Mich würde ja mal interessieren, auf welchen Zahlen, die Planungen der Herrschaften so basieren. Also das Marktpotential gesamt und welchen Anteil sie für sich so ausrechnen. Für mich klingt das alles nach so typischen Strategien, wie sie auch im Immobilienbereich/Baubranche üblich sind. Da taucht ein "Mega"-Trend auf, alle springen mit gigantischen Projekten drauf und glauben, als wären sie allein so clever zu investieren. Und wenn dann alle endlich soweit sind, daß sie ihre Produkte anbieten können, stellt man zur Überraschung fest, daß der Trend schon wieder woanders ist oder die Absatzerwartungen viel zu positiv eingeschätzt wurden (letzteres macht man ja gern. Schließlich muß man ja auch die Banken wegen der nötigen Kredite mit großen Zahlen beeindrucken). Und dann gehen auf den Märkten die Rabattschlachten los, nicht nur, weil sie viel zuviel produziert haben, sondern auch weil die Banken bei Kreditverlängerungen dann auch gemerkt haben, daß es sowas wie ne zünftige Inflation gibt, was nicht nur die Kredite teurer macht, sondern auch die Margen unter Druck setzt wegen der höheren Beschaffungskosten.
Als Verbraucher sollte es mich freuen. Könnte schon bald wieder Schnäppchen geben.
Besonders spannend find ich die indisch-schweizerische Geschichte. e-Bike zu Schweizer Preisen für den indischen Markt? Oder eher nur Know-How abgreifen und dann wieder ab nach Indien und dort weitermachen.
Kann sein, daß ich zu pessimistisch bin. Ich durfte in meinem Leben aber einige solcher Transaktionen von außen und von innen als Betroffener, in diversen Branchen und mit diversen Nationen erleben mit all den klinen Mentalitätsproblemchen, von denen selten mal was an die Öffentlichkeit dringt. Das ging schon schief zwischen Holländern und Deutschen, das knirscht zwischen Schweizern, Deutschen und Schweden, das holpert zwischen Chinesen und Deutschen.
Ich kann den Mitarbeitern und sonstigen Beteiligten nur alles Gute wünschen.