4 gefederte Gravel Bikes 2022 im Test: BMC, Canyon, Specialized und Trek

Diese Räder bestätigen die Vermutung: "Gravel Bikes" scheinen die selbe Evolution zu durchlaufen, wie XC Mountainbikes, nur sind sie eben 30 Jahre später dran.

Schmale Reifen, kurze und steile Geometrie, Elastomerfederung, grenzwertiger Leichtbau? Willkommen in den 1990ern!
Warten wir doch mal ab, vielleicht werden sie Gravelbikes irgendwo stehenbleiben, weil sie eben  keine XC Mountainbikes sind, sondern Räder für Straßen und Feld-, Wald- und Wiesenwege, womit man zur Not auch mal einen einfachen Trail fahren kann, sprich das was ATBs Anno dazumal waren...
 
Schubladen denken macht das Leben halt einfach, oder ist es die Angst beim "Ballern" vom Gravel überholt zu werden?
Ich habe mit meinem knapp 16 kg Spectral kürzlich den KOM auf einem Gravel-Segment geholt, zählt das auch in die andere Richtung? ;-)

Ich hatte für meine gemäßigte Hausrunde mit leichten Trails und sonst nur Feldwegen auch mal ein Gravel-Bike ins Auge gefasst. Wobei ich die sonst mit meinem alten Tourenfully gefahren bin, bis ich festgestellt habe, dass das mit dem "großen" genau so gut geht wenn auch evtl. etwas langsamer, aber es damit auch in den leichten Abfahrten viel mehr Spaß macht.

Ich bin zwar interessiert, aber nicht so wirklich davon überzeugt. Auf der Straße macht das mit einem richtigen Rennrad dann vermutlich auch mehr Spaß, und ob man da mit einem Racefully viel langsamer ist als mit einem Gravel-Bike?
 
Gravelbikes mit tatsächlicher Dämpfung sind eine Nischenerscheinung und werden es vermutlich auch bleiben. Deswegen sollte man hier nicht gleich einen allgemeinen Trend herbei reden. Es gibt auch im Automobilbereich tolle Studien und Concept Cars, tatsächlich gefahren wird dann aber Golf-Klasse.
 
scheinen die selbe Evolution zu durchlaufen, wie XC Mountainbikes,
Das ist keine Evolution, das ist ein Plagiat. Was einmal funktioniert hat, funktioniert bestimmt auch noch ein zweites Mal. Schöne Cash-Cow. Kein Wunder, dass die funktioniert, schließlich gibt es auch keine einfachen ungefederten XC MTB mit diesen Geometrien und für 2-fach Kettenblätter mehr von der Stange. Hat sich alles schön rausgemendelt, dafür aber eine Marktlücke geschaffen. Gut, dass ich kein Gravel fahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mit meinem knapp 16 kg Spectral kürzlich den KOM auf einem Gravel-Segment geholt, zählt das auch in die andere Richtung? ;-)
Warum den nicht. Wenn jemand mit einem Gravelbike die den KOM auf einem Trailanstieg abnimmt natürlich auch ..
Ich hatte für meine gemäßigte Hausrunde mit leichten Trails und sonst nur Feldwegen auch mal ein Gravel-Bike ins Auge gefasst. Wobei ich die sonst mit meinem alten Tourenfully gefahren bin, bis ich festgestellt habe, dass das mit dem "großen" genau so gut geht wenn auch evtl. etwas langsamer, aber es damit auch in den leichten Abfahrten viel mehr Spaß macht.
Es ist wie so oft: es kommt drauf an, was dir Spaß macht. Es gibt Leute die machen auch einen Marathon zur Jungfrau und haben Spaß dran, andere wandern da hoch...
Ich bin zwar interessiert, aber nicht so wirklich davon überzeugt. Auf der Straße macht das mit einem richtigen Rennrad dann vermutlich auch mehr Spaß, und ob man da mit einem Racefully viel langsamer ist als mit einem Gravel-Bike?
Sobald Gegenwind da ist: ja.
 
Auf der Straße macht das mit einem richtigen Rennrad dann vermutlich auch mehr Spaß, und ob man da mit einem Racefully viel langsamer ist als mit einem Gravel-Bike?
Das nimmt sich alles nicht viel und ist bestenfalls eine Frage der persönlichen Präferenzen. Ich bevorzuge völlig ungefederte Fahrräder von der Stange mit großer Übersetzungsbandbreite und feinster Abstufung ohne überflüssigen Federschnick-Schnack, die auf das allernötigste reduziert sind und eine steile Geometrie aufweisen. Racefully=nicht machbar.

Und wahrscheinlich bin ich bergab auf steilen Straßen mit 50/11 auch ein klein wenig schneller, das war es aber auch schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ich die sonst mit meinem alten Tourenfully gefahren bin, bis ich festgestellt habe, dass das mit dem "großen" genau so gut geht wenn auch evtl. etwas langsamer, aber es damit auch in den leichten Abfahrten viel mehr Spaß macht.
Auch meine Erfahrung. Allerdings Gravel gegen XC HT
und ob man da mit einem Racefully viel langsamer ist als mit einem Gravel-Bike?
Etwas ja, aber nicht viel
Gut, dass ich kein Gravel fahre.
Ist zwischendurch schon mal spaßig und bringt Abwechslung.


Die Gran Fondo hat ja das Supercaliber zum besten Gravelbike gekürt 🤷‍♂️

https://granfondo-cycling.com/de/gravel-vs-mtb-test/
 
Doch, Gravelbike.
Nee, fahre Riser. Habe aber auch schon gelesen, dass die Flat genannt werden. Ein Jahr nachdem ich einen Riser verbaut hatte, habe ich gesehen, dass andere damit auch anfingen und das bringing-back-the-flatbar-Racer nannten. Ich sag einfach Trekking dazu, erspart lästige Diskussionen, man könnte es aber auch Gravek, Hybrid-Racer oder sonst irgendwie nennen. Gravel ist mir aber auch recht.
 
Auf der Straße macht das mit einem richtigen Rennrad dann vermutlich auch mehr Spaß, und ob man da mit einem Racefully viel langsamer ist als mit einem Gravel-Bike?
Auf der Straße macht der Dropbar halt den großen Unterschied. Bzw. die damit zusammenhängende Aero-Sitzposition.
Die Unterschiede zwischen Rennrad und Gravel mit Straßenreifen sind außerhalb vom Wettkampf wirklich nicht groß. Und das war ja eigentlich auch der Reiz am Gravel, ein Rennrad mit dem man mehr Auswahl an Strecken hat weil man nicht von jedem Kiesweg oder Kopfsteinpflaster ausgebremst wird.
 
Auf der Straße macht der Dropbar halt den großen Unterschied. Bzw. die damit zusammenhängende Aero-Sitzposition.
Die Unterschiede zwischen Rennrad und Gravel mit Straßenreifen sind außerhalb vom Wettkampf wirklich nicht groß. Und das war ja eigentlich auch der Reiz am Gravel, ein Rennrad mit dem man mehr Auswahl an Strecken hat weil man nicht von jedem Kiesweg oder Kopfsteinpflaster ausgebremst wird.

Und genau deshalb fahre ich mit so einem Teil...

Wieso hier manche so dagegen Argumentieren ist mir ein Rätsel, viel schlimmer ist allerdings die Art und Weise.

Leute es ist ein Muskelbetriebenes Zweirad!

Da sollte doch eine gewisse Solidarität herrschen!? 🤷

Es ist ja schließlich kein E-Bike...😜


✌️
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem Gravelbike habe ich letztendlich das für meine Umgebung perfekte Bike gefunden. Hier (zwischen Hannover und Braunschweig) gibts keine Single-Trails, Berge und Hügel sind nicht existent. Ich brauche etwas mit dem ich möglichst lange geradeaus (technisches Terrain mit tollen Kurven gibts eh nicht) fahren kann- und das möglichst schnell. Feldwege mit Schotter haben wir hier recht viel, oft verbunden mit Asphalt.
Ich bin die Strecken jahrelang mit XC Bikes gefahren, mit dem Gravelbike machts endlich wieder Spaß.
 
Mit dem Gravelbike habe ich letztendlich das für meine Umgebung perfekte Bike gefunden. Hier (zwischen Hannover und Braunschweig) gibts keine Single-Trails, Berge und Hügel sind nicht existent. Ich brauche etwas mit dem ich möglichst lange geradeaus (technisches Terrain mit tollen Kurven gibts eh nicht) fahren kann- und das möglichst schnell. Feldwege mit Schotter haben wir hier recht viel, oft verbunden mit Asphalt.
Ich bin die Strecken jahrelang mit XC Bikes gefahren, mit dem Gravelbike machts endlich wieder Spaß.

So stell ich mir die Hölle vor :oops: 😬


G.:)
 
Die Diskussion über Gravels ist echt nervig hier im Forum. Ich fahre mein URS sehr gerne, das Gravel hat das Rennrad ersetzt, weil es bei mir hier sehr viele Schotterwege gibt, die mit dem Renner nicht fahrbar waren. Und das alles mit dem XC Hardtail hat auch keinen Spaß gemacht, weil dafür dann trotzdem der Asphalt Anteil zu hoch war. Also ist für mich das Gravel die ideale Ergänzung zu Fully und Hardtail.

Und zum Thema Federung. Den Hinterbau am URS merkt man schon, ob man es braucht, ich könnte auch drauf verzichten.
 
Früher hieß Gravel Querfeldein (Cyclocross). Wir hatten sogar einen mehrfachen Weltmeister namens Mike Kluge. Zu dieser Zeit wurde der Sport sogar im öffentlich rechtlichen TV übertragen. Nebenbei bemerkt: Da gab es noch gar keine MTB's. bzw. es gab gerade einmal die erste vorsichtige Entwicklung in diese Richtung. Die Fahrer sind damals mit modifizierten Rennrädern in unglaubliche Matschpackungen eingehüllt fahrend und tragend Strecken im Gelände auf Zeit gefahren. Das war keinesfalls ein Sport für Saubermänner (anders als manch zu beobachtende MTB'ler heutzutage, die ängstlich um Matschlöcher herum fahren, damit sie und ihre Babys nicht schmutzig werden und die Lager nicht verdrecken etc.). Im weiteren Verlauf nahm dann der Siegeszug des MTB's mit all seinen Facetten bis heute seinen Verlauf. Der heutige Gravelboom stellt also eher eine Wiederentdeckung des Ursprungs dar. Ist doch eine wunderbare Bereicherung des Radsports. Ich selbst hatte letzten Herbst für ein paar Monate ein Grizl und war erstaunt, was ich mit dem Bike alles fahren konnte. Hab es dann verkauft, da ich doch lieber entweder mit dem Rennrad auf der Straße oder mit dem MTB auf den Trails unterwegs bin. Allerdings sehe ich die Entwicklung durchaus begrüßenswert, da die Bikes teilweise fur das Bike-Packing ausgerüstet sind und somit epische Mehrtagestouren mit Rennradfeeling auf Asphalt und Schotter/Trail möglich sind. Ich denke, dass viele Rennnerfahrer, für die ein MTB einfach zu viel des Guten ist, sehr glücklich mit einem Gravel sind. Wer mal eins gefahren ist, wird vermutlich genau wie ich festgestellt haben, dass das doch was ganz anderes ist, als ein Race-Hardtail oder Race-Fully. Die Teile sind bretthart im Gelände und erfordern auf Wurzeltails viel Fahrtechnik. Zur Schulung der selbigen durchaus für jeden MTB-Begeisterten empfehlenswert. Die Lücke zwischen Rennrad und MTB ist mit dieser neuen Schnittstelle auf jeden Fall kleiner geworden.
 
und hoffe, das in dem Zusammenhang wenigstens noch der hässliche und gefährlich hohe Überstand nem modernen funktionalen Slope weicht 😎:
Einfach die richtige Rahmengröße kaufen. 😌

20220717_114317.jpg
 
Zurück
Oben Unten