Bin gespannt wie sich's bei dir entwickelt.
Wer weiss, vielleicht bist du in paar Jahren gleichermassen fasziniert, wenn ein sehr selten gesichtetes Tier vor dir über eine trockene Schwemmebene rennt, du vor Staunen keine Sekunde an die Kamera denkst, dein mit Essen für >30 Tagen beladenes Bike fast fallen lässt und leise "remarkable" zu dir flüsterst. Dann merkst, dass, da du unsupported solo unterwegs bist, dies dein erstes Wort seit vielen Tagen (und du wirst nicht mehr wissen wie viele) gewesen sein muss. Tja... dann rutscht dir womöglich wieder ein "remarkable" oder Deutsches Äquivalent raus.
Und dann lachst laut und lange. Und dann schreist du die Freude aus dir raus in die dich umarmende Welt, die leer scheint, bis auf dich, dein Rad und deine Träume.
Dabei kommt die Realisation, dass die unwirtliche Umgebung eben doch Lebensbejahend ist.
Ein schönes Leben, eines voller Abenteuer, die dich auf existenzieller Ebene zu recht nervös machen.
Je nachdem in welche Richtung (bikepacking ist ja so Facettenreich wie das Fahrrad selbst) es dich zieht, wird deine grosse Motivation dir eine viel grössere Stütze sein, als deine nicht minder grosse Erfahrung an "Kurzdistanz" (in meinen Kreisen alles was innerhalb 48 h zurückgelegt werden kann).
Wünsche dir viele tolle Erlebnisse und erholsame Biwaks in und mit der Natur.
"Man reist nicht, um dem Leben zu entfliehen, sondern damit, dass einem das Leben nicht entkommt."