• MTB-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Raaw Madonna V3 Komplettbike im Wert von 9.000 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei Bike im Wert von 9.000 €!
    Jetzt abstimmen!

Borealis

Die Plastekiste hält, auch wenn der Fahrer sein Bike heute mehrfach weggeworfen hat :lol:
Ja das kommt davon wenn man dem @aju nachfahren will oder Treppen rauffahren will, die noch nicht mal er hochfährt :eek:
Aber ich bin ja auch 4 Wochen nicht gefahren und muss noch erst warm werden mit der Kiste... außer ein paar Kratzerchen an der Gabelbrücke und am Lenker ist nix passiert.

Bilder folgen...
 

Anzeige

Re: Borealis
In freier Wildbahn:
upload_2014-11-30_21-41-14.png


Die Felgen leuchten so krass, dass sogar die Gabel grün wird... (es schien keine Sonne wohlgemerkt)
upload_2014-11-30_21-41-59.png

Ich frag mich, was die Chinesen in den Lack gemischt haben...

Monster im Nebel:
upload_2014-11-30_21-42-47.png
 

Anhänge

  • upload_2014-11-30_21-41-14.png
    upload_2014-11-30_21-41-14.png
    1,9 MB · Aufrufe: 111
  • upload_2014-11-30_21-41-59.png
    upload_2014-11-30_21-41-59.png
    1,3 MB · Aufrufe: 107
  • upload_2014-11-30_21-42-47.png
    upload_2014-11-30_21-42-47.png
    1,2 MB · Aufrufe: 124
Hier mal ein kleiner ErFAHRungsbericht. Nachdem ich zwei Tage lang in steinigem, mit Blättern übersähtem Gelände unterwegs war und folgende Elemente testen konnte: gleichmäßiger Uphill auf Forstweg, steiler Uphill auf Trails mit Wurzeln und Felsen, steile und technische Downhills, Treppen, schnelle Downhills, Sprünge, Rollen auf Teer.

Das erste, was man denkt, wenn man sich auf das Bike setzt ist: Hääää? Ist das noch ein Fatbike? Häää? Sind da wirklich vorne und hinten die dicken schweren Lou Reifen montiert? Das Teil lenkt so agil wie ein All Mountain Bike mit schmalen Reifen! Das mag am relativ steilen Lenkwinkel liegen und am kurzen 40mm-Vorbau, aber sich auch am geringen Gewicht.

upload_2014-12-1_9-52-54.png


Ich bin vorher einmal das Test-Bike des Borealis-Importeurs gefahren. Das lag bei 11,7 Kilo und fuhr wie eine Rennfeile. Hatte aber auch die noch leichteren Borealis-Carbon-Felgen drauf mit 4,0er 45NRTH Reifen. Außerdem war das Größe S und damit noch leichter und quirliger.

Doch auch meine 13 Kilo-Ausgabe fühlt sich an wie ein Racebike. Jetzt weiss ich was Borealis meint, wenn sie "performance-oriented" sagen, hört sich ja schwammig und nach Werbespruch an. Performance kann ja auch so ziemlich alles sein...

Schon bergauf kommt eine Begeisterung auf, kein Wunder, denn es müssen plötzlich 2 Kilo weniger geschleppt werden. Und der Tretlagerbereich ist so dick dimensioniert, dass man da bestimmt auch einen E-Motor drin verstecken könnte. Also keine Steifigkeitsprobleme zu erwarten.
upload_2014-12-1_10-59-50.png

Doch das ist nicht alles. Das Vorderrad klebt am Boden, keine Tendenz zum Aufsteigen. Flaches Cockpit ohne Spacer und kurzes 120er Steuerrohr zahlen sich hier aus, aber auch der relativ lange Hinterbau mit 460mm Kettenstreben. Das Beste: bei kniffligen, wurzeligen oder steinigen Uphill-Stücken spielt der Lou am Hinterrad seine Vorteile aus. Brutale Traktion unterstützt die eigene Fahrtechnik. Hier ist einiges möglich. Läuft das Vorderrad in der Hitze des Gefechtes mal aus der Spur, kann man das Steuer noch rumreißen, denn auch vorne sitzt Bruder Lou und denkt gar nicht ans Wegrutschen.

Oben angekommen hat man durch das geringe Gewicht mehr Puste für den Downhill, ein kurzer Druck am Remote-Hebel, und der Sattel wandert 150mm nach unten. Plötzlich sieht das Echo aus wie ein besonders dickbereiftes Trialbike, bereit für alle Schandtaten. Mal gleich ein bisschen üben oben an der Turmtreppe... Oh, klappt gut, Hüpfen auf der Stelle, sehr leichtfüßig. Treppe runter mit angezogener Bremse... wow was für ein Grip. Vorderrad lupfen... easy. OK es wird Zeit für die Abfahrt.

Die erste Spitzkehre... Huch, so leicht habe ich das Hinterrad ja noch nie versetzen können. War das jetzt nur Glück? Mal sehen, nein, bei der nächsten Kehre klappt es wieder gut, komischerweise bei mir nur in Linkskehren, ich muss mehr Rechtskehren üben. Mal eine Kehre ohne Umsetzen versuchen. Super, der Vorderreifen klebt am Untergrund, keine Überschlagsgefühle, eine runde Sache...

Jetzt wird der Trail schneller. Ich muss mich an das agile Handling gewöhnen. Sobald ich die Bremse aufmache, wird die Kiste superschnell, ich muss aufpassen. Alles voller Laub und niemand weiss was sich darunter versteckt. Durch den steileren Lenkwinkel fährt sich dieses Bike sehr viel agiler als mein bisheriges. Das Mukluk war am Ende eher ein Panzer, der über alles drübergebolzt ist, aber gleichzeitig war es auch träge. Jeder Richtungswechsel musste mit Nachdruck eingeleitet werden. Nicht so das Echo: Leichtfüßig zirkelt es selbst bei Highspeed um die Felsbrocken, überrollt Wurzelfelder und Felsstufen mit gewohnter Fatbike-Souveränität. Der 760mm-Lenker hilft, die neu gewonnene Agilität im Zaum zu halten. Eines muss auch angemerkt werden: Der Fahrer ist bei schnellen Abfahrten mehr gefordert, die Kombination aus 40mm-Vorbau und steilem Lenkwinkel ergeben nicht nur ein sehr agiles und fahraktives Bike, sondern auch ein weniger laufruhiges Bike. Die dicken Reifen mit dem sehr großen Abrollumfang sowie das immer noch sehr hohe absolute Laufradgewicht stabilisieren die Fuhre und kompensieren diesen Effekt ein Stück weit wieder. Man hat also das Beste aus zwei Welten: Agilität und Souveränität. @aju meinte, dass die Kombination aus steilem Lenkwinkel und kurzem Vorbau überhaupt nur am Fatbike funktioniert. Ich denke er hat Recht. Ich mag dieses Fahrverhalten jedenfalls, auch wenn ich auf meinem 601 einen Lenkwinkel von 64 Grad fahre.

Wir bewegen uns jetzt auf steiles Gelände zu. Steilstufen... Aber auch hier: kein Problem. Der kurze 40mm Vorbau zahlt sich aus. Keine Überschlagsgefühle. Eine lange, steile und leicht ungleichmäßige Treppe: das gleiche, das Bike rollt kontrolliert bis zum Ende.

Jetzt Fahren quer zum Hang, Wurzeln und Steine versuchen, einen nach rechts abzudrängen. Doch die Gebrüder Lou haben andere Pläne und halten das Echo auf Kurs. Ich mag Seitenstollen!

Es gab auf der Tour auch drei Fehlversuche, bei denen ich nicht in der Lage war, das Hindernis zu bewältigen, aber das lag dann eher an mangelndem fahrerischen Können und Selbstüberschätzung bzw. an zu viel Respekt vor dem Abgrund :) und nicht am Bike.

Jetzt der Rückweg auf Teer: die großen Hohlräume (Tubeless-Lou auf großvolumiger Felge) in Verbindung mit den Lou-Stollen sorgen für ein Konzert erster Güte, naja zumindest isses laut. Der Hope-Freilauf gibt sich auch Mühe, gegen den Lärm der Reifen anzustinken. Rollen tut die Kiste gut. Ich denke sie wird noch besser rollen, wenn ich ein wenig mehr Luft auf die Reifen mache. @Bumble meint es wären nur 0,35 Bar gewesen... Dummerweise sind die Ventile so kurz, dass mein toller neuer Analog-Luftdruckmesser nicht direkt aufgesetzt werden kann...

Fazit: Das Bike liefert ab! Die Erwartungen sind hoch beim Aufbau eines solchen Bikes. Nachdem ich schon in der Aufbau-Phase vom Finish und den Details des Bikes begeistert war, gilt das jetzt auch für das aktive Fahren mit dem Kohlefaserdickmann.

Ein paar Störfaktoren gab es jedoch auch: Die Sattelstütze scheint einen Tick zu lang zu sein und lässt sich wegen der Flaschenhalterschrauben nicht weiter versenken. Ich hoffe der neue Sattel baut weniger hoch und beseitigt damit das Problem. Das 32er Kettenblatt ist definitiv nix für mich. Zwar kam ich fast alle Anstiege hoch, aber ich vermisse die Gemütlichkeit des langsamen Hochkurbelns. Auch in Grenzsituationen, wo es wirklich sehr sehr steil wird und wo man von der Mörder-Traktion des Lous profitieren würde, setzt das 32Z-KB die Grenze. Aber das 28Z wird kommen, damit ist auch dieses Problem behoben. Die Nextie-Felgen liessen sich nicht besonders gut zentrieren. Dadurch, dass sie schon ohne Speichen relativ steif sind, war ein hundertprozentiger Rundlauf nicht hinzubekommen. Mal sehen ob das noch besser geht. Beim Fahren merkt man davon zum Glück nix.

Was noch? Durch die grünen Felgen geht man im Wald nicht verloren. Die Farbe rockt! Selbst im nebligen Wald leuchten die Felgen, als ob ein Akku drin steckt. In der Stadt hört man verwirrte Rufe und sieht wirre Blicke. Au Backe, ich glaub das wird noch schlimmer als beim weiß-grünen Mukluk... Aber ich hab´s ja nicht anders gewollt...
 

Anhänge

  • upload_2014-12-1_9-52-54.png
    upload_2014-12-1_9-52-54.png
    1,6 MB · Aufrufe: 101
  • upload_2014-12-1_10-59-50.png
    upload_2014-12-1_10-59-50.png
    478 KB · Aufrufe: 119
Zuletzt bearbeitet:
Interessanter Bericht :daumen:
Kann mir gut vorstellen das Bike macht enorm Spaß.Und die farbliche Zusammenstellung ist auch super gelungen,die Felgen stechen halt richtig raus!
Mir wäre trotzdem ein flacherer LW lieber,denke auch nicht das Bike wird dann soviel unhandlicher,zumindest bisher hab ich da keine negativen Erfahrungen gemacht.Aber ich fahr halt auch mit Vorliebe extrem steile Sachen,für die meisten ist ein nicht zu flacher LW vermutlich besser.
Der Tune Komm vor baut ziemlich flach und ist für einen Carbonsattel recht bequem,irgendwann brach er mir bei einem Sturz (Sattel auf Fels) aber bis dahin hat er auch verdammt viel mitgemacht,kann ich nur empfehlen
 
Nicht nur Fatbikes, sondern auch "normale" 29er haben bei gleichem vorgesehenem Einsatzgebiet meistens einen steileren Lenkwinkel und weniger Gabelvorlauf als ihre 26er Kollegen, um das trägere Fahrverhalten der großen Räder auszugleichen.
Trotzdem fände ich auch an einem trailtauglichen Fatbike 67-68° Lenkwinkel bei gleichzeitig etwas höherer Tretlagerfreiheit wünschenswert. Das kommt dann vom Fahrverhalten her einem 26er mit 65-66° Lenkwinkel gleich. In beiden Fällen würde ich nicht viel steiler haben wollen. Mein Fatty ist durch den Einbau einer 100mm Bluto und dem daraus resultierenden flacheren Lenkwinkel (40mm mehr Einbauhöhe unbelastet) nur besser geworden, aber kein bisschen träger. Solange die Hersteller keine Fatbikes mit Abfahrtsgeometrie vorsehen, finde ich es daher sogar gar keine schlechte Idee, einen Starrgabel-Rahmen mit einer Federgabel zu versauen... äh... verbessern.
Ich bin mal gespannt, wie deine Langzeiterfahrungen mit den Nextie Felgen ausfallen. Bislang hat die außer dir, Vighor und einem Blizzard-Besitzer (dessen Nick mir gerade nicht einfällt) noch kaum jemand, und vor allem hat sie noch keiner eine lange Zeit richtig gequält.
 
Lenkwinkel in der Theorie - speziell bei Fatbikes - sind schwierig. Weil sich doch alles etwas anders verhält als bei 26"-Normalbikes. Die Trägheit der dicken Räder darf man nicht unterschätzen. Und der Abrollumfang ja noch größer als beim 29er.
Der Dude hat ja auch "nur" 68,5° Lenkwinkel, da ist ja sogar mein 301 flacher. Also werden wohl auch die Jungs bei Canyon darauf geachtet haben, dass Ding nicht zu flach zu bauen. Der Unterschied von 1,2 Grad zwischen Echo und Dude wird wohl nicht die Welt ausmachen, man wird es spüren, aber das ist sicher nicht der Unterschied zwischen fahrbar und unfahrbar. Da gibt es ja noch andere relevante Messgrößen wie Radstand, Oberrohrlänge, Tretlagerhöhe.

Ich bin mir nicht sicher, was sich beim steilen bergab trialen mehr positiv bemerkbar macht, ein flacher Lenkwinkel oder ein kurzer Vorbau. Ich hatte jedenfalls zu keinem Zeitpunkt Überschlagsgefühle. Am meisten habe ich den steilen Winkel beim schnellen Downhill gemerkt.

Danke für die Info mit dem Komm Vor, dann besteht ja noch Hoffnung :-).
 
Trotzdem fände ich auch an einem trailtauglichen Fatbike 67-68° Lenkwinkel bei gleichzeitig etwas höherer Tretlagerfreiheit wünschenswert. Das kommt dann vom Fahrverhalten her einem 26er mit 65-66° Lenkwinkel gleich. In beiden Fällen würde ich nicht viel steiler haben wollen. Mein Fatty ist durch den Einbau einer 100mm Bluto und dem daraus resultierenden flacheren Lenkwinkel (40mm mehr Einbauhöhe unbelastet) nur besser geworden, aber kein bisschen träger. Solange die Hersteller keine Fatbikes mit Abfahrtsgeometrie vorsehen, finde ich es daher sogar gar keine schlechte Idee, einen Starrgabel-Rahmen mit einer Federgabel zu versauen... äh... verbessern.
Ich bin mal gespannt, wie deine Langzeiterfahrungen mit den Nextie Felgen ausfallen. Bislang hat die außer dir, Vighor und einem Blizzard-Besitzer (dessen Nick mir gerade nicht einfällt) noch kaum jemand, und vor allem hat sie noch keiner eine lange Zeit richtig gequält.
Also mein Mukluk wurde zurückblickend betrachtet auf jeden Fall etwas träger. Aber ist ja auch Geschmacksache. Der eine mag es quirliger, der andere eben lieber spurstabil. Ein Kumpel, der ein Nomad Carbon fährt, fand das Mukluk immer schön, es wäre ihm aber viel zu träge. Das genau ist mit dem Echo jetzt vorbei. Ich bin gespannt, ob er seine Meinung über Fatbikes nach einer Probefahrt ändern wird.
Wegen Tretlagerhöhe: Da will ich gar nicht mehr haben. Ein niedriger Schwerpunkt ist gerade bei den 4,8er Reifen wichtig, damit´s nicht kippelig wird.
Und wegen "trailtauglich": Haben Eure Trails keine Kurven, keine Hindernisse zwischen denen man schnell im Slalom durchzirkeln muss? Genau das geht mit steilerem Lenkwinkel vorzüglich!
Wegen der Nexties bin ich auch gespannt, ich verspreche, sie artgerecht zu quälen :) EDIT: doch, der duke_do macht das schon längere Zeit, ich glaube weit über 1000km.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin bei meinen normalen Bikes auch ein Freund von flachen Lenkwinkeln so um 64-65 Grad.
Mein Fatbike hat aktuell ca. einen 69 Grad steilen Lenkwinkel und das passt wirklich sehr gut(fühlt sich genau wie mein Nomad an), auch im steilen Gelände, da wo die Dicken auch am meisten Spaß bringen. Nach verschiedenen Versuchen taugt mir bei Fatbikes ein LW zwischen 68 und 70 Grad in Verbindung mit 30-50mm Vorbau und einem 800er Lenker am besten.
 
Mir wäre trotzdem ein flacherer LW lieber,denke auch nicht das Bike wird dann soviel unhandlicher,zumindest bisher hab ich da keine negativen Erfahrungen gemacht.

Fahr doch bitte mal ein Fatbike und mach deine eigenen Erfahrungen, deine ständigen theoretischen Ergüsse sind falsch und bringen keinem was.

Das musste mal erwähnt werden :aetsch:
 
Harald, "unsere" Trails kennst du doch vorzüglich, wir sind z.B. Sonntag fast genau dort gefahren, wo ihr auch unterwegs wart.
Die Kurven und Hindernisse hab ich natürlich alle brav geschoben :lol:
Über das Mukluk oder das Echo kann ich auch nichts sagen, ich weiß nur, was ich am Fatty er-fahre.

PS: ich hasse "eher spurstabile" Räder, von dieser Sorte gibt es in meinem Fuhrpark genau garkeins (noch nicht mal mein Rennrad) ;)
 
Nika, Du bist doch auch mal das 901 gefahren (und auch ein Demo?), waren die nicht spurstabil?
Ist ja auch egal, alle meine Bikes sind jetzt so, wie sie sein sollen, ich habe auf dem 601 Spaß mit 64 Grad Lenkwinkel, auf dem 301 Spaß mit 67,5 Grad und jetzt eben auf dem Echo Spaß mit 69,8 Grad :-)
 
Ja, stimmt tatsächlich. Hab mal in Photoshop ein Bild mit Seitenansicht aufgemacht, am Felgenrand ne Hilfslinie gezogen und dann durch Bildrotation 100% waagrecht ausgerichtet. Dann Rotation nach links um 69,8 Grad und siehe da, die Hilfslinie geht genau durch die Gabelachse :-)
Ich hab ja durch den Aufbau nix am Winkel verändert, Rahmen, Gabel und Steuersatz kamen ja direkt von Borealis.
 
Nika, Du bist doch auch mal das 901 gefahren (und auch ein Demo?), waren die nicht spurstabil?

Achtung, Vergangenheitsform ;)

Ich hab mal versucht, mit Hausmitteln mein Fatty auszumessen. Mit 100mm Bluto messe ich ca. 66,5° LW unbelastet, was im Sag dann wahrscheinlich ca. 67-67,5° ergibt. Das ganze bei einer Tretlagerhöhe von ca. 330mm unbelastet, und ca. 318mm belastet.
Ich glaube, der Trick damit es mit diesem Lenkwinkel nicht träge wird ist vor allem, das Tretlager zugleich hoch zu setzen. Das funktioniert natürlich nur, wenn man einen nicht für die Bluto vorbereiteten Rahmen mit der langen Gabel aufbockt. Ich könnte mir vorstellen, dass derselbe Lenkwinkel an einem für die Bluto vorbereiteten Rahmen (wo die Entwickler so schlau waren, das Tretlager entsprechend tiefer zu setzen) bereits wieder wie ein Langholzlaster wirken könnte. In Summe bin ich weder über den Lenkwinkel noch über das Tretlager böse und wie bereits geschrieben finde ich es so kein bisschen träge. Vielmehr lässt es sich sehr agil über jedes Hindernis schieben, und in Kurven wunderbar von Hand umsetzen. Nur die 15kg stören noch etwas beim hochheben :o

Was ich damit sagen will ist nur, dass man hinsichtlich der Winkel und sonstigen Geometrie nie pauschalisieren sollte. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Es gibt sicherlich superträge und spurstabile Fatbikes mit 71° Lenkwinkel und andererseits auch sehr verspielte Fatbikes mit <68° Lenkwinkel.
 
Zuletzt bearbeitet:
:winken:


Und ich dachte mir "Wann kommt denn endlich mal eine Fahrbericht!?" . Aber prima und gut zu lesen, da ich als bekennender Schwerlaster besonders auf die gewichtige Situation gespannt war. Dein Mukluk war nicht das schwerste. Umso erstaunlicher, dass Du die 2kg Differenz nochmals so deutlich merkst. Hätte ich nicht gedacht und ist natürlich super wenn sich das so auswirkt. Leider fehlt mir da der Vergleich, obwohl mir die Logik sagt, dass das Weniger an Gewicht ein Mehr an aktivem Fahrspaß ist.

Für veränderte Lenkwinkel bin ich sicher zu grob. Das agile Handling durch den kurzen Vorbau kann ich auch aus eigener Erfahrung nachvollziehen und ist absolut empfehlenswert.

Schön, dass Du trotz Schlankheitskur die Lou aufgezogen hast. Rein optisch ist meiner Meinung nach noch enormste Luft nach oben, aber da weißt Du was ich meine ;) . Ansonsten viel Freude mit Deinem neuen Radel !


... In der Stadt hört man verwirrte Rufe und sieht wirre Blicke.

...bei mir auch stets ohne Rad :D
 
Fahr doch bitte mal ein Fatbike und mach deine eigenen Erfahrungen, deine ständigen theoretischen Ergüsse sind falsch und bringen keinem was.

Das musste mal erwähnt werden :aetsch:

Keine Sorge ich bin mittlerweile ein paar Fatbikes gefahren und meine Theorieergüsse sind nicht Theorie sondern selbst ausprobiert.Ich habe ja geschrieben für MICH fühlt sich ein flacherer LW besser an,auch am Fatbike.Und bei der Meinung werde ich bleiben,da sind die Fatbikes ganz einfach noch "veraltet".Irgendwie auch klar,denn bisher wurden Fatbikes auch eher in anderen Bereichen eingesetzt.Das natürlich auch andere Faktoren eine Rolle spielen ist klar und die persönliche Vorliebe ist (scheinbar speziell bei Fatbikern) extrem unterschiedlich.
 
Wie breit ist Lou auf 90 mm Nextie?
Wäre Dir zu grossem Dank verpflichtet, wenn Du mal bei 0.6 bar messen könntest.
Grazie.

Die Felgen helfen dem SAR Team, wenn man zwischen Grise Fiord und Resolute Bay in Probleme gerät. Im Ernst, mit diesem Aufbau (bis auf Gabel und S-Stütze) würde ich mich alles getrauen, im Wissen, dass es nur noch an den Verhältnissen (z.B. des Schnees) und mir selber liegen wird ob eine lange Tour klappt oder nicht.



Was ich damit sagen will ist nur, dass man hinsichtlich der Winkel und sonstigen Geometrie nie pauschalisieren sollte. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Es gibt sicherlich superträge und spurstabile Fatbikes mit 71° Lenkwinkel und andererseits auch sehr verspielte Fatbikes mit <68° Lenkwinkel.

Genau. Der Nachlauf der Gabel spielt auch eine grosse Rolle. Viele Zahlen kommen zusammen und ergeben eine Summe. Diese deckt sich dann doch nicht mit dem Gefühl, dass ein Bike gibt, oder den Charakter den es hat. Ich staune da immer wieder wie ähnliche Zahlen sich unterschiedlich anfühlen. Oder was 5 mm am Vorbau ausmachen können, oder 10 mm mehr Aufbau an der Front etc.
Schon bergauf kommt eine Begeisterung auf, kein Wunder, denn es müssen plötzlich 2 Kilo weniger geschleppt werden.

2 kg ist natürlich deftig. Man merkt ja bereits Reifenwechsel in gewissen Fällen.

Das 32er Kettenblatt ist definitiv nix für mich. Zwar kam ich fast alle Anstiege hoch, aber ich vermisse die Gemütlichkeit des langsamen Hochkurbelns. Auch in Grenzsituationen, wo es wirklich sehr sehr steil wird und wo man von der Mörder-Traktion des Lous profitieren würde, setzt das 32Z-KB die Grenze. Aber das 28Z wird kommen, damit ist auch dieses Problem behoben.

Warum nicht 30Z? Der Unterschied von 4 Zähnen ist grösser als man denken würde.
Falls Du ihn noch nicht kennst:
http://sheldonbrown.com/gears/
 
Zurück