Wie sind die Wege, Pfade, Trails entstanden? Gibt es die Trailfee wirklich (nicht)?

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Darf man neue Wege anlegen oder bestehende Wege aus-* bzw verbessern?
Und wenn man das getan hat, darf man diese erst dann befahren, oder hat man ansonsten sein Befahrungsrecht verwirkt?


Speziell für Kuschi: Dieser Beitrag und Diskussion ist nichts für dich. Würde dich nur überanstrengen und vom Trailfahren abhalten…ZlzL.


Ich habe von Wege/Trailerrichtung und Pflege auch nicht all zu viel gehalten und stand dem Ganzen immer sehr skeptisch gegenüber.
Aber, auf Grund von einigen Berichten, Hinweisen und anschließenden Diskussionen, zB
Abgefahren! PeakShaper: Nützliches Trailtool für unterwegs
Shape Your World – Make Your Mark: Eine Ode an den Trailbau
Trailbau-Werkzeug spezial
woher die Trails kommen, habe ich mir auch wieder vermehrt Gedanken darüber gemacht und sehe das Ganze differenzierter, um nicht zu sagen (teilweise) anders.


Letztendlich ist es dann doch nicht so eindeutig.

Weder stimmt es, dass die (Wander-)Wege bzw (Mountainbike-)Trails einfach so entstanden sind. Noch, dass sie nur durch Menschenhand erschaffen wurden. Gott hatte allerdings schon seine Hand (Finger im Spiel) ? bzw die Trailfee.

Und der Hinweis, dass die Wege/Trails nicht vom Himmel gefallen sind und auch nicht von der Trailfee errichtet wurden, mag zwar amüsant sein, bringt uns der Antwort aber nur unwesentlich weiter.


Vor allem @marx. Beitrag hat mir sehr gut gefallen (auszugsweise):
Ihr redet von Trails, die extra für's biken angelegt sind oder?

Was mir im Forum extremst fehlt: dass die Leute darüber nachdenken, dass es woanders komplett anders sein kann, als vor ihrer Haustür. Ich stelle mir vor, dass man z.B. Deister (Müllbeutel: Standort Hannover?) seinen Spaß eher aus Speed, Anliegern und Sprüngen generieren muss, weil es einfach keine langen verblockten Natursteige gibt. Da würden mir Bremswellen und Löcher auch auf den Sack gehen.

Jemand der Berge vor der Türe hat, nimmt die Erosion als Herausforderung: mehr Wurzeln, mehr Anspruch. Steil und ausgewaschen? Warum nicht! Warum sollte da jemand ausrücken und Löcher auffüllen oder Steine beseitigen? Zumal ich gerade nicht wüsste, wie man einen Wurzelteppich pflegen möchte (außer mit Wucht darauf einzuschlagen und sie raus zu nehmen ). Da sehe ich das größere Problem im Frühling, wenn sie fast komplett zuwuchern, wenn sie zu wenig genutzt werden. Oder nach einem Winter wie dem letzten, wenn durch Schneebruch und Lawinen eigentlich gar kein Trail mehr da ist, den man pflegen könnte...

Tja. Also wenn ich mir meine Gegend anschaue, dann ist von den Alpen im Umkreis von einigen Kilometern nichts in Sicht, dementsprechend auch keine, für mich, anspruchsvollen Trails. Dh ich muss mit den Wegen und Trails vorlieb nehmen, die in meiner Gegend vorhanden sind. Ich bin diese eher anspruchslosen Wege, auf Waldboden und zwischen den Bäumen, gelegentlich mit ein paar Steinen oder Wurzeln gespickt, gefahren.

Andere wiederum, die nicht die Möglichkeiten haben, in die Alpen oder anspruchsvolleren Gegenden/lange verblockte Natursteige zu fahren, müssen auch mit dem auskommen, was die Gegend anbietet. Das diese jedoch die Lust haben, so wie man es aus den Magazinen, Internetseiten, Videos, Instagram, EWS, DH Rennen oder Bikeparks bzw Flowcenter (Flowtrails) etc, kennt, auch diese Strecken zu fahren, ist verständlich.

Ganz andere interessiert weder leichte anspruchslose Strecken noch Flowtrails. Diese haben am meisten Spaß im Bikepark mit Sprüngen und dergleichen.

Für mich war im Bikepark immer nur die anspruchsvolle Downhillstrecke (mit Ausnahmen) interessant, wohingegen ich die Sprünge&Co bis dato immer ausgelassen habe.

Es gibt also mehrere Anforderungen an eine Strecke.


Nun, wie entstehen bzw wie entstanden die Weg/Trails?
Ich habe zwar nur mal oberflächlich bei You Tube gesucht, und dabei folgendes gefunden:
(Kaiser Wegbau)
und etwas ausführlicher (in englischer Sprache):
Constructing Trail Switchbacks

Nur so soll’s halt nicht werden:
:(.

Wenn man allerdings nach Trailbau sucht, findet man, u.a., dass hier:
(Trailbau #001); noch sehr jung der Herr Trailbauer…
oder
Was allerdings mit der Frage, woher die Trails kommen, nur am Rande zu tun hat.

Denn wenn man genau hinschaut, gibt es keinen Weg. Einfach nur Wald. Und dort eben eine Linie, Strecke, Weg, Trail zu errichten, wäre dann die Antwort auf die Frage, woher die Wege/Trails kommen.


Ich habe daher an die Alpenvereine in Deutschland und Österreich diese Frage gestellt:

Aus der (österreichischen) Alpenvereinszeitung, Bergauf 4_2018, von Peter Kapelari:

Die Alpenvereinswege sind durchwegs sehr alt, liebevoll und bedacht angelegt oder sie verlaufen überhaupt auf uralten Viehtriebs-, Saum- oder Handelsrouten (über die Jöcher unserer Ostalpen).


Wege, Saumwege, Säumersteige, Hüttenzustiege, Reitsteige, Pfade, Trails. Schon vor 150 Jahren war es die satzungsmäßiges Ziel des Alpenvereins, die Bereisung der Alpen zu erleichtern. Der Bau von allgemein zugänglichen Hütten und Wegen war dabei ein wesentliches Mittel.[…]
Zwischen 800.000€ und 1 Mio. € investiert der Alpenverein jedes Jahr in die Wege.



Interessant auch die parallele zu Verbesserungen an einem Mountainbiketrail (vormals Weg/Wegerle):
Und so manche (Alpenvereins-)Sektion musste schon mit Erstaunen feststellen, dass irgendeine Tourismusorganisation ohne ein Wort der Abstimmung über ihren Weg einen Themenweg gelegt hat und aus diesem Anlass den netten alten Weg mit einem Kleinbagger „optimieren“ musste.


Auszug aus der Beantwortung des deutschen Alpenvereins:

Dass Wege sich einfach ins Gelände eintreten, ist eher selten. Solche Wege würden auch sehr schnell wieder verschwinden. Alle markierten Wanderwege sind in irgendeiner Form erbaut.

Für den Deutscher Alpenverein kann ich Ihnen sagen: wir betreuen ca. 30.000 km Bergwege im Alpenraum und investieren in den Unterhalt jährlich knapp 1 Mio. Euro und zusätzlich ca. 50.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden.



Auszug aus einer Beantwortung des österreichischen Alpenvereins:
Viele Wege sind in der Tat historischen Kulturgut. Man denke nur an die Wege, die vom Schnalstal in Südtirol jedes Jahr aufs Neue von den Schafhirten dort genutzt werden, um ihre Tiere auf ihre Weiden ins Ötztal zu treiben.


Übrigens, für Wege habe ich, unter anderem, auch folgende Bezeichnungen gefunden:
Saumwege, Säumersteige, Hüttenzustiege, Reitsteige, Pfade, Fuß-, Karren- Wirtschaftswege, Fahrstraßen, Kulturwege.

*
Ausbesserungen:
Auszug aus der österreichischen Alpenvereinszeitung, Bergauf 4_2018, von Peter Kapelari:
Bei den Wirtschaftswegen beschränkte man sich auf das notwendigste Minimum von Erhaltungsmaßnahmen. Wenn Wegbefestigungen unerlässlich waren, begnügte man sich nicht selten mit dem Aufbringen von zerkleinertem Bauschutt.

In der Schweiz werden alte Wege von der Stiftung Via Soria betreut.
In Vorarlberg gibt es seit 1995 Erhaltungsinitiativen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Auf andere recht interessante Beiträge möchte ich hier nun eingehen (die in anderen Themen angesprochen wurden):
Wenn ich die ernsthaften Trailbauer in meiner Wohnregion ansehe, dann sind das normalerweise auch beruflich richtige Handwerker mit ordentlichem Werkzeug und nicht selten auch einem guten Draht zum jeweiligen Förster oder Waldbesitzer. Entweder sind solche Trails heimlich und still oder dann aber in Absprache mit dem Waldbesitzer gebaut worden. In beiden Fällen sind das absolut letzte was diese Leute gebrauchen können, irgendwelche Laien, welche mit noch laienhafterem Werkzeug in unkoordinierte Eigeninitiative an ihren Trails herum pfuschen. Alles was über das Wegräumen von heruntergefallenen, kleinen Ästen hinaus geht ist da definitiv unerwünscht und dient einzig und allein dem Ego des "No Dig, No Ride"-Typen. Wennschon könnte man sich ja beim Trailerbauer melden und die Mithilfe beim Trailunterhalt anbieten, was dann aber zum Schrecken des jeweiligen in ernsthafte Arbeit ausarten könnte...
Ich habe durchaus Verständnis, v.a für die Jüngeren, die statt fader Wegerl, Trailchen, lieber Anlieger, kleinere Sprünge etc fahren wollen.

Macht man es mit Antrag oder Nachfragen, zieht das einen Rattenschwanz an Behördenwege (Gutachten, Stellungnahmen, Diskussionen) mit sich, die dann oft an der unüberwindlichen Haftungsfrage scheitert. Aber so funktioniert nun einmal der Rechtstaat.

Baut man hingegen irgendwo in den Wald, wo sich in der Regel kaum Wanderer oder gar MTB verirren, so stört das wohl niemanden (außer vielleicht die Tiere). Und wenn das Ganze auch nicht all zu groß gebaut wird, dann tut das der Natur auch nicht weh.

Fakt ist, dass ich diese Trails befahre, die auch von Wanderern genutzt werden. Viele Wanderer sind begeistert davon, andere nicht so sehr.

Da braucht keiner mit Hacke, Rechen oder sonstigem Werkzeug loszuziehen und Trailpflege betreiben. Der Trail wird so befahren wie er ist.
Sehe ich genau so.

Allerdings kann ich ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen, wenn manch einem der Weg/Trail zu fad ist und er ihn gerne mit dem ein oder anderen Anlieger und Sprung garnieren möchte. Und ohne dafür gleich das halbe Gelände umbauen zu müssen.

Siehe auch der Kommentar von
du musst es ja nicht gut finden, aber es IST die Realität in Deutschland.

Hier im größten Ballungszentrum von D fahren die Leute seit über 20 Jahren auf illegal gebauten / optimierten Trails.

Wo sollten sie auch sonst fahren? Spannende Naturtrails wie in den Alpen gibt es hier ja kaum.
Vor allem kann ich diejenigen verstehen, die nur ein MTB haben, und das eigentlich für’s gröbere Gelände gedacht bzw geeignet ist. Diese langweilen sich dann auf so einfachen Strecken zu Tode. Klar, man könnte sich entweder ein weniger potentes Rad dazu kaufen (zB ein Hardtail mit 100mm Federweg oder ein Fat Bike) oder erst gar nicht in diese(r) Gegend (meist Heimatrevier, Hausrunde) fahren.

Sich allerdings ein 29 Zoll Fully mit 180mm Federweg, 2,8 Zoll breiten Reifen und 220 Bremsscheiben zu kaufen und dann sich zu beschweren, dass die Trails im Heimatrevier zu fad sind, halte ich für wenig zielführend und sinnvoll.


Ich zB komme gerade über so kleine Mini Hügeln drüber. Wirklich springen (von Bunny Hops abgesehen) kann ich nicht. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, das zu üben und in meinen Strecken einzubauen. Irgendwo findet man schon eine Absprunggelegenheit (Baumstumpf mit vorgelagerter schrägen Wurzel) oder einen abgeflachten Erdhügel.

Ich sehe die Überheblichkeit eher dort, wo jemand meint, er müsse ungefragt an einem Wanderweg oder an einem fremden Trail herumshapen und allenfalls noch "Verbesserungen" bauen. Alles was über das Wegräumen von leichtem Fallholz oder das Freikratzen einer Wasserablaufrinne mit einem Stück Holz hinaus geht ist dort einfach nicht angebracht.
Sehe ich auch so.

Ich bin auch nicht naiv, das Erbauen eines komplett legalen und genehmigten Trails ist beinahe unmöglich, da es einfach zu viel Bürokratie gibt. Aber dennoch kann man Fingerspitzengefühl zeigen, und zum Beispiel mit dem Förster oder Waldbesitzer das Gespräch suchen. Es gibt nämlich in jedem Wald unzählige, teilweise uralte Pfade, und kaum einer davon wurde jemals offiziell bewilligt. Daher stehen auch die Chancen nicht schlecht, das ein Waldbesitzer die "Aufhübschung" eines zugewachsenen, nicht mehr genutzten Waldpfads durchaus duldet. Verständlicherweise wollen die meisten Waldbesitzer aber natürlich schon aus Haftungsgründen keine grossen Sprünge und Anlieger in ihrem Wald. Einen schönen, anspruchsvollen Singletrail, den kann man als Waldbesitzer (beide Augen zudrückend) schon mal für einen Wildwechsel halten, bei einer 2m breiten Jump-Line mit meterhohen Kickern ist das dann natürlich unmöglich.
Auch das sehe ich so wie du.

Bezüglich uralter Pfade habe ich auch festgestellt, dass es diese, nicht nur in der Natur, sondern auch auf den Plänen bzw Karten gibt bzw gab.

Das kann man wie ich finde, sehr gut als Grundlage für Argumente sehen. Noch dazu, wo es sonst nur Forststraßen gibt und auf Grund der Borkenkäferplage, viel Gehölz herum liegt und zusätzlich noch Weg in die Wälder geschlagen werden; natürlich wieder breite Forststraßen, damit die Arbeitsgeräte leichter durch kommen.

Da kann es doch keine Rolle spielen (Fußabdruck) wenn da jetzt ein Wegerl/Trailchen gebaut wird. Vor allem in Relation zum gesamten Gebiet/Wald, wäre der Anteil verschwindend gering. Trotzdem: Verboten ist es und die wirtschaftliche Nutzung des Waldes steht im Vordergrund. Dh mit den effektivsten Werkzeugen, sprich Kosten/Nutzen Verhältnis, die Ware aus dem Wald zu bekommen. Ob dabei Umweltschäden zu befürchten sind oder eintreten, spielt dann eine untergeordnete Rolle.

Siehe auch der Kommentar von:
Und weißt du was? Das ist mir so egal. Bevor ich auch nur nen Zentimeter Rennrad fahren gehe ich lieber buddeln. UND ich baue naturverträglich, d.h. so wenig Bäume wie möglich glauben dran, Erosion wird vermieden, kein Müll, keine Erdlöcher oder riesen Kicker im Wald. Im Prinzip sind das gepimpte Naturtrails.

Wenn es die Regierungen und Verwaltungen nicht sehen, dass MTB Breitensport ist und sie keine Infrastruktur dafür schaffen, es aber 10 unbenutzte Bolzplätze in der Gemeinde gibt, läuft definitiv was falsch.

Und ja DIMB, Open Trails etc. Mag es geben und mag auch funktionieren. In meiner Region gibt's dafür aber viel zu wenige "Trailbiker" die da überhaupt fahren würden. Bauen sicherlich noch weniger.

Im Gegensatz stehen dazu Harvester Einsätze inkl. Ölverluste, Müll abladen im Wald, Waldbrände. Da ist mein Fußabdruck definitiv kleiner.


[...]
Trailpflege bedeutet nicht automatisch das Bauen von Monstergaps usw. sondern kann auch der Unterhalt von Wandertrails oder ähnlichen "Fußpfaden" bedeuten.
 

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Bezüglich wegräumen, freischneiden und Umfahren:

[...] wenn ich bedenke wie oft ich mit bloßen Händen ich kleinere Schäden am Trail repariert habe und wie viele gute Bikehandschuhe dabei drauf gegangen sind.
[...]
Und ja, etwas Trailpflege kann und darf jeder mal machen. Oft reicht es aus eine bestehende Rinne frei zu kratzen oder einen kleinen Ablauf zu bauen um die Zerstörung eines Trails durch Erosion oder durch Umfahrung einer Pfütze zu unterbinden. Ich halte auch regelmäßig an, um Laub mit dem Fuß raus zu schieben [/QUOTE]
Wie kann man sich das bzw diesen Trail vorstellen?

Hast du vielleicht ein Foto(s) davon?
Ich kann mir leider recht wenig darunter vorstellen :(.

Noch dazu, von welcher Gegend reden wir hier?
Eher Hügellandschaft mit Wald oder alpines Gelände bzw Ödland?

oder morsche Äste weg zu räumen.
Also die „fresse“ ich gerne :).

Ich habe ein Mountainbike, entweder mit Federgabel oder mit 3,8 Zoll Reifen :D .
Wenn dieser morsche Ast (nicht Baum!) im Weg liegt, so kann man denn doch schön überfahren.

Und meistens macht es dann auch schön "knacks" "knacks" und er ist mehrfach gebrochen. Die Teile werden dann im Laufe der Zeit eh in die Erde eingearbeitet bzw von fleißigen Waldarbeitstieren kompostiert.

Also nein, kleinere Äste, vor allem morsche, beseitige ich nicht. Und ja, auch auf die Gefahr hin, dass ich mir einen Ast in die Speiche ziehe, was trotzdem sehr selten vorkommt.


Auch da kann ich mir wenig darunter vorstellen:
Schäden können ja durch verschiedenste Faktoren entstehen, sei es durch Räder, Wanderer, Regen, Wind,... und nicht überall ist eine bessere Fahrtechnik der Weisheit letzter Schluss. Vor allem nicht, weil diese markierten Wege auch von (älteren) Wanderern benutzt werden und möglicherweise ja z.B. auch Schäden an Wurzeln entstehen könnten, wenn man nicht eingreift oder ein Weg gar nicht mehr benutzt werden kann.
Was sollte man mit besserer Fahrtechnik nicht über- oder vorbeifahren können?

Und wenn Wanderer irgendwo nicht drüber kommen, was muss das für ein (umgefallener) gigantischer Baum sein? Und selbst wenn, mehr als hundert Meter wird er schon nicht sein, und dann kann man als Wanderer dem durchaus ausweichen, sprich einen Umweg machen. Das sollten auch ältere Wanderer schaffen, ansonsten sollten sie sich überlegen, wo sie wandern.

Und für einen MTB ist die Umfahrung vermutlich auch recht einfach möglich; schlimmstenfalls müsste er die paar Meter halt auch (zB durchs Unterholz oder enge Sträucher und Bäume) umfahren, also ausweichen…


Ich muß weder was bauen, noch groß pflegen. Klar, Dornen werden freigeschnitten (mache ich mit einem Fadenmäher…) und wenn ein großer Stamm durch Windbruch auf dem Trail liegt, wird er nach gewisser Zeit ausgesägt. Wenn er nicht stört, dann kann man mit Bruchholz eine Rampe bauen. Du kennst evtl. den D-Bachtrail. Im oberen Drittel lagen vor ein paar Monaten zwei Bäume. Da haben sich schon die Umfahrungen gebildet. Ich habe hier freigesägt. Denn dicken Stamm am Ende kann man dagegen liegen lassen, da kommt man gut drüber, bzw. über den Pfad zur Grillstelle. Der Stamm am P-Weg nervt mich. Fahre die Strecke aber nur aufwärts, daher bin ich zu faul die Säge hier hinzuschleppen.
Also es gibt Gegenden, da bleiben (von der Natur) umgefallene Bäume einfach liegen. Das hat den Grund, dass man die Natur ihrem eigenen „Schicksal“ überlässt. Ua von Leuten propagiert, die sich mit dem Thema auskennen und auseinander gesetzt haben. Ist natürlich nicht überall so. Allerdings ein interessanter Ansatz.

Wenn es eine Umfahrung gibt, so muss das ja nicht unbedingt schlecht sein. Manchmal ergeben sich dadurch viel interessantere Strecken(abschnitte). Allerdings, und da kommt das Thema Trailpflege oder -errichtung in’s Spiel.

Kann man ohne Aufwand darum herum fahren? Oder muss man ein paar Sträucher wegschneiden, totes Holz und Laub von der Strecke schaffen, rechnen, kehren? Wäre dann Trailpflege oder -errichtung erlaubt oder moralisch in Ordnung?

Stichwort, es gibt Naturtrails versus Trailfee, also die Errichtung.
 
Dabei seit
30. August 2011
Punkte Reaktionen
2.017
Ort
Nähe Neumarkt i.d.Opf.
...
Schäden können ja durch verschiedenste Faktoren entstehen, sei es durch Räder, Wanderer, Regen, Wind,... und nicht überall ist eine bessere Fahrtechnik der Weisheit letzter Schluss. Vor allem nicht, weil diese markierten Wege auch von (älteren) Wanderern benutzt werden und möglicherweise ja z.B. auch Schäden an Wurzeln entstehen könnten, wenn man nicht eingreift oder ein Weg gar nicht mehr benutzt werden kann.
....
Was sollte man mit besserer Fahrtechnik nicht über- oder vorbeifahren können?

Und wenn Wanderer irgendwo nicht drüber kommen, was muss das für ein (umgefallener) gigantischer Baum sein? Und selbst wenn, mehr als hundert Meter wird er schon nicht sein, und dann kann man als Wanderer dem durchaus ausweichen, sprich einen Umweg machen. Das sollten auch ältere Wanderer schaffen, ansonsten sollten sie sich überlegen, wo sie wandern.

Und für einen MTB ist die Umfahrung vermutlich auch recht einfach möglich; schlimmstenfalls müsste er die paar Meter halt auch (zB durchs Unterholz oder enge Sträucher und Bäume) umfahren, also ausweichen…

Mhh...also ich hab zwar momentan keine Bilder, aber die letzten Wochen sind wir wieder an paar Stellen vorbei gekommen, die auf meine Beschreibung passen.

Beispiel 1: Ein Steiler Hang, auf der oberen Seite ca. 3m fast senkrechter Fels, auf der unteren Seite geht es sehr Steil runter. Da will keiner runter fallen. Der Weg ist relativ eng. Bis vor paar Monaten war an dieser Engstelle unten einige Hölzer/Stangen als Sicherung eingebracht, wodurch der Weg gerade breit genug war, um mit Rad und Kinderwagen vorbeifahren zu können. Inzwischen sind die Sicherungen weggebrochen, der Weg ist nur noch halb so breit. Ich persönlich trau mich an dieser Stelle nicht mehr, mit dem Rad zu fahren. Schieben geht nur, wenn man das Rad auf dem Hinterrad vor sich herschiebt oder man muss das Rad mit einer Hand über den Abgrund tragen. Kinderwagen vorbei zu schieben ist sehr problematisch. Ältere Menschen, die etwas unsicheren Tritt haben, werden an dieser Stelle auch große Probleme haben.
Es gibt mit Sicherheit paar einzelne sehr gute Fahrer, die sich da trotzdem noch mit nach außen lehnen vorbei fahren trauen. Aber wenn der Lenker am Fels nur ein bisschen kratzt, wird es sehr kritisch. Und der Fels gibt mit Sicherheit nicht nach.

Bringt man die Sicherung wieder instand, so dass der Weg wieder um 50cm breiter wird, ist diese Stelle zwar auch nicht ganz harmlos, aber von den meisten wieder relativ einfach zu bewältigen.

Beispiel 2: Ein steiler Hang. Über den schmalen Weg sind vom Hang runter mehrere große Bäume gefallen. Nicht nur so kleine Äste, richtige Brummer mit großen Ästen. Durch das steile Gelände brauchst an eine Umfahrung nicht denken. Drüber klettern funktioniert zwar, aber das Rad bekommt man nur einigermaßen alleine drüber, wenn man es gewohnt ist, das Rad öfter zu schultern und man damit balancieren kann. Zu Zweit geht es etwas einfacher, wenn man sich die Räder reichen kann. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mich mal gerne für paar Stunden an diese Stelle hinsetzen und den E-Bikern zusehen, wie sie ihr schweres Mofa drüber wuchten müssen. Für ältere Wanderer ist der Weg an sich nicht besonders anspruchsvoll, aber durch die umgestürzten Bäume trotzdem nicht gerade einfach zu passieren.

Eine Umfahrung ist eben nicht immer möglich und auch nicht immer sinnvoll. Die Leute achten nicht darauf, ob da jetzt ein Ameisenhaufen platt gemacht wird oder andere Tiere/Pflanzen durch die Umfahrung kaputt gemacht werden. Ich kenne Wege, da stehen einige Schilder, dass man u.a. wegen den Orchideen die Wege keinesfalls verlassen soll. Die Wege sind stellenweise mit Balken als "Randstein" eingefasst. Liegt dort mal ein Baum quer, kann man durch eine Umfahrung viel kaputt machen.

An manchen Stellen werden durch Erosion Wurzeln frei gelegt. Wie schlimm das wirklich ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Ein Arbeitskollege und Waldbesitzer meint, dass ihm schon paar Bäume kaputt gegangen sind, weil welche mit ihrer Motocross (? hab keine Ahnung von den Dingern) bergauf über die Wurzeln fuhren, diese frei gelegt haben und die Wurzeln dann gefault sind. Letztendlich seien ihm dann diese Bäume kaputt gegangen. Wie gesagt, ob da was dran ist, weiß ich nicht. Aber vor allem an schrägen Hängen mit Wurzeln kann man schon beobachten, dass diese oftmals blank geschrubbt sind.

Es gibt einfach hin und wieder verdammt blöde Stellen, da reißt ein umgefallener Baum ein großes Loch in den Weg, der dann halb wegbricht, eine Muräne von oben runter kommt und den Weg mitnimmt oder was weiß ich, was wir schon alles gesehen haben. Meist betrifft es eben kleine Pfade an steilen Hängen, wo man nicht einfach mal schnell paar Meter rechts oder links ausweichen kann. In den Alpen kann es passieren, dass du ziemlich lange wieder zurück musst.

Muss man dazu wirklich soviel Fantasie haben, um so etwas nachvollziehen zu können, dass man manchmal an gewissen Stellen die Wege reparieren muss/sollte? Oder warum kannst du dir darunter nicht viel vorstellen?
 

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Beispiel 1: Ein Steiler Hang, auf der oberen Seite ca. 3m fast senkrechter Fels, auf der unteren Seite geht es sehr Steil runter. Da will keiner runter fallen. Der Weg ist relativ eng. Bis vor paar Monaten war an dieser Engstelle unten einige Hölzer/Stangen als Sicherung eingebracht, wodurch der Weg gerade breit genug war, um mit Rad und Kinderwagen vorbeifahren zu können. Inzwischen sind die Sicherungen weggebrochen, der Weg ist nur noch halb so breit. Ich persönlich trau mich an dieser Stelle nicht mehr, mit dem Rad zu fahren. Schieben geht nur, wenn man das Rad auf dem Hinterrad vor sich herschiebt oder man muss das Rad mit einer Hand über den Abgrund tragen. Kinderwagen vorbei zu schieben ist sehr problematisch. Ältere Menschen, die etwas unsicheren Tritt haben, werden an dieser Stelle auch große Probleme haben.
Es gibt mit Sicherheit paar einzelne sehr gute Fahrer, die sich da trotzdem noch mit nach außen lehnen vorbei fahren trauen. Aber wenn der Lenker am Fels nur ein bisschen kratzt, wird es sehr kritisch. Und der Fels gibt mit Sicherheit nicht nach.

Bringt man die Sicherung wieder instand, so dass der Weg wieder um 50cm breiter wird, ist diese Stelle zwar auch nicht ganz harmlos, aber von den meisten wieder relativ einfach zu bewältigen.

Beispiel 2: Ein steiler Hang. Über den schmalen Weg sind vom Hang runter mehrere große Bäume gefallen. Nicht nur so kleine Äste, richtige Brummer mit großen Ästen. Durch das steile Gelände brauchst an eine Umfahrung nicht denken. Drüber klettern funktioniert zwar, aber das Rad bekommt man nur einigermaßen alleine drüber, wenn man es gewohnt ist, das Rad öfter zu schultern und man damit balancieren kann. Zu Zweit geht es etwas einfacher, wenn man sich die Räder reichen kann. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mich mal gerne für paar Stunden an diese Stelle hinsetzen und den E-Bikern zusehen, wie sie ihr schweres Mofa drüber wuchten müssen. Für ältere Wanderer ist der Weg an sich nicht besonders anspruchsvoll, aber durch die umgestürzten Bäume trotzdem nicht gerade einfach zu passieren.
Das sind zwar extrem Beispiele, aber ich verstehe was du meinst.


Eine Umfahrung ist eben nicht immer möglich und auch nicht immer sinnvoll.
[...]
An manchen Stellen werden durch Erosion Wurzeln frei gelegt. Wie schlimm das wirklich ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Es gibt halt unterschiedliche Betrachtungs- oder Herangehensweisen. Der eine will lieber etwas wegschneiden, freilegen, ein anderer wieder den Naturzustand belassen.
Ist doch legitim darüber sachlich zu diskutieren...

Es gibt einfach hin und wieder verdammt blöde Stellen, da reißt ein umgefallener Baum ein großes Loch in den Weg, der dann halb wegbricht, eine Muräne von oben runter kommt und den Weg mitnimmt oder was weiß ich, was wir schon alles gesehen haben. Meist betrifft es eben kleine Pfade an steilen Hängen, wo man nicht einfach mal schnell paar Meter rechts oder links ausweichen kann. In den Alpen kann es passieren, dass du ziemlich lange wieder zurück musst.

Muss man dazu wirklich soviel Fantasie haben, um so etwas nachvollziehen zu können, dass man manchmal an gewissen Stellen die Wege reparieren muss/sollte? Oder warum kannst du dir darunter nicht viel vorstellen?
Weil ich denke, dass das eines der Probleme ist. Oder sein kann.
Man denkt halt an sein Gebiet. An sein Rad. An die eigene Fahrweise. An die eigene Geometrie.
Und oft projeziert man dass dann auf andere. Na wenn ich so fahren kann, dann können es die anderen doch auch. Wenn das in meinem Gebiet notwendig oder nicht notwendig ist, dann muss es bei denen, also in anderen Gebieten, ja auch so sein. Wenn ich mit einem kurzen Rad zurecht komme, wozu brauchen dann andere längere, tiefere Langtransporter?

Und da sollte man halt versuchen, einerseits über den Tellerrad zu blicken und andererseits sich in die Lage oder Ansichten eines anderen hinein zu versetzen.

Tja, und manchmal fehlt mir halt trotzdem die Vorstellungskraft :(.
Und wenn dann in einer Diskussion der eine Teilnehmer über A redet, der andere B vermeint zu verstehen, dann kommt es manchmal oder oft zu Streitereien, Anfeindungen, Beleidigungen. Genau um das zu vermeiden, können Bilder hilfreich sein. Dass man dann noch immer eine andere Meinung hat oder haben kann, sollte man aushalten können.
 

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Dieser Weg wurde, vermutlich von Wanderern, "angelegt". Andere Wege sind im Zuge von Baumschlägerungsarbeiten oder Vorarbeiten für Tracktoren, Harvester etc, entstanden, weil die Arbeiter erst zu den Bäumen durchgringen mussten.

Das ist zB ein Weg, der bestanden hat, aber offensichtlich im Laufe der Jahre, zugewachsen ist:
Old Trail (1).jpg
Old Trail (2).jpg
Old Trail (3).jpg
Old Trail (4).jpg
Old Trail (5).jpg

Old Trail (6).jpg

Da kann man natürlich etwas "nachhelfen", damit der Weg nicht weiter bzw wieder zuwächst.
Sowohl oben bei den Sträuchern, als eventuell auch unten am Weg selbst.
 

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Bezüglich Umfahrungen und den natürlichen (Ver-)Lauf zu korrigieren:
Anhang anzeigen 1038441Anhang anzeigen 1038442Anhang anzeigen 1038443Anhang anzeigen 1038444
Der Weg bestand. Wie die Bäume/Äste dort hin gekommen sind, weiß ich nicht.
Vermutlich wurden sie im Zuge des Schlägerns, entweder achtlos irgendwo hin fallen gelassen, oder sie wurden absichtlich dort hin gelegt.

Der eine wünscht sich jetzt, dass alle entfernt werden. Ein anderer, dass sie dort liegen gelassen werden.
Ich habe mich dafür entschieden, weil eh so viele Bäume dort liegen, den ein oder anderen zu entfernen.
Der "Flow" ist gestört. Da ich aber ohnehin eine längere Strecke als dort fahre, nehme ich das bewusst in Kauf. Dieser Abschnitt dient mir zum Üben.
Es gab dort eine Stelle, da waren zwei dicke Baumstämme kurz hintereinander. Außer mit Trial Technik kam man dort nicht drüber. Man konnte dazwischen mit dem Rad nicht einmal stehen, so eng war es dort. Diesen Baumstamm habe ich dann entfernt.
Beim Rest mühe ich mich weiter drüber.

Bezüglich Umfahren. Auf dem folgenden Foto sieht man links mein Fat Bike, den Baum mit dem roten Strich und dahinter ein hinaufragender Baumstumpf; dahinter wieder zwei schräge liegende Baumstämme.
Da ich dort nicht drüber komme, umfahre ich sie auf der linken Seite. Dort ist es eng und leicht abschüssig bzw so viel Laub und lockere Erde, dass man abrutscht. Ich könnte da auch "baulich" nachhelfen oder es mir erleichtern. Tu ich aber nicht. Ich versuche diese enge leicht abschüssige Stelle zu umfahren. Manchmal klappt es. Manchmal auch nicht. Und dann kommen wieder weitere Baumstämme....
IMG_20200501_115232.jpg


 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
30. August 2011
Punkte Reaktionen
2.017
Ort
Nähe Neumarkt i.d.Opf.
Bei der ganzen Sache sollte man eben auch sein Hirn einschalten und versuchen, vernünftig zu denken und letztendlich zu handeln :)

Für mich steht jedenfalls fest, dass es durchaus hin und wieder sinnvoll ist, Wegepflege zu betreiben. In welchem Umfang und an welchen Stellen, ist wieder eine andere Sache :).
Seinen eigenen (Blick-)Horizont zu erweitern, schadet nie.
Wenn ich das nächste mal dran denke, dann mache ich auch Bilder, die ich dann hier rein stelle. Vielleicht bringt es ja dem ein oder anderen was, um auch die Notwendigkeit zu sehen.

So zugewachsene/zugelegte Wege habe ich auch hin und wieder. Letzten Herbst habe ich in meinem Markierungsrevier so einen wieder hergerichtet, als ich neu durchmarkiert habe. Der Teilabschnitt hatte zum Glück nur so 150m (die Umfahrung ging einen Feldweg entlang), aber man braucht trotzdem etwas Zeit dafür. Jetzt sieht man, dass dieser Weg wieder regelmäßig genutzt wird und bis jetzt ist er auch schön frei geblieben :). Vorteil von diesem Abschnitt ist, dass im Gegensatz zu dem Feldweg weiter unten kein Wasser stehen bleibt (da im leichten Gefälle) und der Weg an sich attraktiver, naturnäher ist.
Aber ich muss auch dazu sagen, dass die ursprüngliche Variante des offiziell markierten Weges vorher offensichtlich auch so war und er nur zugewachsen ist, weil irgendwer den am Anfang und Ende mal zugelegt hatte.

Wenn ein Waldbesitzer was dagegen hat, dann soll er meiner Meinung nach den Kontakt zum Tourismusbüro/Gemeinde suchen und erklären, warum der Weg aufgegeben werden soll/muss. Der Grund sollte schon offensichtlich sein, damit er auch akzeptiert und auch rechtens ist (zumindest in Bayern). Wenn das gegeben ist, können dann weitere Schritte eingleitet werden wie Zaun/Schild/Absperrung, so dass der Weg dann letztendlich verschwindet (was oftmals relativ schnell geht).
 
Dabei seit
30. August 2011
Punkte Reaktionen
2.017
Ort
Nähe Neumarkt i.d.Opf.
Haben am Freitag mal Bilder zu meinem obigen 1.Beispiel gemacht (der Fels rechts ist keine 3m hoch wie zuerst geschätzt, sondern ca. 2m...spielt hier aber keine Rolle).
IMG_20200626_165905_699.jpgIMG_20200626_165925_798.jpgIMG_20200626_165937_240.jpg

Auf dem ersten Bild sieht man links noch einen dicken Holzpfosten, sowie paar längs liegende Äste. Damit wurde dann der Weg stabilisiert, so dass er breit genug zum fahren war.
Man kann da auch erkennen, wie danach der Weg weggebrochen ist. Bei den Bildern liegt mein rechtes Lenkerende direkt am Fels rechts an. Was auf dem Foto (wie immer) etwas täuscht, ist die Steilheit links runter. Also da kann man sich schon gut weh tun, wenn man abrutschen sollte.
 

ufp

Daystrom Institut
Dabei seit
29. Dezember 2003
Punkte Reaktionen
3.217
Ort
L-S VI
Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe den Eindruck, dass es der Trend ist, eher mehr zu ballern, also auf Geschwindigkeit und Einfachheit zu ⚒️ "bauen" 🏗️und somit gewisse Wege-, Strecken oder Trails, zu vereinfachen, zu begradigen :(.
1610263167075.png

1610263196784.png

1610263236594.png

Bildschirmfotos aus:

Gerade Wurzeln, Steine oder größere Felsplatten 8-) bzw gewundene Strecken machen für mich das Mountainbiken :i2: aus. Brad Herder hat zwar die Gründe in diesem und anderen Videos erläutert, aber so einen Eingriff ⛏️ würde ich nicht vornehmen.

Man sollte die Natur bzw die Wege so befahren, also hinnehmen, wie sie eben vorliegen.
Und nur in Ausnahmefällen Eingreifen.
Da man es manchmal nie allen Recht machen kann, sollte man die Wege eben dementsprechend in ihrem Naturzustand belassen und maximal für deren Erhalt sorgen.

Von extra angelegten Anliegern, Mini Sprungschanzen und/oder Murmelbahnen mal ausgenommen.
 
Oben