter.
Ich denke die 1650 kommen ganz gut hin bei mir.
Wie auch immer, ich habe mir beim Abendessen ja nun keine 4000 Kalorien reingefahren.

P.S. Fährst Du mit Leistungsmesser ?

P.P.S. Ein kurzer Crosscheck mit diesem Rechner https://www.yazio.com/de/sportarten/mountainbiken.html
habe mal 135kg als Gewicht eingegen (mit Rucksack, Werkzeug, Winterklamotten, Bike, etc.)
und der Rechner wirft auch 1550 Kalorien aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
26. März 2008
Punkte Reaktionen
1.608
@MarkMcGrain
Leistungsmesser habe ich nicht, nur nen Pulsgurt.

Die Seite für die Kalorien ist aber sehr allgemein. 2h gemütlich Waldautobahn fahren im Flachland hat da ja genau so viele Kalorien verbraucht wie 2h Endurobiken mit 1000Hm und anstrengenden Trails bergab.

Die Gefahr bei solchen Berechnungen ist eben, das man sich nach der Tour vielleicht mehr gönnt als man verbraucht hat.

Kenne das Phänomen von Nicht-Sportlern. Die machen 3x im Jahr 20km Radtour um den Stausee und danach gibt's aber erst Mal Schnitzel, Pommes, großes Hefeweizen plus Nachtisch. Weil man ja Sport gemacht hat und die komplett leeren Kohlenhydratspeicher mit Unmengen an Kalorien ja irgendwie wieder auffüllen muss 😁
 
Dabei seit
12. Januar 2019
Punkte Reaktionen
1.512
Deine Ernährungsberaterin brauche ich auch :)
Gut, die ganze Ernährungsgeschichte ist ja nicht völliges Neuland für mich. Trotzdem wird einem im Alltag vermutlich zu wenig bewusst, wie man mit seinem Körper umgeht.

Meine Arbeit besteht sowohl aus reiner Büroarbeit und Tagen, wo ich nachgewiesen bis zu 10 km mit häufigem Treppensteigen unterwegs bin. Am Donnerstag war so ein Bewegungstag. Am Abend noch in die Physio. Schulter OP ist 6 Monate her, jetzt noch ein paar Termine und dann ist fertig. Ich darf jeweils 30min. vorher dort sein und meine Physiotherapeutin hat so Freude, dass mal jemand das Programm durchzieht, dass sie anschliessend die weiteren 30min. gleich mit mir zusammen trainiert:D. Und wie das so ist, man will sich vor der holden Weiblichkeit keine Blösse geben und gibt Vollgas.;) Jedenfalls bin ich nach 1h platt.

An diesem Tag habe ich 1600 kcal gegessen. Die Verteilung von Kohlenhydraten, Eiweiss und Balaststoffen mal ausser acht gelassen. Das ist ein Bestandteil der Beratung. Aber nur schon die Menge sei an sich für einen Mann von 1.85m und 96kg mit meinem Bewegungsmuster zu wenig. Auch wenn ich mit bald 62 nicht den gleichen Grundumsatz habe, wie ein junger Mann. Mein Einwand war, dass der Fettabbau doch irgendwann genau gleich eintreten müsse, man kenne doch die traurigen Bilder von KZ und Afrika.

Es geht darum, dem Körper zu signalisieren, dass alles ok ist und Fett dosiert abbaut. Wenn nicht, hält er Fett lange zurück. Wenn es irgendwann nur noch ums Überleben geht, wird diese Reserve selbstverständlich auch eingesetzt. Nur dann ist Alarmstufe! Sie hat mir das gut am Beispiel von an Bulimie erkrankten Frauen erklärt (Frauen deshalb, weil sie die Hauptgruppe darstellt). 20 Jährige sehen aus wie 14. Die Regel bleibt aus, da Fortpflanzung in so einem Zustand weder für Mutter noch Kind ein Thema ist. Nach Fett kommt Muskelmasse, Zahnfleisch geht zurück, Haare fallen aus, Hirnleistung wird reduziert und irgendwann ist nichts mehr übrig. Das müsse man sich wie eine Wand mit Kippschaltern vorstellen, wo nach und nach die weniger wichtigen Dinge abgestellt werden. Und irgendwann bleibt nur noch der letzte Schalter...

Das dieser Zustand in jedem Fall vermieden werden muss, versteht sich von selbst. Und der kann durchaus auch durch exzessives Training ohne Erholungsphasen erreicht werden. Das glauben viele nicht. Dann trainiert man noch mehr, verzeichnet keine Erfolge, trainiert noch mehr und kommt in einen Teufelskreis. Youtube Videos mit braungebrannten Fitnessmodels sowohl weiblicher wie männlicher Gattung, verstärken den Faktor v.a. bei jungen Leuten. Diese hüpfen muskelbepackt und lächelnd rum und verkünden die ultimative Trainingsmethode, wo man gaaaanz ohne Anstrengung in 10 min. pro Tag zu einem Traumkörper kommt. Sie erlebe genug durchaus intelligente Menschen, die, in ihrem Bestreben dem Ideal zu entsprechen, alles für bare Münze nehmen, was da vorgekaut wird. Und wenn nichts mehr nützt, hilft man mit Pillen nach und irgendwann ist auch die Spritze nicht mehr weit. Das gehe mitunter recht schnell...
 

Anferd

Zu Diensten
Dabei seit
25. Oktober 2019
Punkte Reaktionen
363
Ort
Franken
Die Angaben zu den Kalorien sind aber sehr optimistisch. Kaum Höhenmeter, moderates Tempo und dabei 1700-2000kcal?
Darauf würde ich mich an deiner Stelle nicht verlassen.
Unten Mal zum Vergleich meine Daten, die ich für deutlich realistischer halte.
Sonst wundert man sich vielleicht irgendwann, warum sich auf der Waage nichts tut, obwohl man ständig "tausende Kalorien" verbrennt. 😉

Anhang anzeigen 1185099
Hmmm. Wenn du unter 70 kg wiegst und in den 1:49h durchgehend entspannt flach atmen konntest, dürften die 800 kcal realistisch sein. Sonst schätze ich einen wesentlich höheren Verbrauch. ~400 kcal pro Stunde, bei mir mit Leistungsmessung, wären nicht anstrengend sondern langweilig und weeeit unter 150 Puls.

Wenn MarcMc bei seinen Gewicht einigermaßen sportlich aktiv ist, sind die kcal voll im Rahmen (bei einem Sterblichen der untere Wert, 16xx kcal). Man beachte bitte den Schnee auf dem Waldweg in den Fotos.

@Sespri Oh Weh! Sportlich aktiv, >90 Kilo, 1600kcal? Dr. Mareike Awe hat einen guten Beitrag bei Youtube über Hungern, die Suche lohnt. Hormonell ist dein Körper im Ausnahmezustand und wartet nur noch auf die nächste Disziplinschwäche. Um dann einen epochalen Fressanfall hinzulegen. Alle Achtung für jeden Moment, in dem du dich da zusammenreißen kannst ;)
Ich hatte auch mal rein über Disziplin und Lust am Hunger und Sport abgenommen. Im Nachhinein denke ich, die Motivation war extrem hoch, die Nährstoffspeicher voll, die sonstige Belastung durch Arbeit etc. extrem gering. Nachhaltig war das nicht und ein zweites Mal wird mir das so wohl kaum gelingen in diesem Leben ;)
Aber wie gesagt - je verkorkster die eigene Ernährung ist, desto sanfter muss man eben für sich rangehen.
 
Oben