Basel - Ruhrgebiet Rhein Route zu Coronazeiten

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Guten Morgen!

Ich möchte in den kommenden Wochen trotz Corona in meine Heimatstadt fahren.

Die Route starten in der Schweiz (Winterthur oder Basel) und soll bis Bottrop-Kirchhellen gehen.

Seid über 10 Jahren ist es mein Wunsch mit den MTB ins Ruhrgebiet zu fahren, nun ja die Zeiten könnten besser sein.

Jetzt habe ich halt die Kondition und Ausrüstung und möchte eigentlich nur noch los.

Aufgrund der geschlossen Hotels, möchte ich nach Möglichkeit campen.

Kennt jemand die Möglichkeiten an der Rhein-Route zu campen? Oder gibt es eine bessere Route. Die benötigten Tagen kann man erstmal aussen vor lassen, als grober Wert ist alles von 7-14 Tage drin.

Ich wäre um jeden Tip dankbar, um das Vorhaben besser einschätzen zu können 👍

Grüsse Julian
 

rhnordpool

Rainer Wahnsinn
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Frag mal bei @Bener nach. Der ist letztes Jahr einen Teil der Strecke gefahren. Und hat wohl überwiegend wild gecampt und sollte geeignete Stellen zum Übernachten kennen. Das ist m.M.n. auch jetzt kein Problem. Wird halt mit dem Duschen etwas problematisch. Aber ansonsten?
 
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Mit legalem zelten ist nichts, wenn es unbedingt sein muss würde ich mich an den Wanderwegen orientieren Westweg, Europäischer Fernwanderweg 1, Rheinsteig, Bergischer Weg. Da gibt es am Weg Schutzhütten, die man zur Übernachtung nutzen kann.
 
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Ja stimmt, die Info fehlte.

Ich gehe davon aus, dass ich definitiv wild campen muss. Das duschen, naja :)

Die ersten Etappen von Basel aus scheinen nicht so schwierig zum wildcampen, weiter nördlich wird es da schon enger. So scheint es mir, wenn ich die route über google maps kontrolliere.

Hilfreiche Tipps für das wildcampen Möglichkeiten werden benötigt :daumen:
 
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Rainer Wahnsinn
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weiter nördlich wird es da schon enger.
Deshalb Bener fragen (oder nach seinem Reisebericht hier im Forum suchen. Da gings auch um die passenden Übernachtungsplätze).
Du hast zwar linksrheinisch von Bingen durchs Mittlere Rheintal nen guten asphaltierten Radweg, die überdachten Grillplätze/Schutzhütten etc. liegen aber einige (anstrengende) HM weiter oben. Und über die Höhen zu biken - also "richtiges" Biken über Trails und Waldwege - kostet Körner und ist streckenmäßig deutlich länger als die tour durchs Rheintal.
 

Bener

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Ich hatte nur 2 Übernachtungen wovon eine Privat auf ner Couch war, die andere war eine Hütte, allerdings nicht auf Rhein-Niveau sondern ziemlich weit oben überm Rhein. Wen die Hömes nicht schrecken, dem sei die Hütte wärmstens ans Herz gelegt. Ziemlich abgelegen, gut geschützt, angenehm ausgestattet und ein grandioser Blick übers Rheintal.

Link Opentopomap

Ich bin die Rheingoldstraße hoch bis zum Lindenhof und dann am Hang bis zur Hütte. Am Tag drauf im Norden die K89 wieder runter.

Edit: Ankunft an der Hütte

img_20200217_195226_dro-jpg.982241



Edit 2: Tageslicht-Bild und etwas Mimimi zum Uphill

img_20200218_081322_dro-01-jpeg.983432
 
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Super, genau danach habe ich gesucht!

Dann werde ich mir mal die Route auf der "Höhe" anschauen, Zeit ist da und ein Rennen mach ich nicht.
ich fahre mit meinen Stahlhardtail und 130er Gabel, ein wenig mehr wie Schotter kann es schon sein.

@Bener Da muss ich nochmal über meine Tütengerichte nachdenken wenn ich an deinen Beitrag denke.
 

Bener

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Wenn Du demnächst unterwegs bist und über gescheites Essen nachdenkst: Schau unterwegs, ob Du vielleicht an Bärlauch vorbei kommst! Ne Handvoll mitnehmen und abends dann kurz vorm Verzehr kleingeschnitten übers Essen.
Hab ich vor 2 Jahren auf meiner Oster-Verlobungstour im Neckartal so gemacht. Sollte auch im Tourbericht dokumentiert sein. Moment, ich suchs mal eben raus...

Kochen

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mhhh.
Muss nochmal über meine Küchenausrüstung nachdenken. In zwei Wochen habe ich mein Material zusammen, mal schauen wo ich noch was unter bekomme.


Frage wegen der Routenplanung, ist er Rheinhöhneweg gut befahrbar?

ich werden nicht den gesamten Höhenweg fahren, aber so ein Stückel Wald anstatt Bundesstrasse sollte schon drin liegen
 

rhnordpool

Rainer Wahnsinn
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Ich kenne vom Rheinhöhenweg (Markierung weißes "R" in schwarzem Viereck) die Ecke von Bingen bis Oberheimbach der Etappe 7
(Achtung: Die Beschreibung des Wegs im Link geht von Nord nach Süd, also gegen Deine Fahrtrichtung)
Das Teilstück ab Bingen bis Trechtinghausen ist eine schöne Trailstrecke mit Aussichtspunkten tief runter ins Rheintal. Von Bingen erst asphaltierte Straße und dann einfacher Trail/Wanderweg parallel zur Straße hoch zum Forsthaus Heiligkreuz (die Steigung sollte auch mit Gepäck ganz gut machbar sein, z.Not auf der Straße bleiben bis zum Forsthaus), ab da einfacher, welliger Trail/Wanderweg zum Schweizerhaus (Schöne Aussicht, Biergarten, seltsame Wirte).
Der Originalrheinsteig geht schon vor Erreichen des Schweizer Hauses weiter - erst nochmal einige Meter zäh hoch und dann runter ins Morgenbachtal. Weiter geht der Originalhöhenweg einfach durch das Morgenbachtal hoch zum Jägerhaus und auf ziemlich langweiligen und relativ zäh ansteigenden unbefestigten Forststraßen ohne Aussicht zur Lauschhütte. Und danach ähnlich weiter in etwas offenerem Gelände. Würde ich mir nur antun, wenn ich unbedingt weiter auf der Höhe bleiben will. Vom Rheintal sieste da nix mehr.
Kannst aber auch den Höhenweg nach rechts zum Schweizerhaus verlassen und dann entweder
- nen schottrig-schmalen Trail (S1, stellenweise S2) zur Burg Rheinstein und runter an den Rhein nehmen oder über den Eselspfad (sollte auch so im Bereich S1-S2 sein. Am Ende runter ins Morgenbachtal und zur Burg Reichenstein vermutlich n Tick schwerer als der andere Weg).
GPX-Datei kann ich Dir erstellen und per PN senden, falls interessiert.
An Wochenenden ist da generell recht viel Wanderverkehr, hab aber noch keinen Streß erlebt.
Die Trails ziehen sich mit mäßigem Gefälle am Hang lang, der steil zum Rhein abfällt und sind stelleweise leicht schottrig (loser Schiefer) und schmal. Paar engere Kehren sind auch dabei, aber nix wirklich Schweres, was ich alter Ü65 Sack nicht mit meinem 26"-HT fahren könnte.

Der Radweg linksrheinisch durchs Mittlere Rheintal ist durchgängig flach, asphaltiert und gut fahrbar, immer abseits der Straße, aber mit viel Radwander- und auch Fußgängerverkehr. Macht vielleicht mehr Spaß, den Teil während der Woche zu fahren.
 
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@rhnordpool Danke für die detaillierte Beschreibung, werde ich mal mit aufnehmen.

Bei einer so langen Route möchte man natürlich immer nur "Montag" haben, aber irgend etwas kommt immer auf das WE :p
 

rhnordpool

Rainer Wahnsinn
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Aus dem Kontext ist zwar klar, dass es der Rheinhöhenweg ist, aber nicht ganz so Ortsfeste verwirrt es erst mal. Der Rheinsteig ist auf der anderen, rechten Rheinseite.
Stimmt. Danke für die Korrektur. Und auf beiden Seiten gibts dann auch noch den Rheinburgenweg, der teilweise auch noch auf gleichen Strecken wie Rheinhöhenweg und Rheinsteig verläuft.

Die von mir bzgl. Etappe 7 Rheinhöhenweg beschriebenen Trailvarianten sind z.B. Teil des linksrheinischen Rheinburgenwegs. Vielleicht auch generell die attraktivere, traillastigere linksrheinische Alternative?
 
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Stimmt. Danke für die Korrektur. Und auf beiden Seiten gibts dann auch noch den Rheinburgenweg, der teilweise auch noch auf gleichen Strecken wie Rheinhöhenweg und Rheinsteig verläuft.
Hierzulande (Siebengebirge) ist der Rheinburgenweg nur auf der linken Rheinseite, der Rheinsteig auf der rechten. Den Rheinhöhenweg gibt es auf beiden Seiten, wobei man eher von ihm in der Vergangenheitsform sprechen müsste. So richtig unterhalten wird der nicht mehr überall. An manchen Stellen verblasst das alte "R"
 
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Zur generellen Route: Am Rhein ist es natürlich durchgehend flach und man kommt gut voran, entsprechende lange Tagesetappen und wenige Übernachtungen sind möglich. Umwege über die Höhen kosten Zeit und wollen gut überlegt sein. Der Routenplaner gibt als kürzeste von Basel den Weg über Strasburg, die Nordvogesen und das Saarland an ... Bei den Reiseradlern beliebt sind die Strecken von Radweit (die Menüführung der Webseite verdient den Namen nicht): Die Strecken werden meist über verkehrsarme Wirtschaftswege und Nebenstraßen geführt. Es lohnt sich, zumindest einen Blick auf die Abkürzung des Mainzer Rheinknies über Alzey zu werfen.
 
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Danke für die hilfreichen Tipps.

Für mich ist das "freie" campen noch Neuland, möchte aber es mit der Tour verbinden.

Heute starte ich meinen ersten Ausflug, vollgepackt und mit ausgedruckter Packliste und Stift für (wahrscheinlich viele) Anpassungen :lol:


Nach der Arbeit ab Zürich an den Rhein und Samstags weiter auf den Höhen-Rücken am Bodensee.

Ok, erste Übernachtung noch nicht im Zelt, je nach Wetter Sa auf So im Wald.

Merke dass es doch mehr Überwindung koset so ganz frei zu übernachten. Da hat sich wohl über die Jahre eine ordentlich Komfortzone aufgebaut :o
 
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