Wie am schnellsten die meisten Orte abfahren?

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31. März 2020
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Hallo,

im Radurlaub wolln wir morgens vom Hotel, das am Rand des Kreises liegt (zentral gabs keins!), losfahren und sämtliche Ortschaften im Kreis besuchen.

Wie planen wir das am besten?

Wir wollen diese Orte möglichst schnell, also auf den kürzesten Weg, abfahren, sodass wir in den Orten noch Zeit haben, um ein wenig Sightseeing zu betreiben.

Abends gehts dann zurück ins Hotel.

Jeden Tag so 100 - 150 km sind geplant.

Wie würdet ihr das bitte angehen?

Danke Euch.

Gruß
 
Das Problem des Handlungsreisenden (auch Botenproblem, Rundreiseproblem, engl. Traveling Salesman Problem oder Traveling Salesperson Problem (TSP)) ist ein kombinatorisches Optimierungsproblem des Operations Research und der theoretischen Informatik. Die Aufgabe besteht darin, eine Reihenfolge für den Besuch mehrerer Orte so zu wählen, dass keine Station außer der ersten mehr als einmal besucht wird, die gesamte Reisestrecke des Handlungsreisenden möglichst kurz und die erste Station gleich der letzten Station ist.

Seit seiner ersten Erwähnung als mathematisches Problem im Jahre 1930 haben sich viele Forscher damit befasst und neue Optimierungsverfahren daran entwickelt und erprobt, die momentan auch für andere Optimierungsprobleme eingesetzt werden. Heute steht eine Vielzahl von heuristischen und exakten Methoden zur Verfügung, mit denen auch schwierige Fälle mit mehreren tausend Städten optimal gelöst wurden.

Das Problem des Handlungsreisenden tritt schon in seiner Reinform in vielen praktischen Anwendungen auf, beispielsweise in der Tourenplanung, in der Logistik oder im Design von Mikrochips. Noch häufiger tritt es allerdings als Unterproblem auf, wie zum Beispiel bei der Verteilung von Waren, bei der Planung von Touren eines Kunden- oder Pannendienstes oder bei der Genom-Sequenzierung. Dabei sind die Begriffe „Stadt“ und „Entfernung“ nicht wörtlich zu nehmen, vielmehr repräsentieren die Städte beispielsweise zu besuchende Kunden, Bohrlöcher oder DNA-Teilstränge, während Entfernung für Reisezeit, Kosten oder den Grad der Übereinstimmung zweier DNA-Stränge steht. In vielen praktischen Anwendungen müssen zudem Zusatzbedingungen wie Zeitfenster oder eingeschränkte Ressourcen beachtet werden, was die Lösung des Problems erheblich erschwert.

Das Problem des Handlungsreisenden ist ein NP-schweres Problem. Unter der bislang unbewiesenen Annahme, dass die Komplexitätsklassen P und NP verschieden sind, gilt demnach, dass kein Algorithmus existiert, der eine kürzeste Rundreise in polynomieller Worst-case-Laufzeit bestimmt.
 
@McNulty Der TE schreibt:
Abends gehts dann zurück ins Hotel.
Wenns darum geht, ne normale Tagestour von 100-150 km (MTB oder RR) zu planen, würde ich bei RR oder Tourenrad sagen: irgendeinen Routenplaner für Fahrrad nehmen und kürzeste Strecke planen. Dann kann man ja sehen, ob noch Zeit (und wieviel) für Sightseeing bleibt.

Für MTB halte ich die Fragestellung viel zu allgemein, um gescheit antworten zu können. Da sollte schon konkret mal ne Karte und Nennung der Orte eingestellt und mitgeteilt werden, welche Tagesleistungen, Schwierigkeiten gern so gefahren werden. 100-150 km klingt für mich erstmal eher nach Asphalt und Forstweg, aber nicht nach MTB-Touren mit Trails.
 
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