Eloxieren

Wer könnte mir eine XT FC-M760 schwarz eloxieren, vielleicht mit
rotem Deore XT Schriftzug? Oder rot-weiss-blau die Buchstaben? ;)

Was kostet soetwas?

Grüße!
 
Genau das ist Dekapieren.
Die Beize (starke Lauge) greift fast ausschließlich das Aluminium an und trägt es ab, alle anderen Bestandteile bleiben auf der Oberfläche zurück. Das Dekapieren bewirkt das exakte Gegenteil und führt so zu einer reinen Aluminiumoberfläche.
Dein schwarzer Belag verschwindet innerhalb von Sekunden.

klasse, einmal die appo gewechselt und schon habe ich problemlos 1L 53%tiges für 5 EUR bekommen :daumen:
was würde passieren wenn ich nicht die 30% sondern die säure weniger verdünne und dafür schneller dekapiere?

Wer könnte mir eine XT FC-M760 schwarz eloxieren, vielleicht mit
rotem Deore XT Schriftzug? Oder rot-weiss-blau die Buchstaben? ;)

Was kostet soetwas?

Grüße!

melde dich doch mal bei mad-line, wobei ich denke das rot-weiß-blau schon recht schwer zu machen ist.
 
Hi
@wookie wenn die Säure schärfer ist kann es passieren das die Teile Mattiert werden. Ich benutzte aber zum Teil auch unverdünnte (53%) weil es einfach schneller geht grade wenn die säure kalt ist. Die Teile dürfen dann nicht zu lange ein liegen. Die Gefahr beim Dekapieren steigt aber zu erblinden in dem man beim Spülen was in Auge bekommt.
Mit dem Zeug ist nicht zu Spaßen ich hab irgendwo mal gesehen das sich so ein Behälter der nicht richtig verschlossen wurde innerhalb paar Wochen halb durch die Tischplatte gefressen hat.

Zu Kurbel. Ich kann leider zur Zeit noch keine HTII XT Kurbel Eloxieren. So wie das möglich wird Poste ich es in der Interessengemeinschaft wo eigentlich auch diese diskusion hin gehört :)

http://www.mtb-news.de/forum/group.php?groupid=100
 
Hallo Madline

Entsprechende Schutzausruestung beim hantieren mit diesen
Stoffen sollte aber ganz oben auf der Liste stehen.:)
Soviele Augen hat man ja nicht.

Gruss, Berni
 
nun da hast du natürlich recht das sollte selbstverständlich sein das man entsprechende Ausrüstung trägt dann kann so was auch nicht passieren!

zählt mein Hühnerauge auch?^^
 
Die Beize macht auch viel Freude. Eigentlich sogar mehr als eine Säure. Denn PH14 ist eine Ansage. Das Zeug verseift Dir augenblicklich die Haut und lässt sich dadurch nur schlecht abspülen. Deshalb am besten bei Hautkontakt mit Essig neutralisieren, statt nur zu spülen. Unser Körper ist nunmal empfindlicher gegen Laugen als gegen Säuren.
 
ich muss zugeben das ich bei der schutz-ausrüstung geschlampert habe. ich hätte hier höchstens protektoren und knieschoner rumliegen. aber jetzt mit dem salpeterzeugs werde ich mir was besorgen müssen :-|

Ich kann nur jedem Laien, der mit solchen Chemikalien hantiert, dringend empfehlen, sich erst um den Schutz und dann ums Eloxieren Gedanken zu machen. Ich komme aus dem chemischen Bereich und habe (leider) schon mehr als einmal miterleben müssen, was z.T nur ein Tropfen einer bestimmten Substanz anrichten kann. Und bei den konzentrierten Säuren und Basen, die hier verwendet werden, kann besagter Tropfen reichen, um von einer Sekunde auf die andere unter den Piraten (mit Augenklappe) zu landen!

Es reichen eine Schutzbrille und ein Kittel, mehr muss nicht sein. Brille sollte klar sein, Kittel sollte auch sein. Zum einen will sich hier wohl keiner einen mit Säure / Base getränkten Pulli über den Kopf ziehen, sollte wirklich mal was umkippen. Da hat ein geknöpfter Kittel echte Vorteile ...
Zum anderen achtet bloß drauf, dass ihr keine Kleidung aus Kunstfaser tragt! Diese löst sich beim Kontakt mit entsprechenden Chemikalien nämlich gerne mal auf und bildet eine "Plastikpampe", die sich dann schön in die Haut einbrennt. Entspricht im Prinzip dem Grund, warum man auf dem Motorrad keine Platikklamotten tragen soll, nur dass hier die Säure noch dafür sorgt, dass das "geschmolzene" Plastik sich richtig schön tief ins Fleich gräbt.

So genug Panikmache, am Ende muss jeder selbst wissen, wie risikobereit (bzw. hirnlos) er/sie ist. Ich würde die paar Euro (z.B. in einem Berufsbekleidungsgeschäft) investieren, denn was bringen euch schöne bunte Teile am Bike, wenn ihr ohne fremde Hilfe nicht mal mehr den Keller findet ...
 
Zum einen will sich hier wohl keiner einen mit Säure / Base getränkten Pulli über den Kopf ziehen, sollte wirklich mal was umkippen. Da hat ein geknöpfter Kittel echte Vorteile ...

sollte das im privatbereich mal literweise geschehen, lieber sofort mit klamotten unter die kalte dusche und sehr gut verdünnen, das zeug.

ich möcht nicht den teufel an die wand malen, aber es gab schon überall mal einen worst case. man denkt nicht dran und schon ist es passiert.
 
@John Rico:
^^ Bitte tragt keine Naturfaser beim Eloxieren! Beim Eloxieren nichts aus Baumwolle tragen. Denn Schwefelsäure macht große Löcher (erst nach dem nächsten Waschgang). Wolle ist auch doof, da sie von der Natronlauge in einen stinkenden, schwarzen Brei verwandelt wird (genau wie Haare, Fingernägel und eben Haut).
MA in Eloxalbetrieben tragen normal immer Säureschutzkittel (anders als normale Chemielaboranten o.ä.). Die bestehen aus Polyacryl, also Kunstfasern...
 
sollte das im privatbereich mal literweise geschehen, lieber sofort mit klamotten unter die kalte dusche und sehr gut verdünnen, das zeug.

Mit der Dusche hast du recht. Allerdings hast du ggf. das Problem, dass sich bestimmte Kleidungsstücke schnell vollsaugen und dann die Dusche hauptsächlich außen die Säure / Base abwäscht, während die getränkten Schichten darunter recht lange ihre unverdünnte Arbeit verrichten können. Außerdem kann ich's mir nicht so toll vorstellen, wenn du dir den ganzen Mist erstmal in die Unterhose spülst ... ;)
Chemiker tragen ihren Kittel bestimmt nicht, weil sie sich (wie die meisten Ärzte) darin geil / wichtig fühlen, sondern weil das dichte Material sich nicht so schnell vollsaugt und man ihn sich mit einem Handgriff vom Körper reißen kann und somit das meiste "böse Zeug" zwischen Hals und Knie ebenfalls innerhalb von Sekunden vom Körper wegbekommt.
Ein weiterer Vorteil ist sicher, dass die Löcher im Kittel und nicht in den guten Klamotten sind, da rentiert sich die Anschaffung ggf. schon nach dem ersten Spritzer!
 
Hallo Zusammen,

ich bräuchte recht kurzfristig jemanden der mir ein paar Teile
eloxieren kann.

Entweder ein Fachbetrieb im Raum München (bei denen man
nicht gleich ne tonne eloxieren lassen muss) oder vielleicht
gibt es jemand aus dem Forum der hier aus der Nähe ist.
 
@John Rico:
^^ Bitte tragt keine Naturfaser beim Eloxieren! Beim Eloxieren nichts aus Baumwolle tragen. Denn Schwefelsäure macht große Löcher (erst nach dem nächsten Waschgang). Wolle ist auch doof, da sie von der Natronlauge in einen stinkenden, schwarzen Brei verwandelt wird (genau wie Haare, Fingernägel und eben Haut).
MA in Eloxalbetrieben tragen normal immer Säureschutzkittel (anders als normale Chemielaboranten o.ä.). Die bestehen aus Polyacryl, also Kunstfasern...

Das würde sämtlichen Regeln widersprechen, die in allen Universitätslaboratorien gelten! Dort wird gerade bei den Erstsemestern sehr genau drauf geachtet, dass die Leute ausschließlich Baumwolle (incl. Kittel) tragen und z.B. Studentinnen mit Nylonstrumpfhosen striktes Laborverbot erteilt!
Du hast recht, dass es spezielle Säureschutzausrüstung aus "Plastik" gibt. Aber bist du dir sicher, dass es sich hierbei nicht um speziell verarbeitete / beschichtete Materialien handelt? Sonst könnten die Jungs statt der teuren Anzüge (etwas überspitzt formuliert) auch die 5 Euro Pullis aus dem nächsten Billigladen tragen.

Natürlich macht z.B. konz. Schwefelsäure Löcher, aber Baumwolle wird (langsam) zersetzt, während sich zumindest einige Kunststoffe in Säure lösen (ich kann dir beim besten Willen nicht mehr sagen, welche Kunststoffe in welchen Säuren). Und dieses Säure-Kunststoff-Gemisch ist das gefährliche.
Ich halte deinen Einwand daher für ziemlich gefährlich.
 
Ja, bin ich. Baumwollkittel wären nach dem ersten Waschgang Müll. Polyacryl ist kein Polyester. Als im chemischen Bereich Arbeitender solltest Du 'Plastik' differenzieren.
Ich habe meine DA in einem eloxierenden Betrieb geschrieben. Die MA dort bekamen alle 'Dolan'-Kittel aus Polyacryl. Die sind natürlich zusätzlich imprägniert, das dient aber dazu, Spritzer stärker abzuwehren als aufzusaugen, damit die Kontamination so gering wie möglich ist.
Ich habe oben bereits geschrieben, dass sich die Kleiderordnung beim Eloxieren von allgemeinem Laborbetrieb unterscheidet. Das liegt einfach daran, dass die Medien, mit denen man in Kontakt kommen kann genau bekannt sind und die Kleidung an diese Bedingungen angepasst wird.
Ist die Laborsituation weniger komfortabel, ist Baumwolle die bessere Wahl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für eine Kolbenstange? Du musst daran denken, dass sich der Durchmesser beim Hartanodisieren nicht unerheblich vergrößert. Das muss man beim Rohteil berücksichtigen. Ansonsten macht das jeder Eloxalbetrieb.
 
beim Eloxieren wächst die Schicht i.d.R. zu ~2/3 in das Material und zu ~1/3 heraus. Ich würde jetzt mal von einer Schichtdicke von ca. 40µm ausgehen. Das hieße dann 13µm Aufbauhöhe oder 27µm Durchmesservergrößerung.
 
Ja, bin ich. Baumwollkittel wären nach dem ersten Waschgang Müll. Polyacryl ist kein Polyester. Als im chemischen Bereich Arbeitender solltest Du 'Plastik' differenzieren.
Ich habe meine DA in einem eloxierenden Betrieb geschrieben. Die MA dort bekamen alle 'Dolan'-Kittel aus Polyacryl. Die sind natürlich zusätzlich imprägniert, das dient aber dazu, Spritzer stärker abzuwehren als aufzusaugen, damit die Kontamination so gering wie möglich ist.
Ich habe oben bereits geschrieben, dass sich die Kleiderordnung beim Eloxieren von allgemeinem Laborbetrieb unterscheidet. Das liegt einfach daran, dass die Medien, mit denen man in Kontakt kommen kann genau bekannt sind und die Kleidung an diese Bedingungen angepasst wird.
Ist die Laborsituation weniger komfortabel, ist Baumwolle die bessere Wahl.

Natürlich kann ich (wie du scheinbar auch) zwischen verschiedenen Kunsstoffen differenzieren. Und es mag durchaus sein, dass Polyacryl gegenüber Schwefelsäure resistent ist. Wobei die von dir genannte Schutzkleidung wie vermutet sehr wohl noch zusätzlich behandelt ist und es sich nicht einfach um Polyacrylgewebe handelt.
Aber du solltest auch bedenken, dass die meisten hier null Ahnung von Chemikalien und deren Handhabung haben (s. z.B. Aussage von wookie) bzw. eben nicht zwischen verschiedenen Kunstfasern differenzieren! Und ich glaube wir sind uns einig, dass sich hier keiner einen Dolan-Kittel für viel Geld kaufen wird, um im Keller ein paar Aluteile bunt zu machen.
Und bevor jemand den falschen Kunststoff am Körper trägt (Problem sind ja oft auch Mischgewebe) und das von mir beschriebene Szenario eintritt, empfehle ich lieber weiter den guten alten Laborkittel. Natürlich hat der nach einem Spritzer ggf. ein Loch. Aber nur weil man Schutzkleidung trägt, heißt ja nicht, dass man mit den Chemikalien rumsauen kann / soll, daher finde ich deine Aussage "nach der ersten Wäsche Müll" ziemlich übertrieben albern. Und besser ein Loch im Kittel als in den guten Klamotten oder der Haut!

Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass eine Schutzbrille zwingend notwendig ist und auch wenn es geeignetere Schutzkleidung gibt ein normaler Laborkittel besser als nichts ist. Einverstanden?
 
Klar, aber ich sehe an meiner Freundin, wie deren Kittel und Jeans regelmäßig aussehen ;)
Die bekommt im Eloxallabor nicht gerade literweise Säure ab, aber doch regelmäßig Spritzer. Und nach der Wäsche sind da dann mehrere mm große Löcher. Innerhalb des letzten Jahres sind so fünf Jeans ins Jenseits gegangen.
Schutz geht vor, aber wenn sich jemand einen Kittel kaufen will, soll er lieber einen säurefesten nehmen, es lohnt sich...
 
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