Grip beim bergauffahren

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Servus,

ich hör hier immer wieder von brutal steilen Schotterstrassen, die nur mit sehr viel Kraftaufwand zu fahren seien. Ich versteh das ehrlich gesagt nicht ganz. Bei mir ist der entscheidende Faktor immer der Grip. Sogar bei der Auffahrt zum Nebelhorn (Asphalt!) ist mir vorher entweder der Lenker nach oben (im sitzen) oder das Hinterrad durchgedreht (im stehen). Fahren ging aber schon noch..
Was mach ich denn Falsch? Ich hab gutes Profil, fahre Hardtail... wie habt ihr bei über 20% noch Grip auf Schotter?

Ciao Simon

PS: und kommt mir nicht mit "rundem Tritt" - auf die Idee komm ich selbst in solchen Situationen :)
 
Bleib sitzen, rutsch etwas nach vorne und versuch dich so flach wie möglich auf das Bike zu legen. Je tiefer der Schwerpunkt umso besser.Barends sind sehr hilfreich.
Achte darauf, keinen zu kleinen Gang zu wählen. Bei Kurven immer aussen fahren, nicht schneiden.
 
Warum sollte man Kurven nicht schneiden?
Weil es da eventuell "schräg" ist (also, Kurveninnenseite liegt tiefer als aussen...)?
 
Die Innenseite ist meist steiler. Deswegen wenn man Aussen-Schneiden-Aussen fährt, fährt man die höchstmögliche Steigung und hat eher mit dem Grip zu kämpfen als wenn man auf der Aussenseite durch den Scheitelpunkt fährt.
Ist natürlcih immer vom Boden und vom Trail abghängig.

Ich hoffe man erkennt auf dem bild was ich meine
 

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bei mir wird die steigfähigkeit durch meinen saft oder meine technik begrenzt. über 4 km/h fehlt mir die technik eines no way über 4 km/h bei steigungen von 30% die power und der runde tritt. durchdrehen tut da nix und vorne abheben auch net, das heißt, doch 3 cm, aber die sind sag. und ich habe nicht die sattelüberhöhung eines cc-bikes.

ganz tief runter und soweit nach vorne, dass hinten nicht durchdreht. andere reifen probieren. vollgefedert. klickies is eh klar.

haller
 
für noch mehr Grip:

synchron zu jedem Pedalrunterdrücken dosiert auf der gleichen Seite den Lenker nach oben ziehen

funktioniert wie folgt:
Tretlager fungiert als Drehpunkt und wenn man den Lenker nach oben zieht drückt es das Hinterrad stärker auf den Boden
 
Gutes Thema...
das mit dem "Steilschotter" fahren ist echt so eine Geschichte. Wenns richtig steil wird geh ich eigentlich immer aus dem Sattel, weil ich dann 1) mehr Druck aufm Pedal hab und 2) meine Position aufm Bike und damit den Schwerpunkt besser kontrollieren kann.
Auf jeden Fall muss man beim "Aus-dem-Sattel-gehn" trotzdem mit dem Oberkörper nah beim Oberrohr bleiben und etwas vor den Sattel. Dann muss man einfach die Position finden, bei der Vorderrad gerade nicht abhebt und das Hinterrad noch genug Grip hat.
So klappt das bei mir mit den extrem Steigungen eigentlich ziemlich gut. Problem ist meistens eher, dass meine Muskeln nicht lange mitmachen. Sobald man zu langsam wird ists vorbei mit Fahrstabilität. Es ist einfacher wenn man eine gewisse Geschwindigkeit auch bei steilen Passagen beibehalten kann.

Gruss,
steilbiker
 
Aber verliert denn nicht dein Hinterrad den Grip wenn du aufstehst? :confused: Ich bin immer bei Steiles Gelände nicht voran gekommen, wiel ich plötzlich ins leere getreten habe. Das Hinterrad hatte kein Grip mehr und rutschte ins leere.

Das habe ich korregiert, indem ich den Arsch fest auf´s vordere Ende des Sattels drücke und kräftig an den Barends ziehe. So bleibt das Gewicht auf das Hinterrad und man verliert nicht Traktion.
 
das ist halt genau das schwierige dran, den schwerpunkt beim Aufstehen nicht zu weit nach vorne zu verlagern. Zusätzlich ziehe ich dann, wenn ich trete noch kräftig am Lenker, so dass sich das Hinterrad mehr in den Boden drückt.
Ich bin jetzt auch kein Fahrtechnik-Experte, aber so klappts halt bei mir...

PS: Wenn die Wege halt echt extrem steil sind, hab ich im Sitzen einfach nicht die Kraft da hochzustrampeln...
 
Eine Lösung wäre ein längerer und / oder flacherer Vorbau: Dadurch wird das Gewicht nach vorne verlagert (so daß die Gabel nicht hochkommt), ohne daß man weiter nach vorne rutschen muß (was zum Durchdrehen hinten führt).
 
ich bin bisher immer nur ohne klickies so steil bergauf gefahren- und zwar immer so, dass bei jedem tritt das vr ein paar cm hochkommt-so ist der grip auf dem hr maximal. aber so einen steilen schotterweg habe ich noch nie gesehen. wenn dann sind es wanderwege, die mehr grip als üblich haben, sodass man steile rampen noch fahren kann.
also ausprobieren und hinterreifen mit ausgeprägten querstollen aufziehn sowie vorbau ganz lang und tief.
 
naja, dann ists wohl eher das problem gewesen dass es bei mir einfach zu steil war. Ich war ja auf Asphalt unterwegs und hatte dafür nen optimalen Reifen. Auf Schotter wäre ich wohl viel früher gerutscht und der Weg wär prinzipiell nicht fahrbar gewesen...so what, mit schieben ist man meist eh nicht viel langsamer :)
 
Steilbiker schrieb:
Gutes Thema...
das mit dem "Steilschotter" fahren ist echt so eine Geschichte. Wenns richtig steil wird geh ich eigentlich immer aus dem Sattel, weil ich dann 1) mehr Druck aufm Pedal hab und ....

...sofort den druck auf dem hinterrad verliere - sorry, nicht bös gemeint, aber das kannst du deiner oma erzählen :D . daraus würde ich schliessen, dass du noch nie irgendwas tatsächlich richtig steiles gefahren bist (und ich sprech hier nicht von 5 metern...) ... auf'm asphalt vielleicht, auf schotter sicher nicht...

ansonsten begebe dich in die alpen. da musst nicht mal tief reinfahren. esterbergalm in garmisch, auffahrt teilweise asphaltiert bei bis zu 32%, weil sonst die unimogs probleme kriegen, das ganze über ca. 300 hm. da glühen die oberschenkel...

oder du fährst am tegernsee mal schnell zum wallberg sattel hoch...

oder du fährst in schwangau den schotterradweg(!) zum schloss neuschwanstein hoch. da ist zumindest auf den ersten metern aufgrund mangelndem gewichts auf dem hinterrad eigentlich auch schon essig mit dem stehendem wiegetritt...

wenn dein vorbau zu kurz, zu steil oder deine sitzposition zu aufrecht ist, dann kannst du diese themen aber schon mal aus deinem kalender löschen...

da gibts eigentlich viele beispiele...

gruss mike
 
Bin gestern Abend meine bisherige Haßrampe nach 2 Jahren vergeblicher Versuche endlich hochgekommen. Steile Rampe mit Schotter und Steinen, am Anfang und Ende schlammig und mittendrin eine querliegender Betonrinne.

Bin mal den Tips gefolgt und auf dem mittleren Blatt eingecklickt im sanften Wiegetritt hochgefahren. Es hat geklappt!!!! Auch im fortgeschrittenen Alter habe ich das noch gelernt.

Das Steilstück ist zwar nur 30m lang, aber sausteil und ich werde da in Zukunft nicht mehr hochschieben müssen.

Früher bin ich immer in Hektik verfallen, habe zu früh zu viel gekurbelt bzw. hatte das kleine Blatt aufgelegt. Da ging mittendrin die Puste aus oder eine Stein hat mich aus der Bahn geworfen. Wichtig ist es, die richtige Stellung auf dem Rad zu finden, wo die Kraft auf die Pedale kommt, aber trotzdem noch Druck auf dem Hinterrad ist.

Bin sehr zufrieden eingeschlafen

Greuß

Weizenbiker
 
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