Gibts noch umweltbewusste MTBler?

die Idee mit dem Dorfschmied ist ja ein Knaller.............
Erstens, gibt es hier noch Dorfschmiede?
Zweitens, selbst an meinen Stahlrahmen ließe ich nur jemanden ran, der LÖTEN kann, und das ist ein gewisses Problem,

Bei einer solchen Reparatur geht es nur darum, die Tour zuende zu fahren. Ohne passende Vorrichtung wird eine solche Reparatur sowieso nichts für die Ewigkeit. Der Mifahrer damals hat sich nach der Heimkehr einen neuen Rahmen gekauft.

Drittens, wenn ich auf der Vormittagsrunde bin und mich so um dreißig Kilometer von meiner Heimat entfernt habe, dann kann es zumindest bei Touren im Wald passieren, daß man da auch etliche Kilometer in ein Dorf zur Schmiede schieben muß,
Viertens, wie reparierst Du unterwegs eine gerissene Felge?

Tragepassage:D
Nee klar: was beim Alpencross immer als nur was "für die harten Männer" beschrieben wird (also die Tragepassage) funktioniert bei einem kaputten Bike auch bis zum nächsten Dorf. Davon abgesehen: wenn dir irgendwo am ar$(h der Welt das Rad verreckt, wer sollte dich dort abholen wenn nicht mal du selbst weisst, wo du bist? Da wird die Liebste mit dem Rettungsfahrzeug kaum auf dem Singletrail herabgerollt kommen, oder?;)

Ich bin auch schon 12km im Stehen gefahren, weil es das Sattelgestell meines Brooks zerlegt hat, und auch das ist machbar, wenn auch sehr anstrengend.

Schau her: *das* ist doch schon mal 'ne gut Geschichte! Und ums Geschichten erleben und hinterher darüber zu reden, darum geht es doch:)
 
Ich hatte auch erst vor kurzem eine Panne mit dem Bike und hab das auch nach Hause geschoben, da war ich aber auch nur 2km von meiner Hütte entfernt.
Aber jetzt mal so gesehen was ist wenn man echt 10-20km weit weg ist heim schieben dauert ewig und beim fahren macht man sein Bike kaputt da muss man ja wohl abegeholt werden oder etwa nicht???
:confused::confused::confused:

Blödsinn, hatte 2x eine Panne und habe mein Bike jeweils 15km geschoben. Optional hätte ich mich auch von Daddy im SUV abholen lassen können, das hat mein Ehrgeiz aber nicht zugelassen. :D

Man muss es nur wollen ;)
 
Also ich durfte auch schon 2x mein Rad wegen nem Platten nach Hause schieben - einmal 2km und einmal 4,5km. Genervt hat es nur, weil ich da auf Arbeit wollte... ;)

Ansonsten fahr ich zu Touren auch mitm Rad hin. Des geht noch, weil es alles im Umkreis von 10-15km liegt... :cool:
 
Man muss es nur wollen ;)

Der Satz trifft den Kern der Sache.

Einfach mal *gemeinsam* eine Tour durchziehen - ohne wenn und aber. Es geht nicht darum wer der härteste ist, sondern darum etwas zu *erleben* und zu *erfahren*.

Und wenn man dabei im Gewitter im Schlamm absäuft und total durchnässt sich im Dorf in eine Pension einquartiert, obwohl man doch eigentlich ganz woanders ankommen wollte.

Oder wenn Zelt und Schlafsack geklaut wurde, eben nicht die Aktion abbricht und zwei Nächte in der Jugendherberge pennt um sich dann im nächsten Wanderladen neue Ausrüstung zu kaufen.

und, und, und. Ich könnte da noch Geschichten erzählen...
 
Ja was ist wenn mal schnell zu einem freund fährst bemerkt nicht mit dem auto wirst nicht immer ein Erstz schlauch dabei haben oder etwa scho

Ich denk mir mal einen Sinn in diesen "Satz" hinein:
Komisch, die Jugend würde niemals ihr Handy vergessen, wenn sie aus dem Haus geht, aber grundlegende Dinge schon:confused:
Zum Glück ist bei manchen der Kopf angewachsen;)

Ansonsten: Bin erst zwei mal mit der Bahn zum "Spot" gefahren, ok, wären sonst auch ca. 400km Anfahrt zum Alpencross gewesen, da bin ich zugegebenermaßen bequem.

"Ich 'abe aba gar kein Auto", wegen:
der Umwelt, dem Spaß, dem Geld, dem mehr an Freizeit, etc.pp.

Der Nikolauzi
 
Für mich ist mein MTB reines Sportgerät, Strassen versuche ich nach Möglichkeit komplett zu meiden (die Kombination Rad + Strassenverkehr finde ich grauenvoll:) ).
Zu meiner Ehrenrettung muss ich jetzt aber sagen, dass 95% meiner Touren von meiner Haustür starten (30m bis in den Wald) und ich eigentlich eher zu viel wie zu wenig Ausrüstung mitschleppe:).
Meine Frau angerufen, dass sie mich abholt habe ich bisher auch nur einmal, ich weiß aber nicht mehr wie ich in´s Auto gestiegen bin, sondern nur noch einen Tag später im Krankenhaus aufgewacht zu sein und alles was ich anhatte waren Bikesocken:D)
Alles was weiter weg ist oder größeres Bewegen im Strassenverkehr erfordert wird gnadenlos mit dem Auto gefahren.:)
 
Ich und mein Kollege sind mal 30 km mit einen kaputten Mantel gelaufen nach Hause.
Der Mantel ist einfach immer wieder rausgesprungen(Al Mighty). So mussten wir irgendwie das Hinterrad die ganze zeit hochhalten und neben einer Landstraße nach Hause laufen.
Also so lange es wirklich nicht am Arsch der Welt ist, kann man es doch einfach schieben.
 
Ich selbst bin bis vor zwei Jahren mit vielen Freunden zusammen ausschliesslich Rennrad gefahren - auch mal Mehrtages-Touren mit leichtem Gepäck.

Zum Startpunkt der Touren fuhr man entweder mit dem Rad (Ehrensache) oder bei längerer Anfahrt mit der Bahn.

Seit ich MTB fahre, bin ich schon in vielen Gruppen dabeigewesen - und war fast immer der einzige, der mit dem Rad zum Treffpunkt kam. Ich war und bin immer noch ziemlich schockiert, dass fast alle MTB-Fahrer selbst bei kurzen Anfahrtwegen unter 10 km grundsätzlich mit dem Auto kommen.

Als MTBler hat man ja noch im Wald viel mehr Kontakt mit der Natur als beim Rennrad fahren auf der Strasse. Trotzdem sind Umwelt- und Naturschutz für die meisten leere Worte. Selbst XC-Hardtails mit "schneller" Bereifung, die ja gut auf Asphalt rollen, werden per Auto befördert.

Was jedem Rennradfahrer oberpeinlich wäre, ist für MTBler ganz normal: wenn man (aus Gewichtsgründen!) weder Ersatzschlauch noch Werkzeug dabei hat und man hat eine Panne, wird nach Hause telefoniert und Frauchen kann ihren Helden mit dem Zweitwagen abholen ("Mutti, holst du mich ab?").

Damit der Erstwagen vom Startpunkt auch wieder nach Hause kommt, wird abends natürlich nochmal zu zweit losgefahren und die Karre abgeholt. Bilanz des Tages: 20 km mit dem MTB, 60 km mit dem Auto. Und solche Leute glauben wirklich, sie wären Radfahrer - arm, aber wahr.

Gibts überhaupt noch MTBler für die Naturschutz etwas bedeutet und die auch dementsprechend handeln?

Lasst mal was von euch hören!

Denke mal dies ist wohl eher ein gesamtgesellschaftliches Problem. Lebe in einer Kleinstadt, die sich wieviele anderen auch in der Gegend vor allem dadurch auszeichnet, dass in der Stadt alle Läden vor die Hunde gehen,während sich an den Stadträndern die Discounter um die Kundschaft kloppen. Da fährt kaum einer die 1-2,5 km mit dem Radl, um am Abend noch eine Kleinigkeit für's Abendessen zu kaufen. Oder die wildgewordenen Mutti's, die ihrem Nachwuchs den harten Weg zu Schule, Sportverein usw. ersparen und jeden Pups mit dem Auto fahren (naja, fliegen wäre wohl der bessere Ausdruck). Es lebe die Kurzstreckenfahrt ...

Auch wenn es keiner gerne hört, wir leben über unsere Verhältnisse. Und so kommt es eben auch zu den von Dir beschriebenen Verhaltensweisen.

Meine Trainingsrunden beginnen und enden alle an unserer Haustür. Und das seit mehr als 20 Jahren. Hab ich mal Interesse etwas weiter wegzufahren, dann entscheidet darüber ausschließlich Kondition und Wetter. ;)
 
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Auch wenn es keiner gerne hört, wir leben über unsere Verhältnisse. Und so kommt es eben auch zu den von Dir beschriebenen Verhaltensweisen.

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Sag sowas nicht, wir müssen doch die ganze Zeit irgendwelche Kriesen haben ;). Ich mache mir ernsthaft sorgen wie ich den Drittwagen, die Putzfrau, den Gärtner, den dritten Flachbildfernseher in zwei Jahren und meine fünf Handys bezahlen soll... Muss nochmal zu Mediamarkt... jetzt kann sich ja jeder alles leisten...
 
Letztendlich zählen die Gesamtkilometer.

Besser 1000km mit KFZ im Jahr zum Radtreffpunkt als das 10 Fache und beim radfahren den Moralapostel geben.
 
In ltzter zeit scheint sich hier aber auch wirklich jeder berufen zu fühlen, seine eigene Weltsicht als moralischen Imperativ zu verkaufen... Jetzt verfolgen einen die sprichwörtliche Deutsche Spießigkeit und Besserwisserei schon auf die Trails :rolleyes:

otto_mit_laterne.jpg
 
Die Hausrunde hat bei mir 10 km An- und Abfahrt über Straße zum Waldgebiet. Normaler weise per Rad, nur wenn die Zeit knapp ist wird das Auto bis zum Treffpunkt genommen.

Geht es mal zum Teuto oder ins Sauerland, werden wenn möglich Fahrgemeinschaften gebildet.
 
Wenn schon fahren, dann Auto - Zug ist zu teuer bzw kann ich für den selben Preis mit dem Auto fahren aber dafür noch 4 leute mitnehmen
 
In Bielefeld stimmen die Anbindungen, sobald du aber etwas dezentraler oder auf dem Land wohnst und sowieso ein Auto hast lohnt sich das Bahn- und Busfahren kaum noch. Wobei man mit dem Auto in den meisten Fällen auch noch flexibler ist. In deinem Beispiel wird von einer Person ausgegangen(incl. wenn man rechtzeitig bucht!), sobald man jemanden mitnimmt sieht die Rechnung schon wieder anders aus.
 
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In ltzter zeit scheint sich hier aber auch wirklich jeder berufen zu fühlen, seine eigene Weltsicht als moralischen Imperativ zu verkaufen... Jetzt verfolgen einen die sprichwörtliche Deutsche Spießigkeit und Besserwisserei schon auf die Trails :rolleyes:

Davon werden nur diejenigen verfolgt, die mit sprichwörtlicher Ignoranz vorausfahren.

http://vertriders.com/kodex/vertriderkodex.html
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Tourstarts kommen. Falls nicht möglich, bitte Fahrgemeinschaften mit dem Auto bilden.

Aber die Vertriders sind für Leute wie dich sicherlich auch nur Spiesser.
 
In Bielefeld stimmen die Anbindungen, sobald du aber etwas dezentraler wohnst und sowieso ein Auto hast lohnt sich das Bahnfahren kaum noch.

Man hat nicht "sowieso" ein Auto. Das kommt nicht zum 18. Geburtstag zur Tür hinein geflogen und dann wird man es nicht mehr los.

Und "dezentrale" Wohnorte werden nicht von den örtlichen Behörden zugewiesen, sondern die sucht man sich selbst aus oder eben nicht. Und wenn man sich dazu entschlossen hat, möglichst wenig das Auto zu nutzen, achtet man bei der Wohnungswahl eben auf eine gute ÖPNV-Anbindung.

Und auch hier nochmal der Link:
http://www.welt.de/finanzen/article1223622/Die_Bahn_ist_guenstiger_als_das_Auto.html
 
Ob die Leute nun mit Auto, Zug oder Hubschrauber an den Trail kutschieren ist doch egal. Hauptsache sie treiben überhaupt irgend einen Sport.

Lieber nen Sportler im Auto auf dem Weg zu seinem Sport, als nen Fettsack der am Tag 10 kg Verpackungsmüll verursacht.
 
Also ich versuche auch, möglichst immer mit Bahn oder Rad anzureisen. Allein schon der Dreck im Auto, wenns nass ist :D Aber ich kanns durchaus verstehen, dass die Möglichkeit nicht immer gegeben ist und man mim Auto fährt. Ich betrachte Radfahren ja auch nur als Sport und nicht als Umweltschutz.
 
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