Zeigt her Eure RAW Bikes

ist schon wieder ein paar jährchen her ?
zuletzt mit nem nukeproof mega in raw.. aber gut


das aktuelle raw projekt läuft inzwischen seit über 1,5 jahren.. aber so langsam wirds rollbar ... wenn man mir von hope nach 7wochen wartezeit nur nicht diese nonsense boost nabe geschickt hätte, welche dafür sorgt, dass ich die bremsscheibe vorn nicht montieren kann und ergo erneut um die 7 wochen warten darf, um dann hoffentlich eine altbackene nonboost 20x110er nabe zu erhalten.. ?

daher gibts erstmal nur bissl detail- und kartoffelbilder vom derzeitigen stand der dinge
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Re: Zeigt her Eure RAW Bikes
ich nähere mich endlich der fertigstellung...





to do:
  • vanilla rc befüllen und einbauen (buchsen fehlen noch)
  • sattel tauschen bzw beziehen
  • kb-schrauben (bestellung noch unterwegs)
  • schaltzug verlegen
 
ist schon wieder ein paar jährchen her ?
zuletzt mit nem nukeproof mega in raw.. aber gut


das aktuelle raw projekt läuft inzwischen seit über 1,5 jahren.. aber so langsam wirds rollbar ... wenn man mir von hope nach 7wochen wartezeit nur nicht diese nonsense boost nabe geschickt hätte, welche dafür sorgt, dass ich die bremsscheibe vorn nicht montieren kann und ergo erneut um die 7 wochen warten darf, um dann hoffentlich eine altbackene nonboost 20x110er nabe zu erhalten.. ?

daher gibts erstmal nur bissl detail- und kartoffelbilder vom derzeitigen stand der dingeAnhang anzeigen 1066738
Schönes Bike! Bitte noch die Schraube für das Schaltauge tauschen.
 
und Ihr seit Schuld! das sag ich jedenfalls zu meiner Frau ;)
gestern habe ich mein Winterrad ein F29 aus 2014 aus dem Keller geholt. Der Rahmen ist gerissen und muss gemacht werden. Nun wird es ein RAW-Projekt 2020. Liege ich richtig, erst den Lack anzuschleifen, dann abzubeizen, dann mit der Drahtbürste nachbearbeiten, schweißen, bürsten, wachsen bzw. lackieren??
 

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und Ihr seit Schuld! das sag ich jedenfalls zu meiner Frau ;)
gestern habe ich mein Winterrad ein F29 aus 2014 aus dem Keller geholt. Der Rahmen ist gerissen und muss gemacht werden. Nun wird es ein RAW-Projekt 2020. Liege ich richtig, erst den Lack anzuschleifen, dann abzubeizen, dann mit der Drahtbürste nachbearbeiten, schweißen, bürsten, wachsen bzw. lackieren??
Ich würde mit schweißen beginnen...sonst war die ganze Raw-Arbeit umsonst.

M.
 
habe es vor 2 Jahren gebraucht als Winterbike gekauft. Habe zwar Originalrechnung dazu, aber die Garantie gibt es wohl nur für den Erstkäufer
Cannondale Garantie gilt nur für den Erstbesitzer. Ich kenn mich da aus, ich hab schon den 4. Rahmen. Die anderen drei hatten alle den Riss den deiner auch hat ?

Frag doch mal den Verkäufer, ob er für dich den Garantiefall abwickeln kann.

Ich hatte auch mal gefragt, ob sich die Stelle nicht schweißen ließe, aber die seriösen Schweißer wollte da nicht gerne ran...

Viel Erfolg

M.
 
Nachdem ich hier im Forumsthema viel über den Ablauf und die Schwierigkeiten der Rahmenentlackung und -aufbereitung gelesen hatte, möchte ich nun meinen Ablauf, mein Resultat und v.a. meine Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft’s ja dem ein oder anderen bei seiner noch anstehenden Entscheidung.

Bei meinem Rad handelt es sich um ein 5 Jahre altes Allerwelts-Hardtail von Cube.

Ablauf:
1. Rahmen mit Glasperlen abstrahlen lassen (geplant war chemisch entlacken)
2. Rahmen manuell schleifen mit Schleifpapier (280-340-400-600-1000), Stahlwolle (M-0-000) und Schleifvlies (grob-mittel-fein)
3. Polieren mit Neverdull
4. Reinigen mit Bremsreiniger
5. Bürststruktur aufbringen mit Schhleifvlies “fein”
6. Versiegeln mit ArmorAll glänzend

Erfahrungen:
1. Entlacken: Die Entlacker in meiner Gegend haben den Rahmen alle zurückgewiesen unter Angabe von Sicherheitsbedenken (Rahmen könnte durch chemische Reaktion instabil werden). Möglicherweise hatten sie bessere, lukrativere Aufträge. Nach der dritten Absage ging der Rahmen zum Glasperstrahlen.

2. Strahlen: Glasperlstahlen ist effektiv und günstig, verleiht der Oberfläche aber eine raue Struktur, die vor dem Polieren erst bearbeitet bzw. geglättet werden muss.

3. Schleifen: An den gut zugänglichen Flächen (Ober- und Unterrohr) half die Bohrmaschine mit Aufsatz. Der Rest war Handarbeit. Besonders in den Winkeln des Rahmens hatte der Strahler kräftig draufgehalten, was das spätere Schleifen und Glätten des Oberfläche per Hand an diesen schwer zugänglichen Stellen unangenehm und zeitraubend gemacht hat. Trotz langem, langem Schleifen verbleiben leichte Vertiefungen durch das Strahlen in der Oberfläche.

4. Polieren: Neverdull funktioniert prächtig. Nichts zu bemängeln.

5. Bürsten: Mit einem großen Stück Schleifvlies in “fein” lässt sich ein gleichmässiges Bürstmuster erzeugen, entweder nur in ein Richtung oder Kreuzmuster.

5. Reinigen: Bremsreiniger wird im Forum empfohlen. Reinigt gut, machte in meinem Fall die Oberfläche aber leicht dunkler.

6. Versiegeln: Zunächst mit ArmorAll Kunstoff Tiefenpfleger seidenmatt, wie im Forum empfohlen. Der mattierte die Oberfläche für mein Empfinden zu stark und erzeugte zudem Schlieren. Also wieder Bremsreiniger und dann ArmorAll Tiefenpleger glänzend. Ist für meinen Geschmack die bessere Wahl.


Zusammenfassend stelle ich fest, dass das Umwandeln eines lackierten Rahmens in “raw” sehr, sehr zeitaufwändig ist und wer es erstmalig angehen möchte sollte frusttolerant sein und zumindest ein Zweitrad haben. Was bei mir für ein langes Corona-Lockdown Wochenende im März geplant war, wurde letztendlich erst im August fertig und das v.a. weil man zwischenrein kein Ende der Schleifarbeiten sieht und tage-/wochenlang die Lust am weitermachen verliert. Irgendwann kommt der Punkt an dem man den Zustand der Oberfläche als gut genug akzeptiert. Der Wiederaufbau inkl. Aufbereiten aller Teile bzw. Verbau einiger Neuteile wirkt nach der langen Schleifphase klar therapeutisch.

Hier nun ein paar Bilder: Vorher; gestrahlte Oberfläche; fertiges Bike.

M.

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Heftiger Aufwand für ein, wie du selbst schreibst, "Allerwelts-Hardtail von Cube"... Aber das Ergebnis lässt sich sehen! Top gemacht :daumen:
 
Nachdem ich hier im Forumsthema viel über den Ablauf und die Schwierigkeiten der Rahmenentlackung und -aufbereitung gelesen hatte, möchte ich nun meinen Ablauf, mein Resultat und v.a. meine Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft’s ja dem ein oder anderen bei seiner noch anstehenden Entscheidung.

Bei meinem Rad handelt es sich um ein 5 Jahre altes Allerwelts-Hardtail von Cube.

Ablauf:
1. Rahmen mit Glasperlen abstrahlen lassen (geplant war chemisch entlacken)
2. Rahmen manuell schleifen mit Schleifpapier (280-340-400-600-1000), Stahlwolle (M-0-000) und Schleifvlies (grob-mittel-fein)
3. Polieren mit Neverdull
4. Reinigen mit Bremsreiniger
5. Bürststruktur aufbringen mit Schhleifvlies “fein”
6. Versiegeln mit ArmorAll glänzend

Erfahrungen:
1. Entlacken: Die Entlacker in meiner Gegend haben den Rahmen alle zurückgewiesen unter Angabe von Sicherheitsbedenken (Rahmen könnte durch chemische Reaktion instabil werden). Möglicherweise hatten sie bessere, lukrativere Aufträge. Nach der dritten Absage ging der Rahmen zum Glasperstrahlen.

2. Strahlen: Glasperlstahlen ist effektiv und günstig, verleiht der Oberfläche aber eine raue Struktur, die vor dem Polieren erst bearbeitet bzw. geglättet werden muss.

3. Schleifen: An den gut zugänglichen Flächen (Ober- und Unterrohr) half die Bohrmaschine mit Aufsatz. Der Rest war Handarbeit. Besonders in den Winkeln des Rahmens hatte der Strahler kräftig draufgehalten, was das spätere Schleifen und Glätten des Oberfläche per Hand an diesen schwer zugänglichen Stellen unangenehm und zeitraubend gemacht hat. Trotz langem, langem Schleifen verbleiben leichte Vertiefungen durch das Strahlen in der Oberfläche.

4. Polieren: Neverdull funktioniert prächtig. Nichts zu bemängeln.

5. Bürsten: Mit einem großen Stück Schleifvlies in “fein” lässt sich ein gleichmässiges Bürstmuster erzeugen, entweder nur in ein Richtung oder Kreuzmuster.

5. Reinigen: Bremsreiniger wird im Forum empfohlen. Reinigt gut, machte in meinem Fall die Oberfläche aber leicht dunkler.

6. Versiegeln: Zunächst mit ArmorAll Kunstoff Tiefenpfleger seidenmatt, wie im Forum empfohlen. Der mattierte die Oberfläche für mein Empfinden zu stark und erzeugte zudem Schlieren. Also wieder Bremsreiniger und dann ArmorAll Tiefenpleger glänzend. Ist für meinen Geschmack die bessere Wahl.


Zusammenfassend stelle ich fest, dass das Umwandeln eines lackierten Rahmens in “raw” sehr, sehr zeitaufwändig ist und wer es erstmalig angehen möchte sollte frusttolerant sein und zumindest ein Zweitrad haben. Was bei mir für ein langes Corona-Lockdown Wochenende im März geplant war, wurde letztendlich erst im August fertig und das v.a. weil man zwischenrein kein Ende der Schleifarbeiten sieht und tage-/wochenlang die Lust am weitermachen verliert. Irgendwann kommt der Punkt an dem man den Zustand der Oberfläche als gut genug akzeptiert. Der Wiederaufbau inkl. Aufbereiten aller Teile bzw. Verbau einiger Neuteile wirkt nach der langen Schleifphase klar therapeutisch.

Hier nun ein paar Bilder: Vorher; gestrahlte Oberfläche; fertiges Bike.

M.

Anhang anzeigen 1098957Anhang anzeigen 1098958Anhang anzeigen 1098959Anhang anzeigen 1098960Anhang anzeigen 1098961Anhang anzeigen 1098962Anhang anzeigen 1098963Anhang anzeigen 1098964Anhang anzeigen 1098965
Welch ein Aufwand! Respekt für das Ergebnis!

Mich verließ da sehr schnell die Geduld...aber es fährt:
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M.
 
Ein RAW Projekt geistert ja auch schon in meinem Kopp rum. Vor Jahren ist der Rahmen mal von Khujand gepulvert worden und nun muß was neues her. Da eine Pulverlackierung am besten durch Glasperlenstrahlen entfernt werden kann, soll es diese Variante werden. NUR: die hier ansässigen Firmen verlangen für einen Rahmen bis zu 140€, während ich hier was von 80€ gelesen habe. Welcher Preis ist real?
Oder besser gleich wieder Khujand kontaktieren?
 
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