Cannondale Jekyll 2011 - 150mm Comeback im Endurosektor mit viel Technik

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von Tobias, 22. Juni 2010.

Willkommen! Registriere dich jetzt in der größten Mountainbike-Community Europas! Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, die Anmeldung dauert nur ein paar Sekunden.
  1. Tobias

    Tobias Supermoderator Mitarbeiter

    Dabei seit
    08/2001
    Diesen Artikel im Newsbereich lesen...

    [​IMG]




    Irgendwann muss ihn jeder Mountainbiker im Bezug auf sein Fahrrad eingehen - den Kompromiss zwischen verschiedenen Zielen. Besonders häufig ist es dabei der Konflikt zwischen Uphillperformance und Downhillspaß, den bislang kaum ein Bike wirklich vereinen kann und der doch eigentlich die Kernfrage des Mountainbikes anspricht. Vor wenigen Tagen hat Scott mit dem Genius LT einen weiteren Schritt in Richtung extra viel Federweg aber auch Spaß bergauf unternommen - nun kommt auch von Cannondale ein neues Bike, dass verbinden will, was zusammengehört.



    Cannondale Jekyll 2011: im IBC TV ansehen



    Das neue Jekyll



    Promotion Video - Cannondale Jekyll: im IBC TV ansehen

    Cannondale Promotion Video mit den Teamfahrern und Peter Denk



    Konzept


    Auf den ersten Blick werden viele von euch denken, dass das Jekyll auch nur ein weiteres Rad im Bereich der Enduros ist aber offensichtlich hat Cannondale Lösungen für einige Probleme gefunden, die bislang ungelöst gewesen sind. Da Peter Denk auch schon das Scott Genius entwickelt hat, wundert es wenig, dass auch sein neustes Werk um einen besonderen Pull Shock Dämpfer herum konstruiert worden ist. In Zusammenarbeit mit Fox hat Cannondale einen DYAD RT2 genannten Dämpfer entwickelt, der nicht nur den Federweg zwischen 90 und 150 mm verstellen kann und dabei seine Dämpferhärte halbiert, sondern für die beiden verschiedenen Federungseinstellungen auch zwei komplett getrennte, unabhängig voneinander einstellbare Dämpfungskartuschen verwendet. Der Vorteil dieser Konstruktion: Im Gegensatz zum vom Genius bekannten Dämpfer lässt sich die Zugstufe und die Luftkammer auf den jeweiligen Einflussbereich passend abstimmen und die weiche plüsche Abfahrtsdämpfung steht einer straffen Uphillperformance nicht mehr länger im Weg. Dieser Dämpfer kontrolliert einen abgestützten Eingelenkhinterbau, der über Doppellager über dem Ausfallende und 15mm Steckachsen an allen Drehpunkten sowie eine X12 Steckachse verfügt und dadurch eine besonders hohe Steifigkeit bei minimiertem Spiel um die Mittellage bieten soll. Als Innenlager kommt ein BB30 Innenlager zum Einsatz, eine Sram Hammerschmidt kann über die ISCG03 Aufnahme problemlos montiert werden.



    [​IMG]



    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]



    Dämpfer


    Da der gemeinsam mit Fox entwickelte DYAD RT2 Dämpfer nicht nur Kern des Rahmens ist, sondern auch maßgeblich für die Fahreigenschaften des Bikes, hier eine kleine Erläuterung zur Funktion des gut 500g schweren Bauteils. Der Hauptkolben des Dämpfers mit der Negativluftkammer dient ausschließlich als Ölpumpe, die eine besonders große Ölmenge in die beiden Ausgleichsbehälter schiebt. Über das "Spool Valve" genannte Ventil zwischen den beiden Behältern wird zwischen den beiden Setups hin- und hergeschaltet. Ebenfalls miteinander verbunden sind die beiden Positivluftkammern der Behälter. In jedem der Piggy Backs sitzt ein SVT Ventil (Stationary Valve Technology), das mit den gewohnten Fox Dämpfungsventilen vergleichbar ist und Zug- und Druckstufe sowie eine leichte Plattformdämpfung bietet.



    [​IMG]




    Im Elevate Mode, der 90mm Federweg bietet und für Uphill und lange Fahrten in flachem Gelände gedacht ist, strömt das Öl vom Hauptzylinder in den größeren der beiden Ausgleichsbehälter und von dort zurück. Dabei findet in der Abfahrtskartusche keinerlei Bewegung statt und es ist auch nur die Hälfte der Positivluftkammer aktiv, wodurch eine straffere, progressivere Kennlinie generiert wird.



    [​IMG]




    Im Full Mode genannten Downhillmodus mit vollem Federweg strömt das Öl hingegen über den kleineren Ausgleichsbehälter in den größeren, ohne jedoch dessen SVT Ventil zu passieren. Dadurch ist es möglich, eine komplett andere Dämpfung zu fahren und gleichzeitig beide Positivluftkammern anzusprechen, wodurch die Kennlinie deutlich linearer wird - Fox verspricht annähernd Stahlfederfeeling! Weitere Eigenschaften des Dämpfers sind eine sehr gute Hitzebeständigkeit durch große Oberfläche und viel Ölvolumen sowie den Fakt, dass alle Dichtungen (vier an der Zahl) nass laufen und dadurch deutlich länger leichtgängig funktionieren sollen. Eine weitere Eigenschaft ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Dämpfer und Kinematik. Dadurch, dass Rahmen und Dämpfer gemeinsam entwickelt worden sind, konnten die Ingenieure auch von Anfang an die Federperformance bearbeiten. Das Ergebnis: Die Kinematik des Hinterbaus arbeitet auf dem letzten Drittel Federweg mit starker Progression. Dadurch wird der Dämpfer schneller komprimiert und reagiert seinerseits mit zusätzlicher Highspeed Druckstufen Dämpfung. Der gleiche Effekt gilt für die Zugstufe, wodurch sich ein solider Durchschlagschutz einstellt und man nach großen Drops nicht vom Dämpfer nach oben katapultiert wird. Der Vorteil dieser Konstruktionsweise ist, dass der Dämpfer selbst dafür nicht progressiv ausgelegt werden muss und im Zusammenspiel aus Dämpfer und Kinematik ein Hinterbau resultiert, der auf den ersten 2/3 des Federwegs linear arbeitet und dann mit größer werdender Progression einem Durchschlagen entgegen wirkt.



    [​IMG]



    Gewicht, Stabilität und Steifigkeit


    Obwohl der Rahmen mit 2200g (Größe L, ohne Dämpfer) sehr leicht konstruiert worden ist, soll er auch insgesamt eine herausragende Steifigkeit erreichen. Bei der Carbonversion setzt Cannondale je nach Stelle auf verschiedene Fertigungsverfahren (Tube2Tube, Monocoque, Co-Molding) und versucht so je nach Rahmenteil den bestmöglichen Mix aus Stabilität und Gewicht zu finden. Außerdem werden bei der Fertigung zwei verschiedene Carbonsorten verwendet. Der gesamte Rahmen besteht aus BallisTec Carbon aus der japanischen Rüstungsindustrie, dass eine besonders hohe Wiederstandsfähigkeit haben soll und weniger bruchanfällig sein soll. Im Inneren der Rohre werden dann je nach Bedarf High Modulus Fasern verklebt, die extrem bruchanfällig sind aber eine deutliche Erhöhung der Steifigkeit garantieren sollen. Im Gegensatz zu Rahmen, die ausschließlich aus High Modulus Carbon bestehen, soll so die Dauerhaltbarkeit deutlich verbessert worden sein und gleichzeitig ein sehr gutes Verhältnis aus Gewicht und Steifigkeit erreicht worden sein. Die Aluversionen des Rahmens werden im Mittel etwa 200-250g schwerer sein, als die Carbonpendants und bestehen aus speziellen Rohrsätzen, die siebenfach konifiziert sind und mittels, wie bei Cannondale üblich, verschliffenen Schweißnähten zusammengefügt werden. Kräftetechnisch spielt bei der Rahmenkonstruktion der Pull Shock Dämpfer eine besondere Rolle. Während bei Landungen das Fahrergewicht nach unten drückt, wird das Innenlager durch den dort ansetzenden Dämpfer nach belastet - die beiden Kräfte spielen einander aus und konzentrieren sich auf einen Bereich, der ohnehin besonders kompakt und solide gestaltet worden ist, um einen möglichst tiefen Schwerpunkt zu ermöglichen. Besonders erfreulich: Nicht nur Teamfahrer Chris Van Dine zeigt, was mit diesem Rad möglich ist. Cannondale gibt das Jekyll für den Bikepark frei und bietet lebenslange Garantie auf den Rahmen.



    [​IMG]



    Ausstattung


    Der Rahmen wird in vier verschiedenen Größen erhältlich sein. Nur 11,6kg soll die Ultimate genannte Topversion des Jekyll wiegen und klettert auch steilste Rampen souverän hinauf, ohne im Downhill unterdimensioniert zu sein. Bei der Ausstattung verbaut Cannondale eine Fox 32 Talas Terralogic mit 150mm an der Front, eine Sram XX Schaltgruppe, einen individuell aufgebauten Crank Brothers Laufradsatz und eine Rock Shox Reverb Sattelstütze sowie Syntace Komponenten (unter anderem ein 740mm Vector Carbon - genial!). So ausgestattet wird das Rad ca. 8000€ kosten. Günstiger kommen die Versionen One (Fox 32 Talas RLC, SunRingle BlackFlag Laufradsatz, Shimano XT/XTR Mix) und Two (wie One nur SLX, X7 und X9 Komponenten Mix). Selbstverständlich geht es auch deutlich günstiger - die Aluversionen Three und Four des Jekyll wechseln ab ca. 2500€ den Besitzer und sind ebenfalls mit Shimano und Sram Komponenten ausgestattet.




    Hier die verfügbaren Ausstattungsversionen als Bilder

    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]



    Geometrie

    [​IMG] [​IMG]



    Fahreindruck


    Die wichtigste Frage auf jedem Meter der feinen Singletrails um Park City ist gewesen, ob das Bike den geweckten Erwartungen entsprechen kann. Ausschlaggebend für die Fahrqualitäten eines Bikes ist nicht nur die Federung, sondern auch die Geometrie des Rades. Im Auffahrtsmodus fährt des Jekyll mit relativ wenig Sag und straffer Kennlinie, wodurch das Innenlager weiter oben bleibt, die Winkel steiler werden und der Körperschwerpunkt aufstiegsfreundlich nach vorne wandert.



    [​IMG]




    So klettert es sich vergleichsweise angenehm und durch das geringe Gewicht unterstützt scheint nur die Kondition die Grenze des Aufstiegs zu sein. Definitiv bin ich noch kein 150mm Bike gefahren, dass bei so weicher Abstimmung so gut bergauf gefahren werden kann. Bei der Abfahrt profitiert der Fahrer dann vom anpassungsfähigen Dämpfer. Ein Druck auf den Hebel (der sich konstruktionsbedingt sehr schwergängig bedienen lässt, da große Ölöffnungen mit einer starken Feder blockiert werden müssen; Fox arbeitet noch an einer ergonoischeren Hebelgestaltung) und der Rahmen taucht tief in den Sag hinein (ca. 40% und damit deutlich mehr als sonst in dieser Klasse üblich), wodurch die Winkel flacher werden und das Innenlager näher an den Boden rückt.



    [​IMG]




    So abgestimmt lässt sich das Bike willig über kurvige Trails bewege und der sehr gut arbeitende Hinterbau scheint bei satten Reserven am Boden zu kleben. Hier entsteht tatsächlich der Eindruck, als ob das Bike deutlich mehr Federweg hätte und es stellt sich einmal mehr die Frage, wer denn überhaupt mehr als 150mm für abfahrtsorientiertes Endurofahren braucht. Das gesamte Bike wirkt dabei ungemein steif und vermittelt ein sehr direktes, handliches Fahrgefühl.



    [​IMG] [​IMG]



    Fazit


    Das Jekyll könnte ein ganz großer Wurf werden, so viel steht schon jetzt fest. Es ist offensichtlich mehr als nur ein weiteres Carbonspielzeug mit kompliziertem Dämpfer, da es tatsächlich sehr gute Bergabfahreigenschaften mit einer erstaunlich guten Uphillperformance kombinieren kann. Dafür ist der Preis (nicht nur für die Topversion) mehr als gesalzen. Die Ausstattungen der Bikes wirken durchdacht und es werden keine sinnlosen Leichtbaukompromisse eingegangen, die das Potenzial das Rahmens wieder zu Nichte machen könnten.



    [​IMG]




    Bilder von Ale di Lullo und Tobias Stahl. Videos von Cannondale und Tobias Stahl.




    Weitere 2011er Berichte über die Neuheiten von Cannondale: Scalpel , Claymore und Scarlet (jeweils auf den Namen klicken und mehr ehrfahren).




    Hier noch ein Video, in dem Peter Denk länger über das Jekyll philosophiert (32min)

    Gedanken von Peter Denk: im IBC TV ansehen

    Diesen Artikel im Newsbereich lesen...
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Juli 2010
  2. MTB-News.de Anzeige

  3. fone

    fone 1337

    Dabei seit
    09/2003
    gleich gehts los.
  4. Matthias247

    Matthias247 Schaltzug Zerstörer

    Dabei seit
    10/2006
    Ok, ich fang mal an ;)
    - Ohne den fetten Dämpfer wärs ein richtig hübsches Bike
    - Federweg blockieren/verringern brauch ich bei 150mm nicht :)
  5. Potato_Pit

    Potato_Pit

    Dabei seit
    06/2003
    Lebenslange Garantie und Bikepark-Freigabe. Das wird lustig :rolleyes:

    Das pdf mit den Ausstattungsvarianten wäre noch ganz interessant. 8000€ für die Top-Version sind auch ein Spaß.
  6. bike-runner

    bike-runner

    Dabei seit
    07/2004


    solche bikes hat doch mittlerweile jeder hersteller im programm und sogar in der hardtailvariante. braucht zwar keiner gekauft werden die aber trotzdem.
  7. Freizeit-biker

    Freizeit-biker fahren wo's schön ist

    Dabei seit
    11/2005
    Kommt das Syntace Patent doch so langsam bei den grossen Marken an?
    Da bin ich mal gespannt ob die Anzahl der X12 kompatiblen Naben so langsam auch etwas zunimmt.
  8. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Großes Lob an nuts für die Berichterstattung!

    Die Videos sind sehr sehr lässig, die Fahrerei aus dem Promovideo ist sowieso der Hammer. Und das mit ner 150 mm Kiste. Scott braucht dafür 185 mm. ;)


    Wegen der Bikeparkfreigabe: Ich denke nicht dass die Zielgruppe dieses Bikes die ganz krassen Sachen fahren wird und selbst wenn - es ist Cannondales Problem wenn dann reihenweise die Rahmen brechen.

    Was nun vom Dämpfer zu halten ist weiß ich nicht. Ich bin kein Freund von Systemintegration und Sonderbauteilen.
  9. heyho

    heyho Mach et einfach!

    Dabei seit
    03/2005
    Wow, Lebenslange Garantie und Bikepark-Freigabe sind mal ne Ansage.
    X-12 von Syntace scheint sich immer weiter auszubreiten, jetzt sogar an US-Bikes. Scheint, als hätte Herr Klieber da einen großen Wurf getan.

    Cooles video, das Bike hätt ich auch gern getestet :)
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2010
  10. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
  11. morph027

    morph027 Blutgruppe MTB positiv

    Dabei seit
    04/2007
    Interessantes Teils, wesentlich durchdachter als das Genius...Aber irgendwie schick und häßlich zugleich ;)

    Der Dämpfer wird sich wohl beweisen müssen.
  12. dise

    dise Mit Glied

    Dabei seit
    02/2004
    Irgendwie find ich den grad nicht... :confused:
  13. PaulG

    PaulG

    Dabei seit
    12/2004
    Nuts: Erstmal danke für deine C'dale Berichte und schöne Vids!

    Neben den Kompromiss zwischen Uphillperformance und Downhillspaß ist für mich, als AlpenX-er und Fernradler, den Kompromiss zwischen Funktion und Zuverlassigkeit/(selbst)Wartung bei den Federelementen von Trailbikes sehr wichtig. Ich hoffe deshalb dass es zukünftig einfachere Lösungen geben wird als den DYAD RT2. Der Magura MX Dämpfer sollte Fox mal übernimmen.;)

    BB30 möchte ich am jeden Bike sehen: größere Lager, weniger Teile, Steifer und weniger Gewicht...ich sehe da keine Nachteile. Das wird/ist der neue Standard.

    Wo kann ich sie finden Nuts?
  14. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Naja, man müsste sich das genauer ansehen. Aber da du im Prinzip ja zwei Dämpfer in einem hast kann da ruhig einer ausfallen. ;)
  15. Fusionrider

    Fusionrider

    Dabei seit
    08/2006
    wow, lebenslange Garantie bei solch einem Rad ist mal echt eine Ansage!!!
    Ich denke das könnte für den ein oder anderen Kunden kaufentscheidend sein. Schließlich fährt man doch meistens ein Rad länger als die 2 Jahre Herstellergarantie wirksam ist. Also wenn ich ein neues Rad bräuchte würde ich es sofort nehmen!
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2010
  16. McDaniel

    McDaniel Coffeeholic

    Dabei seit
    06/2002
    Wow ... spätestens mit diesem Moto hatte ich Cannondale im Prinzip als verloren geglaubt, aber das ist optisch ein echtes Comeback :daumen:
  17. XXSSXX

    XXSSXX

    Dabei seit
    12/2006
    Solangsam verlieren die Hersteller jegliches Gefühl für Preis/Leistungsentwicklung.
    Startpreis 2500€ (ja, dass waren früher mal 5000DM). Es handelt sich hier immer noch um ein Fahrrad, für solch abartigen Preise (bis 8000€) bekommt man eine kpl. neue Motocrossmaschine mit Einspritzung, etc.. Der Material und Teileaufwand ist hier um ein vielfaches höher, wie bei einem Fahrrad. Der Dämpfer scheint das einzig aufwändige Teil zu sein, welches jedoch nicht diese Verkaufspreise rechtfertigt.
  18. -Soulride-

    -Soulride-

    Dabei seit
    08/2009
    Es gibt Leute die kaufen ihre Bikes gerade wegen dem hohen Preis. Da wird dann auch gerne das Preisschild dran gelassen, stört ja nicht besonders auf dem Weg zur Eisdiele.
  19. RooXman

    RooXman Voll am Federn

    Dabei seit
    11/2002
    Da ist was wahres drann. Wenn man sich aber mal zurückerinnert, war und ist C´dale einer der Hersteller, die enorm Wert auf die Qualität ihrer gefertigten Rahmen legen. Wenn sie jetzt das Bike komplett aus Carbon fertigen und diesem Qualitätsanspruch gerecht werden wollen, möchte ich nicht wissen, was das Werkzeug in der Herstellung kostet. Ich schätze mal um die 250.000,-€. Das sind also enorme Entwicklungskosten.
    Dass die Teile dann in China gefertigt werden ist die andere Seite. Durch die niedrigen Herstellungskosten könnten sie schonmal ein bis zweitausend €uro runter gehen. Das ist die Marke...

    Ich bezweifle, dass eine Serien MX Maschine derart in Funktion und Gewicht getrimmt ist. Ich würde das 8000€ Jekyll eher mit einem Werksgetunten MX1 Renner vergleichen. Dann wäre der Preis wohl (annähernd) gerechtfertigt. Zumal Vollcarbon. MX Hinterbauten sind seit 20 Jahren unverändert (BMW und zukünftig Husky mal abgesehen). Im MTB sind die Pioniere der Hinterbauten unterwegs ;-)
    Ich würde mir wohl einen Rahmen besorgen und selber aufbauen. Das käme wohl günstiger.

    Aber erstmal fahren!!:love:
  20. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Die werden sicher nicht in China gebaut.
  21. mete

    mete crippled lucifer

    Dabei seit
    03/2010
    Doch...nur ist die Republik China (Taiwan) ungleich der Volks-Republik China (Festland)...das vergessen die Leute immer :rolleyes:.
  22. fullspeedahead

    fullspeedahead

    Dabei seit
    10/2006
    Schickes Radl - aber siehe da: Bremsleitung unter dem Tretlager

    FAIL! :wut:

    (wobei eine Ansicht von unten auf das Tretlager interessant wäre)

    hätte man auch anders lösen können, aber so kann man halt auch seine Zielgruppe definieren....

    nachdem ich bei einem Freund bei der Bikeattack gesehen habe, wie sich das Öl aus der Leitung bei seinem alten Stumpjumper entleert hat und selbst auch eine Delle im Tretlagerbereich meines Rahmens habe, brauch ich sowas echt nicht...
  23. wanderer1219

    wanderer1219

    Dabei seit
    09/2009
    Die Maschinen für die Fertigung sind wohl wesentlich teuerer.
    Aber 8000€? Das ist mehr wesentlich mehr Geld als ich als Student im Jahr zum Leben habe, inkl. allem.
  24. mete

    mete crippled lucifer

    Dabei seit
    03/2010
    Ich denke, Studenten sind auch nicht die bevorzugte Zielgruppe ;). Das alte Jekyll macht sicher genauso Spaß und das bekommt man zu einem 10tel in gutem Zustand.
  25. andi.

    andi. radfahren

    Dabei seit
    05/2003
    Die Details zu dem Rahmen klingen einfach nur wahnsinnig interessant!

    An die Preisnörgler: überlegt einmal auf welchem Niveau sich die Technik an diesem Rad befindet. Projiziert auf den Motorsport ist das sozusagen die Formel1 der Mountainbikes. Da sind 8000€ meiner Meinung nach ein realistischer Preis. Ihr überseht da scheinbar den Aufwand so etwas zu entwickeln, zu testen und zu produzieren. Ausrufezeichen.
  26. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Muss ja niemand das Topmodell kaufen. Wozu auch?