GPSies wird AllTrails

Dabei seit
30. August 2011
Punkte fĂŒr Reaktionen
1.116
Standort
NĂ€he Neumarkt i.d.Opf.
Diese Eigenschaft ist typisch deutsch und wenn man bedenkt, dass die Amis zu 50% von Auswanderern aus DE abstammen dann wird die Sache auch nachvollziehbar. Also Vorsicht, Eigentor-Risiko 😝

Wenn Du manuell arbeitest, dann hast Du die ganzen Probleme sowieso nicht. Ich habe meine Punkte auf gpsies immer manuell gesetzt. Nur dann hat man die Kontrolle, dass auch das rauskommt, was man haben wollte.

Es gibt sicherlich auch Leute, die genau das richtig finden.
Da sind wir dann wieder bei dem Punkt 'Tracks manuell bauen'.
Mit BRouter funktioniert das meines Erachtens sogar besser, als mit gpsies. Da kann man erst einmal grob die Zielpunkte setzen und schaut, was BRouter fĂŒr eine Route plant und dann zieht man je nach belieben die Strecke auf die Wege, die man fahren möchte. Das hat mit gpsies nicht so einfach funktioniert, wenn man "den Wegen folgen" drin hatte.
 
Dabei seit
29. Juni 2017
Punkte fĂŒr Reaktionen
393
Wenn Du manuell arbeitest, dann hast Du die ganzen Probleme sowieso nicht. Ich habe meine Punkte auf gpsies immer manuell gesetzt. Nur dann hat man die Kontrolle, dass auch das rauskommt, was man haben wollte.
ja deswegen, denn zumindest hier sind die ganzen nicht waldautobahnen eigentlich nirgendwo so wirklich eingezeichnet.
deshalb muss ich immer zur maps satelliten rĂŒberwechseln um es abgleichen zu können. hatte schon im komoot fred angefragt, ob es die möglichkeit betseht bei komoot die auf maps angezeigten wege mit anzeigen zu lassen.
oder weiss jemand hier zufĂ€llig eine alternative plattform/software wo dies möglich ist, oder sogar total krĂ€sieh, mehrere layer ĂŒbereinander legen zu können?
 

isartrails

Kommentator
Dabei seit
27. Januar 2004
Punkte fĂŒr Reaktionen
1.019
Standort
Rund um den Wörthsee
Mit BRouter funktioniert das meines Erachtens sogar besser, als mit gpsies. Da kann man erst einmal grob die Zielpunkte setzen und schaut, was BRouter fĂŒr eine Route plant und dann zieht man je nach belieben die Strecke auf die Wege, die man fahren möchte. Das hat mit gpsies nicht so einfach funktioniert, wenn man "den Wegen folgen" drin hatte.
Also mein Workflow war in der Regel ein halb-automatischer, folgender: Ich setzte einen Startpunkt, wĂ€hlte die Fortbewegungsart (MTB, Wandern, ...) und klickte dann auf "Wegen folgen". Ich setzte dann gefĂŒhlt alle 5 Kilometer (bitte nicht wörtlich nehmen) einen Trackpunkt auf die gewĂŒnschte Stelle und ließ das System den Routenvorschlag berechnen. Bis hier automatisch. Dann hab ich das Ergebnis geprĂŒft (meine Erfahrung und/oder Ortskenntnis) und das Ergebnis entweder so akzeptiert, um dann den nĂ€chsten Punkt zu setzen. Oder das Ergebnis nicht akzeptiert: Dann den letzten Punkt rĂŒckgĂ€ngig gemacht und einen anderen gesetzt, bis ich mit dem neuen Vorschlag zufrieden war.
Hört sich jetzt kompliziert und umstĂ€ndlich an, aber ich bin damit relativ flott zu meinen gewĂŒnschten Planungen gekommen. Auch komplette AlpenĂŒberquerungen waren da innerhalb einer halben Stunde zu machen. Klar, ich hab viel Erfahrung, das hilft. Bei solchen AktivitĂ€ten ist es meiner Meinung nach ohnehin unerlĂ€sslich, dass man sich lĂ€nger und ausgiebig mit Planung und Routenstudium beschĂ€ftigt. Insofern fand ich den Zeitaufwand fĂŒr die Planung auf Gpsies nie wirklich enorm.
Nie wĂŒrde ich einem komplett automatisierten Routenvorschlag (komoot) irgendein Vertrauen schenken (und ich kenne genĂŒgend Beispiele von Bikern, die auf diese Weise im Nirwana versenkt wurden).
(Ich kann auch gar nicht das BedĂŒrfnis vieler User nachvollziehen, sich per Navi navigieren zu lassen. Das ist doch gerade der Witz einer Outdoor-AktivitĂ€t, dass ich mich von technischen Korsetten befreie und die RealitĂ€t an mich heran lasse. Hinzu kommt, dass Algorhtmen vielleicht fĂŒr Krezungen und Ampeln funktionieren, aber wohl kaum fĂŒr technische AnsprĂŒche, Steillagen, umgestĂŒrzte BĂ€ume, Muren, etc.)

Gpsies war auch das einzige mir bekannte Portal, wo man Tracks hochladen konnte, die nicht zusammenhĂ€ngend waren (also aus mehreren TeilstĂŒcken bestanden), ohne dass das "System" die ÜberbrĂŒckungsabstĂ€nde automatisch mit fehlerhaften Geraden verband. Allerdings war der unerwĂŒnschte Effekt dann nachtrĂ€glich da, wenn man versuchte, den hochgeladenen Track nachzubearbeiten. Nachbearbeitete Tracks mussten also (um die Geraden zu verhindern) erst heruntergeladen und gesichert, dann auf Gpsies gelöscht und anschließend neu hochgeladen werden. Sie bekamen dadurch eine neue ID (und die Downloadstatistik war futsch), aber immerhin, es ging.

Gpsies hat nicht fehlerfrei funktioniert (manchmal gab's hartnĂ€ckig schlechte VorschlĂ€ge), aber mit dem beliebigen Wechsel auf manuelle Trackpunkteingabe oder dem Wechsel der Fortbewegungsart hatte man ausreichend "Ver-Handlungsspielraum". BerĂŒchtigt waren immer die "WassergrĂ€ben", also dĂŒnne blaue Linien auf der Kartenvorlage, die partout verhinderten, dass die Routenplanung da drĂŒber sprang. Meist in Verbindung mit einem darauf liegenden Buchstaben einer Beschriftung. Dann waren kilometerweite Umwege die Folge. Das war mit manueller Eingabe dann leicht zu lösen. Oft half auch einfach, das HĂ€kchen von Google auf Grashopper Graph zu setzen und siehe da, das Routing flutschte wieder. Wenn man zahlender User war, konnte man auch das Orthofoto nutzen, das in manchen Regionen sehr gut war.

Kann sein, dass es bessere oder gleichwertige Angebote gibt, aber ich bin nie in die Verlegenheit zu kommen, diese zu suchen oder auszuprobieren, da Gpsies fĂŒr mich nahezu perfekt funktionierte. Jetzt ist das anders und ich werde wohl mal BRouter ausprobieren mĂŒssen.

Aber Routenerstellung war ja nicht der einzige Vorteil von Gpsies. Der andere, fĂŒr mich unschĂ€tzbare Vorteil war die Datenverwaltung: wo bitteschön konnte man seine Touren so elegant nach LĂ€ndern, Regionen, Sportarten getrennt in Ordnern verwalten? Und bekam daneben auch noch Statistiken geschenkt.
Oder konnte Fotoordner verlinken (bis Google Picasa sterben ließ)?
Oder konnte in einem Userforum (googlegroups) Fragen stellem, Anregungen geben, mit dem Entwickler und der Community in Kontakt treten?
Noch letztes Jahr habe ich Klaus den Wunsch vorgetragen, die AktivitĂ€t "Trailrunning" zu implementieren. ZunĂ€chst lehte er in einer freundlichen Antwort ab, mit der BegrĂŒndung, dass das doch eine recht spezielle BetĂ€tigungsform wĂ€re, fĂŒr die es weltweit wohl nicht ausreichend Nutzermasse gĂ€be, um diesen Aufwand zu rechtfertigen. Ich konnte mit der Ablehnung leben, zumal sie nachvollziehbar begrĂŒndet und persönlich adressiert war. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich ein halbes Jahr spĂ€ter plötzlich erneut eine Antwort von ihm bekam, in der stand, dass er es sich nun doch anders ĂŒberlegt habe und Trailrunning nun aufgenommen wĂŒrde. Wo bitteschön gibt's das sonst?
Ich kann mich nur wiederholen: bei Gpsies hat einer ganz, ganz, ganz viel richtig gemacht.

Und ich kapier es einfach nicht, wieso die "Konkurrenz" es mit einem Mehr an Manpower nicht schafft, das mindestens auch so gut hinzubekommen. Und da reden wir noch nicht von Bezahlmodellen...
 
Dabei seit
29. Juni 2017
Punkte fĂŒr Reaktionen
393
Und ich kapier es einfach nicht, wieso die "Konkurrenz" es mit einem Mehr an Manpower nicht schafft, das mindestens auch so gut hinzubekommen. Und da reden wir noch nicht von Bezahlmodellen...
ich gehe von der gier und das wissen um die dummheit (unwissenheit/gleichgĂŒltigkeit) der user aus, die daten zu verramschen. inzwischen mĂŒsste ja eigentlich jedem digital sapiens klar sein, dass daten das gold des jahrhunderts sind.
ich sehe es aber genauso und auch bei den hardware anbietern das gleiche. dabei ist es eigentlich nicht wirklich scheirig was das konzept und funktionalitÀten angeht, aber alle verkacken es an irgendeiner stelle (garmin, xplova, wahoo, hammerhead; habs jetzt aufgegeben).
 
Dabei seit
30. August 2011
Punkte fĂŒr Reaktionen
1.116
Standort
NĂ€he Neumarkt i.d.Opf.
Die Planung habe ich im Prinzip genauso wie du gemacht @isartrails . Also von dem her kann ich dich da verstehen. Hatte auch erst etwas bedenken, als ich BRouter die ersten Male genommen habe, aber inzwischen komme ich damit wirklich auch sehr gut zurecht und finde, dass ich da viel weniger manuelle Zwischenpunkte setzen muss. Man kann dort ja sogar sein eigenes Profil erstellen und damit routen lassen.
Was dort fehlt ist eben die ganze Datenbank fĂŒr die Trackverwaltung und Statistiken. Aber da ich mich von Anfang an nie an Online-Plattformen gebunden habe, vermisse ich zum GlĂŒck diese Funktionen nicht.

Es ist natĂŒrlich schade, dass so ein toller Support nicht ĂŒberall vorhanden ist. Aber gerade in der Linux und OpenSource-Welt wird einem doch (noch) sehr gut weiter geholfen. Unter anderem deshalb versuche ich, möglichst auf solche Software zu setzen.
 
Dabei seit
24. August 2018
Punkte fĂŒr Reaktionen
5
Also wenn du mit der Routenplanung z.b. unter dem MTB Profil angefangen hast und zwischendrin z.B. auf Wandern gegangen bist weil er unter MTB vielleicht nicht den gewĂŒnschten Weg geroutet hat berechnet komoot z.B. die ganze Route neu. Das hat gpsies nicht gemacht. Man konnte switchen wie man wollte.

Auch gut fand ich die "Erstelle als Vorlage" Option. So konnte man eine vorhandene Strecke als Vorlage einblenden und Optionen in eine neue einplanen.
Das ist schon gut, dass die nicht die ganze Strecke neugeplant wird.

Was ich aber nicht so gut finde bei Alltrails/BRouter/... ist, dass man die Weg- bzw. Streckenbeschaffenheit nicht sieht (das kann Komoot echt gut).
 

schraeg

outfluencer
Dabei seit
26. August 2004
Punkte fĂŒr Reaktionen
6.148
Das ist schon gut, dass die nicht die ganze Strecke neugeplant wird.

Was ich aber nicht so gut finde bei Alltrails/BRouter/... ist, dass man die Weg- bzw. Streckenbeschaffenheit nicht sieht (das kann Komoot echt gut).
Das kann man doch draus ersehen welche Karte man sich hinterlegen lÀsst.
Bei AllTrails oder Brouter kann man sich ja OSM einblenden und dann kann man ja erkennen um welche Art Weg es sich handelt
 
Dabei seit
30. August 2011
Punkte fĂŒr Reaktionen
1.116
Standort
NĂ€he Neumarkt i.d.Opf.
Hab das mit Komoot auf bekannten Wegen bei uns auch mal probiert mit der Beschaffenheit. Kam mir dann vor wie die Tourismuswerbung in Österreich. Schaut auf dem Papier besser aus als in RealitĂ€t :D
Aber das liegt wohl auch am Gebiet, wo man plant. Ich geh meist lieber nach der OSM-Karte und markierten Wegen, ist oft fĂŒr uns die sicherere Variante.
 
Dabei seit
14. Mai 2014
Punkte fĂŒr Reaktionen
1
Von Komoot bin ich jetzt nicht so ĂŒberzeugt. Teilweise kommen die abenteuerlichsten Abschnitte dabei heraus. Was mich jedoch sehr stört ist, dass Komoot eine importierte Route nach "belieben" verĂ€ndert.

Mittlerweile bin ich auf eine manuelle Verwaltung umgeschwenkt und nutze den Brouter. Da kann man sich zum GlĂŒck ja angefangene Planungen per URL-Kopie weiterplanen.
 
Oben